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	<title>Karli Coburger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Catullus26 am 11. Januar 2026 um 12:06 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karli Coburger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Oktober]] [[1929]] in [[Neuhaus-Schierschnitz]]) war von 1984 bis 1989 Leiter der für Observation, Ermittlung und Festnahmen verantwortlichen Hauptabteilung VIII des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] (MfS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und Jugend ==&lt;br /&gt;
Coburger wurde 1929 als Sohn eines Porzellandrehers in Neuhaus-Schierschnitz geboren. Nach der Volksschule erlernte Coburger von 1943 bis 1946 an der Handelsschule den Beruf des Kaufmanns. Anschließend besuchte er die Wirtschaftsoberschule [[Sonneberg]] und war von 1948 bis 1949 [[Volontär]] im Plasta-Werk [[Köppelsdorf]]. 1949 trat er der [[SED]] bei. Nach einem Einjahreslehrgang an der [[Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft|Deutschen Verwaltungsakademie „Walter Ulbricht“]] in [[Forst Zinna]] arbeitete er bis 1952 als Betriebsassistent und besuchte die Technische Abendschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Staatssicherheit ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1952 trat Coburger in den Dienst des MfS. Dort war er zunächst im Bereich der [[Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig|BVfS Leipzig]] tätig, ehe er 1953 nach [[Ost-Berlin]] versetzt wurde. Hier war er als Untersuchungsführer in der Hauptabteilung IX tätig. In seinen Vernehmungen von politischen Häftlingen griff er auf Mittel der Psycho-Folter wie Schlafentzug und [[Isolationshaft]] zurück, um seine Opfer zu belastenden Aussagen zu drängen und sie für politische [[Schauprozess|Schau- und Geheimprozesse]] zu präparieren. So bearbeitete Coburger die Fälle von [[Karl-Albrecht Tiemann]] und [[Elli Barczatis]], die 1955 per Fallbeil hingerichtet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Wilhelm Fricke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Rundschau&amp;#039;&amp;#039; vom 16. November 2007. [https://www.fr.de/politik/schoenfaerber-verhoehnen-ihre-opfer-11613621.html Online-Version].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Wilhelm Fricke: &amp;#039;&amp;#039;Desinformation und selektive Wahrheit. Stasi-Geschichtsrevisionismus in der Offensive&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung]] (JHK), 2008, S. 248–260 ([https://www.kommunismusgeschichte.de/fileadmin/user_upload/JHK/2008/22_JHK_2008_Fricke_JHK_final.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1957 bis 1960 absolvierte Coburger ein Fernstudium der [[Kriminalistik]] an der [[Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt|Zentralschule der Volkspolizei]] in [[Aschersleben]]. Das [[Staatsexamen]] im Fach folgte 1966 an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]]. Im selben Jahr stieg er zum stellvertretenden Leiter der Ermittlungsabteilung auf. Coburger verhörte 1971 im [[Sudan]] den Söldner [[Rolf Steiner (Söldner)|Rolf Steiner]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/geschichte/article246065626/Rolf-Steiner-Ich-bin-kein-Soeldner-ich-bin-Legionaer.html?source=puerto-reco-2_AA-V28.0.A_control &amp;#039;&amp;#039;„Ich bin kein Söldner, ich bin Legionär“.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;Welt.de&amp;#039;&amp;#039;, 30.&amp;amp;nbsp;Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1976 wurde Coburger gemeinsam mit zwei weiteren Stasi-Offizieren mit einer Kollektiv-Dissertation zum [[Dr. jur.]] an der [[Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit]] mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die Durchsetzung der strafrechtlichen Verantwortung von Bürgern nichtsozialistischer Staaten durch das MfS&amp;#039;&amp;#039; promoviert. 1984 wurde Coburger zum Generalmajor ernannt und trat die Nachfolge [[Albert Schubert]]s als Leiter der Hauptabteilung VIII an. Die Stelle hatte er bis 1989 inne. Im Zuge der Auflösung des MfS wurde Coburger mit dem Ende der SED-Diktatur 1990 entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coburger betätigte sich seither in der AG Recht der 1993 gegründeten [[Geschichtsrevisionismus|geschichtsrevisionistischen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eckhard Jesse]]: [https://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/53270/fakten-und-erkenntnisse-keine-mythen &amp;#039;&amp;#039;Fakten und Erkenntnisse, keine Mythen und Legenden&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hubertus Knabe]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Täter sind unter uns. Über das Schönreden der SED-Diktatur.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2008, S. 304&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung|Gesellschaft zur rechtlichen und humanitären Unterstützung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Webarchiv|url=http://www.kai-homilius-verlag.de/autoren/autor_new.php?autor=164 |wayback=20140714121418 |text=Autorenvita beim Kai Homilius Verlag f }}, eingesehen am 14. Juni 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 wurde er mit weiteren MfS-Offizieren im Rahmen der Dokumentation „Das Ministerium für Staatssicherheit - Alltag einer Behörde“ interviewt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=http://film.fluter.de/de/214/kino/6029/| titel=Selbstentlarvung - Das Ministerium für Staatssicherheit - Alltag einer Behörde| titelerg=| autor=Silke Kettelhake| hrsg=| werk=Fluter| seiten=| datum=| zugriff=6. April 2011| sprache=| kommentar=| zitat= | archiv-url=https://web.archive.org/web/20150402161259/http://film.fluter.de/de/214/kino/6029/| archiv-datum=2015-04-02 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prozesse und Verurteilung ==&lt;br /&gt;
Am 3. Juni 1992 wurde Coburger zusammen mit dem Ex-Generalmajor des MfS [[Albert Schubert]] festgenommen. Am 14. Dezember 1992 erhob die [[Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof|Generalbundesanwaltschaft]] Anklage gegen Coburger wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit gegen die Bundesrepublik.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Schißau: Strafverfahren wegen MfS-Unrecht - Die Strafprozesse bundesdeutscher Gerichte gegen ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, Berlin 2006, ISBN 978-3-8305-1140-3, S. 151.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es kam wegen [[Verjährung (Deutschland)|Verjährung der Straftaten]] zu keiner Verurteilung.&amp;lt;ref&amp;gt;Angela Schmole: &amp;#039;&amp;#039;[https://zeitschrift-fsed.fu-berlin.de/index.php/zfsed/article/view/353 Geschminkte Eckensteher mit Bart. Die MfS-Hauptabteilung VIII]&amp;#039;&amp;#039;. In: Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat, Bd. 28 (2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit dem Fall [[Robert Havemann]] wurde Coburger im Juli 2000 wegen Beihilfe zur [[Rechtsbeugung]] und [[Freiheitsberaubung]] vom [[Landgericht Berlin]] zu einer einjährigen Freiheitsstrafe auf [[Strafaussetzung zur Bewährung|Bewährung]] verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Förster: Die juristische Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit, Berlin 2001, S. 351&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Prozess hatte Coburger jegliche Verantwortung für die durch ihn begangenen Taten abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* mit Peter Rauscher: &amp;#039;&amp;#039;Operative Ermittlung und Beobachtung&amp;#039;&amp;#039;. In: Reinhard Grimmer/[[Werner Irmler]]/[[Willi Opitz]]/[[Wolfgang Schwanitz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Sicherheit – Zur Abwehrarbeit des MfS&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, [[edition ost]], Berlin 2002, S. 384–413. ISBN 3-360-01044-2.&amp;lt;ref name=&amp;quot;deutschlandfunk.de&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.deutschlandfunk.de/reinhard-grimmer-u-a-hrsg-die-sicherheit-zur-abwehrarbeit.730.de.html?dram:article_id=101796 | titel=Reinhard Grimmer u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS. Verlag das Neue Berlin | titelerg= | autor=Karl Wilhelm Fricke | hrsg= | werk= | seiten= | datum=2002-05-27 | zugriff=12. September 2015 | sprache= | kommentar=Rezension | zitat= | offline=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* mit [[Dieter Skiba]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Untersuchungsorgane des MfS (HA IX im MfS/Abt IX der BV)&amp;#039;&amp;#039;. In: Reinhard Grimmer/Werner Irmler/Willi Opitz/Wolfgang Schwanitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Sicherheit – Zur Abwehrarbeit des MfS&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, edition ost, Berlin 2002, S. 426–494. ISBN 3-360-01044-2.&lt;br /&gt;
* mit Horst Bischoff: &amp;#039;&amp;#039;Strafverfolgung von Angehörigen des MfS&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung]]: &amp;#039;&amp;#039;Siegerjustiz? – Die politische Strafjustiz infolge der deutschen Einheit&amp;#039;&amp;#039;, [[Kai Homilius Verlag]] 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jens Gieseke (Historiker)|Jens Gieseke]]: &amp;#039;&amp;#039;Karli Coburger&amp;#039;&amp;#039;. In: [[BStU]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20210723142359/https://www.stasi-unterlagen-archiv.de/assets/bstu/de/Publikationen/HB_gieseke_wer-war-wer.pdf Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit?]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 900&amp;amp;nbsp;kB), MfS-Handbuch V/4, Berlin 1998, S. 11.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=karli-coburger|lemma=Coburger, Karli|autor=Jens Gieseke|band=1|idNum=501}}&lt;br /&gt;
* [[Roger Engelmann]], [[Bernd Florath]], [[Helge Heidemeyer]], [[Daniela Münkel]], [[Arno Polzin]], [[Walter Süß (Historiker)|Walter Süß]]: &amp;#039;&amp;#039;Das MfS-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 4. aktualisierte Auflage, Ch. Links Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-96289-139-8, S. 68, [https://www.bundesarchiv.de/glossar/detail/coburger-karli/ Online-Version].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesarchiv.de/glossar/detail/coburger-karli/ MfS-Lexikon: Karli Coburger] (Mit Foto)&lt;br /&gt;
* Karl Wilhelm Fricke: [https://www.fr.de/politik/schoenfaerber-verhoehnen-ihre-opfer-11613621.html Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Coburger, Karli}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalmajor des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Coburger, Karli&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher MfS-Mitarbeiter, Leiter der Hauptabteilung VIII des Ministeriums für Staatssicherheit&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Oktober 1929&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neuhaus-Schierschnitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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