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	<title>Karlesberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karlesberg&amp;diff=1836884&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;VeitKolb: /* Mittelalter */ Verlinkung eingefügt</title>
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		<updated>2025-06-14T08:40:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mittelalter: &lt;/span&gt; Verlinkung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Antoniusquelle.JPG|mini|255px|Die &amp;#039;&amp;#039;Antoniusquelle&amp;#039;&amp;#039; am Platz des früheren Dorfes]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karlesberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (historisch auch &amp;#039;&amp;#039;Carlsberg&amp;#039;&amp;#039; genannt&amp;lt;ref name=&amp;quot;CDMM&amp;quot;&amp;gt;Emil Griebel: Chronik des Marktes Mömbris, Markt Mömbris 1982, S. 111&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist die [[Wüstung]] eines Dorfes im [[Unterfranken|unterfränkischen]] [[Landkreis Aschaffenburg]] in [[Bayern]]. Sie liegt auf dem Gebiet der heutigen [[Marktgemeinde]] [[Mömbris]]. Karlsberg fiel im 19. Jahrhundert wüst. In verschiedenen älteren Statistiken wird die ehemalige Siedlung als eigener Ortsteil von Mömbris aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Dorf lag im mittleren [[Kahlgrund]], etwa 350 Meter vom heutigen neuen Mömbriser Friedhof entfernt, zwischen den Ortschaften [[Rappach (Mömbris)|Rappach]] und [[Fronhofen (Mömbris)|Fronhofen]] unterhalb des [[Bauersberg (Spessart)|Bauersberges]] (308&amp;amp;nbsp;m). Die Wüstung liegt auf der [[Gemarkung]] von Mömbris. Dort befindet sich heute die &amp;#039;&amp;#039;Antoniusquelle&amp;#039;&amp;#039;, ein roter Sandsteinbrunnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bauersberg Grenzstein 2.jpg|mini|Ein Grenzstein mit der Inschrift &amp;#039;&amp;#039;CB&amp;#039;&amp;#039; (Carlsberg) in der Nähe des ehemaligen Dorfes]]&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Die genaue Entstehungszeit von Karlesberg ist unklar, da keine Urkunden existieren, die die Gründung belegen. Allgemein wird von einer Gründung während der [[Fränkische Landnahme|fränkischen Landnahme]] (8. bis 10. Jahrhundert) oder zur Zeit der Staufer (12./13. Jahrhundert) ausgegangen&amp;lt;ref name=&amp;quot;ME&amp;quot;&amp;gt;[http://www.main-netz.de/nachrichten/region/alzenau/alzenau/art3981,850775 Als die Battons auf den Karlesberg kamen] Main-Echo vom 18. Juli 2009, aufgerufen im Main-Netz am 18. Juli 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Name der Ortschaft kommt entweder von &amp;#039;&amp;#039;Karl&amp;#039;&amp;#039;, in der Zeit des Mittelalters ein Synonym für einen freien Mann unter unmittelbarer Herrschaft des Königs oder von &amp;#039;&amp;#039;Kar-l&amp;#039;&amp;#039;, einer Bezeichnung für einen Sumpf oder eine Feuchtwiese&amp;lt;ref name=&amp;quot;FH1S18&amp;quot;&amp;gt;Friedmann/Friede: Der Karlesberg in &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Marktgemeinde Mömbris&amp;#039;&amp;#039; Heft 1, Mömbris 1991. S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im [[Mittelalter]] gehörte Karlesberg zum [[Gericht Mömbris]], das wiederum Teil des [[Freigericht Alzenau|Freigerichts Alzenau]] war. Das Freigericht war zwar [[Reichsunmittelbarkeit|reichsunmittelbar]], aber das [[Heiliges Römisches Reich|Reich]] verpfändete oder vergab das Gebiet immer wieder. So wechselten die Landesherren, zu denen die Herren und späteren Grafen von [[Hanau (Adelsgeschlecht)|Hanau]], die Herren von [[Randenburg (Spessart)|Randenburg]] und die [[Herren von Eppstein]] zählten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1500 [[Lehenswesen|belehnte]] der [[Römisch-deutscher König|römisch-deutsche König]] [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] den [[Kurmainz|Erzbischof von Mainz]] und den [[Grafschaft Hanau-Münzenberg|Grafen von Hanau-Münzenberg]] gemeinsam mit dem Freigericht, das sie nun als [[Kondominat]] verwalteten. Da im Freigericht auch zur Zeit des Kondominats die kirchliche [[Jurisdiktion (Kirche)|Jurisdiktion]] bei den Erzbischöfen von Mainz verblieb, konnte sich die [[Reformation]] – im Gegensatz zur Grafschaft Hanau-Münzenberg – hier nicht durchsetzen. Karlesberg blieb [[römisch-katholisch]]. Noch vor 1633&amp;lt;ref name=FH1S18/&amp;gt; verwaiste das noch zum Beginn des 17. Jahrhunderts besiedelte&amp;lt;ref name=FH1S18/&amp;gt; Karlesberg erstmals als Folge des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.moembris.de/seite/38426/geschichte.html |wayback=20140109114143 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-04-22 09:46:47 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[Pest]] und wurde zur Wüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Belgische Einwanderer ===&lt;br /&gt;
Wiederbelebt wurde Karlesberg dann Ende des 17. Jahrhunderts durch [[Wallonen|wallonische]] Einwanderer aus dem heutigen [[Dour]] im [[Provinz Hennegau|Hennegau]] unweit der Stadt [[Mons]]&amp;lt;ref&amp;gt;Suche nach &amp;#039;&amp;#039;Baton&amp;#039;&amp;#039; (wallonische Version) unter www.familienaam.be&amp;lt;/ref&amp;gt;. Deren Nachfahren besiedelten in den folgenden Jahrhunderten die Nachbarorte und sind dort bis heute auch nach Aufgabe des Ortes Karlesberg zu finden&amp;lt;ref name=&amp;quot;ME&amp;quot;/&amp;gt; Karlesberg blieb jedoch ein eher kleinerer Weiler und wies 1737 nur zwei Herdfeuer, also Wohnstätten von Großfamilien auf&amp;lt;ref name=CDMM/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Graf [[Johann Reinhard III. (Hanau)|Johann Reinhard III.]] starb 1736 der letzte männlicher Vertreter des Hauses Hanau. Erbe des hanau-münzenberger Landesteils war aufgrund eines Vertrages der [[Landgrafschaft Hessen-Kassel|Landgraf von Hessen-Kassel]]. Ob sich sein Erbe auch auf den Hanauer Anteil an dem Kondominat erstreckte, war in den folgenden Jahren zwischen Kurmainz und Hessen-Kassel heftig umstritten. Der Streit endete in einem Kompromiss, dem „Partifikationsrezess“ von 1740, der eine Realteilung des Kondominats vorsah. Es dauerte allerdings bis 1748, bis der Vertrag umgesetzt war. Karlesberg fiel dadurch Kurmainz zu. Der [[Reichsdeputationshauptschluss]] des Jahres 1803 schlug Karlesberg der [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]] zu, die es aber nur 13 Jahre behielt. Im Jahr 1816 trat das nunmehrige [[Großherzogtum Hessen]] das Amt an das [[Königreich Bayern]] ab. Seitdem liegt Karlesberg auf bayerischem Territorium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Dorf zur Wüstung ===&lt;br /&gt;
Die meisten urkundlichen Erwähnungen des Dorfes stammen aus dem 17. bis ins 19. Jahrhundert. Ab dem 18. Jahrhundert ist es auch gesichert, dass es sich um eine Ortschaft und nicht nur um einen Einzelhof handelte&amp;lt;ref&amp;gt;Friedmann/Friede: Der Karlesberg in &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Marktgemeinde Mömbris&amp;#039;&amp;#039; Heft 1, Mömbris 1991, S. 22&amp;lt;/ref&amp;gt;. Für 1820 ist belegt, dass Karlesberg ein Melkplatz war, wo Vieh gemolken und getränkt wurde und auch Melker und Hirten ihre Behausung hatten&amp;lt;ref&amp;gt;Friedmann/Friede: Der Karlesberg in &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Marktgemeinde Mömbris&amp;#039;&amp;#039; Heft 1, Mömbris 1991, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf einer Flurkarte von 1846 wird zumindest noch ein bewohntes Gebäude ausgewiesen, auch wenn hier bereits nicht mehr von einer Ortschaft die Rede ist. Zahlreiche Nachfahren der wallonischen Einwanderer lebten zu dieser Zeit bereits in Mömbris, [[Rappach (Mömbris)|Rappach]], umliegenden Dörfern&amp;lt;ref&amp;gt;Friedmann/Friede: Der Karlesberg in &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Marktgemeinde Mömbris&amp;#039;&amp;#039; Heft 1, Mömbris 1991, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt; oder waren nach Amerika weiter gewandert&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Griebel: Chronik des Marktes Mömbris, Markt Mömbris 1982, S. 277&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://de.geneanet.org/familiennamen/BATHON&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte Beleg für die Existenz des besiedelten Ortes stammt aus dem Jahr 1858&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Griebel: Chronik des Marktes Mömbris, Markt Mömbris 1982, S. 299&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wahrscheinlich wanderten die Bewohner ab, weil von der verfügbaren Ackerfläche ein guter Auskommen nicht zu erreichen war&amp;lt;ref name=&amp;quot;FH1S24&amp;quot;&amp;gt;Friedmann/Friede: Der Karlesberg in &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Marktgemeinde Mömbris&amp;#039;&amp;#039; Heft 1, Mömbris 1991, S. 24&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zwischen 1870 und 1913 wurde noch ein existentes Karlesberger Haus nach Mömbris verlegt&amp;lt;ref name=&amp;quot;ME&amp;quot;/&amp;gt; und diente dort als Schnapsbrennerei&amp;lt;ref name=FH1S24/&amp;gt;. Um 1945 wurde von einem Wiesenbesitzer am Bauersberg die letzte noch bestehende Mauer abgebrochen&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJB1966&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Titel= Unser Kahlgrund 1966 | TitelErg= Heimatjahrbuch für den Landkreis Alzenau. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft zur Heimatforschung und Heimatpflege des Landkreises Alzenau, Landrat des Kreises | ISSN= 0933-1328 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Straße &amp;#039;&amp;#039;Karlesberg&amp;#039;&amp;#039; in Fronhofen ist nach der Wüstung benannt, die &amp;#039;&amp;#039;Wallonenstraße&amp;#039;&amp;#039; in Rappach nach den Einwanderern, die das Dorf vom 17. bis zum 19. Jahrhundert besiedelt hatten. Am ehemaligen Ort der Siedlung befindet sich heute ein Brunnen, die Antoniusquelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Wüstungen in der Region ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Karlesberg.JPG|thumb|255px|Ein Straßenname in [[Fronhofen (Mömbris)|Fronhofen]] erinnert an das verschwundene Dorf Karlesberg]]&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;300&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* [[Altdorf (Babenhausen)|Altdorf]] (bei [[Babenhausen (Hessen)|Babenhausen]])&lt;br /&gt;
* [[Armansgesäß]] (bei [[Altenhaßlau (Linsengericht)|Altenhaßlau]])&lt;br /&gt;
* Biebigheim (bei [[Wenigumstadt]])&lt;br /&gt;
* [[Bruchhausen (Alzenau)|Bruchhausen]] (bei [[Hörstein]])&lt;br /&gt;
* [[Grubingen]] (bei [[Großheubach]])&lt;br /&gt;
* [[Hausen (Wüstung, Mömlingen)|Hausen]] (bei [[Mömlingen]])&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;33%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Hergeresfeld  (bei [[Wirtheim]])&lt;br /&gt;
* [[Hildenhausen]] (bei [[Harreshausen]])&lt;br /&gt;
* [[Hüttenberg (Mömbris)|Hüttenberg]] (bei [[Mensengesäß]])&lt;br /&gt;
* [[Langenbrücken (Wüstung)|Langenbrücken]] (bei Babenhausen)&lt;br /&gt;
* Das [[Nilkheim#Gemarkung|alte Nilkheim]] (bei [[Leider]])&lt;br /&gt;
* [[Prischoß (Wüstung)|Prischoß]] (bei [[Alzenau]])&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;33%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
* Das [[Ringheim#Das alte Ringheim|alte Ringheim]] (bei [[Großostheim]])&lt;br /&gt;
* [[Rothenberger Hof|Rothenberg]] (bei [[Niedersteinbach (Mömbris)|Niedersteinbach]])&lt;br /&gt;
* [[Ruchelnheim]] (bei [[Obernau (Aschaffenburg)|Obernau]])&lt;br /&gt;
* Sadelbach (bei [[Feldkahl]])&lt;br /&gt;
* [[Wohnstadt (Mömbris)|Wohnstadt]] (bei [[Brücken (Mömbris)|Brücken]])&lt;br /&gt;
* [[Zell (Mainhausen)|Zell]] (bei [[Zellhausen]])&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Karlesberg (Wüstung)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=50.071836|EW=9.14629|type=landmark|elevation=270|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Mömbris)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung im Landkreis Aschaffenburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;VeitKolb</name></author>
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