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	<title>Karl von Lothringen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Enyavar am 4. Juni 2025 um 00:14 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-04T00:14:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Bischof von Metz und Straßburg. Zum gleichnamigen Hochmeister des deutschen Ordens siehe [[Karl Alexander von Lothringen]], zum Erzbischof von Köln siehe [[Karl III. Joseph von Lothringen]], zu den gleichnamigen Herzögen siehe [[Karl (Niederlothringen)]], [[Karl II. (Lothringen)]], [[Karl III. (Lothringen)]], [[Karl IV. (Lothringen)]] und [[Karl V. (Lothringen)]]. Vergleich auch gleichbedeutend [[Charles de Lorraine]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl von Lothringen Bischof Strassburg.jpg|mini|Kardinal Karl von Lothringen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:COA Charles de Lorraine (1567-1607).svg|mini|Kardinalswappen (schematische Darstellung)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl von Lothringen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (franz. &amp;#039;&amp;#039;Charles de Lorraine-Vaudémont (III)&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Juli]] [[1567]] in [[Nancy]]; † [[24. November]] [[1607]] ebenda) war [[Bischof von Metz]] und [[Bischof von Straßburg|Straßburg]] sowie [[Kardinal]] der [[römisch-katholische Kirche|Römischen Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl von Lothringens Eltern waren der Herzog [[Karl III. (Lothringen)|Karl III.]] von [[Lothringen]] und [[Claudia von Valois]]. Kurfürst [[Maximilian I. (Bayern)|Maximilian I. von Bayern]], der seine Schwester Elisabeth geheiratet hatte, war der Schwager des Prinzen. Seine Tante [[Renata von Lothringen]], die Schwester seines Vaters, wird als Selige verehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Hl-Lex|b|Renata_von_Bayern.html|Renata von Lothringen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Prinz Karl studierte an der [[Universität Pont-à-Mousson]] und an der [[Sorbonne]] zu Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bischof von Metz und Kardinal ===&lt;br /&gt;
Bereits als Kind ernannte man Prinz Karl von Lothringen am 18. Juli 1578 zum Bischof von Metz, was jedoch wegen seines Alters nur eine Titulatur bedeutete; die Priester- und Bischofsweihe erhielt er erst Jahre später. Bis zum Erreichen des kanonischen Weihealters verfügte der Papst die Verwaltung des Bistums durch Bischof [[Nicolas Bousmard|Nikolaus Bosmard]] von [[Bistum Verdun|Verdun]]. Am 22. August 1585 übertrug der Hl. Stuhl dem Prinzen Karl die Leitung der weltlichen und 1586 auch der geistlichen Angelegenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe des Jesuitenordens setzte Karl sich in Metz für eine kirchliche Erneuerung im Sinne des [[Konzil von Trient|Konzils von Trient]] ein, hielt 1588 eine Diözesansynode ab und siedelte in seinem Sprengel [[Kapuziner]] sowie [[Paulaner (Orden)|Paulaner]] an. Papst [[Sixtus V.]] erhob Karl von Lothringen im Konsistorium vom 20. Dezember 1589 zum [[Kardinal]], [[Gregor XIV.]] ernannte ihn am 5. April 1591 während einer Romreise zum [[Kardinaldiakon]] mit dem Titel von &amp;#039;&amp;#039; [[Sant’Agata dei Goti|Sant’Agata in Suburra]]&amp;#039;&amp;#039;. Zugleich bestellte er ihn zum Apostolischen Legaten für die Herzogtümer Lothringen und Bar sowie die [[Trois-Évêchés|Drei Bistümer]]. Während der Abwesenheit seines Vaters übernahm Prinz Karl mehrfach die Verwaltung der beiden Herzogtümer [[Herzogtum Lothringen|Lothringen]] und [[Herzogtum Bar|Bar]]. Der Vater versuchte beim Papst ein Bistum in [[Nancy]] für ihn zu errichten, was aber scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bischof von Straßburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl von Lothringen wurde 1592 zum Bischof von Straßburg gewählt, konnte sein Amt aber erst nach längeren Streitigkeiten antreten. Der Kölner Fürstbischof und Kurfürst [[Gebhard I. von Waldburg|Gebhard Truchseß von Waldburg]], der zum [[Protestantismus|protestantischen]] Bekenntnis übergetreten war und Gräfin [[Agnes von Mansfeld-Eisleben|Agnes von Mansfeld]] geheiratet hatte, zog sich nach seiner Vertreibung in das Stift Straßburg zurück, wo er als Domherr starb. Mit ihm kamen auch andere protestantische Domkapitulare aus [[Köln]], da sie am hiesigen Domstift [[Pfründe]]n besaßen. Durch die Unterstützung der mehrheitlich protestantischen Bürger Straßburgs konnten sie das Domkapitel unter ihre Kontrolle bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholischen Domherren zogen sich mit Bischof [[Johann IV. von Manderscheid-Blankenheim]]&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Bischof Johann von Manderscheid-Blankenheim und den Vorgängen um die Spaltung des Straßburger Domkapitels vgl. {{NDB|16|14|15|Manderscheid, Johann Graf von Manderscheid-Blankenheim|Peter Neu|119543052}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nach [[Saverne]] zurück und erklärten sich selbst für das einzig rechtmäßige Kapitel der Diözese Straßburg, was auch vom Hl. Stuhl bestätigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bischof Johann von Manderscheid starb 1592 und es kam zu einer Doppelwahl. Das protestantische Domkapitel erwählte den 15-jährigen Markgrafen [[Johann Georg (Brandenburg-Jägerndorf)|Johann Georg von Brandenburg]] zum neuen Bischof, was jedoch vom Heiligen Stuhl nicht anerkannt wurde. Die katholischen Domherren wählten hingegen am 9. Juni 1592 den Bischof von Metz, Karl von Lothringen, zum neuen Straßburger Oberhirten. Die Wahl wurde am 1. Juli 1592 von Papst [[Clemens VIII. (Papst)|Clemens VIII.]] bestätigt. Karl von Lothringen konnte sein Amt jedoch nur bedingt ausüben, da der unmündige Gegenbischof Johann Georg von Brandenburg bzw. die hinter ihm stehende protestantische Fraktion das Bistum besetzt hielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam zum sogenannten [[Straßburger Kapitelstreit]] mit  bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen beiden Parteien, welche 1593 durch einen vorläufigen Kompromiss endeten, der Karl von Lothringen im linksrheinischen und Johann Georg im rechtsrheinischen Teil des Bistums die Vorherrschaft überließ. Letzterer führte in seinem Gebiet die [[Reformation]] ein, hob unter anderem die Klöster [[Kloster Allerheiligen (Schwarzwald)|Allerheiligen]] und [[Kloster Ettenheimmünster|Ettenheimmünster]] auf und verpfändete sie an den Herzog [[Friedrich I. (Württemberg, Herzog)|Friedrich I. von Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich beendete Kaiser [[Rudolf II. (HRR)|Rudolf&amp;amp;nbsp;II.]] die politische Spaltung des Bistums 1599 mit einem Votum für Karl von Lothringen. Trotz päpstlicher und kaiserlicher Ablehnung verzichtete Johann Georg von Brandenburg erst am 22. November 1604 im  Hagenauer Vertrag gegen Zahlung von 130.000 Goldstücken und einer lebenslangen Rente von 9.000 Gulden jährlich auf seine Ansprüche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bischof Karl von Lothringen konnte danach von seinem kompletten Bistum Besitz ergreifen. Der Prinz erneuerte die Diözese nachhaltig. Schon ab 1596 hatte er mit einer Klerusreform und Visitationen nach dem Vorbild des Heiligen [[Karl Borromäus]] begonnen, er förderte die Wallfahrten auf dem [[Odilienberg]] und in [[Kloster Marienthal (Haguenau)|Marienthal]], hielt 1605 eine Diözesansynode ab und unterstützte die Niederlassungen der [[Jesuiten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krankheit, Tod ===&lt;br /&gt;
Karl von Lothringen starb in Nancy infolge eines schmerzhaften Rückenmarkleidens, an dem er seit seinem 25. Lebensjahr gelitten hatte. Er konnte zeitweise nicht mehr gehen, reiten oder fahren, sondern musste sich stets in einer Sänfte tragen lassen. Außerdem befiel ihn eine Lähmung, welche nur der Zunge Bewegung übrig ließ, dabei wurde er von starken Schmerzen geplagt. Ab 1602 befand er sich besser, war großteils frei von Schmerzen und konnte wenigstens die Hand zum Schreiben gebrauchen; dennoch blieb er ans Bett gefesselt. Trotz seiner Gebrechlichkeit und der ungünstigen Zeitumstände gelang es ihm jedoch, in zwei Diözesen die Reformen des Konzils von Trient umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller Martin Meurisse (1584–1644) charakterisiert Kardinal Karl von Lothringen folgendermaßen: &lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Er hatte einen ausgezeichneten Geist, ein sicheres Urteil, große Erfahrung in den Staatsgeschäften und ein sehr glückliches Gedächtnis, zugleich war er ungemein sanft, herablassend, gütig, fromm und freigebig; er trug große Sorge um seine Untertanen und besuchte sie oft, um ihre Klagen anzuhören und er richtete seinen Geist mit Sorgfalt auf alles, was die Ehre Gottes und das Heil der Seelen betraf.&lt;br /&gt;
 |Autor=Felix Stieve in: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Deutsche Biographie&amp;#039;&amp;#039;, Band 15 (1882), S. 299–302}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{NDB|11|230|231|Karl von Lothringen|Francis Rapp|120189348}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|15|299|302|Karl von Lothringen (Bischof von Metz und Straßburg)|Felix Stieve|ADB:Karl von Lothringen (Bischof von Metz und Straßburg)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Charles de Lorraine (1567-1607)|Karl von Lothringen}}&lt;br /&gt;
* {{Catholic-hierarchy|Typ=bishop|ID=blovac}}&lt;br /&gt;
* {{Miranda|NName=Lorraine|ConsJ=1589}}&lt;br /&gt;
* {{SaarBiogr |1165 |Lorraine Charles de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Louis I. de Lorraine-Guise]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Anne von Perusse d’Escars]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der Bischöfe von Metz|Bischof von Metz]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1578–1607}}&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Fürst- und Erzbischöfe von Straßburg (seit 1506)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--VORGÄNGER2=[[Johann Georg (Brandenburg-Jägerndorf)|Johann Georg von Brandenburg]]|NACHFOLGER2=[[Leopold V. (Österreich-Tirol)|Leopold von Österreich]]|AMT2=[[Liste der Bischöfe von Straßburg|Bischof von Straßburg]]|ZEIT2=1604–1607}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120189348|VIAF=56600797}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Mitglieder regierender Fürstenhäuser werden unter ihrem persönlichen Namen sortiert und angesetzt.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Karl #Lothringen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Metz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kardinal (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Vaudémont]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof (Hochstift Straßburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Straßburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Nancy)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1567]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1607]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Karl von Lothringen&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Charles de Lorraine; Charles de Lorraine-Vaudémont III.&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Bischof und Kardinal der Römisch-Katholischen Kirche&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Juli 1567&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nancy]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. November 1607&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nancy]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Enyavar</name></author>
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