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	<title>Karl Wahl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:KarlWahl.jpg|mini|hochkant|Karl Wahl]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Wahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. September]] [[1892]] in [[Aalen]]; † [[18. Februar]] [[1981]] in [[Vaterstetten]]) war ein deutscher Politiker [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|(NSDAP)]], [[Struktur der NSDAP#Die 43 Gaue (1941) inkl. Gauleiter|Gauleiter]] des [[Gau Schwaben|Gaues Schwaben]] während der [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Herrschaft]] und [[SS-Obergruppenführer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wahl besuchte zwischen 1899 und 1910 die Volksschule und die Berufliche Fortbildungsschule seiner Heimatstadt. 1910 nahm er eine Schlosserlehre auf. Im gleichen Jahr trat er als Zweijährig-Freiwilliger in das 2. Bayerische Jägerbataillon in [[Aschaffenburg]] ein. 1911 wechselte er in die Sanitätstruppe und wurde 1912 zum Sanitäts-Unteroffizier befördert. Seit diesem Jahr gehörte er der Heeres-Sanitätsschule des [[II. Königlich Bayerisches Armee-Korps|II. Bayerischen Armee-Korps]] in [[Landau in der Pfalz|Landau]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde Wahl von August 1914 bis Dezember 1918 als Frontsanitäter eingesetzt. Im Juli 1917 wurde er zum Sanitäts-[[Vizefeldwebel]] befördert. Bis Oktober 1919 war er Leiter der von [[Friedrich Hessing]] gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Hessingschen Anstalt&amp;#039;&amp;#039; in [[Augsburg-Göggingen|Göggingen]]. Zuletzt Leiter der chefärztlichen Kanzlei des Garnisonslazaretts [[Augsburg]], wurde Wahl im November 1921 aus der Armee verabschiedet. Zwischen 1921 und 1933 war er bei der Stadt Augsburg beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 trat Wahl in die Augsburger Ortsgruppe der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und in die [[Sturmabteilung|SA]] ein. Während des Verbots der NSDAP betätigte er sich im [[Völkisch-Sozialer Block|Völkisch-Sozialen Block]]; nach der Wiederzulassung der Partei trat er der NSDAP am 26. Februar 1925 erneut bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 9.803). Zwischen 1925 und 1929 war Wahl Ortsgruppenleiter und Kreisleiter der NSDAP in Augsburg und führte die dortige SA-Standarte. Bei der Landtagswahl im Mai 1928 wurde er ins Parlament gewählt. Am 1. Oktober 1928 wurde er zum Gauleiter für Schwaben ernannt. Im Februar 1931 gründete er die nationalsozialistische &amp;#039;&amp;#039;Neue National-Zeitung Augsburg&amp;#039;&amp;#039;, deren Herausgeber er bis 1945 blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der Nationalsozialisten erhielt Wahl im November 1933 ein Mandat im funktionslosen [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstag]]. Mit Wirkung vom 1. Juli 1934 erfolgte die Ernennung zum [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsidenten]] von Schwaben. Im August 1934 trat Wahl der [[Schutzstaffel|SS]] im Rang eines [[SS-Gruppenführer]]s bei (SS-Nummer 228.017). Am 2. Februar 1942 fragte Wahl bei [[Heinrich Himmler|Himmler]] schriftlich an, warum er – im Gegensatz zu anderen Gauleitern wie [[Wilhelm Murr|Murr]], [[Fritz Sauckel|Sauckel]] oder [[Friedrich Hildebrandt (Politiker)|Hildebrandt]] – nicht zum SS-Obergruppenführer befördert worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schriftwechsel bei: [[Helmut Heiber]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der ganz normale Wahnsinn unterm Hakenkreuz. Triviales und Absonderliches aus den Akten des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Herbig, München 1996, ISBN 3-7766-1968-6, Dokumente 138a, b, c, d.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachfragen Himmlers führten zu einem Bericht der [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Hauptaußenstelle Augsburg, wonach der Gauleiter die SS nicht bevorzugt fördere und selten in SS-Uniform auftrete, in Notfällen aber SS-Führern eine besondere Unterstützung zukommen lasse. Himmler beschied am 31. März 1942 Wahl, die ausgebliebene Beförderung sei darauf zurückzuführen, dass er nicht wie die anderen Gauleiter zugleich [[Reichsstatthalter]] sei. Den Rang des SS-Obergruppenführers erreichte Wahl schließlich am 1. August 1944; zuvor war er im November 1942 nach der Neuordnung der Reichsverteidigungsbezirke zum [[Reichsverteidigungskommissar]] für den Gau Schwaben ernannt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augsburg wurde den [[US Army|amerikanischen Truppen]] am 28. April 1945 kampflos übergeben. Auf deren Ultimatum zur Übergabe reagierte die [[Augsburger Freiheitsbewegung]], eine Bürgerbewegung. „Wahl sah keine Veranlassung, aktiv zu werden, er blieb jedoch in der Stadt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: „Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart“ Seite 634, ISBN 3-8062-0283-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 10. Mai 1945 wurde Wahl in Augsburg von amerikanischen Truppen gefangen genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld des [[Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher|Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher]] wurde Wahl im Juli 1945 als Zeuge vernommen. In der [[Entnazifizierung]] wurde Wahl im Dezember 1948 als „Hauptschuldiger“ eingestuft und zu dreieinhalb Jahren Arbeitslager verurteilt, wobei allerdings 40 Monate Haft auf die Strafe angerechnet wurden. Zudem wurden Vermögens- und Sachbesitz eingezogen. Nachdem Wahl wegen körperlicher Schwäche schon einige Monate im Krankenhaus verbracht hatte, wurde er am 23. September 1949 entlassen. Der [[Bayerisches Staatsministerium für Sonderaufgaben#Kassationshof|bayerische Kassationshof]] entschloss sich am 21. September 1951, ihn zum [[Persilschein#Entnazifizierung|Belasteten]] aufzubessern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SP-52/1954&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=28958092 |Autor= |Titel= Gauleiter. Es ist das deutsche Herz |Jahr=1954 |Nr=52 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst als Textilvertreter tätig, war Wahl von 1958 bis 1968 Leiter der Bibliothek der Firma [[Messerschmitt AG]] in München. Seine 1954 im [[Selbstverlag]] herausgebrachte Autobiografie wurde, als die erste eines ehemaligen Gauleiters, überregional beachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SP-52/1954&amp;quot;/&amp;gt; Der Historiker Hans-Ulrich Danner, der in seiner Dissertation die Autobiographien von 42 Funktionsträgern von NSDAP und SED gegenüberstellte, ordnete Wahl in Bezug auf seine Memoiren als „widersprüchliche [[Apologet]]“ ein. So verteidigt er einen „guten“ Nationalsozialismus, kritisiert aber zugleich sehr viel am NS-System.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Ulrich Danner |Titel=Bewältigung des Scheiterns: Autobiographische Schriften früherer Parteifunktionäre von NSDAP und SED |Auflage=1 |Verlag=De Gruyter Oldenbourg |Ort=Berlin/Boston |Datum=2024 |ISBN=978-3-111-34010-4 |Seiten=236}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Gotto]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Erfindung eines „anständigen Nationalsozialismus“. Vergangenheitspolitik der schwäbischen Verwaltungseliten in der Nachkriegszeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Fassl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Kriegsende in Schwaben. Wissenschaftliche Tagung der Heimatpflege des Bezirks Schwaben und der Schwäbischen Forschungsgesellschaft am 8./9. April 2005, Augsburg 2006.&amp;#039;&amp;#039; S. 263–283, ISBN 3-89639-552-1.&lt;br /&gt;
* Sven Keller: &amp;#039;&amp;#039;„Jedes Dorf eine Festung“ oder ein „sanftes“ Kriegsende in Schwaben? Volkssturm, Durchhalteterror und die Rolle Gauleiter Wahls in der Kriegsendphase 1945.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Fassl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Kriegsende in Schwaben. Wissenschaftliche Tagung der Heimatpflege des Bezirks Schwaben und der Schwäbischen Forschungsgesellschaft am 8./9. April 2005&amp;#039;&amp;#039;, Augsburg 2006, S. 23–54, ISBN 3-89639-552-1.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770052544}} S. 703 f.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3100910524}}&lt;br /&gt;
* [[Frank Raberg]]: &amp;#039;&amp;#039;„Courths-Mahler der Bewegung“: Karl Wahl&amp;#039;&amp;#039;, in: {{BibISBN|9783945893029|Seite=222-235}}&lt;br /&gt;
* Hans-Ulrich Danner: &amp;#039;&amp;#039;Bewältigung des Scheiterns: Autobiographische Schriften früherer Parteifunktionäre von NSDAP und SED.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. De Gruyter Oldenbourg, Berlin/Boston 2024, ISBN 978-3-11-134010-4, [[Digital Object Identifier|doi]]:10.1515/9783111340104.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|11862847X}}&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|11862847X}}&lt;br /&gt;
* Joachim Lilla: [https://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/wahl-karl Wahl, Karl.] In: ders.: Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Regierungspräsidenten von Schwaben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11862847X|VIAF=317195546}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wahl, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bayerischen Landtags in der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungspräsident von Schwaben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Obergruppenführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekar (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreisleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gauleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Deutsches Heer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Bayern)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wahl, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), MdR, Gauleiter, SS-Obergruppenführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. September 1892&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aalen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Februar 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Vaterstetten]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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