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	<title>Karl Theodor Liebe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T15:03:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Theodor_Liebe&amp;diff=417442&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-03-09T09:02:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karl Theodor Liebe.jpg|mini|Karl Theodor Liebe (um 1886). Am 7. Juni 1886 übersandte er diese Fotografie der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Leopoldina]], die ihn im Vorjahr als Mitglied aufgenommen hatte, und bat zugleich &amp;#039;&amp;#039;„wegen der ungewöhnlichen Photographie um Entschuldigung“&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Marwinski, &amp;#039;&amp;#039;Karl Theodor Liebe&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 49f.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Leopold Theodor Liebe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Februar]] [[1828]] in [[Moderwitz]]; † [[5. Juni]] [[1894]] in [[Gera]]) war ein deutscher [[Geologe]] und [[Ornithologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft, Ausbildung und berufliche Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Am 11. Februar 1828 wurde Karl Theodor Liebe in [[Moderwitz]] bei [[Neustadt an der Orla]] geboren. Die Mutter war die Tochter eines Arztes. Sein Vater war Pfarrer und sein Großvater betrieb eine Augenheilanstalt, wo er als Schüler in deren Garten Vögel beobachtete. Dadurch angeregt, besuchte er im nahen [[Renthendorf]] den dort ansässigen Pfarrer [[Ludwig Brehm]], der als Ornithologe große Bekanntheit hatte. In der Schulzeit unternahm Liebe geologische Exkursionen in [[Thüringen|Ostthüringen]] und im [[Vogtland]]. Daraus entwickelte sich sein Studienwunsch für Bergbau und Geologie, den die Familie aus finanziellen Gründen jedoch nicht unterstützen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 20 Jahren schloss er seine Schulzeit, zunächst in Neustadt und in Zeitz, mit dem Abitur in [[Weimar]] ab. Im Verlauf seines Studiums (1848–1852) der [[Theologie]], [[Mathematik]], [[Pädagogik]] und der Naturwissenschaften an der Universität Jena entwickelte sich sein Interesse für [[Geologie]] und [[Paläontologie]] weiter. In Jena [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er 1852 über die [[Stratigraphie (Geologie)|stratigraphische]] Gliederung der [[Zechstein]]ablagerungen im [[Orla]]tal. Diese Arbeit wurde 1853 unter dem Titel „&amp;#039;&amp;#039;Chemische und geognostische Untersuchungen über den Zechstein des Orlatales&amp;#039;&amp;#039;“ im Neuen Jahrbuch für Mineralogie veröffentlicht. Danach war er von 1852 bis 1855 in [[Hamburg]] als Hauptlehrer am &amp;#039;&amp;#039;Schleiden’schen [[Realgymnasium]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;[[Höhere Bildung|Höhere Lehranstalt]] des Dr. Schleiden&amp;#039;&amp;#039;) tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1855 nahm Liebe eine Stelle als Lehrer an der Geraer Gewerbeschule an und wurde 1860 deren Direktor. 1861 wechselte er zum [[Goethe-Gymnasium/Rutheneum seit 1608|Fürstlichen Gymnasium]], an dem er Professor für Mathematik und [[Physik]] wurde. Nach 33-jähriger Lehrtätigkeit ließ er sich dort aufgrund seiner nachlassenden Gesundheit zum 31. März 1894 pensionieren. Zwei Monate später verstarb er. Er wurde auf dem damaligen Friedhof an der [[Trinitatiskirche (Gera)|Trinitatiskirche]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Werk ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1852 und 1867 nutzte Liebe seine freie Zeit fast vollständig zur geologischen Untersuchung Ostthüringens. Dabei gelang es ihm als ersten Geologen die Schichtenabfolgen des ostthüringischen [[Paläozoikum#Einteilung des Paläozoikums|Altpaläozoikums]] vollständig und in den wesentlichen Aussagen richtig zu erfassen. Seine diesbezüglichen Ergebnisse wurden 1884 publiziert. Für dieses Werk mit dem Titel „&amp;#039;&amp;#039;Uebersicht über den Schichtenaufbau Ostthüringens&amp;#039;&amp;#039;“ erlangte er internationale Anerkennung. Im Jahr 1885 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt. Es bildete die Grundlage zahlreicher [[Geologische Karte #Erläuterungsbericht|Erläuterungsberichte]] geologischer Kartenblätter Ostthüringens, die er selbst nach jahrelanger Feldarbeit verfasste und an denen sein Schüler [[Ernst Zimmermann (Geologe, 1860)|Ernst Zimmermann]] später weiter arbeitete&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.schweizerbart.de/papers/zdgg/detail/102/49353/ERNST_ZIMMERMANN_ |wayback=20170113122320 |text=F. Deubel: Ernst Zimmermann. In: Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 102 (1950) Heft 1 (Kurzfassung) |archiv-bot=2022-03-08 05:14:36 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es gilt als Standardwerk für die Beschreibung des Altpaläozoikums in Thüringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1869 verhandelte die Preußische Regierung mit Vertretern der thüringischen Staaten zwecks einer abgestimmten geologischen [[Aufnahme (Geologie)|Kartenaufnahme]]. Durch das [[Reuß jüngerer Linie|Fürstentum Gera-Reuß]] wurde Liebe zur Bearbeitung des außerordentlich komplizierten Gebietes in Ostthüringen vorgeschlagen. Er galt als exzellenter Kartierer, dessen Methode von Fachkollegen hoch geschätzt war und jüngeren Geologen als Vorbild diente. Demzufolge arbeitete er auch seit 1878 auf Ersuchen der [[Geognostische Landesuntersuchung Sachsens#Die Sächsische Geologische Landesuntersuchung|Sächsischen Geologischen Landesuntersuchung]] zusammen mit Ernst Weise an dem sächsischen Kartenblatt Plauen-Oelsnitz. Für Thüringen schuf Liebe zu Lebzeiten neun Kartenblätter im Maßstab von 1:25000 und sechs weitere wurden nach seinem Tod mit abschließender Bearbeitung von Ernst Zimmermann durch die &amp;#039;&amp;#039;[[Königlich-Preussische Geologische Landesanstalt|Königlich Preussische geologische Landesanstalt]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht. [[Ernst Heinrich von Dechen]] bezeichnete die Aufnahmearbeiten im [[Silur]] und [[Devon (Geologie)|Devon]] um [[Ronneburg (Thüringen)|Ronneburg]] &amp;#039;&amp;#039;als ein Meisterstück [[Tektonik|tektonischer]] Auffassungsgabe&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1882 ereignete sich in Gera ein [[Erdfall]]. Liebe untersuchte diese Erscheinung und warnte mit einer gutachterlichen Stellungnahme vor der Bebauung dieses Areals. Die Erscheinung bot ihm Anlass, einen Vortrag mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Entstehen und Vergehen der [[Gips]]flöze&amp;#039;&amp;#039; in Gera zu halten. Dabei legte er dar, dass die Instabilität des &amp;#039;&amp;#039;[[Dolomit (Gestein)|Plattendolomits]]&amp;#039;&amp;#039; (Oberer Zechstein) auf einer Auslaugung darunter liegender Gipslagerstätten beruht. Durch die leicht schräg gelagerten [[Flöz]]e und die damit verbundene Mobilität von gipshaltigen Wässern war Liebe zu einer Vorhersage über gefährdete Bereiche im Stadtgebiet von Gera in der Lage. Diese Arbeiten sind ein sehr frühes Beispiel ingenieurgeologischer Schutzüberlegungen im Zusammenhang mit städtischen Bauplanungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt [[Gera]] war ein anerkanntes Zentrum des Vogelschutzes und Liebe interessierte sich sehr dafür. Neben seiner Vorstandsarbeit in Vereinen veröffentlichte er auch Schriften über [[Vögel]]. Er war Gründungsmitglied des &amp;#039;&amp;#039;Sächsisch-Thüringischen Vereins für Vogelkunde und Vogelschutz&amp;#039;&amp;#039;. Zusammen mit seiner Frau hatte er zeitweise bis zu 200 Vögel in Pflege und beobachtete ihre Lebensgewohnheiten. Außerdem baute er ein Labor für den physikalischen Unterricht. 1874 leitete er die Ausgrabungen an der [[Lindenthaler Hyänenhöhle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter seinen mineralogischen Arbeiten sind die Benennung des Eisen[[Wolframate|wolframats]] als [[Ferberit]] und die chemische Analyse des &amp;#039;&amp;#039;Beyrichit&amp;#039;&amp;#039;, was sich in [[Millerit]] umwandelt, nennenswert. Ferner untersuchte Liebe einige Diabase des Ostthüringer Raumes nach mineralogischen Gesichtspunkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Denkmal für Karl Theodor Liebe (1828-1894).jpg|mini|hochkant|Liebe-Denkmal im Geraer Stadtwald]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1886 bekam er den Titel „[[Hofrat]]“ verliehen. Aus Anlass seiner Pensionierung wurde er am 16. März 1894 mit dem Reußischen Goldenen Verdienstkreuz geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Beräumung des alten Trinitatisfriedhofes (seit 1958/59 „Park der Jugend“) wurde sein Grab an den Rand des Parks {{Coordinate|NS=50.87370|EW=12.07688|type=landmark|dim=5|region=DE-TH|text=ICON2|name=Grab K. T. Liebes}} verlegt und blieb dort als Gedenkstätte erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin erinnert heute ein Denkmal auf dem Hainberg im Geraer Stadtwald, welches 1896 errichtet wurde, an ihn&amp;lt;ref&amp;gt;[https://gera.de/sixcms/detail.php?id=50091&amp;amp;_page=9&amp;amp;_stadtteil=&amp;amp;_kategorie=&amp;amp;_behinderung=&amp;amp;_anzahl_liste=380 Liebedenkmal. Kurzbeschreibung mit Bild auf www.gera.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;. An den Vorbereitungen für dieses Denkmal beteiligten sich [[Heinrich Ernst Beyrich]], [[Hermann Credner]], [[Hanns Bruno Geinitz]], [[Wilhelm Hauchecorne]] und Ernst Zimmermann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1992 trägt das Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium in Gera seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Otfried Wagenbreth]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Geraer Gymnasial-Professor Karl Theodor Liebe (1828 bis 1894) und sein Werk in der Geschichte der Geologie&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hans Prescher (Geologe)|Hans Prescher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leben und Wirken Deutscher Geologen im 18. und 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig, 1985, S. 311–356&lt;br /&gt;
* Abhandlungen zur geologischen Specialkarte von Preussen und den Thüringischen Staaten, Band V, Heft 4, Berlin 1884 (K.Th. Liebe: Uebersicht über den Schichtenaufbau Ostthüringens)&lt;br /&gt;
* E. Zimmermann, Nachruf in Jahrbuch der PGLA für 1894, LXXIX, [https://archive.org/stream/bub_gb_WtA3AQAAMAAJ#page/n83/mode/2up Archive]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* Felicitas Marwinski: &amp;#039;&amp;#039;Karl Theodor Liebe. Gymnasialprofessor, Geologe und Beobachter der heimischen Vogelwelt&amp;#039;&amp;#039; (= Beiträge zur Geschichte und Stadtkultur, Bd. 12). Weimar, Jena, 2004  ISBN 3-89807-067-0&lt;br /&gt;
* Carl R. Hennicke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hofrat Professor Dr. K. Th. Liebes Ornithologische Schriften&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1893&lt;br /&gt;
* {{ADB|51|702|703|Liebe, Karl Theodor|August Rothpletz|ADB:Liebe, Karl Theodor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://liebegymnasium.de/ Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium in Gera]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116987219|LCCN=n/2006/55800|VIAF=72159681}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liebe, Karl Theodor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ornithologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulleiter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gera)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Friedrich-Schiller-Universität Jena]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1828]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liebe, Karl Theodor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Liebe, Karl Leopold Theodor (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Geologe und Ornithologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Februar 1828&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Moderwitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Juni 1894&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gera]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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