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	<title>Karl Theodor Jacob - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T05:51:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Theodor_Jacob&amp;diff=1427057&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HerrZog: /* Leben und Wirken */ wl</title>
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		<updated>2025-10-06T22:19:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken: &lt;/span&gt; wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Theodor Jacob&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Januar]] [[1908]] in [[Kaiserslautern]]; † [[19. Juli]] [[1980]] in [[Ramsau bei Berchtesgaden]])&amp;lt;ref&amp;gt;August Gerle und Elise Gerle geb. Jacob (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Jacob&amp;#039;&amp;#039;. Kaiserslautern 1931. S. 24. – Rudolf H. Böttcher: &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Jacob – Fortschreibung.&amp;#039;&amp;#039; (Todesanzeige Karl Theodor Jacob)&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher Politiker der [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]. Er war [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] der einstigen Landkreise [[Landkreis Lohr am Main|Lohr am Main]] und [[Landkreis Berchtesgaden|Berchtesgaden]] sowie erster Präsident der [[BayernLB|Bayerischen Landesbank]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Karl Theodor Jacob war Sohn eines Gefängnisdirektors und Enkel des bayerischen Landtagsabgeordneten [[Johann Wilhelm Jacob]].&amp;lt;ref&amp;gt;August und Elise Gerle: &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Jacob&amp;#039;&amp;#039;. S. 15 und 23f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Jurist erst Regierungsassessor, dann Regierungsrat bzw. „Badkommissar“ an der Landratsaußenstelle [[Bad Reichenhall]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://verwaltungshandbuch.bavarikon.de/VWH/Jacob,_Theodor#lang-de &amp;#039;&amp;#039;Jacob, Theodor&amp;#039;&amp;#039;] Beitrag in [[Joachim Lilla]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-) Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;, online unter &amp;#039;&amp;#039;verwaltungshandbuch.bavarikon.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde er anschließend von der jeweiligen Bezirksregierung, entsprechend der aus dem Königreich und der Weimarer Republik übernommenen Regelung, zuerst zum Landrat des &amp;#039;&amp;#039;Landkreises Lohr am Main&amp;#039;&amp;#039; und im Mai 1944 zum Landrat für den &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Berchtesgaden&amp;#039;&amp;#039; ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hellmut Schöner]]: &amp;#039;&amp;#039;Berchtesgaden im Wandel der Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Ergänzungsband I, 1982, S. 331.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Für den Ernennungszeitpunkt als Landrat des Landkreises Berchtesgaden auch: [[Walter Brugger (Theologe)|Walter Brugger]] (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Berchtesgaden&amp;#039;&amp;#039;. Band III/2, 1991, S. 1017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit seiner Berufung zum Landrat in Berchtesgaden und der absehbaren Besetzung durch die Alliierten suchte Jacob sinnlose, lebensgefährdende Verteidigungsaktionen zu verhindern.&amp;lt;ref name=schoener24 /&amp;gt;&amp;lt;ref name=Brugger1017 /&amp;gt; Zudem wehrte er die Auslagerung von Rüstungsindustrie in die Region ab und ließ stattdessen [[Lazarett]]e in den Landkreis verlegen. Die Verlegung weiterer [[Wehrmacht]]sstellen in den Landkreis vermochte er jedoch nicht zu verhindern.&amp;lt;ref name=schoener24 /&amp;gt;&amp;lt;ref name=Brugger1017 /&amp;gt; Seine größte Befürchtung, nämlich dass das [[Führerhauptquartier]] ins [[Führersperrgebiet Obersalzberg]] verlegt werden könnte, wurde kurz vor Kriegsende durch den gezielten Angriff der [[Royal Air Force]] auf [[Obersalzberg]] am 25. April 1945 gegenstandslos.&amp;lt;ref name=schoener24 /&amp;gt;&amp;lt;ref name=Brugger1017 /&amp;gt; Die SS verließ Obersalzberg, und auch die zahlreich im Landkreis vertretenen hohen Stabsoffiziere zogen in Richtung [[Pinzgau]] ab.&amp;lt;ref name=schoener24 /&amp;gt;&amp;lt;ref name=Brugger1017 /&amp;gt; Vor Ort blieb allerdings noch der später als Kriegsverbrecher verurteilte [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-[[Kreisleiter]] [[Bernhard Stredele]], der weiterhin entschieden für Abwehrkämpfe in Berchtesgaden eintrat.&amp;lt;ref name=schoener24 /&amp;gt;&amp;lt;ref name=Brugger1017 /&amp;gt; Die von ihm intendierte Festnahme von Jacob scheiterte, da in seiner Wohnung anstelle Jacobs versehentlich dessen Schwiegervater gefangen genommen wurde.&amp;lt;ref name=schoener24 /&amp;gt;&amp;lt;ref name=Brugger1017 /&amp;gt; Am 4. Mai 1945 ließ Jacob ein Flugblatt drucken, das die Bevölkerung aufforderte, keinen Widerstand gegen die [[Besatzungsmacht|Besatzung]] zu leisten.&amp;lt;ref name=schoener24 /&amp;gt;&amp;lt;ref name=Brugger1017 /&amp;gt; Noch am selben Tag übergab er den amerikanischen Truppen auf der Straße zwischen [[Hallthurm]] und Berchtesgaden den südlichen Teil des Landkreises.&amp;lt;ref name=schoener24 /&amp;gt; Als Dolmetscher diente ihm hierbei der Rechtsreferendar und spätere Landrat [[Rudolf Müller (Politiker, 1912)|Rudolf Müller]].&amp;lt;ref name=schoener24&amp;gt;Siehe Hellmut Schöner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die verhinderte Alpenfestung&amp;#039;&amp;#039;. 1996, S.&amp;amp;nbsp;24–31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=Brugger1017&amp;gt;Siehe Walter Brugger (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Berchtesgaden,&amp;#039;&amp;#039; Band III/2. 1991, S.&amp;amp;nbsp;1017–1018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der amerikanischen [[Militärregierung]] wurde er dann vorerst im Amt bestätigt, aber im Juli 1945 auf deren Anordnung von Wilhelm Walter abgelöst.&amp;lt;ref name=Brugger1058 /&amp;gt; Dem folgten wiederum in kurzer Folge Ernst Mendrzyk und Leopold Schmitt nach. Schmitt wurde später auch vom frisch installierten [[Kreistag]] im Amt bestätigt.&amp;lt;ref name=Brugger1058&amp;gt;Siehe Walter Brugger (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Berchtesgaden,&amp;#039;&amp;#039; Band III/2. 1991, S.&amp;amp;nbsp;1058–1059.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 25.&amp;amp;nbsp;April 1948 berief der erstmals demokratisch von der Bevölkerung gewählte Kreistag erneut Jacob zum Landrat. Im Anschluss an diese vierjährige Amtszeit wurde er, nun jeweils für einen Sechs-Jahres-Turnus, noch zwei Mal direkt durch die Kreisbürger mit Stimmenanteilen von über 95 Prozent in seinem Amt bestätigt, das er bis 1964 innehatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Hellmut Schöner: &amp;#039;&amp;#039;Berchtesgaden im Wandel der Zeit,&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsband I. 1982, S. 331 f., 410.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacob bemühte sich nach dem Krieg um die Wiederbelebung des regionalen Kunsthandwerks. So belebte er die 1924 gegründete „Bauernkunstgenossenschaft“ mit Sitz in der Schnitzschule als &amp;#039;&amp;#039;Berchtesgadener Handwerkskunst&amp;#039;&amp;#039; wieder, die seitdem als [[Eigenbetrieb]] des Landkreises für den Vertrieb der [[Berchtesgadener War]] zuständig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.berchtesgadener-handwerkskunst.de/seite/geschichte.htm | wayback=20050831193055 | text=&amp;#039;&amp;#039;Homepage Berchtesgadener Handwerkskunst&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den geeigneten Berchtesgadener Bauwerken aus der Zeit des [[Nationalsozialismus]] setzte er sich für deren touristische Nutzung ein. So verhinderte er die geplante Sprengung des [[Kehlsteinhaus]]es und trieb die Fertigstellung der [[Roßfeldhöhenringstraße]] sowie den Verkauf der ehemals durch die Nationalsozialisten genutzten Berchtesgadener Hotelliegenschaften an [[Albert Steigenberger|Steigenberger]] voran.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Roßfeldstraße: Hellmut Schöner: &amp;#039;&amp;#039;Berchtesgaden im Wandel der Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Ergänzungsband I, 1982, S. 476.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Für den Verkauf an Steigenberger: Hellmut Schöner: &amp;#039;&amp;#039;Berchtesgaden im Wandel der Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Ergänzungsband I, 1982, S.&amp;amp;nbsp;283–284.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Freistaat Bayern bewegte er später dazu, den [[Nießbrauch]] am Kehlsteinhaus in die gemeinnützige [[Berchtesgadener Landesstiftung]] einzubringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Auch zur Verhinderung der Sprengung: {{Webarchiv|url=http://www.kehlsteinhaus.de/de/geschichte.php?navid=3 |wayback=20070629062103 |text=Homepage Kehlsteinhaus |archiv-bot= }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Tätigkeit als Landrat war er ab 1969 Präsident der Bayerischen Gemeindebank Girozentrale, von 1972 bis 1976 erster Präsident der [[Bayerische Landesbank|Bayerischen Landesbank]].&amp;lt;ref&amp;gt;Für das Tätigkeitsende: [https://www.zeit.de/1976/12/manager-und-maerkte &amp;#039;&amp;#039;Manager &amp;amp; Märkte&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 12/1976&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacob war verheiratet und hatte einen Sohn und zwei Töchter.&amp;lt;ref&amp;gt;August und Elise Gerle: &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Jacob&amp;#039;&amp;#039;. S. 15, S. 23f. – Todesanzeige.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Theodor Jacob verstarb als Trauergast während der Beerdigung des Großindustriellen [[Willy Schlieker]] auf dem [[Friedhof (Ramsau bei Berchtesgaden)|Ramsauer Bergfriedhof]] und wurde dann selbst auf dem [[Bergfriedhof (Schönau am Königssee)|Bergfriedhof]] in [[Schönau am Königssee]] beerdigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;UKw&amp;quot;&amp;gt;UKw: [https://www.berchtesgadener-anzeiger.de/startseite_artikel,-ausflug-in-die-vergangenheit-_arid,75730.html &amp;#039;&amp;#039;Ausflug in die Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039;] Bericht vom 9. Juli 2013 im [[Berchtesgadener Anzeiger]] über eine geschichtliche Führung von [[Alfred Spiegel-Schmidt]] über den &amp;#039;&amp;#039;Bergfriedhof&amp;#039;&amp;#039;, online unter &amp;#039;&amp;#039;berchtesgadener-anzeiger&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Jacob wurde im Juni 1945 die [[Ehrenbürger]]würde des Marktes Berchtesgaden verliehen, im April 1946 aber wieder aberkannt&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Brugger (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: Geschichte von Berchtesgaden. Band III/2, 1991, S. 1058.&amp;lt;/ref&amp;gt; und am 26. April 1955 erneut und damit endgültig verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachweise s. [[Liste der Ehrenbürger von Berchtesgaden]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1962 wurde er mit dem [[Bayerischer Verdienstorden|Bayerischen Verdienstorden]] und 1978 mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband]] der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BVK|GrVKStSb|45/1979}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Landräte des Landkreises Berchtesgaden}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1060148293|VIAF=311440414}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jacob, Karl Theodor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Landkreis Lohr am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Landkreis Berchtesgaden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayerische Landesbank]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Berchtesgaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jacob, Karl Theodor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CSU)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Januar 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kaiserslautern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Juli 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ramsau bei Berchtesgaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HerrZog</name></author>
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