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	<title>Karl Tõnisson - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T00:57:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_T%C3%B5nisson&amp;diff=2616329&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silewe: +Normdaten, Commonscat mit Helferlein hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-09-03T06:54:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten, Commonscat mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Wurgl/8Schwestern&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Wurgl/8Schwestern (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Helferlein&lt;/a&gt; hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Tõnisson&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* {{JULGREGDATUM|20|8|1883|Link=ja}} auf dem Bauernhof Odratsi im Dorf [[Umbusi]], damals Landgemeinde [[Põltsamaa (Landgemeinde)|Vana-Põltsamaa]], [[Livland]]&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsangaben unsicher&amp;lt;/ref&amp;gt;; †&amp;amp;nbsp;[[9. Mai]] [[1962]] in [[Rangun]], [[Birma]]) war ein [[Esten|estnischer]] [[Buddhismus|Buddhist]]. Er ist vor allem unter seinem geistlichen Namen „Bruder Vahindra“ bekannt geworden. Sein Spitzname war „barfüßiger Tõnisson“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Karl Tõnisson ([[Lettische Sprache|lettisch]] &amp;#039;&amp;#039;Kārlis Tennisons&amp;#039;&amp;#039;) lebte zunächst in der estnischen Hauptstadt [[Tallinn]] und der [[Livland|livländischen]] Hauptstadt [[Riga]], die damals zum russischen Reich gehörten. 1892 studierte er an der Philosophischen Fakultät der [[Staatliche Universität Sankt Petersburg|Universität]] [[Sankt Petersburg]]. Dort kam er auch mit buddhistischen Vertretern in Berührung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 fuhr Tõnisson erstmals ins buddhistisch geprägte [[Burjatien]]. Er erhielt eine buddhistische „Ausbildung“ im Kloster [[Agaa]] in Burjatien. 1900 fuhr Tõnisson in die [[Mongolei]] und nach [[China]]. Von April bis Juni 1903 lebte er in [[Petropawlowsk-Kamtschatski]] auf der russischen Halbinsel [[Kamtschatka]]. Bis zum Sommer 1905 hielt er sich im Gebiet der Wüste [[Gobi]], der [[Innere Mongolei|Inneren]] Mongolei, der Wüste [[Taklamakan]] und in Ich-Chüree (heute [[Ulaanbaatar]]) auf. Im selben Jahr stellte der einflussreiche burjatischen Mönch [[Agvan Doržijev]] Tõnisson dem [[Thubten Gyatsho|XIII. Dalai Lama]] vor. Die Begegnung hinterließ einen bleibenden Eindruck bei Tõnisson.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 wurde Tõnisson als Gläubiger in das Kloster [[Erdene Dsuu]] in der Mongolei aufgenommen. Dort machte er auch Bekanntschaft mit dem [[Ja Lama]] (1862–1922).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1907 fuhr Tõnisson in die westlichen Teile Russlands zurück, zunächst von [[Tuwa]] nach [[Orenburg]]. Dort hielt er buddhistischen Vorlesungen. Von dort reiste Tõnisson weiter nach [[Samara]] und [[Saratow]] sowie nach [[Astrachan]], wo er jeweils Vorträge hielt. 1909 gab Tõnisson in [[Riga]] sein erstes Buch mit buddhistischem Gedankengut heraus. 1912 erschien in [[Tartu]] eine Sammlung von buddhistischen Sentenzen aus seiner Feder. Er übersetzte auch einige buddhistische Schriften ins [[Estnische Sprache|Estnische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde Tõnisson in die [[Kaiserlich Russische Armee|zaristische Armee]] einberufen. Er diente im [[Kaukasus]] und kämpfte unter anderem in [[Ostpreußen]]. 1915 schied er aus der Armee aus. Er zog über Burjatien in die [[Mongolei]] und dann weiter nach [[Tibet]]. Er war angeblich der erste Este, der nach [[Lhasa]] kam. Anschließend kehrte er in die inzwischen in [[Petrograd]] umbenannte russische Hauptstadt zurück. Hier war Tõnisson am 1915 fertiggestellten buddhistischen Tempel in Sankt Petersburg aktiv. Bald zog es ihn jedoch wieder nach Burjatien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 kehrte Tõnisson nach Petrograd zurück. In Russland hatten die [[Bolschewiki]] inzwischen die Macht übernommen. Der buddhistische Tempel war verwüstet. 1922 lehnten die Behörden der neu gegründeten Republik Estland ein Visum für Tõnisson ab. Stattdessen erhielt Tõnisson die [[lettische Staatsangehörigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tõnisson lebte in der [[Zwischenkriegszeit]] teilweise in Estland, teilweise in Lettland. Dort propagierte er buddhistische Ideen, blieb aber in seiner Zeit ein Paradiesvogel. Der [[Thubten Gyatsho|XIII. Dalai Lama]] ernannte ihn (angeblich) 1923 als „Bruder Vahindra“ zum buddhistischen Erzbischof für [[Lettland]] und [[Sangharaja]]&amp;lt;ref&amp;gt;etwa: „Oberster Mönchspatriarch“&amp;lt;/ref&amp;gt; der Buddhisten in Estland, Lettland und Litauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tõnisson glaubte an die Attraktivität buddhistischer Prinzipien auch für seine [[Baltikum|baltische]] Heimat. 1928 erschien in Riga sein estnischsprachiges Buch &amp;#039;&amp;#039;Tulevane Pan-Baltoonia Ilmariik&amp;#039;&amp;#039; („Das kommende Pan-Baltonische Reich“)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Tulevane Pan-Baltoonia Ilmariik ja selles kuldses riigis asuvate Buddha-, Päärkonsi-, Pikse-, ehk, Taarausu preestrite seadus&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1930 veröffentlichte er in Tartu die programmatische Schrift &amp;#039;&amp;#039;Mina ja minu jüngrid usume nõnda&amp;#039;&amp;#039; („Ich und meine Jünger glauben so“).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://issuu.com/eesti/docs/mahatma_vend_vahindra_mina_ja_minu_j_ngrid_usume_n Scan]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1930 hielt er in [[Narva (Stadt)|Narva]] buddhistische Vorlesungen. Tõnisson scharte einen Kreis von Jüngern um sich. Sein Einfluss auf die Verbreitung des [[Buddhismus in Estland]], Lettland und Litauen blieb allerdings begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 zog Tõnisson gemeinsam mit seinem Narvaer Freund, dem [[Deutsch-Balten|Deutschbalten]] [[Friedrich Voldemar Lustig]] (1912–1989), der später unter dem buddhistischen Namen „Ashin Ananda“ bekannt wurde, endgültig nach Asien. 1935/36 lebten beide in [[China]]. Dann zogen sie zunächst nach [[Ceylon]] und später nach [[Thailand]]. 1941 kritisierten sie die thailändische Regierung wegen ihrer [[Japan]]-freundlichen Politik und der Umbenennung des Landes von [[Siam]] in Thailand. 1949 wies die thailändische Regierung beide aus. Sie zogen weiter nach [[Birma]]. Dort lebten Tõnisson und Lustig als buddhistische Mönche in der Tradition des [[Hinayana]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tõnisson starb 1962 in [[Rangun]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Eesti elulood.&amp;#039;&amp;#039; Tallinn: Eesti entsüklopeediakirjastus 2000 (= Eesti Entsüklopeedia 14) ISBN 9985-70-064-3, S. 558&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seinem Tod wurde er in Birma zum [[Bodhisattva]] ernannt. Sein Schüler Friedrich Voldemar Lustig setzte als „Ashin Ananda“ die Arbeit Tõnissons fort. Lustig schrieb 1965 auch Tõnissons Lebensgeschichte unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;The Mahatma of Baltic: The remarkable life of the Most Rev. Kārlis A. M. Tennisons The Buddhist Archbishop of Latvia&amp;#039;&amp;#039; nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mait Talts: „‚Esimene buda preester Baltimere rannikul...:‘ Karl August Tennison ja eestlaste esmatutvus budismiga.“ In: &amp;#039;&amp;#039;Akadeemia&amp;#039;&amp;#039; 2003, Nr. 7, S. 1421–1443 und Nr. 8, S. 1618–1645.&lt;br /&gt;
* Gennadi Gerodnik: &amp;#039;&amp;#039;Vend Vahindra. Satiiriline dokumentaaljutustus.&amp;#039;&amp;#039; Tallinn 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Mait Talts: „[http://muuseum.viljandimaa.ee/aastaraamat/2003/talts.pdf Veidi valgust hämarkohtadele Vend Vahindra elus] (PDF; 487&amp;amp;nbsp;kB)“ (estnisch mit englischer Zusammenfassung)&lt;br /&gt;
* Mait Talts: [http://www.folklore.ee/folklore/vol38/talts.pdf „‚The first buddhist priest on the Baltic coast.‘ Karlis Tennisson and the introduction of Buddhism in Estonia“] (PDF; 373&amp;amp;nbsp;kB) (enthält auch vollständiges Verzeichnis der Publikationen von Karl Tõnisson)&lt;br /&gt;
* [http://ester-rr.nlib.ee/search~S1*est?/aTennison%2C+Karl+August%2C+1883-1962/atennison+karl+august+1883+1962/1%2C2%2C11%2CB/exact&amp;amp;FF=atennison+karl+august+1883+1962&amp;amp;1%2C9%2C Werke] von Karl Tõnisson im Bestand der [[Estnische Nationalbibliothek|Estnischen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
* [http://ester-rr.nlib.ee/search~S1*est?/aVahindra%2C+vend%2C+1883-1962/avahindra+vend+1883+1962/1%2C3%2C8%2CB/exact&amp;amp;FF=avahindra+vend+1883+1962&amp;amp;1%2C4%2C Werke] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Bruder Vahindra&amp;#039;&amp;#039; im Bestand der [[Estnische Nationalbibliothek|Estnischen Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Buddhismus in Estland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|VIAF=2374149544578200490006|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-09-03}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tonisson, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buddhistischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Este]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tõnisson, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bruder Vahindra; Kārlis Tennisons, Kārlis&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=estnischer Buddhist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. August 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Bauernhof Odratsi im Dorf [[Umbusi]], damals Landgemeinde [[Põltsamaa (Landgemeinde)|Vana-Põltsamaa]], [[Livland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Mai 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rangun]], [[Birma]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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