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	<title>Karl Ströher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mirmok12 am 9. Januar 2026 um 12:26 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Ströher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. März]] [[1890]] in [[Steinberg (Vogtland)|Rothenkirchen]]; † [[26. November]] [[1977]] in [[Darmstadt]]) war ein deutscher [[Unternehmer]], [[Privatsammlung|Kunstsammler]] und [[Kunstmäzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Ströher war mit seinem Bruder Georg Ströher Erbe des Darmstädter [[Wella]]-Konzerns. Sie waren Söhne des Firmengründers [[Franz Ströher]] (1854–1936). Im Februar 1937 kaufte das Unternehmen Grundstück und Immobilien einer ehemaligen Strickwaren-Firma in [[Apolda]] und gründete dort ein Zweigunternehmen, das Mitte 1938 seinen Betrieb aufnahm. Im Jahre 1940 wurden hier 450 Personen beschäftigt. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurden dort [[Zwangsarbeit]]er aus verschiedenen von Deutschland besetzten Ländern verwendet, die im „Lager Ströher“ untergebracht waren. 1944 sah die Planung vor, dass die Firma weitere 20 „Behelfsheime in Massivbauweise“ errichten sollte, wovon allerdings nur sechs gebaut wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Gollrad, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Beschreibung der Stadt Apolda&amp;#039;&amp;#039;, Band II: 1871–1990. Apolda 1997, S. 333ff., ISBN 3-00-002012-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Karl Ströher war jedoch auch [[Freimaurer]]; so setzte er sich noch 1938 für die Aufhebung der Benachteiligung seiner Logenbrüder ein, da er eine Vereinbarkeit von Nationalsozialismus und Freimaurerei sah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Beseitigung der NS-Herrschaft wurde der zuvor aus der [[Sowjetische Besatzungszone|SBZ]] geflüchtete Ströher von einem [[Zwickau]]er Gericht in Abwesenheit angeklagt und als [[Entnazifizierung|Belasteter]] zu zehn Monaten Haft verurteilt. Die Ströher-Brüder hatten die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] mit Spenden in Höhe von 102.000 Reichsmark unterstützt. 1948 wurde das Ströhersche Vermögen in der SBZ beschlagnahmt und die Firma in [[Volkseigentum]] überführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike Knöfel: &amp;#039;&amp;#039;Verlage weißwaschen&amp;#039;&amp;#039;, in: Der Spiegel Nr. 36/2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 bauten die nach dem Westen gegangenen Eigentümer die Produktion der Pflegemittel zuerst in [[Hünfeld]], ab 1950 als Wella AG in Darmstadt auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gotthard Jedlicka; Will Grohmann; Patrick Waldberg; Karl Ströher; HAP Grieshaber |Titel=Der Sammler und die Seinigen. Sechs Beiträge über das Sammeln. Karl Ströher zum 75. Geburtstag |Verlag=Verlag Galerie Der Spiegel |Ort=Köln |Datum=1966}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende der 1960er-Jahre begann Karl Ströher – beraten durch die Kunsthändler [[Franz Dahlem (Galerist)|Franz Dahlem]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://cafedeutschland.staedelmuseum.de/ |titel=Café Deutschland. Im Gespräch mit FRANZ DAHLEM |abruf=2020-01-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Heiner Friedrich]] – im großen Stil moderne Kunst zu sammeln. 1967 kaufte er, beraten durch Dahlem, eine komplette Ausstellung der Werke von [[Joseph Beuys]], die unter dem Titel „Parallelprozeß l“ im Städtischen Museum in Mönchengladbach im gleichen Jahr stattgefunden hatte. 1969 sicherte sich Ströher das Vorkaufsrecht für weitere Arbeiten von Beuys unter der Zusicherung, die erworbenen Werke öffentlich auszustellen. Entsprechende Dokumente befinden sich im Ströher Archiv des [[Museum für Moderne Kunst|Museums für Moderne Kunst]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://collection.mmk.art/de/sammlung-stroeher/ |titel=Sammlung Ströhe ::: Sammlung Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main |abruf=2020-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Beuys-Konvolut, eines der größten weltweit, befindet sich heute unter dem Titel „[[Block Beuys]]“ im [[Hessisches Landesmuseum Darmstadt|Hessischen Landesmuseum Darmstadt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Den umfassendsten Überblick über die ehemalige Sammlung Ströher gibt die Publikation: Erika Pohl-Ströher, Ursula Ströher, Gerhard Pohl (Hrsg.), Karl Ströher: Sammler und Sammlung, Werkverzeichnis: Johann-Karl Schmidt/Charlotte Boller, Stuttgart 1982. OCLC 32763506.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1967 kaufte Ströher auf Vermittlung Dahlems in New York den umfangreichen Nachlass des Kunstsammlers Leon Kraushar&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46106650.html |titel=KUNSTMARKT / SAMMLUNG KRAUSHAR : Wella Pop - Der Spiegel 11/1968 |abruf=2020-01-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Kaufvertrag umfasste 188 Werke, von denen Ströher einen Teil in Deutschland weiterverkaufte, um seinen Millionencoup zu finanzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Katrin Sauerländer: &amp;#039;&amp;#039;Die Sammlung Kraushar&amp;#039;&amp;#039;, in: Karl Ströher. Eine Sammlergeschichte, hrsg. von Katrin Sauerländer, Frankfurt am Main 2005, S. 62–105.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich sollte [[Darmstadt]] die Kollektion erhalten, wenn die Stadt im Gegenzug ein Kunstmuseum bauen würde, was durch lokale Querelen verhindert wurde. 1981 konnte [[Peter Iden]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Iden]]; [[Rolf Lauter]]: &amp;#039;&amp;#039;Bilder für Frankfurt. Bestandskatalog des Museums für Moderne Kunst&amp;#039;&amp;#039;. München 1985. ISBN 978-3-7913-0702-2&amp;lt;/ref&amp;gt;, Gründungsdirektor des Frankfurter Museums für Moderne Kunst (1978–1987) insgesamt 87 Werke aus der Sammlung Ströher für die Stadt Frankfurt erwerben. Die Verhandlungen für die beiden Haupterben Karl Ströhers, Erika Pohl-Ströher und Ursula Ströher, führten Gerhard Pohl und Gustav Rogler mit Iden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rolf Lauter |Hrsg=Rolf Lauter |Titel=Das Museum für Moderne Kunst und die Sammlung Ströher. Zur Geschichte einer Privatsammlung. |Sammelwerk=Kunst in Frankfurt |Band=2 |Verlag=Societätsverlag |Ort=Frankfurt |Datum=1994 |ISBN=3-7973-0585-0 |Seiten=88}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Mit dem Verkauf des Konvolutes an das Frankfurter Museum übergaben die Erben das Bild &amp;#039;&amp;#039;Yellow and Green Brushstrokes&amp;#039;&amp;#039; von Roy Lichtenstein als Geschenk nach Frankfurt. Die 87 Werke bildeten den substanziellen Grundstock der Sammlung des bis 1991 im Aufbau befindlichen [[Museum für Moderne Kunst|Museums für Moderne Kunst]] in [[Frankfurt am Main]]. Darunter befinden sich Werkgruppen der Pop Art und der Minimal Art, so etwa Skulpturen von [[Carl Andre]], [[Walter De Maria]], [[John Chamberlain (Künstler)|John Chamberlain]], [[Robert Morris (Künstler)|Robert Morris]], [[Claes Oldenburg]], [[George Segal (Künstler)|George Segal]] und [[Donald Judd]]; eine Neoninstallation von [[Dan Flavin]]; Gemälde von [[Jasper Johns]], [[Roy Lichtenstein]], [[James Rosenquist]], [[Frank Stella]] sowie Bilder und Objekte von [[Andy Warhol]] und [[Assemblage]]n von [[Robert Rauschenberg]]. Ebenso gehören dazu Werke von [[Francis Bacon (Maler)|Francis Bacon]], Stoffbilder von [[Blinky Palermo]] sowie frühe Bilder von [[Gerhard Richter]], [[Robert Ryman]] und [[Cy Twombly]]. Dadurch besitzt das MMK Frankfurt – nach dem [[Museum Ludwig]] in Köln – die größte Sammlung von [[Pop-Art]] und Minimal Art in Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://collection.mmk.art/de/sammlung-stroeher/ |titel=Sammlung Ströher ::: Sammlung Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main |abruf=2020-01-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 und 1970 wurde Karl Ströher in den Vorstand der „Freunde und Förderer des Hessischen Landesmuseums in Darmstadt“ gewählt. Die Familie Ströher ist auch heute noch als Sammler zeitgenössischer Kunst aktiv. Die beiden Töchter von Karl Ströher sind [[Erika Pohl-Ströher]] und Ursula Ströher, eine Enkelin war die Psychologin und Mäzenin [[Ulrike Crespo]]. Ihr Bruder ist der Solarunternehmer Immo Ströher. Seine Großnichte [[Sylvia Ströher|Sylvia]] und ihr Mann Ulrich Ströher förderten die Sammlung und den Museumsbau [[Museum Küppersmühle für Moderne Kunst|Museums Küppersmühle]] in Duisburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 begründete Karl Ströher einen „Ströher-Preis“ für Malerei, der anfangs mit DM 1000 dotiert war. Zu den Preisträgern gehörten [[Ernst Wilhelm Nay]], [[Fritz Winter (Maler)|Fritz Winter]], [[Eberhard Schlotter]] und [[Heinz Trökes]]. Seit 1986 vergibt die &amp;#039;&amp;#039;Karl-Ströher-Stiftung,&amp;#039;&amp;#039; gegründet von Erika Pohl-Ströher und Ursula Ströher, in Erinnerung an ihren Vater, den Darmstädter Sammler und Mäzen, den [[Karl-Ströher-Preis]]. Dieser ist mit dem [[Museum für Moderne Kunst]] in Frankfurt dauerhaft verbunden und soll, nach dem Willen der Stifter, alle zwei Jahre an einen Künstler oder eine Künstlerin der zeitgenössischen Kunst vergeben werden, deren Œuvre bereits eine substanzielle, nachhaltige Entwicklung vorzuweisen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11734320X}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46106650.html &amp;#039;&amp;#039;Wella Pop&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Der Spiegel]] vom 11. März 1968&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=11734320X|titel=Ströher, Karl|datum=2025-12-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11734320X|LCCN=nr/92/12499|VIAF=72168704}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stroher, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrieller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstsammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ströher, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer, Kunstsammler und Kunstmäzen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. März 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Steinberg (Vogtland)|Rothenkirchen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. November 1977&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Darmstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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