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	<title>Karl Steinbuch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Steinbuch&amp;diff=136997&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mike Krüger: Abschnittslink korr.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittslink korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F046476-0002, München, CSU-Parteitag, Steinbuch.jpg|mini|Karl Steinbuch 1975 als Gastredner auf dem CSU-Parteitag]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Wilhelm Steinbuch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Juni]] [[1917]] in [[Bad Cannstatt|Stuttgart-Cannstatt]]; † [[4. Juni]] [[2005]] in [[Ettlingen]]) war ein deutscher [[Kybernetik]]er, [[Nachrichtentechnik]]er, [[Informationstheorie|Informationstheoretiker]] und seit Ende der 1970er Jahre [[Autor]] der [[Neue Rechte|Neuen Rechten]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Stöss]]: {{Webarchiv|url=http://www.fes.de/fulltext/asfo/00685005.htm |wayback=20160304091038 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die „neue Rechte“ in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-10-22 21:26:37 InternetArchiveBot }}. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Wiedergeburt des nationalistischen Denkens. Gefahr für die Demokratie. Eine Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 23./24. März 1995 in Potsdam.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung, Abt. Arbeits- und Sozialforschung, Bonn 1995, ISBN 3-86077-411-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinbuch gilt als „Theoretiker der informierten bzw. falsch programmierten Gesellschaft“,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Rieger]]: &amp;#039;&amp;#039;Kybernetische Anthropologie. Eine Geschichte der Virtualität.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-518-29280-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Namensgeber&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Steinbuch: &amp;#039;&amp;#039;INFORMATIK: Automatische Informationsverarbeitung&amp;#039;&amp;#039; [Standard Elektrik Lorenz AG] &amp;#039;&amp;#039;SEG-Nachrichten&amp;#039;&amp;#039; Heft 4 (1957).&amp;lt;/ref&amp;gt; und als einer der Pioniere der deutschen [[Informatik]], mit seiner [[Lernmatrix]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;lernmatrix&amp;quot;&amp;gt;{{Cite journal| last= Steinbuch | first= Karl | title= Die Lernmatrix | journal= Kybernetik, 1(1):36-45 | date = 1961}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als Wegbereiter des [[Maschinelles Lernen|maschinellen Lernens]] und der [[Künstliches neuronales Netz|künstlichen neuronalen Netze]], sowie als Mitbegründer der [[Künstliche Intelligenz|künstlichen Intelligenz]] (er nannte sie &amp;#039;&amp;#039;maschinelle Intelligenz&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Kybernetik]]. Die Begriffe „Informatik“ und „[[kybernetische Anthropologie]]“ sind seine Prägungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Ende der 1960er Jahre begann seine politische Tätigkeit gegenüber seiner wissenschaftlichen an Bedeutung zu gewinnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kit-archiv&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung, Studium und frühe Hinwendung zum Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Steinbuch war das fünfte Kind des evangelischen Bäckermeisters Adolf Steinbuch und seiner Frau Rosa Steinbuch, geb. Nussert. Er besuchte am Wohnort Bad Cannstatt mit großem Erfolg die dortige Oberrealschule und legte das Abitur schon vorzeitig 1935 ab. Bereits als Schüler wandte er sich dem [[Nationalsozialismus]] zu. Im Alter von 16 Jahren trat er mit Zustimmung seines Vaters in die [[Schutzstaffel|SS]] ein (SS-Nummer 161.797) und gehörte dem Nachrichtenzug der [[Organisationsstruktur der SS#SS-Standarte|13. SS-Standarte]] an. Von Mai 1936 bis April 1938 diente er beim Infanterie-Regiment 35 in Würzburg und nahm am [[Anschluss Österreichs|Einmarsch in Österreich]] teil. Er entschied sich zunächst gegen eine Laufbahn als Offizier, begann noch 1938 ein Studium der Physik an der [[TH Stuttgart]] und trat sowohl in den [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|NS-Studentenbund]] (NSDStB) als auch in die [[NSDAP]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton F. Guhl: &amp;#039;&amp;#039;Kurskorrekturen eines Technokraten. Die politische Rechtswendung des Nachrichtentechnikers und Zukunftsforschers Karl Steinbuch nach 1970&amp;#039;&amp;#039;. In: Technikgeschichte, Bd. 87 (2020), H. 4, S. 315–334, hier S. 317f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Kurz vor dem [[Deutscher Überfall auf Polen|deutschen Überfall auf Polen]] 1939 wurde Steinbuch in die Wehrmacht einberufen, konnte sein Studium aber trotzdem nach nur eineinhalb Jahren Studienzeit 1941 bei [[Ulrich Dehlinger]] mit einer Diplom-Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die verborgenen elastischen Spannungen in Einkristallen&amp;#039;&amp;#039; abschließen. Nach einem Forschungssemester in Berlin wurde er an der Ostfront eingesetzt, zuletzt als Batterieführer im [[Nebelwerfer|Werfer]]-Regiment 51. Ausweislich seines zwischen Juni 1942 und Oktober 1943 geführten Kriegstagebuchs, das der Historiker Anton F. Guhl im Archiv des Karlsruher Instituts für Technologie ausgewertet hat, war Steinbuch „offenbar auch an Kriegsverbrechen beteiligt“. Galizien, so schrieb Steinbuch am 13. Juni 1942, sei „eine herrliche Gegend, viel zu schade für das Pack von Juden und Zigeunern“. Und am 12. Juli 1942 notierte Steinbuch: „Russen sind wie ihr Ungeziefer“. Steinbuch berichtete von [[Partisanenbekämpfung]]en und seinem Befehl am 16. Juni 1942 an einen ihm untergebenen Soldaten, das „Entweichen“ einer  festgenommenen „Russin zu verhindern“, die dann von seinem Untergebenen erschossen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton F. Guhl: &amp;#039;&amp;#039;Kurskorrekturen eines Technokraten. Die politische Rechtswendung des Nachrichtentechnikers und Zukunftsforschers Karl Steinbuch nach 1970&amp;#039;&amp;#039;. In: Technikgeschichte, Bd. 87 (2020), H. 4, S. 318f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Karl Steinbuch promovierte während eines Fronturlaubs 1944 an der Technischen Hochschule Stuttgart in Physik mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Drehbewegungen rotationssymmetrischer Körper in zähen Flüssigkeiten&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.itiv.kit.edu/4787.php |titel=Karl Steinbuch – Informatiker der ersten Stunde |abruf=2020-07-27 |werk=[[Karlsruher Institut für Technologie]] |datum=2018-03-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Kriegsdienst arbeitete er zunächst als freiberuflicher [[Physik]]er, trat dann aber 1948 als Entwicklungsingenieur in die Stuttgarter [[Mix &amp;amp; Genest]] ein und wechselte nach etwa drei Jahren in die &amp;#039;&amp;#039;Standard Elektrizitäts-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (SEG), die ebenfalls zur US-amerikanischen [[ITT Inc.|ITT]] gehörte. Im Zeitraum bis 1956 beschäftigte er sich vorwiegend mit Nachrichtenübertragung und Modulationsverfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Helmut Gröttrup]] prägte er den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Informatik&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.itiv.kit.edu/downloads/KarlSteinbuchInfo1StundeHU.pdf |titel=Karl Steinbuch – Informatiker der ersten Stunde. Hommage zu seinem 80. Geburtstag |abruf=2021-09-24 |autor=Klaus Biener |datum=1997-12 |zitat=In seine Stuttgarter Zeit fällt auch Steinbuchs erste Publikation zur Informatik (1957). Zusammen mit Helmut Gröttrup, einem Mitarbeiter aus Peenemünde, hat er diesen Begriff erstmals geprägt und in die wissenschaftliche Literatur eingebracht.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und entwickelte die weltweit erste kommerzielle [[Datenverarbeitung]]sanwendung auf Basis einer speziellen Rechnerarchitektur für die Überwachung des Lagerbestands und die Steuerung der Bestellabwicklung des [[Quelle (Versandhandel)|Quelle-Versands]], die als &amp;#039;&amp;#039;Informatik-System Quelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Automat&amp;quot; details=&amp;quot;157,374&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Automat und Mensch. Kybernetische Tatsachen und Hypothesen |Autor=Karl Steinbuch |Auflage=3 |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin / Heidelberg / New York |Datum=1965 |Umfang=454}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1957 den Betrieb aufnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/41760832 |titel=Büro-Automation: Das Hirn |abruf=2020-08-14 |werk=[[Der Spiegel]] |datum=1958-05-03 |format=PDF; 631&amp;amp;nbsp;kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der SEG und der nach Fusion mit [[C. Lorenz]] im Jahr 1958 aus ihr hervorgegangenen [[Standard Elektrik Lorenz]] (SEL) leitete er die Entwicklung des [[ER 56]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://museum.informatik.uni-kl.de/Rechner/SEL%20ER-56/Dokumente/Rechenzentrum%20SEL%20Stuttgart.pdf |titel=Rechenzentrum SEL Stuttgart |abruf=2020-07-27 |autor=H. Härtl; E. Dachtler; K. Köberle, T. Lutz, G. Jung |datum=1962 |format=PDF; 1,83&amp;amp;nbsp;MB |kommentar=Sonderdruck aus SEL-Nachrichten 10 (1962), Heft 1, Seite 1–17 |archiv-datum=2020-09-28 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200928092139/http://museum.informatik.uni-kl.de/Rechner/SEL%20ER-56/Dokumente/Rechenzentrum%20SEL%20Stuttgart.pdf |offline=ja |archiv-bot=2025-10-22 21:26:37 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; des ersten volltransistorisierten Computersystems in Europa.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernard Widrow]] et al.: {{Webarchiv|url=http://helios.informatik.uni-kl.de/euology.pdf |wayback=20110719105224 |text=&amp;#039;&amp;#039;1917 Karl Steinbuch 2005&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2022-03-08 05:05:35 InternetArchiveBot }} (PDF), abgerufen am 27. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Technischer Direktor und Leiter der Zentralen Forschung bei SEL, bevor er 1958 als [[Lehrstuhl|Ordinarius]] und Institutsdirektor an die Technische Hochschule Karlsruhe (seit 2009 [[Karlsruher Institut für Technologie]]) berufen wurde, wo er bis zur [[Emeritierung]] 1980 Direktor des Instituts für Nachrichtenverarbeitung und -übertragung war. Seine Arbeiten auf dem Gebiet lernfähiger Maschinen gelten als Pionierleistungen. Ihm wurden 56 deutsche [[Patent]]e erteilt, darunter Erfindungen zur Nachrichtenübermittlung, automatischen Zeichenerkennung, Sortierung von Briefen, Spracherkennung und lernende Automaten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=experte |titel=Patentanmeldungen und Patente von Karl Steinbuch in Deutschland |abruf=2020-08-14 |werk=Depatisnet |titelerg=Suchanfrage: PC=DE AND ((PA=(Karl (L) Steinbuch)) OR (IN=(Karl (L) Steinbuch))) |kommentar= nur Zählung der B-Schriften mit Patenterteilung, ohne Berücksichtigung der Anmeldungen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinbuchs [[Lernmatrix]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;lernmatrix&amp;quot; /&amp;gt; war eines der ersten [[Künstliches neuronales Netz|künstlichen neuronalen Netze]], das aus mehreren Schichten von Lerneinheiten oder lernenden „Neuronen“ bestand. Damit war er einer der Wegbereiter des [[Deep Learning]], bei dem es um tiefe neuronale Netze geht, die viele Aufgaben erlernen können, bei denen frühere einschichtige [[Perzeptron]]en scheitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] (Halle/Saale) und der [[Europäische Akademie für Umweltfragen|Europäischen Akademie für Umweltfragen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1960er und 1970er Jahren war Steinbuch als [[Zukunftsforschung|Zukunftsforscher]] aktiv und setzte sich für die breite Anwendung der Datenverarbeitung ein. 1961 veröffentlichte er &amp;#039;&amp;#039;Automat und Mensch&amp;#039;&amp;#039;, in dem er allgemeinverständlich &amp;#039;&amp;#039;kybernetische Tatsachen und Hypothesen&amp;#039;&amp;#039; beschrieb. Darin vertrat er die These, dass &amp;#039;&amp;#039;zur Erklärung geistiger Funktionen höchstwahrscheinlich keine Voraussetzungen gemacht werden müssen, die über die Physik hinausgehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Automat&amp;quot;  details=&amp;quot;2&amp;quot;/&amp;gt;, und nahm an, dass &amp;#039;&amp;#039;das Lebensgeschehen und die psychischen Vorgänge aus der Anordnung und physikalischen Wechselwirkung der Teile des Organismus im Prinzip vollständig erklärt werden können&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Automat&amp;quot;  details=&amp;quot;9&amp;quot;/&amp;gt; Philosophen fühlten sich von diesen Thesen provoziert, weil die kybernetischen Ansätze keinerlei Erklärungen für die menschliche [[Wahrnehmung]], das [[Entscheidungsprozess|Entscheidungsverhalten]] und das [[Bewusstsein]] lieferten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.uni-due.de/~bj0063/doc/Lenk.pdf |titel=Kybernetik – Provokation der Philosophie |abruf=2021-11-11 |autor=Hans Lenk |datum=1970 |titelerg=Seminarvortrag an der Universität Karlsruhe |format=PDF; 119&amp;amp;nbsp;kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 erschien sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Die informierte Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, das die Geschichte der Nachrichtentechnik sowie ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft behandelte und eine zukunftsorientierte Bildungspolitik sowie eine der Technik gegenüber aufgeschlossene Gesellschaft forderte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1966/1966-08-a-464.pdf |titel=Die informierte Gesellschaft |abruf=2021-11-14 |autor=Günther Heyder |datum=1966-08-01 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1969 war er wissenschaftlicher Tagungsleiter bei einem mehrtägigen Kongress der [[Gesellschaft für Zukunftsfragen]] (GfZ), der in München stattfand.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter W. Tügel: [http://www.zeit.de/1969/48/systems-69 &amp;#039;&amp;#039;Systems 69&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. November 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch seine Bestseller &amp;#039;&amp;#039;Falsch Programmiert&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1968 sowie &amp;#039;&amp;#039;Programm 2000&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1969 beschäftigten sich mit Zukunftsfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Nachdem in der Nachkriegszeit die wissenschaftliche Arbeit im Vordergrund gestanden war, begann Steinbuch Ende der 1960er Jahre zunehmend politisch aktiv zu sein. Inhaltlich beschäftigte er sich anfangs vor allem mit forschungs- und bildungspolitischen Fragen. Im Jahr 1968 kritisierte er, die „literarische Kultur“ würde statt der [[Naturwissenschaft]]en die Bildungspolitik beherrschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theo Löbsack]]: [http://www.zeit.de/1968/40/45-000-lehrer-zuwenig/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;45 000 Lehrer zuwenig&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 4. Oktober 1968.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Anklageschrift an die Adresse der „Hinterwelt“, die er von [[Friedrich Nietzsche]] entlehnte,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Falsch programmiert&amp;quot;&amp;gt;Karl Steinbuch: &amp;#039;&amp;#039;Falsch programmiert.&amp;#039;&amp;#039; 1968, S. 20 ff.(„Anklage gegen die Hinterwelt“), S. 26 (zitiert nach der Paginierung der dtv-Taschenbuchausgabe, 5. Aufl. 1970, http://d-nb.info/458223182).&amp;lt;/ref&amp;gt; versuchte er, die Bildungspolitik der Bundespolitik zu beeinflussen. Mit Kollegen wie [[Jean Ziegler]] aus der Schweiz formulierte er den zu erwartenden Bildungsnotstand und die sich abzeichnende bürgerliche Lobbygesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinbuch engagierte sich zunächst für die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands]] (SPD): 1969 trat er beispielsweise als Redner auf einem SPD-Landesparteitag in Bayern auf und kritisierte die [[Kabinett Goppel II|damals regierende]] [[Christlich-Soziale Union in Bayern]] (CSU) mit der Aussage: „Jahrzehnte konservativer Politik haben die Lösung wichtiger sozialer Fragen verhindert.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;wechsel-gesang&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;: [http://www.zeit.de/1975/39/zeitspiegel &amp;#039;&amp;#039;Zeitspiegel&amp;#039;&amp;#039;], 19. September 1975.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1971 war er beratend für die Arbeitsgruppe Forschungspolitik des Bildungspolitischen Ausschusses beim Parteivorstand der SPD tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kit-archiv&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/DDMAPZLZ6EGZCT7STKFPRQ2SW52TAPYO |titel=27048 Nachlass Karl Steinbuch (Bestand) |abruf=2020-07-27 |werk=Deutsche Digitale Bibliothek |hrsg=Karlsruher Institut für Technologie}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Diskussion der 1970er Jahre um die Folgen des technischen Fortschritts wandte er sich in seinen Sachbüchern gegen die aufkommende [[Umweltbewegung|ökologische Orientierung]] und gegen das [[Öffentlich-rechtlicher Rundfunk|öffentlich-rechtliche Fernsehen]] wegen seiner angeblich gefährlichen [[Informationspolitik]]. Ein [[Privatrechtlicher Rundfunk|privates]] [[Kabelfernsehen]] sollte dem entgegenwirken. Er forderte, einen „Technischen Gerichtshof“ einzurichten, dessen Aufgabe es sein sollte, Forschungs- und Anwendungsverbote auszusprechen, und dessen Richter mit Fachexperten besetzt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steinbuch distanzierte sich bald von der SPD. Zwischen 1969 und 1972 führte er einen öffentlich geführten, kritischen Briefwechsel mit Bundeskanzler [[Willy Brandt]]. 1972 wechselte er zur [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|Christlich Demokratischen Union Deutschlands]] (CDU).&amp;lt;ref name=&amp;quot;kit-archiv&amp;quot;/&amp;gt; Im selben Jahr wurde er im [[Konservatismus|konservativen]] [[Bund Freiheit der Wissenschaft]] aktiv.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.bund-freiheit-der-wissenschaft.de/content/g_hpi.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://bund-freiheit-der-wissenschaft.de/content/g_moderator.htm&amp;lt;/ref&amp;gt; 1973 veröffentlichte er &amp;#039;&amp;#039;Kurskorrektur&amp;#039;&amp;#039;, einen weiteren Bestseller,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42648896.html &amp;#039;&amp;#039;Vater fehlt&amp;#039;&amp;#039;] in &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 15/1973.&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem er die politische Linke angriff.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kit-archiv&amp;quot;/&amp;gt; Insbesondere [[Heinrich Böll]] wurde Ziel von Steinbuchs Kritik.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Finley: &amp;#039;&amp;#039;On the Rationality of Poetry: Heinrich Böll&amp;#039;s Aesthetic Thinking.&amp;#039;&amp;#039; 1996, Seite 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1974 war er Mitgründer des [[Freier Deutscher Autorenverband|Freien Deutschen Autorenverbands]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.fda-lv-bayern.de/fda/historie.html |wayback=20140903113212 |text=Archivierte Kopie }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1975 schrieb Steinbuch in &amp;#039;&amp;#039;Ja zur Wirklichkeit&amp;#039;&amp;#039; gegen die [[Kabinett Schmidt I|SPD-Regierung]]: {{&amp;quot;|[Es] ereignete sich in unserem Lande noch nie eine solche hemmungslose Demontage christlicher Ethik, des Humanismus und der klassischen Philosophie wie unter der Verantwortung der SPD}}. Weiter kritisierte er die politische Linke mit den Worten: {{&amp;quot;|Meines Erachtens wurde noch nie – kaum zur Nazizeit – eine Kulturnation mit großer Tradition durch eine solche kleine Ideologie verwirrt wie gegenwärtig unser  Volk durch die arrogante Bewegung, die mit dem Anspruch auftritt, das ,kritische Bewußtsein‘ zu verkörpern und ,progressiv‘ zu sein.}}&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Graf Krockow]]: [http://www.zeit.de/1981/10/der-vertuschte-klassenkampf/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Der vertuschte Klassenkampf&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 27. Februar 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt; Positiv äußert er sich über die [[Unionsparteien]]: {{&amp;quot;|[Unser Staat und seine Wirtschaft] entstanden überwiegend aus den Grundsätzen und der Regierungspraxis der CDU/CSU}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wechsel-gesang&amp;quot; /&amp;gt; Im [[Bundestagswahl 1976|Wahlkampf 1976]] wurde ein Beitrag von Steinbuch in &amp;#039;&amp;#039;Union alternativ&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht, einem „Regierungsprogramm en detail“ der Union.&amp;lt;ref&amp;gt;C.-C. K. [http://www.zeit.de/1976/41/was-die-union-dem-volke-bietet &amp;#039;&amp;#039;Was die Union dem Volke bietet&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 1. Oktober 1976.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1970er Jahre begann Steinbuch, in [[Rechtskonservatismus|rechtskonservativen]] Vereinigungen und Institutionen der [[Neue Rechte|Neuen Rechte]]n tätig zu werden. Im Jahr 1979 war er bei der versuchten Gründung einer sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Liberal-Konservativen Aktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40351788.html &amp;#039;&amp;#039;Falscher Fuß&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; 6/1979.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch beim neuentstandenen [[Studienzentrum Weikersheim]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39867349.html &amp;#039;&amp;#039;Kreatives Kloster&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; 44/1979.&amp;lt;/ref&amp;gt; beteiligt. 1981 war er in einem sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Schutzbund für das deutsche Volk&amp;#039;&amp;#039; (siehe [[Heidelberger Manifest]]) aktiv. Der Schutzbund vertrieb den von Steinbuch verfassten Artikel &amp;#039;&amp;#039;Die gefährdete Existenz unseres Volkes&amp;#039;&amp;#039; als Flugblatt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/SDV.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Sarkowicz]]: [http://www.zeit.de/1987/03/die-alte-rechte-auf-neuen-wegen/seite-7 &amp;#039;&amp;#039;Die alte Rechte auf neuen Wegen&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 9. Januar 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. September 1983 hielt er eine Rede unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Über die Verantwortung für die Kriminalitätsopfer&amp;#039;&amp;#039; bei einer Mitgliederversammlung des Vereins [[Weisser Ring]] in Heidelberg. In dieser Rede beschuldigte er liberale Intellektuelle und Publikationen, Schuld an zunehmender Kriminalität zu tragen. Weiter äußerte Steinbuch sich [[Geschichtsrevisionismus|revisionistisch]]: {{&amp;quot;|Ohne die Barbarei des Versailler Vertrages hätte es Hitlers Barbarei wohl nicht gegeben.}} Sein Vortrag richtete sich auch mit [[Bevölkerungspolitik|bevölkerungspolitischen Argumenten]] gegen die [[Gleichstellung der Geschlechter]]: {{&amp;quot;|[…] verheerende Wirkung hat […] z.&amp;amp;nbsp;B. die Absicht, die ,Gleichberechtigung‘ der Frau in Politik und Wirtschaft herzustellen – und sie hierdurch ihren Kindern zu entziehen}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz J. Raddatz]]: [http://www.zeit.de/1983/44/die-restauration-marschiert/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Die Restauration marschiert&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 28. Oktober 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Steinbuchs Rede veranlasste den Autorenverband [[PEN International]] dazu, eine Erklärung gegen {{&amp;quot;|versuchte oder tatsächliche Einschränkungen von Informations- und Meinungsvielfalt}} sowie {{&amp;quot;|pauschale und persönliche Denunziation von Journalisten und Schriftstellern}} zu veröffentlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/1983/49/zeitmosaik &amp;#039;&amp;#039;Zeitmosaik&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 2. Dezember 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1986 erschien in der rechtsextremen Zeitschrift [[Nation Europa]] Steinbuchs Artikel &amp;#039;&amp;#039;Die gefährdete Existenz unseres Volkes&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;S. 181 Christoph Butterwegge: &amp;#039;&amp;#039;Themen Der Rechten - Themen Der Mitte: „Zuwanderung, Demografischer Wandel und Nationalbewusstsein“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1988 verfasste Steinbuch gemeinsam mit dem späteren NPD-Vorsitzenden [[Günter Deckert (Politiker)|Günter Deckert]] die Broschüre &amp;#039;&amp;#039;Asyl... Gestern und heute&amp;#039;&amp;#039;. Später stand Steinbuch der 1983 gegründeten rechten Kleinpartei [[Die Republikaner]] nahe. Er veröffentlichte Artikel in der Partei-eigenen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Republikaner&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bartholomäus Grill]]: [http://www.zeit.de/1992/16/wahlverwandtschaften-am-rechten-rand/seite-3 &amp;#039;&amp;#039;Wahlverwandtschaften am rechten Rand&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 10. April 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; und bewarb die Partei im Kuratorium des [[Studienzentrum Weikersheim]].&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.nadir.org/nadir/archiv/Antifaschismus/Themen/szw/seiten/szw.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Er veröffentlichte regelmäßig Artikel in der Zeitschrift [[Criticón]].&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.apabiz.de/archiv/material/Profile/Criticon.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;wdrl&amp;quot;&amp;gt;Astrid Lange: &amp;#039;&amp;#039;Was die Rechten lesen&amp;#039;&amp;#039;. München 1993, ISBN 3-406-37404-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
2004 wurde Steinbuch mit der Errichtung eines [[Stipendium]]s seines Namens geehrt. Mit dem [[Karl-Steinbuch-Stipendium]] fördert die [[MFG Stiftung]] Baden-Württemberg IT- und Medienprojekte. Pro Jahr werden zehn bis 20 Stipendien an besonders qualifizierte Studierende vergeben, die innovative Projekte im Themenbereich IT und Medien außerhalb ihres Studiums realisieren. Seit 2011 führt die MFG Stiftung zudem das [[Karl-Steinbuch-Forschungsprogramm]] durch, in dessen Rahmen Forschungsarbeiten zu IT- und Kreativbranche an baden-württembergischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg gefördert werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2009 wurde auch das Rechenzentrum des [[Karlsruher Institut für Technologie|Karlsruher Instituts für Technologie]] (KIT) nach ihm benannt: [[Steinbuch Centre for Computing]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.scc.kit.edu www.scc.kit.edu]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 2023 distanzierte sich das KIT aufgrund neuer Forschungsergebnisse von Steinbuch, die zusätzlich zu dem Umstand, dass er sich nach der Emeritierung dem Rechtsextremismus zugewandt hatte, nun zeigten, dass Steinbuch sich bereits „als junger Mensch während der NS-Zeit mit nicht zu billigenden Kriegshandlungen identifizierte“, und kündigte an, das Informationstechnologie-Zentrum des KIT zum 1. Januar 2024 in „Scientific Computing Center“ umzubenennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karlsruher Institut fuer Technologie |url=https://www.kit.edu/kit/pi_2023_092_kit-benennt-informationstechnologie-zentrum-um.php |titel=KIT - Das KIT - Medien - Presseinformationen - PI 2023 - KIT benennt Informationstechnologie-Zentrum um |datum=2023-10-11 |sprache=de-de |abruf=2023-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] (1966)&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Bölsche (Schriftsteller)|Wilhelm-Bölsche-Medaille]] in Gold (1969)&lt;br /&gt;
* Deutscher Sachbuchpreis der Stadt Osnabrück (1972) für &amp;#039;&amp;#039;Mensch, Technik, Zukunft. Probleme von Morgen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Gold-Medaille des XXI. Internationalen Kongresses für Luft- und Raumfahrtmedizin&lt;br /&gt;
* [[Konrad-Adenauer-Preis der Deutschland-Stiftung]] für Wissenschaft (1975)&lt;br /&gt;
* [[Jakob Fugger-Medaille]] des [[Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern|Verbandes der Zeitschriftenverlage in Bayern]] (1979)&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg|Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg]] (1982)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{&amp;quot;|Ich vermute, daß&amp;lt;!-- sic 1963 --&amp;gt; die Kybernetik die zukünftige [[Universalwissenschaft]] sein wird. Der Kybernetiker wird der Vermittler zwischen den Spezialisten sein. Wer eine führende Rolle in Staat und Wirtschaft einnehmen möchte, sollte Kybernetik studieren. … Es scheint mir schon heute zweifelhaft, ob der Nurjurist noch fähig ist, eine hochtechnisierte Gesellschaft optimal zu regieren.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Automat&amp;quot;  details=&amp;quot;359&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{&amp;quot;|Das menschliche Gehirn ist nicht geschaffen, rationale Prozesse zu veranstalten, sondern das Überleben eines Organismus zu bewirken.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Falsch programmiert&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{&amp;quot;|Vor den gesellschaftlichen Nöten verhält sie sich [die Hinterwelt] wie ein Arzt, der mit den Kranken jammert, sich aber nicht um die Ursachen ihrer Krankheiten kümmert. Man fummelt an den Symptomen offensichtlicher Mißstände herum und verschafft sich durch menschenfreundliche Worte ein gutes Gewissen.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Falsch programmiert&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{&amp;quot;|Bei technischen Systemen ergibt sich optimale Wechselwirkung zwischen angepaßten&amp;lt;!-- sic 1968 --&amp;gt; Quellen und Empfängern: Im sozialen Bereich aber führt diese Überlegung zu der menschlich recht unwürdigen Vorstellung, optimal wäre das Verhalten des gut geschmierten Rädchens im Uhrwerk.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Falsch programmiert&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{&amp;quot;|Das Problem der maschinellen Sprachübersetzung ist heute schon technisch lösbar, wenn nur die Sprachen nicht so unsystematisch aufgebaut wären. Eigentlich müßten erst einmal die Sprachen systematisch gemacht werden.}}&amp;lt;ref&amp;gt;Aus Karl Steinbuch: &amp;#039;&amp;#039;Automat und Mensch&amp;#039;&amp;#039;. zitiert nach [[Hoimar von Ditfurth]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Evolution der Automaten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 3. Mai 1963, Nr. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Es ergibt sich zwangsläufig aus dem gegenwärtigen Umgang mit der Information, der – ähnlich dem Umgang der Alchimisten mit ihren Elixieren – mit Verstand und Verantwortung wenig, mit Unverstand, Täuschung und Betrug aber viel zu tun hat. Wir werden zugleich informiert, verwirrt und betrogen, wir sehen kaum mehr die Wirklichkeit, fast nur noch Kulissen und Spiegelbilder.&amp;lt;ref&amp;gt;Aus Karl Steinbuch: &amp;#039;&amp;#039;Maßlos informiert - Die Enteignung unseres Denkens&amp;#039;&amp;#039;, Goldmann Sachbuch 11248, 11/1979&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Wir werden zugleich informiert, verwirrt und betrogen, wir sehen kaum mehr die Wirklichkeit, fast nur noch Kulissen und Spiegelbilder. In einem solchen Grusel-Kabinett ist nicht gut zu leben.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Maßlos informiert. Die Enteignung unseres Denkens.&amp;#039;&amp;#039; Herbig Verlagsbuchhandlung, München, Berlin, 1978, ISBN 3-7766-0908-7, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1961: &amp;#039;&amp;#039;Automat und Mensch. Über menschliche und maschinelle Intelligenz&amp;#039;&amp;#039;, Springer Verlag.&lt;br /&gt;
* 1962: &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch der Nachrichtenverarbeitung&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben von Dr.-Ing. K. Steinbuch. Springer Verlag.&lt;br /&gt;
* 1963: &amp;#039;&amp;#039;[https://ieeexplore.ieee.org/document/4038032 Learning matrices and their applications]&amp;#039;&amp;#039; (zusammen mit Dr.-Ing. U. Piske) (erschienen in IEEE Transactions on Electronic Computers)&lt;br /&gt;
* 1965: &amp;#039;&amp;#039;Automat und Mensch. Kybernetische Tatsachen und Hypothesen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/Heidelberg/New York&lt;br /&gt;
* 1966: &amp;#039;&amp;#039;Die informierte Gesellschaft. Geschichte und Zukunft der Nachrichtentechnik&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart&lt;br /&gt;
* 1968: &amp;#039;&amp;#039;Falsch programmiert. Über das Versagen unserer Gesellschaft in der Gegenwart und vor der Zukunft und was eigentlich geschehen müßte.&amp;#039;&amp;#039; (Bestseller, gelistet in: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* 1969: &amp;#039;&amp;#039;Programm 2000&amp;#039;&amp;#039;. ([[Liste der meistverkauften Sachbücher in Deutschland#1961 ff.|Platz 1 der &amp;#039;&amp;#039;Spiegel&amp;#039;&amp;#039;-Bestsellerliste vom 6. April bis zum 14. Juni 1970]])&lt;br /&gt;
* 1971: &amp;#039;&amp;#039;Automat und Mensch. Auf dem Weg zu einer kybernetischen Anthropologie&amp;#039;&amp;#039; (4., überarb. Aufl.)&lt;br /&gt;
* 1971: &amp;#039;&amp;#039;Mensch, Technik, Zukunft. Probleme von Morgen.&amp;#039;&amp;#039; (Ausgezeichnet mit dem deutschen Sachbuchpreis)&lt;br /&gt;
* 1973: &amp;#039;&amp;#039;Kurskorrektur&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1974: &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch der Informatik&amp;#039;&amp;#039; in drei Bänden (herausgegeben zusammen mit Wolfgang Weber), Springer Verlag Berlin (erweiterte Neuauflage des &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch der Nachrichtenverarbeitung&amp;#039;&amp;#039;, 1967 und 1971)&lt;br /&gt;
* 1975: &amp;#039;&amp;#039;Ja zur Wirklichkeit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1978: &amp;#039;&amp;#039;Maßlos informiert. Die Enteignung unseres Denkens&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1981: &amp;#039;&amp;#039;Die rechte Zukunft. Gegen Fortschrittswahn und Pessimismus.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1984: &amp;#039;&amp;#039;Unsere manipulierte Demokratie. Müssen wir mit der linken Lüge leben?&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1989: &amp;#039;&amp;#039;Die desinformierte Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1992: &amp;#039;&amp;#039;Kollektive Dummheit: Streitschrift gegen den Zeitgeist&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1992: &amp;#039;&amp;#039;Die Irrtümer der Zeit&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Warum so bedrückt? Deutschland hat Zukunft&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. [[Hellmut Diwald]], [[Grabert Verlag|Hohenrain-Verlag]], Tübingen 1992, ISBN 3-89180-034-7.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.buchdienst-hohenrain.de/Grabert-Hohenrain-Titel/Zeitgeschichte/Diwald-Hellmut-Hg-Warum-so-bedrueckt.html |wayback=20140903144427 |text=Archivierte Kopie   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1995: &amp;#039;&amp;#039;Zukunftsbewältigung: Deutschland auf der Suche nach seiner Identität&amp;#039;&amp;#039;. Herbig Verlag, Berlin, München, ISBN               978-3-77661-922-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Hilberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Große Herausforderungen in der Informationstechnik – Vom Abenteuer der Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Sprache und Technik, Groß-Bieberau/Odenwald 2000, ISBN 3-928161-05-9.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Hilberg: &amp;#039;&amp;#039;Karl Steinbuch, ein zu Unrecht vergessener Pionier der künstlichen neuronalen Systeme.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frequenz.&amp;#039;&amp;#039; Band 49, 1995, Nr. 1–2, S. 28–36.&lt;br /&gt;
* [[Philipp Aumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kybernetik als technisch bedingte Wissenschaft und als wissensbasierte Technologie: Karl Steinbuch und die Lernmatrix.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Technikgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 74, 2007, Heft 4, S. 311–334.&lt;br /&gt;
* Anton F. Guhl: &amp;#039;&amp;#039;Kurskorrekturen eines Technokraten. Die politische Rechtswendung des Nachrichtentechnikers und Zukunftsforschers Karl Steinbuch nach 1970.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Technikgeschichte (Zeitschrift)|Technikgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 87, 2020, Heft 4, S. 315–334.&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|169||Steinbuch, Karl|[[Reiner Hartenstein]]|11879860X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11879860X}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000011568|Karl Steinbuch}}&lt;br /&gt;
* [http://xputers.informatik.uni-kl.de/papers/publications/karl-steinbuch.html Nachruf der Uni Karlsruhe]&lt;br /&gt;
* http://helios.informatik.uni-kl.de/euology.pdf&lt;br /&gt;
* [http://ka.stadtwiki.net/Karl_Steinbuch Eintrag im Stadtwiki Karlsruhe]&lt;br /&gt;
* [https://www.itiv.kit.edu/downloads/HilbergUeberSteinbuch%5b1%5d.pdf Wolfgang Hilberg: „Karl Steinbuch, ein zu Unrecht vergessener Pionier der künstlichen neuronalen Systeme“, Mitteilung aus dem Institut für Datentechnik der Technischen Hochschule Darmstadt, 1995, PDF-Datei (Größe ca. 4 MB)] abgerufen am 17. Juni 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11879860X|LCCN=n/50/20731|VIAF=109258561|NDL=00457576}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Steinbuch, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ingenieur, Erfinder, Konstrukteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karlsruher Institut für Technologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2005]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Steinbuch, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Steinbuch, Karl W.; Steinbuch, Karl Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kybernetiker, Nachrichtentechniker und Informationstheoretiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Juni 1917&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Cannstatt|Stuttgart-Cannstatt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Juni 2005&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ettlingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mike Krüger</name></author>
	</entry>
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