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	<title>Karl Steimel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T05:44:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Steimel&amp;diff=1486978&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PhysVerein: Navigationsleiste eingefügt</title>
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		<updated>2025-05-28T14:14:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Navigationsleiste eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Edgar Karl Alois Steimel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. März]] [[1905]] in [[Lohmar]]; † [[1. Juli]] [[1990]] in [[Bad Homburg vor der Höhe]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Physiker]], [[Elektrotechnik]]er und [[Erfinder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Portrait karl Steimel 1946.jpg|mini|Porträt Karl Steimel, 1946, Ausschnitt aus einem Gruppenfoto]]&lt;br /&gt;
Einem bäuerlichen Milieu entstammend, konnte Steimel trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten 1923 das Abitur am [[Beethoven-Gymnasium Bonn]] ablegen und studierte Physik und Mathematik an der [[Universität zu Köln]], wo er 1928 mit einem Thema zur angewandten Mathematik promovierte. In Köln bekam er Kontakt zu [[Hans Rukop]], der bereits seit 1914 in Berlin bei [[Telefunken]] maßgeblich an der frühen Entwicklung von [[Elektronenröhre]]n gearbeitet hatte. Er wurde für vier Jahre Rukops Privatassistent und hatte Gelegenheit, in dessen Institut wichtige Untersuchungen zu den Eigenschaften von Elektronenröhren durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1932 wechselte Steimel zu Telefunken nach Berlin, wo er im Röhrenlaboratorium arbeitete und bereits 1934 mit der Leitung der Rundfunkröhrenentwicklung betraut wurde. Eine zweistellige Anzahl von Patenten bereits in dieser Zeit zeugen von seinem Ideenreichtum. Er wurde ab 1936 Leiter der gesamten Röhrenentwicklung bei Telefunken, eine Stellung, die er bis zum Kriegsende 1945 innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben wurde Steimel während des Krieges 1943 vom [[Reichsforschungsrat]] und von [[Reichsministerium für Bewaffnung und Munition|Rüstungsminister]] [[Albert Speer]] die Verantwortung mit Weisungsbefugnis für die gesamte Forschung und Entwicklung von Elektronenröhren im Reichsgebiet übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dörfel G., Tobies R. |Titel=Elektronenröhrenforschung nach 1945, Telefunkenforscher in Ost und West und das Scheitern des Konzepts der „Gnom–Röhren“ in Erfurt |Hrsg=Forstner C., Hoffmann D. |Sammelwerk=Physik im Kalten Krieg. |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Wiesbaden |Datum=2013 |ISBN=978-3-658-01049-2 |Seiten=92}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz seiner leitenden Stellung in einer kriegswichtigen Technikbranche war Steimel politisch unbelastet, er war weder Mitglied der [[NSDAP]] noch in anderen parteinahen Organisationen aktiv. Dass er nur auf Grund seiner fachlichen Qualitäten eine solche Leitungsposition innehatte, empfahl ihn nach dem Kriegsende bei der russischen Besatzungsmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bekam bereits im Sommer 1945 ein Angebot, in dem im [[Viermächte-Status|sowjetischen Sektor von Berlin]] zu schaffenden &amp;#039;&amp;#039;[[Labor, Konstruktionsbüro und Versuchswerk Oberspree]]&amp;#039;&amp;#039; (LKVO) als Berater und Leiter tätig zu werden. Er und eine Reihe seiner Mitarbeiter nahmen das Angebot an. Jedoch wurden er und viele seiner Kollegen am 22.&amp;amp;nbsp;Oktober 1946 im Zuge der [[Aktion Ossawakim]] in die Sowjetunion deportiert und mussten mit ihrem technischen Wissen und Können mithelfen, die sowjetische Röhrenproduktion zu modernisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1952 durfte Steimel nach Deutschland zurückkehren, wo er zunächst in der Geschäftsleitung der in [[BRD|Westdeutschland]] wieder tätigen Firma Telefunken wiederum für Forschung und Entwicklung zuständig war. Ab 1956 übernahm er für die [[AEG]] ein neugegründetes Forschungsinstitut in [[Frankfurt am Main]] und leitete die gesamte AEG-Forschung bis zu seiner Pensionierung 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach seiner Pensionierung war Steimel noch ehrenamtlich beratend für Bundesbehörden und internationale Gremien tätig. Er ist am 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1990 an seinem Wohnort Bad Homburg v. d. Höhe verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Steimel war zweimal verheiratet und hatte vier Kinder: Sohn Ulrich (* 1941, Physiker), Tochter Brigitte (* 1942), Sohn Andreas (* 1947, Prof. f. Elektr. Energietechnik u. Leistungselektronik in Bochum), Sohn Johannes (* 1949, Dr. Ing.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Karl Steimel hat für den deutschen Anteil an der Entwicklung der Funktechnik einen maßgeblichen Beitrag geleistet. Er meldete insgesamt über 100 Patente an, von denen 60 erteilt wurden. Eine Vielzahl von Veröffentlichungen belegen seine Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beginn seiner Labortätigkeit arbeitete er hauptsächlich an dem Problem, eine geeignete Röhre für die multiplikative Mischung in [[Überlagerungsempfänger]]n zu schaffen, die eine wirksame Schwundregelung ermöglichen sollte. Die Kombination [[Elektronenröhre#Hexode|Triode-Hexode]] konnte sich neben anderen technischen Lösungen in Gestalt des Typs ACH1 in den Jahren nach 1934 durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein weiteres Schaffen auf dem Gebiet der Elektronenröhren ist gekennzeichnet durch die Konstruktion der [[Elektronenröhre#Mehrfachröhren (Verbundröhren)|Verbundröhre VCL11]], die den [[Volksempfänger|Volksempfänger DKE38]] als Billigradio erst möglich machte, sowie der 1938 eingeführten &amp;#039;&amp;#039;Harmonischen Serie&amp;#039;&amp;#039; – hier beispielhaft die Typen ECH11 – EBF11 – ECL11, die es ermöglichte, mit nur drei in ihren Eigenschaften aufeinander abgestimmten Verbundröhren einen hochwertigen [[Sechskreissuper]] zu konstruieren. Diese Schaltungslösung, auch mit später modernisierten Nachfolgetypen, sollte für Jahrzehnte die Basis für die Rundfunkgeräteentwicklung in Deutschland werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus war Steimel für die Röhrenentwicklung für den [[Deutscher Einheits-Fernseh-Empfänger E 1|Einheits-Fernsehempfänger]] von 1939 sowie für die wassergekühlten Großröhren der Rundfunksender verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Entwicklung war die Schaffung von Spezialröhren für [[Wellenlänge]]n bis unter 10&amp;amp;nbsp;cm, die durch die kriegsbedingte Entwicklung der [[Radar]]technik gefordert wurden. Dies bedingte eine völlig neue Herstellungstechnologie für solche Röhren – die „Metall-Keramik Technik“ für [[Scheibentriode]]n –, die unter seiner Leitung gegen Ende der Kriegszeit produktionsreif wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit seines Zwangsaufenthalts in [[Frjasino]] bei Moskau hatte Steimel als von den Russen anerkannte Autorität die Belange der gesamten mit ihm internierten Funkspezialisten zu vertreten und hat als Berater des zuständigen sowjetischen Ministeriums auch für die Entwicklung der damaligen sowjetischen Elektronikindustrie einen bedeutsamen Beitrag geleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Zeit als Leiter der AEG Forschung beschäftigte er sich bis zu seiner Pensionierung 1967 vornehmlich mit [[Thyristor]]en (steuerbare Siliziumgleichrichter), der damit realisierbaren Antriebstechnik sowie der Entwicklung von [[Zyklotron]]en für die Kernforschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang ergab sich seine spätere Beratertätigkeit in der [[Kernenergie]]branche. Steimel gehörte zeitweise dem Verwaltungsrat der [[Kernforschungsanlage Jülich]] an und war Vorsitzender des wissenschaftlichen Ausschusses des [[Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik|Verbands Deutscher Elektrotechniker]] (VDE).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1961: Ehrendoktorwürde der [[Technische Hochschule Aachen|Technischen Hochschule Aachen]]&lt;br /&gt;
* 1970: Ehrenring des VDE&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vde.com/de/ueber-uns/preise-ehrungen/ehrenring &amp;#039;&amp;#039;VDE-Ehrenring&amp;#039;&amp;#039;.] Abgerufen am 31. Januar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Einfluß v. Masse u. Laufzeit v. Elektronen im Bereich d. Rundfunkröhren&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Die TelefunkenRöhre&amp;#039;&amp;#039;, H. 5, 1935, S. 213–18.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Rundfunkröhrenprogr. 1938/39&amp;#039;&amp;#039;, ebd., Sonderh. als Beil. zu H. 13, 1938, S. 2–27.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ganzmetall-Rundfunkröhren&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Elektrotechnische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;, Heft 31, 4. September 1938, S. 813–815;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Regelserie d. Stahlröhrenserie&amp;#039;&amp;#039;, ebd., S. 28–40 (mit R. Schiffel).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Unterschiede u. Parallelen in d. Empfangs- u. Senderöhrentechnik&amp;#039;&amp;#039;, ebd., H. 14, 1938, S. 159–163.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stand u. Zukunftsaussichten d. Rundfunkröhrenentwicklung&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Die Telefunken-Ztg&amp;#039;&amp;#039;. 21, 1940, Nr. 84, S. 7–16.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Röhre im Speisegerät&amp;#039;&amp;#039;, 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Elektronische Speisegeräte&amp;#039;&amp;#039;, 1957.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Energieelektronik u. geregelte elektr. Antriebe&amp;#039;&amp;#039;, 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Standort d. Industrieforsch. in Forsch. u. Technik&amp;#039;&amp;#039;, 1963.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schnellverkehr auf d. Grundlage d. Rad-Schiene-Systems, Berührungsfreie Fahrtechnik f. Schnellbahnen&amp;#039;&amp;#039;, 1973 (mit H. Weh).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|133|135|Steimel, Karl|[[Renate Tobies]]|1081916788}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Berthold Bosch |Titel=Zum Gedenken an Dr. phil Dr. Ing. E. h. Karl Steimel |Sammelwerk=Funkgeschichte |Nummer=77 |Datum=1991 |Seiten=5–10}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Renate Tobies |Titel=Steimel, Karl |Sammelwerk=Neue Deutsche Biographie |Band=25 |Datum=2013 |Seiten=133–135 |Online=https://www.deutsche-biographie.de/pnd1081916788.html}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Winfried Müller |Titel=Aus der Vergangenheit des Werks für Fernsehelektronik – Markante Ereignisse 1945–1960 |Sammelwerk=Technikgeschichte aus dem Industriesalon |Nummer=6 |Hrsg=Industriesalon Schöneweide}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Georg Rovenski, Andrey Chernushiech und Horst Elsner |Titel=Deutsche Spezialisten in Frjasino. 1946–1952 |Hrsg=Klub der Historiker Wissenschaftsstadt Frjasino |Kommentar=Privatdruck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1081916788|Karl Steimel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten des Physikalischen Vereins}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1081916788|LCCN=n/91/95637|VIAF=15286176}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Steimel, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeit der Elektrotechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der RWTH Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinsfunktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Steimel, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Steimel, Edgar Karl Alois (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Physiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. März 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lohmar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Juli 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Homburg vor der Höhe]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PhysVerein</name></author>
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