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	<title>Karl Stützel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T22:16:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_St%C3%BCtzel&amp;diff=1347409&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-17T03:52:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Konrad Stützel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Mai]] [[1872]] in [[Speyer]]; † [[25. Juli]] [[1944]] in [[München]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB&amp;quot;&amp;gt;{{Deutsche Biographie|GND= |Name=Stützel, Karl Konrad |Abruf=2020-02-05 |SFZ=129373}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] der [[Bayerische Volkspartei|Bayerischen Volkspartei]] (BVP) und langjähriger [[Bayern|bayerischer]] [[Innenminister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er war Sohn des Speyrer Maler- und Tünchermeisters Franz Peter Stützel und Clara Stützel&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB&amp;quot; /&amp;gt; und Halbbruder des Speyrer Ehrenbürgermeisters [[Franz Stützel|Franz Anton Stützel]]. Stützel besuchte das [[Humanistisches Gymnasium|humanistische Gymnasium]] in Speyer und studierte nach dem Abitur 1891 [[Rechtswissenschaft]]en in [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Erlangen]] und [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]]. Dort wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindungen [[KDStV Aenania München]] (1891), [[KAV Suevia Berlin]]  und [[KDStV Arminia Heidelberg]]. Zudem war er Gründungsmitglied der [[KDStV Trifels München]] und 1893 der KDStV Gothia Erlangen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB&amp;quot; /&amp;gt; Nach der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] und dem ersten Staatsexamen 1895 leistete er seinen [[Einjährig-Freiwilliger|einjährigen freiwilligen Militärdienst]] ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB&amp;quot; /&amp;gt; 1899 folgte das zweite Staatsexamen. Er arbeitete dann als [[Assessor]] im [[Landkreis Ebermannstadt|Bezirksamt Ebermannstadt]] sowie in [[Neustadt an der Weinstraße|Neustadt an der Haardt]]. 1902 heiratete er seine Frau Franziska geb. Wack, mit welcher er drei Söhne, Fritz (1903–1945), Otto (1904–1981), Herrmann (1905–1941) und eine Tochter Franziska (1914–2004) hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB&amp;quot; /&amp;gt; Der zweitälteste Sohn Otto war später Arzt in [[Bangkok]]. 1912 wurde Stützel Regierungsassessor bei der [[Regierung von Niederbayern]] in [[Landshut]] und 1914 Leiter (Bezirksamtmann) des [[Landkreis Vilshofen|Bezirksamts Vilshofen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er nahm am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil und war von 1914 bis 1916 [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] beim [[Stellvertretendes Generalkommando|stellvertretenden Generalkommando]] des [[III. Königlich Bayerisches Armee-Korps|III. bayerischen Armeekorps]] in [[Nürnberg]] und danach [[Major]] an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
1918 wurde er [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] im [[Bayerisches Staatsministerium des Innern und für Integration|bayerischen Innenministerium]], anschließend fungierte Stützel als Referent für Wohnungswesen im Ministerium für soziale Fürsorge. Im Jahr 1920 stieg er zum [[Ministerialrat]] auf und war 1921 kurzzeitig Staatskommissar für das Hilfswerk für die Opfer und Hinterbliebenen der [[Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes]]. Für seinen Einsatz verlieh ihm Oppau die [[Ehrenbürger]]würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtarchiv der Stadt Ludwigshafen am Rhein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Ludwigshafen am Rhein. Band 2. Vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Ludwigshafen am Rhein 2003, ISBN 3-924667-35-7, S. 982.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1924 ernannte ihn [[Bayerischer Ministerpräsident|Ministerpräsident]] [[Heinrich Held (Politiker)|Heinrich Held]] als Nachfolger von [[Franz Xaver Schweyer|Franz Schweyer]] zum [[Bayerisches Staatsministerium des Innern und für Integration|bayerischen Innenminister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seine Amtszeit fielen einige bedeutende Maßnahmen, darunter die Gemeindeordnung von 1927. Diese förderte den Ausbau der regionalen Selbstverwaltung mit einem neuen Kommunalwahlgesetz. Er reformierte das [[Polizei Bayern|Polizeiwesen]], initiierte ein bayerisches Ärztegesetz sowie umfassende Planungen zur Sicherung der Energieversorgung und zum Ausbau des bayerischen Staatsstraßennetzes. Er war der Gründer des Siedlungswerks Nürnberg. Stützel bekämpfte entschieden die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]. 1925 verhängte er ein [[Redeverbot]] gegen [[Adolf Hitler]], das erst im März 1927 aufgehoben wurde, und bemühte sich um dessen [[Ausweisung]]. Er verhinderte auch den von [[Wilhelm Frick]] und [[Rudolf Buttmann (Politiker, 1885)|Rudolf Buttmann]] unternommenen Versuch von [[Einbürgerung Adolf Hitlers|Hitlers Einbürgerung]]. 1930/31 erließ er ein Uniformverbot und verbot zeitweise [[Sturmabteilung|SA]] und [[Schutzstaffel|SS]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als am 9. März 1933 die [[Kabinett Held II|Regierung Held]] von den Nationalsozialisten für abgesetzt erklärt wurde, nahmen die neuen Machthaber an ihrem Gegner Rache. In der Nacht vom 9. auf den 10. März 1933 wurde er aus seiner Wohnung verschleppt und im Münchner [[Braunes Haus|Braunen Haus]] misshandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lina Heydrich]], die Ehefrau von [[Reinhard Heydrich]], der im Zweiten Weltkrieg für zahlreiche [[Kriegsverbrechen]] und [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] verantwortlich war, berichtete triumphierend über die Entmachtung der bayerischen Regierung in einem Brief am 13. März an ihre Eltern:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Höflich bekommt den Auftrag, mit einigen SS-Leuten den Innenminister Stützel zu verhaften. Erst weigert er sich, sein Bett zu verlassen, um mitzugehen. Als er bei der dritten Aufforderung nicht mitgeht, nehmen sie ihn so wie er ist und setzen ihn in das Auto – und auf ins [[Braunes Haus|Braune Haus]]. Die Gaudi könnt Ihr Euch vorstellen. In Socken und Nachthemd steht der Herr Innenminister in der Halle, umgeben von einer Menge SA und SS, die vor Lachen nicht wissen wohin. Dann kommen sie und treten dem weinenden Innenminister mit ihren schweren Stiefeln auf die große Zehe, daß er zwischen ihnen hopst von einem Bein aufs andere.&lt;br /&gt;
 |Autor=Die Chronik Bayerns&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Chronik Bayerns.&amp;#039;&amp;#039; Chronik Verlag, 3. Auflage, 1994, S. 482.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nunmehrige Privatmann Stützel flüchtete kurze Zeit nach [[Innsbruck]], kehrte aber zurück und lebte bis zu seinem Tod völlig zurückgezogen in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Dr. med. h. c. und Dr. med. vet. h. c. (München 1927 und 1928)&lt;br /&gt;
* Ehrenbürger von [[Ludwigshafen am Rhein|Oppau]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Karl-Stützel-Platz&amp;#039;&amp;#039; in München (seit 2017)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Laura Felbinger |url=https://www.hallo-muenchen.de/muenchen/mitte/schwabing-maxvorstadt-ort559046/karl-stuetzel-schilder-reichen-nicht-9549678.html |titel=Karl Stützel: Schilder reichen nicht |titelerg=Bushaltestelle soll auch umbenannt werden |werk=[[Hallo München]] |datum=2018-01-23 |sprache=de |abruf=2022-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Vanessa Hahn |url=https://www.tz.de/muenchen/stadt/maxvorstadt-ort43329/am-hauptbahnhof-neuer-platz-in-muenchen-erinnert-an-hitler-gegner-zr-9469496.html |titel=Am Hauptbahnhof: Neuer Platz erinnert an Hitler-Gegner |werk=[[tz]] |datum=2017-12-21 |sprache=de |abruf=2022-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wochenanzeiger.de/article/196513.html |titel=Neuer Platz in der Maxvorstadt |titelerg=»Karl-Stützel-Platz« erinnert an Innenminister und NSDAP-Gegner |werk=[[Münchner Wochenanzeiger#Internetportal „Wochenanzeiger München“|Wochenanzeiger München]] |datum=2017-10-19 |abruf=2022-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bayerischen Staatsminister des Innern]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Persönlichkeiten der Stadt Speyer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|637|638|Stützel, Karl|Oliver Braun|117358436}}&lt;br /&gt;
* Thomas Fürst: &amp;#039;&amp;#039;Karl Stützel. Ein Lebensweg in Umbrüchen: Vom Königlichen Beamten zum Bayerischen Innenminister der Weimarer Zeit (1924–1933).&amp;#039;&amp;#039; Verlag Peter Lang, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-631-53262-1.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sehepunkte.de/2008/10/13666.html Rezension von Oliver Braun]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Stefan Jelic: &amp;#039;&amp;#039;Karl Stützel und der Nationalsozialismus. Zur Auseinandersetzung des Bayerischen Innenministers mit der NSDAP in den Jahren 1930 bis 1933.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 63, 2000, S. 787–866 ([https://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00003255/images/index.html?id=00003255&amp;amp;groesser=&amp;amp;fip=193.174.98.30&amp;amp;no=&amp;amp;seite=115 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{AdR|117358436}}&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|117358436}}&lt;br /&gt;
* [https://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/stuetzel-karl &amp;#039;&amp;#039;Karl Stützel&amp;#039;&amp;#039;]. In: Bayerische Landesbibliothek Online&lt;br /&gt;
* Dirk Walter: [https://www.ovb-online.de/weltspiegel/bayern/mutiger-hitler-gegner-9401699.html &amp;#039;&amp;#039;Mutiger Hitlergegner&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Ovb-online.de]].&amp;#039;&amp;#039; 28. November 2017.&lt;br /&gt;
* Hans Hinterberger: [https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/innenminister-karl-stuetzel-der-mann-der-hitler-ausweisen-wollte/672630 &amp;#039;&amp;#039;Innenminister Karl Stützel – Der Mann, der Hitler ausweisen wollte&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Bayern 2]] (BR radioWissen, Podcast, 20:47 Min.).&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117358436}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
| AMT        = [[Bayerisches Staatsministerium des Innern und für Integration|Bayerischer Innenminister&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Freistaat Bayern (1918–1945))&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
| ZEIT       = 1924–1933&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER  = [[Franz Xaver Schweyer]]&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER = [[Adolf Wagner (Gauleiter)|Adolf Wagner]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117358436|LCCN=n2007082559|VIAF=77091267}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stutzel, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Ludwigshafen am Rhein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stützel, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stützel, Karl Konrad&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (BVP), langjähriger bayerischer Innenminister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Mai 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Speyer]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Juli 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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