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	<title>Karl Siegfried Bader - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Woldemar1958 am 27. Dezember 2025 um 18:43 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-27T18:43:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Siegfried Bader&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. August]] [[1905]] in [[Titisee-Neustadt|Waldau]]; † [[13. September]] [[1998]] in [[Zürich]]) war ein deutscher [[Jurist]] und [[Rechtshistoriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bader war der Sohn eines Hauptlehrers und wuchs in [[Geisingen]] bei [[Donaueschingen]] in ländlicher Umgebung auf. Im Jahre 1924 legte er auf dem [[Fürstenberg-Gymnasium Donaueschingen|dortigen Gymnasium]] sein Abitur ab. Er studierte an den Universitäten [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], [[Universität Wien|Wien]], [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg im Breisgau]] und wurde 1928 mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Das Schiedsverfahren in Schwaben vom 12. bis zum ausgehenden 16. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; an der Universität Freiburg zum [[Doktor der Rechte]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Anschließend arbeitete er einige Jahre im Justizdienst des Landes [[Baden (Land)|Baden]], wurde aber 1933 infolge der politischen Verhältnisse entlassen. Daher eröffnete Bader in Freiburg eine Anwaltskanzlei; dabei engagierte er sich stark für [[Juden]] und andere vom [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|NS-Staat]] Verfolgte. 1937 zog er sich von dieser politisch schwierigen Tätigkeit zurück. Von 1936 bis 1945 war Bader Leiter des [[Fürstenhaus Fürstenberg|Fürstlich-Fürstenbergischen]] [[Archiv]]s in Donaueschingen. Zwischen 1938 und 1952 war er Vorsitzender der Abteilung Geschichte im Donaueschinger [[Baarverein|Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar]] und als solcher verantwortlich für die 1940 und dann erst 1950 wieder erscheinenden Schriftenbände des Vereins. Im Jahre 1942 [[Habilitation|habilitierte]] er sich an der Universität Freiburg in [[Rechtsgeschichte]] und [[Kirchenrecht]]. Schon ein Jahr zuvor war er zum Militär einberufen worden, wo er als Schreiber und Verteidiger vor [[Militärgericht]]en tätig war. Im Juli 1945 kehrte er aus amerikanischer [[Kriegsgefangene|Kriegsgefangenschaft]] heim. Noch im selben Jahr wurde er von der [[Französische Besatzungszone|französischen Militärregierung]] zum [[Oberstaatsanwalt]] berufen und 1946 zum [[Generalstaatsanwalt]] am [[Oberlandesgericht Freiburg]] befördert. In dieser Funktion führte er unter anderem die Anklage gegen die Brandstifter der [[Alte Synagoge (Freiburg im Breisgau)|Freiburger Synagoge]] und den [[Matthias Erzberger|Erzberger]]-Mörder [[Heinrich Tillessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Enttäuschung über die Schwierigkeiten und Misserfolge bei der Strafverfolgung von NS-Tätern legte Bader 1951 sein Amt als Generalstaatsanwalt nieder. Er folgte stattdessen einem Ruf als Professor für Rechtsgeschichte an die [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz|Universität Mainz]]. 1953 übernahm er den Lehrstuhl für schweizerische und deutsche Rechtsgeschichte an der [[Universität Zürich]]. Dort blieb er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1975. Sein Forschungsschwerpunkt lag auf Rechtsgeschichte und [[Landesgeschichte]] besonders des [[Alemannische Dialekte|alemannischen]] Raums. Insgesamt hat Bader über 1100 Veröffentlichungen zu [[Strafrecht]], Rechts-, [[Verfassungsgeschichte|Verfassungs-]] und Landesgeschichte vorzuweisen. Er war Mitbegründer und Mitherausgeber der &amp;#039;&amp;#039;[[JuristenZeitung]]&amp;#039;&amp;#039;. Seit 1952 betreute er den Literaturteil der Germanistischen Abteilung der &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bader erhielt zahlreiche Ehrungen, u. a. 1985 das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuz 1. Klasse]] und die [[Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg|Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verdienstorden Baden-Württemberg|20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1972 wurde er [[Ehrendoktor]] der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]]. Im selben Jahr wurde er zum korrespondierenden Mitglied der [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]] gewählt. Er ist Ehrenbürger der Stadt [[Elzach]] und der Stadt [[Geisingen]], wo er auch beigesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche Südwesten in seiner territorialstaatlichen Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Koehler, Stuttgart 1950, Thorbecke, 2. Aufl., Sigmaringen 1978, ISBN 978-3-7995-6028-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Rechtsgeschichte des mittelalterlichen Dorfes.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände, Böhlau, Weimar 1957–1973,&lt;br /&gt;
** Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Das mittelalterliche Dorf als Friedens- und Rechtsbereich.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, 3. Aufl., Köln/Wien 1981, ISBN 978-3-412-06981-0;&lt;br /&gt;
** Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Dorfgenossenschaft und Dorfgemeinde.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, 2. Aufl., Köln/Wien/Graz 1974, ISBN 978-3-205-00014-3;&lt;br /&gt;
** Bd. 3: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsformen und Schichten der Liegenschaftsnutzung im mittelalterlichen Dorf. Mit Ergänzungen und Nachträgen zu den Teilen 1 und 2 der Studien zur Rechtsgeschichte des mittelalterlichen Dorfes.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln/Wien, Graz 1973, ISBN 978-3-205-07102-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Schriften zur Rechts- und Landesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Clausdieter Schott]] und [[Helmut Maurer (Historiker)|Helmut Maurer]], 3 Bände, Thorbecke, Sigmaringen 1983–1984.&lt;br /&gt;
* zusammen mit [[Gerhard Dilcher]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Rechtsgeschichte. Land und Stadt, Bürger und Bauer im alten Europa.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, ISBN 978-3-642-63677-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Online verfügbare Aufsätze:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Friedrich von Hundbiß, der letzte Obervogt der Reichenau, und seine „Historisch-Topographische Beschreibung der Insel Reichenau“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung]]&amp;#039;&amp;#039;, 78. Jg., 1960, S. 1–64 ([http://www.bodenseebibliotheken.eu/page?vgeb-j1960-t-A001 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Oberamtmann der Landgrafschaft Heiligenberg im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung&amp;#039;&amp;#039;, 84. Jg., 1966, S. 19–38 ([http://www.bodenseebibliotheken.eu/page?vgeb-j1966-t-A019 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Manngrab und Hofstatt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung&amp;#039;&amp;#039;, 92. Jg., 1974, S. 131–168 ([http://www.bodenseebibliotheken.eu/page?vgeb-j1974-t-A131 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Elsener]], [[Wilhelm Heinrich Ruoff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Karl Siegfried Bader. Rechtsgeschichte, Rechtssprache, Rechtsarchäologie, rechtliche Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; Schulthess, Zürich 1965.&lt;br /&gt;
* Walter Müller, [[Claudio Soliva]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zwei Jahrzehnte Rechtsgeschichte an der Universität Zürich. Die Betreuung des Faches zur Zeit des Zürcher Ordinariats von Karl S. Bader (1953–1975).&amp;#039;&amp;#039; Schulthess, Zürich 1975, ISBN 3-7255-1664-2.&lt;br /&gt;
* Claudio Soliva: &amp;#039;&amp;#039;Karl Siegfried Bader. 27.8.1905–13.9.1998&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zürcher Taschenbuch&amp;#039;&amp;#039; 120, 2000, S. 345–354 ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=zut-001%3A2000%3A120%3A%3A398 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Clausdieter Schott]]: &amp;#039;&amp;#039;Karl Siegfried Bader 1905–1998&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte]]. Germanistische Abteilung.&amp;#039;&amp;#039; 119, 2002, {{ISSN|0323-4045}}, S. 1–14.&lt;br /&gt;
* [[Angela Borgstedt]]: &amp;#039;&amp;#039;Karl Siegfried Baders Anwaltstätigkeit in der NS-Diktatur&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schau-ins-Land.&amp;#039;&amp;#039; 128, 2009, {{ISSN|1434-2766}}, S. 171–182.&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000003850|Karl S. Bader}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118505726}}&lt;br /&gt;
* [http://opac.regesta-imperii.de/lang_de/autoren.php?name=Bader%2C+Karl+Siegfried Schriften von Karl Siegfried Bader im Opac der Regesta Imperii]&lt;br /&gt;
* {{HLS|27013|Karl Siegfried Bader|Autor=Claudio Soliva}}&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/118505726/Bader+Karl+Siegfried Karl Siegfried Bader bei leo-bw, dem landeskundlichen Informationssystem Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
* [http://gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/personen/register/eintrag/b/karl-bader.html Karl Siegfried Bader] im Mainzer Professorenkatalog&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118505726|LCCN=n/84/35522|VIAF=7419944|NDL=00519726}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bader, Karl Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Oberlandesgericht Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (Deutsches Recht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalstaatsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archivar (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archivleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Ludwig-Maximilians-Universität München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Freiburg im Breisgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Titisee-Neustadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bader, Karl Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Rechtshistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. August 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Titisee-Neustadt|Waldau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. September 1998&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Woldemar1958</name></author>
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