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	<title>Karl Schnaase - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T22:27:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Schnaase&amp;diff=1004401&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schibo: /* Leben und Werk */ Link</title>
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		<updated>2026-02-21T14:50:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Werk: &lt;/span&gt; Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karl-Schnaase.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Karl Schnaase&amp;#039;&amp;#039;, Porträt von [[Eduard Steinbrück]] [[Datei:Signatur Karl Schnaase.PNG|rahmenlos|zentriert|klasse=skin-invert-image]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Porträt des Kunsthistorikers Carl Schnaase, 1861, vom Marie Wiegmann (1820–1893), Öl auf Leinwand, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie.jpg|mini|Carl Schnaase, 1861, [[Marie Wiegmann]], Öl auf Leinwand, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Schnaase&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. September]] [[1798]] als &amp;#039;&amp;#039;Carl Julius Ferdinand Schnaase&amp;#039;&amp;#039; in [[Danzig]]; † [[20. Mai]] [[1875]] in [[Wiesbaden]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]] und [[Kunsthistoriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Sein Vater, ein Kaufmannssohn, hatte Rechtswissenschaft studiert und zeit seines Lebens poetische und historische Studien betrieben. Da die Familie viel umherzog, wurde Schnaase zunächst von [[Hauslehrer]]n und dem Vater unterrichtet, dann erst besuchte er verschiedene Schulen in [[Berlin]]. Des Vaters Wunsch, ebenfalls Jurist zu werden, widersetzte er sich nicht. In dessen Todesjahr 1816 schrieb er sich in Berlin zum Jurastudium ein. Umgeben von ungeduldigen [[Kommilitone]]n in einer unruhigen Epoche, fand er keinen großen Gefallen am Fach, hörte jedoch pflichtschuldig seinen Professor [[Friedrich Carl von Savigny]]. Im folgenden Jahr wechselte er nach [[Heidelberg]] zu Professor [[Anton Friedrich Justus Thibaut]]. In der Neckarstadt beeindruckte ihn die Gemäldepräsentation „Sammlung Alt-, Nieder- und Oberdeutscher Gemälde“ im [[Palais Boisserée]]. An der juristischen Fakultät dagegen faszinierte ihn die [[Ästhetik]]-Vorlesung von [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel|Hegel]]. Im Herbst 1818 folgte Schnaase ihm nach Berlin, wo seine Mutter nach wie vor wohnte. Er belegte weiterhin rechtswissenschaftliche [[Seminar]]e, sein Herz gehörte jedoch den Anschauungen und [[Vorlesung]]en Hegels. In Berlin schloss er sich der neu gegründeten [[Berliner Burschenschaft Arminia|Berliner Burschenschaft]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Uta Motschmann |Titel=Handbuch der Berliner Vereine und Gesellschaften 1786–1815 |Verlag=de Gruyter |Ort=Berlin/München/Boston |Datum=2015 |ISBN=978-3-05-006015-6 |Seiten=737}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Juristenausbildung in Deutschland|juristischen Staatsexamen]] im Juli 1819 zogen Mutter und Sohn in die alte Heimat Danzig zurück. Eine Urlaubsreise nach [[Dresden]] verschaffte ihm neuerlichen Kunstgenuss, doch stand der berufliche Werdegang nun im Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Anstellung am Danziger Amtsgericht wurde Schnaase 1826 Gerichtsrat ([[Assessor]]) in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]], nach einer kurzen Zeit in [[Kwidzyn|Marienwerder]] 1829 [[Prokurator]] in [[Düsseldorf]] und anschließend Sekretär des [[Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen|Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen]], von 1840 bis 1848 dessen Vorsitzender, und Mitglied des Kuratoriums der [[Kunstakademie Düsseldorf]]. An der Etablierung der so genannten [[Düsseldorfer Malerschule]] war er durch seine zahlreichen Schriften maßgeblich beteiligt. Zwischen 1848 und 1856 bekleidete er eine Stelle als Ratsmitglied beim [[Preußisches Obertribunal|Preußischen Obertribunal]], dem Höchsten Gericht in Berlin. Seine Wohnung im Haus des Bildhauers [[Friedrich Drake]] nahe dem [[Großer Tiergarten|Tiergarten]] entwickelte sich zur Begegnungsstätte für Künstler und Kunsthistoriker. Er übernahm 1848 den Vorsitz im [[Verein der Kunstfreunde im preußischen Staat|Verein der Kunstfreunde im Preußischen Staate]]. Mit Vorträgen und Vereinsarbeiten erlangte er hohes Ansehen. 1857 ließ er sich [[Pension (Altersversorgung)|pensionieren]] und widmete sich fortan ausschließlich seinem kunsthistorischen Interesse, insbesondere konzentrierte er sich auf die [[christliche Kunst]]. So war er 1858 zusammen mit dem Theologen [[Carl Grüneisen]] und dem Maler [[Julius Schnorr von Carolsfeld]] Begründer und Mitherausgeber des [[Christliches Kunstblatt für Kirche, Schule und Haus|Christlichen Kunstblatts für Kirche, Schule und Haus]], das in [[Stuttgart]] verlegt wurde. Im selben Jahr bereiste er [[Italien]], das er mehr als 30 Jahre zuvor erstmals ausgiebig besucht hatte. [[Belgien]] und [[Österreich]] waren 1860 beziehungsweise 1861 sein Ziel. In Österreich entstand ein enger Kontakt zur [[Wiener Schule der Kunstgeschichte]]. Daraus ergab sich, dass Schnaase 1862 einen Aufsatz zur Geschichte der österreichischen Malerei im 15. Jahrhundert in deren Publikationsorgan veröffentlichte, der eine gewisse Bedeutung erlangen sollte. Des Weiteren besuchte er im Alter, inzwischen in Wiesbaden ansässig, 1869 die 1. Internationale Kunstausstellung im [[Glaspalast München|Münchener Glaspalast]] sowie im Oktober 1871 die [[Hans Holbein der Jüngere|Hans-Holbein]]-Ausstellung im [[Zwinger (Dresden)|Dresdner Zwinger]]. 1875 verstarb der seit langem gesundheitlich angeschlagene Schnaase in Wiesbaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank seiner [[Philosophie|philosophischen]] Begabung und seines historischen Blickes wurde Schnaase einer der Begründer der wissenschaftlichen Kunststudien in Deutschland. Neben seinem Hauptwerk, der weltkulturellen &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der bildenden Künste&amp;#039;&amp;#039; (acht Bände, 1843–1864), verfasste er &amp;#039;&amp;#039;Niederländische Briefe&amp;#039;&amp;#039; (1834), eine formal Reisehandbüchern nachgestaltete philosophische (die Architektur einbeziehende) Kunstbetrachtung, die zur Wiederentdeckung der Kunstlandschaften Hollands und Belgiens beitrug und auf die auch [[Baedeker-Reiseführer|Baedeker]] in seinen frühen Reiseführern für Belgien und Holland hinwies,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Belgien und Holland. Handbuch für Reisende&amp;#039;&amp;#039;. Karl Baedeker Verlag, Coblenz 1863, 8. Auflage, S. IV.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie eine Reihe kürzerer Schriften. Ideengeschichtlich steht sein Werk in der Tradition der universalhistorischen Kunstbetrachtung, die damals insbesondere von der Berliner Schule der Kunstgeschichte, so von dem mit Schnaase befreundeten [[Franz Kugler (Historiker)|Franz Kugler]], geprägt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn#Philosophische Fakultät|philosophische Universität Bonn]] verlieh Schnaase die Doktorwürde, den [[Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst|Maximiliansorden]] erhielt er zusätzlich von König [[Maximilian II. Joseph|Maximilian von Bayern]] (1869) und die Berliner [[Akademie der Künste (Berlin)|Akademie der Künste]] ernannte ihn 1853 zum Ehrenmitglied. Die [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique]] (Classe des Beaux-Arts) nahm ihn 1866 als assoziiertes Mitglied auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/karl-schnaase/| titel=Académicien décédé: Karl Schnaase| hrsg=Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique| abruf=2024-02-09| sprache=f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1869 wurde er zum auswärtigen Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] gewählt. Das französische &amp;#039;&amp;#039;Journal des beaux-arts et de la littérature&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete ihn in einem Nachruf als einen der bestinformierten Kunsthistoriker aller Zeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bd. 17 (1875), S. 120: &amp;quot;un des plus savants historiens de l&amp;#039;art qui aient existé&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnaase wurde auf dem [[Alter Friedhof (Wiesbaden)|Alten Friedhof]] in Wiesbaden beerdigt; das Grab existiert nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Schnaase: &amp;#039;&amp;#039;Niederländische Briefe&amp;#039;&amp;#039;. (Nachdr. der Ausg. Stuttgart, Tübingen, Cotta, 1834 / mit einer Einl. und einem Themenverz. hrsg. von Henrik Karge) Hildesheim 2010, ISBN 978-3-487-13434-5.&lt;br /&gt;
* Henrik Karge: &amp;#039;&amp;#039;Franz Kugler und Karl Schnaase – zwei Projekte zur Etablierung der „Allgemeinen Kunstgeschichte“&amp;#039;&amp;#039;. In: Michel Espagne, Bénédicte Savoy, Céline Trautmann-Waller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Franz Theodor Kugler. Deutscher Kunsthistoriker und Berliner Dichter&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2010, S. 83–104.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Cortjaens]]: &amp;#039;&amp;#039;Modelllandschaft Rhein-Maas? Topographische und kulturpolitische Ordnungskriterien in der preußischen Kunstgeschichte des Vormärz: Karl Schnaase, Franz Kugler und Franz Mertens und die Konstruktion nationaler und regionaler „Schulen“&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang Cortjaens, Jan De Maeyer, Tom Verschaffel: &amp;#039;&amp;#039;Historism and Cultural Identity in the Rhine Meuse Region. Tensions between Regionalism and Nationalism in the 19th Century&amp;#039;&amp;#039;. Leuven University Press, 2008, ISBN 978-90-5867-666-5, S. 95–111.&lt;br /&gt;
* Henrik Karge: &amp;#039;&amp;#039;Karl Schnaase. Die Entfaltung der wissenschaftlichen Kunstgeschichte im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kunsthistorische Arbeitsblätter&amp;#039;&amp;#039;, 2001, Heft 7/8, S. 87–100.&lt;br /&gt;
* Udo Kultermann: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Prestel-Verlag, München 1996, ISBN 3-7913-1056-9, S. 94–95.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=P[eter] B[etthausen]&lt;br /&gt;
   |Titel=Schnaase, Karl&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Metzler-Kunsthistoriker-Lexikon&lt;br /&gt;
   |WerkErg=210 Porträts deutschsprachiger Autoren aus vier Jahrhunderten&lt;br /&gt;
   |Auflage=2., aktualisierte und erweiterte&lt;br /&gt;
   |Verlag=J.B. Metzler&lt;br /&gt;
   |Ort=Stuttgart / Weimar&lt;br /&gt;
   |Datum=2007&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-476-02183-0&lt;br /&gt;
   |Seiten=388–391}}&lt;br /&gt;
* Gabriele Bickendorf: &amp;#039;&amp;#039;Die „Berliner Schule“: Carl Friedrich von Rumohr (1785–1843), Gustav Friedrich Waagen (1794–1868), Karl Schnaase (1798–1875) und Franz Kugler (1808–1858).&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Pfisterer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klassiker der Kunstgeschichte. Von Winckelmann bis Warburg.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54802-4, S. 46–61 ([http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/520/ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{NordFamilje |Lemma= |Auflage=2 |Band=24 |Spalte=1134}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|32|66|73|Schnaase, Karl|[[Lionel von Donop]]|ADB:Schnaase, Karl}}&lt;br /&gt;
* [http://www.arthistoricum.net/themen/themenportale/geschichte-der-kunstgeschichte/quellen-zur-geschichte-der-kunstgeschichte-digital/carl-schnaase-1798-1875/ Carl Schnaase] bei arthistoricum.net – Wissenschaftshistorischer Kontext und digitalisierte Werke im Themenportal „Geschichte der Kunstgeschichte“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100267904|LCCN=no2012033031|VIAF=74194170}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schnaase, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (deutsche Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Preußisches Obertribunal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Archäologischen Gesellschaft zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1798]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schnaase, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schnaase, Carl Julius Ferdinand (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Kunsthistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. September 1798&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Danzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Mai 1875&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schibo</name></author>
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