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	<title>Karl Schiller - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Phi: Ergänzungen und Belege</title>
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		<updated>2026-03-02T18:25:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzungen und Belege&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F029983-0017, Bonn, SPD-Pressekonferenz, Karl Schiller (crop).jpg|mini|Karl Schiller, 1969]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl August Fritz Schiller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. April]] [[1911]] in [[Breslau]]; † [[26. Dezember]] [[1994]] in [[Hamburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Wissenschaftler]] und [[Politiker]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]). Er war von 1966 bis 1972 erster [[Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie|Bundesminister für Wirtschaft]] der SPD und von 1971 bis 1972 zusätzlich [[Bundesministerium der Finanzen|Bundesminister der Finanzen]]. Er war federführend an der Entstehung des [[Stabilitäts- und Wachstumsgesetz]]es mit seinen im „[[Magisches Viereck|Magischen Viereck]]“ dargestellten Zielen beteiligt. Außerdem war er Initiator der [[Konzertierte Aktion (Wirtschaft)|konzertierten Aktion]]. Weil er der [[Globalsteuerung]] in Deutschland eine gesetzliche Grundlage gab, wird er häufig zusammen mit [[Ludwig Erhard]] als bedeutendster [[Wirtschaftspolitik]]er der Nachkriegszeit benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Karl Schiller wuchs in einfachen Verhältnissen bei seiner alleinerziehenden Mutter Marie Schiller († 1958) auf, die als Sekretärin und Haushaltshilfe arbeitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hamburgerpersoenlichkeiten.de/hamburgerpersoenlichkeiten/login/person.asp?reqid=1065 &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. Karl August Fritz Schiller&amp;#039;&amp;#039;] auf &amp;#039;&amp;#039;hamburgerpersoenlichkeiten.de&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater  Carl Schiller (* 1885) war Ingenieur, er arbeitete zunächst bei [[Siemens]], später bei der [[Howaldtswerke-Deutsche Werft|Howaldt-Werft]], zuletzt in [[Hamburg]]. Karl Schiller war viermal verheiratet. Aus der ersten Ehe (Hamburg, 1938–1949) mit Lise-Lotte (* 1916) gingen die Töchter Barbara (* 1940) und Bettina (* 1945) hervor. Seine dritte Tochter Christa (* 1952) und sein Sohn Tonio (* 1956) entstammen der Ehe (Hamburg, 1951–1969) mit Annemarie (* 1921). Von 1971 bis 1974 war er mit [[Etta Schiller]] (* 1933), der Tochter des Mediziners und Standespolitikers [[Paul Eckel]], verheiratet. Die promovierte Juristin, die als Oberregierungsrätin und Leiterin eines Kölner Finanzamtes arbeitete, nahm gerade in Schillers Zeit als [[Superminister]] großen Einfluss auf ihn und seine Politik, was als Grund für den Verlust seines innerparteilichen Rückhaltes gilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel-13507393&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=13507393 |Titel=Frauen: Dolch im Mund |Jahr=1990 |Nr=8 |Seiten=114}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine vierte Ehe schloss er 1976 in [[Jesteburg]] mit Vera-Sylvia Gutzat (* 1936, † 1995).&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|22|736|765|Schiller, Karl August Fritz|Heiko Körner|118607634}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof des Jesteburger Ortsteils Reindorfer Osterberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;abendblatt-107236248&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.abendblatt.de/hamburg/harburg/article107236248/100-Jahre-Jesteburgs-Osterberg-feiert.html |titel=100 Jahre – Jesteburgs Osterberg feiert |autor=Adolf Brockmann |werk=[[Hamburger Abendblatt|abendblatt.de]] |datum=2007-05-11 |zugriff=2017-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Abitur]] an der [[Hebbelschule (Kiel)|Hebbelschule]] in [[Kiel]] absolvierte Schiller ab 1931 ein Studium der [[Volkswirtschaftslehre]] und der [[Rechtswissenschaft]] in [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]], [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt|Frankfurt am Main]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]], das er 1935 als [[Diplom-Volkswirt]] und mit der [[Promotion  (Doktor)|Promotion]] zum [[Doktor|Dr.&amp;amp;nbsp;rer.&amp;amp;nbsp;pol.]] über das Thema „[[Arbeitsbeschaffung]] und Finanzordnung in Deutschland“&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit-1970-02-06&amp;quot;&amp;gt;[http://www.zeit.de/1970/06/karl-schiller-dr-rer-pol &amp;#039;&amp;#039;Wie sie „Dr.“ wurden (XIV): Karl Schiller, Dr. rer. pol.&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 6/1970&amp;lt;/ref&amp;gt; beendete. Während seines Studiums wurde er von der [[Studienstiftung des deutschen Volkes]] gefördert. Von 1935 bis 1941 war er Leiter einer Forschungsgruppe am [[Institut für Weltwirtschaft#Zeit des Nationalsozialismus|Kieler Institut für Weltwirtschaft]]. Die dort damals erstellten Gutachten dienten kurzfristig aktuellen [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Expansionsplänen und längerfristig Plänen für eine „[[Großraumwirtschaft]]“ in den noch zu erobernden Gebieten und waren damit ein Bestandteil der NS-Kriegsführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 wurde Schiller mit der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Marktregulierung und Marktordnung in der Weltagrarwirtschaft&amp;#039;&amp;#039; [[Habilitation|habilitiert]]. Von 1941 bis 1945 nahm er als Soldat am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teil. Er erhielt als Oberleutnant das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz 2.&amp;amp;nbsp;Klasse]] und das [[Kriegsverdienstkreuz (1939)|Kriegsverdienstkreuz 2.&amp;amp;nbsp;Klasse mit Schwertern]] für seine Verdienste im [[Heeresgruppe Nord#2. Formation|Nordabschnitt der Ostfront]] bei der Heeresnachrichtentruppe. 1947 nahm er einen Ruf der [[Universität Hamburg]] an und erhielt hier die [[Professur]] (den Lehrstuhl) für Wirtschaftstheorie. Schiller zählte zu den Wegbereitern der 1948 gegründeten [[Akademie für Gemeinwirtschaft]]. Von 1956 bis 1958 amtierte er außerdem als [[Rektor]] der Universität Hamburg. Er war 1948 Gründungsmitglied des Wissenschaftlichen Beirats bei der Verwaltung für Wirtschaft des [[Bizone|Vereinigten Wirtschaftsgebietes]], dem Vorläufer des 1949 etablierten [[Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft|Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.de/books?id=sME7DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA1945 Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Sammelband der Gutachten von 1987 bis 1997.]&amp;#039;&amp;#039; Lucius &amp;amp; Lucius, Stuttgart 2008, S. A5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politischer Werdegang ==&lt;br /&gt;
1931 trat Schiller zunächst in den [[Sozialistischer Hochschulbund|Sozialistischen Hochschulbund]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitgliedschaften im Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ der Nationalsozialisten war er von Juni 1933 bis 1938 Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]]. Zum 1. Mai 1937 trat Schiller in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 4.663.250),&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|17|8134}} vom 14. Dezember 2011: Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der Fraktion Die Linke ea.: „Umgang mit der NS-Vergangenheit“&amp;lt;/ref&amp;gt; in der er 1938 [[Politischer Leiter]] der [[Kiel]]er [[NSDAP-Ortsgruppe|Ortsgruppe]] &amp;#039;&amp;#039;[[Klaus Groth]]&amp;#039;&amp;#039; wurde. Im Rahmen seines Studiums und seiner Lehrtätigkeit trat Schiller zusätzlich als Mitglied in folgende NS-Organisationen ein: ab Juni 1933: [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund]] (bis 1935), ab 1934: [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|NS-Rechtswahrerbund]] (Mitglieds-Nr. 82.421), ab 4. Mai 1939: [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NS-Dozentenbund]] (Mitglieds-Nr. 4981).&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Hochstätter: &amp;#039;&amp;#039;Karl Schiller – eine wirtschaftspolitische Biografie.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Hannover 2006, [http://edok01.tib.uni-hannover.de/edoks/e01dh06/510331297.pdf uni-hannover.de] (PDF; 2,0&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dokumente im Faksimile abgedruckt in: [[Nationale Front (DDR)|Nationalrat der Nationalen Front der DDR]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Graubuch – Expansionspolitik und Neonazismus in Westdeutschland&amp;#039;&amp;#039; (2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Seiten 208–211) (Staatsverlag der DDR, Berlin 1967)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben bestätigt durch [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Zweite aktualisierte Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S.&amp;amp;nbsp;534.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Schillers Einberufung zur [[Wehrmacht]] erlosch seine Mitgliedschaft in der NSDAP.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Heinze: &amp;#039;&amp;#039;Identität und Geschichte in autobiographischen Lebenskonstruktionen. Jüdische und nicht-jüdische Vergangenheitsbearbeitungen in Ost- und Westdeutschland&amp;#039;&amp;#039;. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-15841-9, S. 494, Anm. 689.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laufbahn in der Bundesrepublik ===&lt;br /&gt;
Von 1946 bis 1957 war er für die SPD Mitglied der [[Hamburgische Bürgerschaft|Hamburgischen Bürgerschaft]]. Von 1965 bis 1972 war er [[Mitglied des Deutschen Bundestages]]. Hier war er von 1965 bis 1966 stellvertretender Vorsitzender der SPD-[[Fraktion (Bundestag)|Bundestagsfraktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1953 war er [[Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation|Senator für Wirtschaft und Verkehr]] der Freien und Hansestadt Hamburg. Von 1961 bis 1965 war er im Senat des [[Regierender Bürgermeister|Regierenden Bürgermeisters]] [[Willy Brandt]] [[Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe|Senator für Wirtschaft]] in [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F029983-0015, Bonn, SPD-Pressekonferenz, Schmidt, Schiller.jpg|mini|links|Karl Schiller (rechts) mit Helmut Schmidt, 1969]]&lt;br /&gt;
Dem Kabinett der [[Große Koalition|Großen Koalition]] unter [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Kurt Georg Kiesinger]] gehörte er ab dem 1. Dezember 1966 als Bundesminister für Wirtschaft an. In dieser Zeit prägte er den Begriff der [[Ablaufpolitik]]. Er arbeitete in dieser Zeit eng mit dem Bundesfinanzminister [[Franz Josef Strauß]] zusammen. Beide erhielten daraufhin in der Öffentlichkeit den Spitznamen [[Plisch und Plum]] (nach [[Wilhelm Busch]]). Mit ihm gemeinsam setzte Schiller das [[Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft]] und ein [[Keynesianismus|keynesianisches]] [[Konjunkturpolitik|Konjunkturprogramm]] durch, mit dem die [[Rezession]] des Jahres 1966 rasch überwunden wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Ulrich Wehler]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gesellschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;5: &amp;#039;&amp;#039;Bundesrepublik und DDR 1949–1990&amp;#039;&amp;#039;. C.H. Beck, München 2008, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ersten Kabinett von Bundeskanzler Willy Brandt gehörte er wiederum als Bundesminister für Wirtschaft an. Nach dem Rücktritt des Bundesfinanzministers [[Alex Möller]] am 13. Mai 1971 wurde er zum Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen ernannt und fungierte als „Superminister“. Von beiden Ämtern trat er am 7. Juli 1972 zurück und schied damit aus der [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] aus. Anlass dafür war die Währungs- und Finanzpolitik: Der Ausweitung der Staatsausgaben seit Antritt der sozialliberalen Koalition stand keine entsprechende Ausweitung der Einnahmen gegenüber, da Steuererhöhungen unpopulär waren. Stattdessen wurde der Haushalt durch [[Staatsverschuldung]] gedeckt, was aber die [[Inflation]] anheizte. Im Mai 1972 sprach sich Schiller gegen eine weitere [[Nettokreditaufnahme]] aus, was zu Kritik innerhalb der Partei und namentlich von [[Helmut Schmidt]] führte, der ihm kurz darauf im Amt des Finanzministers nachfolgte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Görtemaker]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Bundesrepublik. Von der Gründung bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 1999, ISBN 3-406-45846-7, S. 567–571; [[Henning Köhler (Historiker)|Henning Köhler]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland auf dem Weg zu sich selbst. Eine Jahrhundertgeschichte&amp;#039;&amp;#039; Hohenheim, Stuttgart 2002, S. 590 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Rücktrittsbrief vom 2. Juli 1972 warf er dem Bundeskanzler vor, ihn nicht mehr zu unterstützen, und Kollegen aus dem Kabinett, dass sie ihre Einzelinteressen nicht gegenüber einer gemeinsamen Strategie der Sozialdemokraten zurückstellen wollten. Diese ständigen Konflikte seien insbesondere wegen der Belastung des Doppelamtes als Wirtschafts- und Finanzminister nicht mehr für ihn tragbar gewesen: {{Zitat|Es gibt aber auch für mich Grenzen – diese sind gegeben, wenn ich der auf meinem Amt beruhenden Verantwortung diesem Staat und seinen Bürgern gegenüber nicht mehr gerecht werden kann, weil ich nicht unterstützt bzw. sogar daran gehindert werde.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/1972/29/dokumente-der-woche &amp;#039;&amp;#039;Dokumente der Woche&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 29/1972; vgl. jedoch auch zum Brief: {{Der Spiegel|ID=42854095|Titel=Das ist nicht meine Unterschrift |Jahr=1972 |Nr=31 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig später verließ Schiller auch die SPD, trat ihr 1980 jedoch wieder bei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|22|763|765|Schiller, Karl August Fritz|Heiko Körner|118607634}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Senate und Kabinette ===&lt;br /&gt;
* [[Senat Brauer I]] Hamburg 1948–1950 Behörde für Wirtschaft und Verkehr&lt;br /&gt;
* [[Senat Brauer II]] Hamburg 1950–1953 Behörde für Wirtschaft und Verkehr&lt;br /&gt;
* [[Senat Brandt II]] Berlin 1959–1963 Senator für Wirtschaft&lt;br /&gt;
* [[Senat Brandt III]] Berlin 1963–1965 Senator für Wirtschaft&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Kiesinger]] 1966–1969 Bundeswirtschaftsminister&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Brandt I]] 1969–1972 Bundeswirtschaftsminister, Bundesfinanzminister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Positionen ===&lt;br /&gt;
1972 beteiligte er sich gemeinsam mit [[Ludwig Erhard]] an einer Anzeigenkampagne der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]], in der beide als „Hüter der Marktwirtschaft“ auftraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Schiller war Mitunterzeichner des eurokritischen Manifests &amp;#039;&amp;#039;[[Die währungspolitischen Beschlüsse von Maastricht: Eine Gefahr für Europa]]&amp;#039;&amp;#039; (1992).&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Liste der Unterzeichner bei der &amp;#039;&amp;#039;[http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=20212 Online-Wiedergabe des Manifests]&amp;#039;&amp;#039; im wirtschaftswissenschaftlichen [[Blog]] &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftliche Freiheit&amp;#039;&amp;#039;, Blogeintrag vom 11. Dezember 2016; abgerufen am 12. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
1973 war Schiller Preisträger der [[Alexander-Rüstow-Plakette]]. 1983 wurde Schiller Ehrensenator der [[Universität Hamburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Ehrensenatorinnen und Ehrensenatoren der Universität Hamburg |url=https://www.uni-hamburg.de/uhh/auszeichnungen/ehrungen-der-universitaet.html |wayback=20151208065747}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Hamburger Senat verlieh ihm 1986 die [[Bürgermeister-Stolten-Medaille]]. Das [[Institut für Weltwirtschaft]] Kiel zeichnete ihn 1989 mit der [[Bernhard-Harms-Medaille]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IfW_Bernhard-Harms-Medaille&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ifw-kiel.de/das-ifw/preise-und-auszeichnungen/bernhard-harms-medaille |titel=Bernhard-Harms-Medaille |hrsg=[[Institut für Weltwirtschaft|ifw-kiel.de]] |zugriff=2013-06-15 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140413144021/http://www.ifw-kiel.de/das-ifw/preise-und-auszeichnungen/bernhard-harms-medaille |archiv-datum=2014-04-13   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1991 wurde Schiller mit dem [[Bundesverdienstkreuz|Großen Bundesverdienstorden]] mit Stern und Schulterband ausgezeichnet. 1999 wurden die „Kaufmännische Schulen II“ der Stadt [[Dortmund]] in [[Karl-Schiller-Berufskolleg]] umbenannt. 1992 wurde er zum Ehrendoktor der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www1.wiwi.uni-muenster.de/fakultaet/organisation/ehrendoktoren/index.php |titel=Ehrendoktoren der Fakultät |archiv-url=https://web.archive.org/web/20121230221048/http://www1.wiwi.uni-muenster.de/fakultaet/organisation/ehrendoktoren/index.php |archiv-datum=2012-12-30 |zugriff=2015-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsbeschaffung und Finanzordnung in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Junker und Dünnhaupt, Berlin 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marktregulierung und Marktordnung in der Weltagrarwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Habilitationsschrift. Fischer, Jena 1940 (Probleme der Weltwirtschaft; 67).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aufgaben und Versuche: zur neuen Ordnung von Gesellschaft und Wirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Reden und Aufsätze. Hansischer Gildenverlag, Hamburg 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Betrachtungen zur Geld- und Konjunkturpolitik.&amp;#039;&amp;#039; J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1984 (Vorträge und Aufsätze / Walter-Eucken-Institut; 102).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Möglichkeiten und Grenzen der sozialen Marktwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Reinhard Appel im Gespräch mit Professor Dr. Karl Schiller. Hess. Sparkassen- u. Giroverband, Frankfurt am Main 1989.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der schwierige Weg in die offene Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Kritische Anmerkungen zur deutschen Vereinigung. Siedler, Berlin 1994.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wachstum, Stabilität, Gleichgewicht.&amp;#039;&amp;#039; Vorträge, Reden, Aufsätze. Mit Würdigungen von [[Peer Steinbrück]] und Klaus von Dohnanyi. Hrsg. von Detlef W. Prinz. [Karl-Schiller-Stiftung e.&amp;amp;nbsp;V.], Keyser, Leipzig 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Uwe Bahnsen (Journalist)|Uwe Bahnsen]]: &amp;#039;&amp;#039;Karl Schiller&amp;#039;&amp;#039;. Ellert &amp;amp; Richter, Hamburg 2008. ISBN 978-3-8319-0325-2.&lt;br /&gt;
* [[Michael Buddrus]], Sigrid Fritzlar: &amp;#039;&amp;#039;Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. Ein biographisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. München 2007. S. 348–350 [https://open.ifz-muenchen.de/entities/reihenband/5619ae23-6931-4c56-a564-3da8688d5919 online]&lt;br /&gt;
* Matthias Hochstätter: &amp;#039;&amp;#039;Karl Schiller – eine wirtschaftspolitische Biografie.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Hannover 2006, [http://edok01.tib.uni-hannover.de/edoks/e01dh06/510331297.pdf uni-hannover.de] (PDF; 2,0&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|763|765|Schiller, Karl August Fritz|Heiko Körner|118607634}}&lt;br /&gt;
* [[Torben Lütjen]]: &amp;#039;&amp;#039;Karl Schiller (1911–1994). „Superminister“ Willy Brandts.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Bonn 2007, ISBN 978-3-8012-4172-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 politisch tätig waren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118607634}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/015535}}&lt;br /&gt;
* {{CPR|118607634|Karl Schiller}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=karl-schiller|Autor=Regina Haunhorst, Irmgard Zündorf}}&lt;br /&gt;
* [http://www.karl-schiller-stiftung.de/ Karl-Schiller-Stiftung]&lt;br /&gt;
* {{Zeugen des Jahrhunderts |Zeitzeuge= |Interviewer=[[Dieter Balkhausen]] |ID=9juJRE30HdY |Datum=24. April 1986 |Teil= |Laufzeit=1:01:24 |hm= }}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/614c17e7-a68a-4d09-bc4b-4a486870c28a/ Nachlass Bundesarchiv N 1229]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Bundeswirtschaftsminister&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118607634|LCCN=n/85/12497|VIAF=110009514}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schiller, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsminister (Bundesrepublik Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzminister (Bundesrepublik Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berliner Bundestagsabgeordneter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Senator (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftssenator (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsminister (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsminister (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Universität Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Universität Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSRB-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberleutnant (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Münster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ludwig-Erhard-Preises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schiller, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Schiller, Karl August Fritz (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD), MdHB, MdB, Bundesminister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. April 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Dezember 1994&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phi</name></author>
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