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	<title>Karl Scheurer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Helveticat-Link ergänzt; form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl Scheurer.jpg|mini|Karl Scheurer (ca. 1920)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Scheurer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. September]] [[1872]] in [[Sumiswald]]; † [[14. November]] [[1929]] in [[Bern]], [[Bürgerort|heimatberechtigt]] in [[Erlach BE|Erlach]]) war ein [[Schweiz]]er [[Politiker]] ([[Freisinnig-Demokratische Partei|FDP]]). Von 1901 bis 1910 gehörte er dem [[Grosser Rat (Bern)|Grossen Rat]] des [[Kanton Bern|Kantons Bern]] an. Anschliessend war er bis 1919 [[Regierungsrat (Bern)|Regierungsrat]], wobei er in seinen fünf ersten Amtsjahren der Justiz- und Militärdirektion und danach der Finanzdirektion vorstand. Parallel dazu war er von 1911 bis 1919 im [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] vertreten. Schliesslich wurde er im Dezember 1919 in den [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] gewählt und leitete von 1920 bis zu seinem Tod das [[Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport|Militärdepartement]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Studium und Beruf ===&lt;br /&gt;
Scheurer war das zweitälteste Kind des bekannten Politikers [[Alfred Scheurer]] und von Verena Grossenbacher; seine Schwester  Anna (* 1871; † 4. September 1966) war mit [[Otto Kellerhals (Direktor, 1901)|Otto Kellerhals]], Direktor der Schweizer Alkoholverwaltung, verheiratet. Nachdem der Vater 1878 in den [[Regierungsrat des Kantons Bern|Regierungsrat]] gewählt worden war, zog die Familie nach [[Bern]]. 1882 übersiedelten die Scheurers nach [[Gampelen]], wo sie einen Bauernhof mit Rebberg besassen. Karl Scheurer absolvierte die Oberstufe im benachbarten [[Ins BE|Ins]]. Später lebte er bei seinem Onkel, einem Tierarzt, in [[Burgdorf BE|Burgdorf]], wo er das Gymnasium besuchte. 1892 begann er [[Rechtswissenschaft]] an der [[Universität Bern]] zu studieren. Er trat der [[Schweizerischer Zofingerverein|Zofingia]] bei und präsidierte diese Studentenverbindung mehrere Jahre lang. Das Studium schloss er nach acht Semestern mit dem [[Anwaltschaft in der Schweiz|Anwaltspatent]] ab. Nach kurzen Praktika in Burgdorf und [[Pruntrut]] eröffnete er 1897 seine eigene Anwaltskanzlei in Bern. Als 27-Jähriger wurde er stellvertretender Richter am Berner [[Obergericht (Schweiz)|Obergericht]]. Im Militär hatte er den Rang eines [[Oberstleutnant]]s und kommandierte bis 1915 eine [[Haubitze]]n-Abteilung.&amp;lt;ref&amp;gt;Böschenstein: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 301.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantons- und Bundespolitik ===&lt;br /&gt;
Seine politische Karriere begann Scheurer im Jahr 1901 mit der Wahl in den [[Grosser Rat (Bern)|Grossen Rat]], wo er den [[Amtsbezirk Erlach]] vertrat und der FDP-Fraktion angehörte. 1909 amtierte er als Vizepräsident des Grossen Rates. Im Jahr 1910 folgte die Wahl in den [[Regierungsrat des Kantons Bern|Regierungsrat]], woraufhin er die Leitung der Justiz- und Militärdirektion übernahm. Scheurer leitete zahlreiche Reformen in die Wege. Dazu gehörten die Ausführungsbestimmungen zum neuen [[Zivilgesetzbuch (Schweiz)|Zivilgesetzbuch]], eine neue [[Zivilprozessordnung (Schweiz)|Zivilprozessordnung]] und ein neues Eisenbahnrecht. In enger Zusammenarbeit mit [[Otto Kellerhals (Direktor, 1870)|Otto Kellerhals]] reformierte er den [[Strafvollzug]]. Mit einer Verwaltungsreform stellte er eine rasche Mobilmachung im Kriegsfall sicher.&amp;lt;ref&amp;gt;Böschenstein: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 301–302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1913 amtierte Scheurer als Präsident des Regierungsrates, 1915 übernahm er die Finanzdirektion. [[Von Amts wegen]] war er nun gleichzeitig Bankrat der [[Berner Kantonalbank]] und Direktionsmitglied der [[Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn]], ausserdem war er Mitglied der Expertenkommission für die Kriegsgewinnsteuer. Parallel zu seinem Exekutivmandat war er bei den [[Schweizer Parlamentswahlen 1911|Parlamentswahlen 1911]] in den [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] gewählt worden und vertrat daraufhin den [[Nationalratswahlkreis Bern-Seeland|Wahlkreis Bern-Seeland]]. Dieses Amt behagte ihm nicht, weshalb er 1917 auf eine erneute Kandidatur verzichten wollte. Seine Parteikollegen überredeten ihn, nochmals zu kandidieren. 1919 gab er das Nationalratsmandat endgültig ab, da er sich nicht gemäss dem neu eingeführten [[Verhältniswahl|Proporzwahlrecht]] zur Wahl stellen wollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scheurer202&amp;quot;&amp;gt;Böschenstein: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 302.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von [[Eduard Müller (Politiker, 1848)|Eduard Müller]] am 9.&amp;amp;nbsp;November 1919 galt Scheurer als aussichtsreichster Kandidat für dessen Nachfolge im [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]]. Von verschiedenen Seiten wurde er hartnäckig zu einer Kandidatur gedrängt – von den Katholisch-Konservativen, den Liberalen und den Freisinnigen. Er selbst strebte dieses Amt nicht an, liess sich aber von Bauernführer [[Rudolf Minger]] überzeugen und stimmte eher widerwillig zu. Bei der Bundesratswahl am 11.&amp;amp;nbsp;Dezember 1919 erhielt Scheurer bereits im ersten Wahlgang 155 von 193 gültigen Stimmen; auf den früheren FDP-Parteipräsidenten [[Emil Lohner]] entfielen 20 Stimmen, auf weitere Personen 18 Stimmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;scheurer202&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrat ===&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1920 übernahm Scheurer das [[Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport|Militärdepartement]]. In den folgenden Jahren trug er wesentlich zur Modernisierung der Militärtechnik bei. Er konnte das Volk davon überzeugen, eine von den [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|Sozialdemokraten]] eingereichte [[Volksinitiative (Schweiz)|Volksinitiative]] zur Abschaffung der [[Militärjustiz (Schweiz)|Militärjustiz]] abzulehnen; am 30. Januar 1921 stimmten nur 33,6 % diesem Anliegen zu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bk.admin.ch/ch/d/pore/va/19210130/index.html |titel=Volksabstimmung vom 30. Januar 1921 |hrsg=[[admin.ch]] | datum=2013-08-20 |zugriff=2013-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während seiner gesamten Amtszeit musste sich Scheurer mit der armeefeindlichen Haltung der Sozialdemokraten auseinandersetzen, die jedes Jahr hartnäckigen Widerstand gegen das Militärbudget leisteten. Er war der letzte Vorsteher des Militärdepartements, der bei [[Defilee]]s und anderen offiziellen Anlässen die Militäruniform trug.&amp;lt;ref&amp;gt;Böschenstein: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 302–303.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie von Karl Scheurer Staatsarchiv Bern FN Jost N 207.jpg|mini|V.&amp;amp;nbsp;r.: Anna Kellerhals-Scheurer (Schwester des Bundesrates) und Verena Scheurer-Grossenbacher (Mutter) 1934 bei der Einweihung eines Gedenksteins für Karl Scheurer]]&lt;br /&gt;
1923, als er [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]] war, leitete Scheurer eine neue Truppenordnung in die Wege. Zu den wichtigsten Neuerungen gehörten der Aufbau einer Flieger- und einer Motorwagentruppe, die Verstärkung der Gebirgstruppen und die Aufwertung der Landwehr. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten in Detailfragen kam es zum Bruch mit Generalstabschef [[Emil Sonderegger]], der plötzlich zurücktrat und seinen Rücktritt ohne vorherige Absprache der Presse mitteilte. Dieses brüske Auftreten, das Scheurer als schwere Disziplinlosigkeit betrachtete, rief grosse Aufregung hervor. Trotz diesem Vorfall konnte er 1924 das Parlament von der neuen Truppenordnung überzeugen, zumal er Unterstützung vom ehemaligen General [[Ulrich Wille]] erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Böschenstein: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 303–304.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scheurer litt während seiner Amtszeit an verschiedenen Gebrechen. Bei einem Reitunfall zog er sich eine chronische Beinverletzung zu, ausserdem hatte er Schmerzen am [[Ischiasnerv]] und zunehmende Sehstörungen. 1929 verschlimmerte sich sein langjähriges [[Struma|Kropfleiden]] zusehends. Ende Oktober liess er sich nach langem Zögern den Kropf operieren. Zwei Wochen später verstarb er am 14.&amp;amp;nbsp;November 1929 im Alter von 57 Jahren nach mehreren Herzinfarkten und Fieberschüben.&amp;lt;ref&amp;gt;Böschenstein: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2019, S. 304.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Hermann Böschenstein (Journalist)|Hermann Böschenstein]] |Herausgeber=[[Urs Altermatt]] |Titel=Karl Scheurer |Sammelwerk=Das Bundesratslexikon |Verlag=NZZ Libro |Ort=Zürich |Jahr=2019 |ISBN=978-3-03810-218-2 |Seiten=301–305}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|4640|Autor=Christoph Zürcher}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{BAR-CH|3908}}&lt;br /&gt;
* {{STABE|585|Nachlass Karl Scheurer}}&lt;br /&gt;
* {{Helveticat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Eduard Müller (Politiker, 1848)|Eduard Müller]]|NACHFOLGER=[[Rudolf Minger]]|AMT=[[Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates|Mitglied im Schweizer Bundesrat]]|ZEIT=1920–1929}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Schweizer Verteidigungsminister}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1043068147|LCCN=no2013113317|NDL=|VIAF=305407233}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scheurer, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundespräsident (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalrat (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungsrat (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grossrat (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Schweizerischen Zofingerverein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Scheurer, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Politiker (FDP)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. September 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sumiswald]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. November 1929&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bern]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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