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	<title>Karl Scheller - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T00:39:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Scheller&amp;diff=2710846&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Vorlagen-fix (PBuB)</title>
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		<updated>2025-12-29T16:30:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagen-fix (PBuB)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Friedrich Arend Scheller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. November]] [[1773]] in [[Hessen (Osterwieck)|Hessen]]; † [[1. August]] [[1843]] in [[Braunschweig]]) war ein deutscher [[Arzt]], [[Übersetzer]] und [[Niederdeutsche Sprache|niederdeutscher]] [[Sprachforscher]]. Er veröffentlichte einige seiner Werke auch unter den [[Pseudonym]]en &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arend Wârmund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ins-db.de/index.html |text=Datenbank des |wayback=20120728110525 |archiv-bot=2019-04-22 08:44:19 InternetArchiveBot}} [[Institut für niederdeutsche Sprache|Instituts für niederdeutsche Sprache]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Nothwehr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jarck&amp;quot;&amp;gt;Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; S. 517.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Scheller war das Kind eines [[Kötter|Kotsassen]] und [[Schuhmacher]]meisters. Durch eine schwere Geburt, bei der seine Mutter starb&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schroeder&amp;quot;&amp;gt;Edward Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Karl Scheller.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Deutsche Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Band 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;, war Scheller selbst lebenslang gehbehindert ([[Hüftdysplasie]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jarck&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arzt ===&lt;br /&gt;
Scheller studierte Medizin zunächst am [[Anatomisch-Chirurgisches Institut|Anatomisch-Chirurgischen Institut]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;BSLex&amp;quot;&amp;gt;Camerer, Garzmann, Schuegraf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Braunschweiger Stadtlexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Braunschweig, dann an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität Jena]] u. a. bei [[Christoph Wilhelm Hufeland]]. Nach seiner [[Promotion (Doktor)|Promotion]] an der [[Universität Helmstedt]] arbeitete er von 1804 bis 1807 als Arzt in seinem Heimatort, siedelte dann nach Braunschweig über und arbeitete dort bis 1842. Seinem Lehrer Hufeland gehorchend, behandelte er die Armen stets kostenlos und mit großem sozialen Engagement; doch empfand er den Beruf des Arztes lebenslang als eine Bürde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jarck&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeit in der Bibliothek Wolfenbüttel und als Übersetzer ===&lt;br /&gt;
Schellers geringe Einnahmen als Arzt sowie seine Neigung zur [[Sprachwissenschaft]] führten schließlich dazu, dass er eine Stelle in der [[Herzog August Bibliothek]] im nahe gelegenen [[Wolfenbüttel]] annahm. Dort machte ihn [[Ernst Theodor Langer]], Nachfolger [[Gotthold Ephraim Lessing]]s im Amte des Wolfenbütteler [[Bibliothekar]]s, auf die großen Bestände niederdeutscher Literatur aufmerksam, die Scheller über Jahre hinweg sichtete und auswertete. Daneben war er als Übersetzer medizinischer Literatur tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erforscher der „sassischen“ Sprache ===&lt;br /&gt;
Schellers eigentliches Interesse galt der Erforschung des Niederdeutschen, der Sprache, die zu seiner Zeit noch die weitgehend dominierende Sprechsprache im [[Herzogtum Braunschweig]] und auch in großen Städten wie Braunschweig war. Sein Ziel war es, das Niederdeutsche gleichberechtigt neben dem [[Standarddeutsch|Hochdeutschen]] als Sprache der [[Schöne Literatur|Schönen Literatur]] wieder eingesetzt zu sehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jarck&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu diesem Zweck entwickelte der [[Autodidakt]] eine eigenwillige, schon zu seinen Lebzeiten vielfach vehement als unwissenschaftlich kritisierte, neue [[Orthographie]] und [[Syntax]] in Anlehnung an die Arbeiten [[Christian Heinrich Wolke]]s. Seine Arbeiten fasste er in dem achtbändigen „Sassisch-Niederdeutschen Wörterbuch“ zusammen, das jedoch nie in Druck ging. 1826 veröffentlichte er seine „Bücherkunde der sassisch-niederdeutschen Sprache“, eine [[Bibliografie]] der in niederdeutscher Sprache vom [[Mittelalter]] bis zur [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] erschienenen [[Inkunabel|Drucke]] und [[Manuskript|Handschriften]]. Dieses Werk behielt bis weit in das 20. Jahrhundert hinein maßgebliche Bedeutung für die niederdeutsche [[Sprachwissenschaft]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jarck&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Lesestoff für seine „sassische Sprache“ zu haben, veröffentlichte Scheller zwischen 1825 und 1829 mehrere bereits im [[Spätmittelalter|(Spät)Mittelalter]] erschienene Werke neu, nachdem er diese „sassisch“ umgeschrieben hatte. Neben [[Reynke de vos|Reineke de Fos]] (1825), die [[Braunschweiger Reimchronik]] (1826) sowie 1829 das [[Schichtbuch (Bote)|Schichtbuch]] des Braunschweiger Zollschreibers und [[Chronist|Stadtchronisten]] [[Hermann Bote]], das bei Scheller den Titel „Dat Shigt-Bôk der Stadt Brunswyk“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.digibib.tu-bs.de/start.php?suffix=jpg&amp;amp;maxpage=340&amp;amp;derivate_id=5841 &amp;#039;&amp;#039;Dat Shigt-Bôk der Stad Brunswyk: zur Ergänzung von G. G. Leibnitii Scriptores Rerum Brunsvicensium.&amp;#039;&amp;#039;] (Digitalisat)&amp;lt;/ref&amp;gt; trug. 1825 publizierte er ein eigenes Werk, das „Laiendoctrinal“, 1828 unter seinem Pseudonym „Arend Wârmund“ gefolgt von „Dat Sassishe Döneken-Bôk. Sammed tor tydkortinge“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jarck&amp;quot; /&amp;gt; Zahlreiche weitere von ihm in niederdeutscher Sprache verfasste Manuskripte fanden jedoch nie einen [[Verleger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des französischen [[Königreich Westphalen|Königreichs Westphalen]], zu dem auch Braunschweig als Hauptstadt des [[Departement der Oker|Departements der Oker]] gehörte, verfasste Scheller ein [[Satire|satirisches]] [[Epos|Versepos]] mit dem Titel „Die Jeromiade in sieben Gesängen und einer Apotheose“ als Schmähung auf [[Jérôme Bonaparte]], den König dieses Königreiches und Bruder [[Napoleon Bonaparte]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jarck&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kritik ====&lt;br /&gt;
Bereits zu Schellers Lebenszeit galt dieser als eigensinnig und unbelehrbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schroeder&amp;quot; /&amp;gt; Namhafte Sprachforscher seiner Zeit, wie beispielsweise [[Jacob Grimm]], kritisierten seine Arbeiten zur niederdeutschen Sprache scharf bis hin zum [[Spott]] in den [[Göttingische Gelehrte Anzeigen|Göttingischen Gelehrten Anzeigen]] und taten sie als unwissenschaftlich&amp;lt;ref name=&amp;quot;BSLex&amp;quot; /&amp;gt; ab, wobei Grimm Scheller eine Vielzahl an Fehlern und Unzulänglichkeiten nachwies. Andere betrachteten die Werke als „durchweg misslungen“, was nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen war, dass Scheller [[Wortschatz]] und [[Rechtschreibung]] seines als „Sassisch“ bezeichneten [[Dialekt]]s „[[Spleen|schrullenhaft]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schroeder&amp;quot; /&amp;gt; selbst entwickelt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Schröder soll Karl Scheller seinem, von zahlreichen persönlichen Schicksalsschlägen gezeichneten Leben durch [[Suizid]] ein Ende gemacht haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schroeder&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herbert Blume]]: &amp;#039;&amp;#039;Karl Friedrich Arend Scheller.&amp;#039;&amp;#039; In: {{BibISBN|3-926701-14-5|Seite=201}}&lt;br /&gt;
* Herbert Blume: &amp;#039;&amp;#039;Karl Friedrich Arend Scheller.&amp;#039;&amp;#039; In: {{BibISBN|3-7752-5838-8|Seite=517}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Eckart]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zur Geschichte der plattdeutschen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Bremen 1911, S. 334–339&lt;br /&gt;
* {{ADB|31|1|3|Scheller, Karl|[[Edward Schröder]]|ADB:Scheller, Karl}}&lt;br /&gt;
;Werke&lt;br /&gt;
* Karl F. A. Scheller (Übersetzer): &amp;#039;&amp;#039;[[Quintus Horatius Flaccus]]: Sämmtliche Werke.&amp;#039;&amp;#039; Pluchart, Braunschweig 1826, {{DNB|57383914X}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{PBuB|ID=318}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=10112970X|LCCN=no2002059214|VIAF=19928261}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scheller, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Latein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1773]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1843]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Scheller, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Scheller, Karl Friedrich Arend (vollständiger Name); Wârmund, Arend (Pseudonym); Nothwehr, Karl (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner und Sprachforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. November 1773&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hessen (Osterwieck)|Hessen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. August 1843&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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