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	<title>Karl Reinisch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Reinisch&amp;diff=903478&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Koyaanisqatsi01: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2024-11-15T19:19:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:KarlReinisch.jpg|mini|Karl Reinisch]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Reinisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. August]] [[1921]] in [[Dresden]]; † [[24. Januar]] [[2007]] in [[Ilmenau]]) war ein deutscher Elektroingenieur und Professor für [[Regelungstechnik]] in Ilmenau. Unter seiner Leitung wurden tragfähige Grundlagen für die Automatisierungs- und Systemtechnik als Bestandteile der technischen [[Kybernetik]] an der [[Technische Universität Ilmenau|Technischen Universität Ilmenau]] geschaffen. Auch war er langjährig bei der internationalen Föderation für Wissenschaft und Technik von Automatisierung und Regelung, der [[International Federation of Automatic Control]] (IFAC) aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Reinisch erhielt 1940 sein [[Abitur]] und [[Kriegsdienst|diente]] die folgenden fünf Jahre im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Von 1946 bis 1950 studierte Elektrotechnik in der Richtung Schwachstromtechnik an der [[Technische Universität Dresden|Technischen Hochschule Dresden]], unter anderem bei Professoren wie [[Heinrich Barkhausen]] und [[Georg Mierdel]]. Letzterer überzeugte Reinisch, sich mit [[Regelungstechnik|Regelungswissenschaften]] zu befassen. Direkt nach dem Studium wurde er Assistent, später Oberassistent für Allgemeine Elektrotechnik und hatte von 1951 bis 1953 einen Lehrauftrag für Theoretische Elektrotechnik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dittmann07&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lebenslauf Karl Reinisch.&amp;#039;&amp;#039; In: Frank Dittmann, Rudolf Seising: &amp;#039;&amp;#039;Kybernetik steckt den Osten an - Aufstieg und Schwierigkeiten einer interdisziplinären Wissenschaft in der DDR&amp;#039;&amp;#039;. Trafo Verlag, Berlin 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Weitere Lehrerfahrungen sammelte er in Magdeburg im Fach Regelungstechnik,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Neumann (Automatisierungstechniker)|Peter Neumann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Magdeburger Automatisierungstechnik im Wandel – Vom Industrie- zum Forschungsstandort.&amp;#039;&amp;#039; Autoren: [[Christian Diedrich]], Rolf Höltge, [[Ulrich Jumar]], Achim Kienle, Reinhold Krampitz, Günter Müller, Peter Neumann, Konrad Pusch, Helga Rokosch, Barbara Schmidt, Ulrich Schmucker, Gerhard Unger, Günter Wolf. [[Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg]]; Institut für Automation und Kommunikation Magdeburg (ifak), Magdeburg 2018, Herstellung: Grafisches Centrum Cuno GmbH &amp;amp; Co. KG, Calbe (Saale), ISBN 978-3-944722-75-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; wo auch die von ihm unterstützte Gründung eines &amp;#039;&amp;#039;Instituts für Regelungstechnik&amp;#039;&amp;#039; vorbereitet wurde (Beauftragter: [[Heinrich Wilhelmi]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1957 von Reinisch verfasste [[Dissertation]] mit dem Thema „Zur Strukturoptimierung linearer stetiger Regelkreise“ gilt als die erste regelungstechnische Dissertation in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Im gleichen Jahr wurde durch die Deutsche Akademie der Wissenschaften (DAW) zu Berlin eine Arbeitsstelle für „Regelungs- und Steuerungstechnik“ in Dresden gegründet (Leiter: [[Heinrich Kindler]]). Hier übernahm Karl Reinisch den Aufbau und die Leitung der Abteilung „Elektrische Regelungssysteme“ neben den anderen beiden Abteilungen „Nichtelektrische Regelungssysteme“ (Leiter: [[Heinz Töpfer]]) und „Schaltsysteme“ (Leiter: [[Siegfried Pilz (Ingenieur)|Siegfried Pilz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1960 wurde er an die &amp;#039;&amp;#039;Hochschule für Elektrotechnik&amp;#039;&amp;#039; Ilmenau, die spätere TH Ilmenau und heutige [[TU Ilmenau]], berufen, wo er an der Fakultät für Schwachstromtechnik das neue Gebiet der [[Regelungstechnik]] entwickelte. 1965 legte er seine [[Habilitation]] an der [[TU Dresden]] ab und wurde im gleichen Jahr zum ordentlichen Professor der TH Ilmenau ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dittmann07&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahre 1968 folgte ihm auch Siegfried Pilz von der Akademie in Dresden nach Ilmenau auf den Lehrstuhl Informationstechnik, sein Nachfolger in Dresden wurde [[Hans-Joachim Zander]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Hochschulreform 1968 wurden auf Initiative von Karl Reinisch vier Institute in der neu gebildeten Sektion für Technische und Biomedizinische Kybernetik zusammengeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Dekan der heutigen [https://www.tu-ilmenau.de/ia/ Fakultät für Informatik und Automatisierung] sagte über Karl Reinisch, den Gründer dieser Sektion &amp;#039;&amp;#039;„als Vorläufer unserer Fakultät“,&amp;#039;&amp;#039; er habe &amp;#039;&amp;#039;„von Beginn an die Vision der Technischen Kybernetik als einer interdisziplinären Systemwissenschaft aus Ingenieurwissenschaft, Informatik und nicht-technischen Wissenschaften“&amp;#039;&amp;#039; gehabt ([[Kai-Uwe Sattler|Prof. Dr.-Ing. Kai-Uwe Sattler]] anlässlich der  [https://www.tu-ilmenau.de/ia/ Namensgebung] „[[Konrad Zuse|Zuse-Bau]]“ für das neue Fakultätsgebäude an der TU Ilmenau im August 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das von ihm aufgebaute Institut für Regelungstechnik&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.tu-ilmenau.de/as/geschichte |wayback=20110416010224 |text=Entwicklungsstationen des heutigen Instituts für Automatisierungs- und Systemtechnik   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und den 1968 daraus hervorgegangenen Fachbereich Automatische Steuerung leitete er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1986. Seine Arbeiten erstreckten sich besonders auch auf nicht-technische Systeme. In den 1970er Jahren begann er mit Lehre und Forschung zur &amp;#039;&amp;#039;Dynamik und Simulation ökologischer Systeme&amp;#039;&amp;#039;, wie später das darauf aufbauende TU-Fachgebiet benannt wurde, das den [[Umweltsystemwissenschaften]] zuzurechnen ist. – Für seine Leistungen wurde ihm 1987 die [[Ehrendoktor]]würde der TU Dresden verliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dittmann07&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach seiner Emeritierung war Reinisch wissenschaftlich aktiv. 1995 wurde er ordentliches Mitglied der [[Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;agw207&amp;quot;&amp;gt;Akademie gemeinnütziger Wissenschaften: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.akademie-erfurt.de/presse.htm |wayback=20070611214847 |text=Pressemitteilung 02/07 }}&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 10. Mai 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch bis 1996 hielt er an der Technischen Universität Ilmenau Vorlesungen für das Institut Automatisierungs- und Systemtechnik. Aus dem Umfeld von Reinisch sind auch zahlreiche [[Professor]]en hervorgegangen: Ulrich Engmann, [[Manfred Günther (Ingenieur)|Manfred Günther]], [[Tatjana Lange]], [[Jan Lunze]], [[Rainer Müller (Ingenieur)|Rainer Müller]], G. Otto, H. Puta, [[Michael Roth (Kybernetiker)|Michael Roth]], Josef Sponer, [[Günter Stein (Ingenieur)|Günter Stein]], [[Jürgen Wernstedt]] u. a.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Ausstrahlung ging weit über das Fachliche hinaus, beispielsweise bei den von ihm organisierten, ökumenischen Vortragsveranstaltungen zu philosophischen und religiösen Fragen. Sie fanden zur Zeit der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] in Räumen seiner Kirchgemeinde statt und führten Vertreter unterschiedlichster Richtungen zusammen. In der Zeit der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|friedlichen Revolution]] von 1989 und danach waren sein Rat und seine Mitwirkung auch in weit größerem Rahmen gefragt. Am 24. Januar 2007 starb Karl Reinisch nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 85 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Karl Reinisch begründete eine systemtechnisch geprägte &amp;#039;&amp;#039;Regelungstechnische Schule&amp;#039;&amp;#039; (im Sinne der [[Kybernetik]] nach [[Norbert Wiener]]). Schwerpunkt seiner Arbeit war die optimale Führung komplexer Prozesse in dezentralen, insbesondere hierarchischen Strukturen mit bevorzugten Anwendungen in der Wasserwirtschaft (Talsperren-Steuerungen) und in der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkte über 15 Jahre hinweg als Vertreter der Wissenschaftlich-Technische Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (WGMA) der [[Kammer der Technik]] in verantwortlichen Funktionen der [[International Federation of Automatic Control]] (IFAC). Mit seiner Emeritierung 1986 wurde Reinisch als &amp;#039;&amp;#039;Hervorragender Hochschullehrer&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet. Ab 1989 wirkte Karl Reinisch bei der Evaluierung und strukturellen Umwandlung der Technischen Hochschule Ilmenau zur [[Technische Universität Ilmenau|Technischen Universität Ilmenau]] mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kybernetische Grundlagen und Beschreibung kontinuierlicher Systeme.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Technik, Berlin 1974. (3. Auflage 1996, ISBN 3-341-01167-6).&lt;br /&gt;
* Als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Large scale systems - theory and applications.&amp;#039;&amp;#039; IFAC symposia series 9, 1990.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Analyse und Synthese kontinuierlicher Steuerungs- und Regelungssysteme.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Technik, Berlin 1996, ISBN 3-341-01167-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorie der automatischen Steuerung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Eugen Philippow]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch der Elektrotechnik.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Verlag Technik, Berlin/Carl Hanser Verlag, München 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|133027414}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.tu-ilmenau.de/ia/ Institut für Automatisierungs- und Systemtechnik]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url= http://www.tu-ilmenau.de/fakia/Prof-Reinisch-Nach.6035.0.html | wayback= 20070930043226 | archive-is= | text=&amp;#039;&amp;#039;Abschied von Professor Karl Reinisch.&amp;#039;&amp;#039;}} Nachruf auf den Seiten des Instituts für Automatierungs- und Systemtechnik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133027414|LCCN=n/89/116877|VIAF=190002717}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reinisch, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektroingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kybernetiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Ilmenau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verdienter Hochschullehrer der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Technischen Universität Ilmenau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2007]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reinisch, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Regelungstechniker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. August 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Januar 2007&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ilmenau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koyaanisqatsi01</name></author>
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