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	<title>Karl Peter Kisker - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-04-10T18:11:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Peter Kisker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. September]] [[1926]] in [[Mülheim an der Ruhr]]; † [[27. November]] [[1997]] in [[Hannover]]) war ein deutscher [[Psychiater]] und [[Psychologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kisker studierte Medizin und Psychologie in Heidelberg. Er arbeitete an der [[Universitätsklinikum Heidelberg|Heidelberger Psychiatrischen Universitätsklinik]] unter dem Ordinariat von [[Kurt Schneider]], wo er über die &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie der Verfolgten&amp;#039;&amp;#039; forschte und schrieb. 1959 habilitierte sich Kisker in Heidelberg mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;„Der Erlebniswandel des Schizophrenen“&amp;#039;&amp;#039;. 1966 kam Kisker als erster psychiatrischer Ordinarius an die [[Medizinische Hochschule Hannover]] (MHH), wo er bis 1991 die Abteilung „Klinische Psychiatrie und Psychotherapie“ leitete. Dort wurde er durch die Begründung des sozialpsychiatrischen „&amp;#039;&amp;#039;Hannoverschen Modells&amp;#039;&amp;#039;“ in der Fachwelt zusammen mit [[Erich Wulff]] bekannt, der von 1974 bis 1994 die neugegründete Abteilung Sozialpsychiatrie an der MHH leitete. Im Jahr 1986 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1980er-Jahre wurde er für Gutachten zu [[Deutsche Wiedergutmachungspolitik|Wiedergutmachungsanträgen]] kritisiert, da er „psychische Störungen von Zigeunern und Juden, die als Kinder verfolgt waren, häufig als anlagebedingte Störung oder Folge eines vorübergehenden psychophysischen  Erschöpfungszustands in den ersten Kriegsjahren“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Pross: &amp;#039;&amp;#039;Wiedergutmachung. Der Kleinkrieg gegen die Opfer&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main: Athenäum 1988, S. 227. Dort auch Kritik an anderen Gutachten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kennzeichnend für Kisker ist ein philosophisch-anthropologisches Vorgehen, das unter anderem in seinen häufigen Bezügen auf [[Edmund Husserl]], [[Martin Heidegger]], [[Wilhelm Dilthey]] und [[Karl Jaspers]] deutlich wird. Für ihn ist die Psychologie als Wissenschaft Teil einer umfassenden Aufgabe, die in der existentiellen Dimension von Begegnung und Verstehen des Anderen gründet. Er schreibt in diesem Sinne: „&amp;#039;&amp;#039;Will man die Sprache eines schizophrenen Menschen nicht mehr nur als Kuriosum oder Symptom nehmen, dann entsteht die Aufgabe, ihrem Sinn als Mit-Teilung, als Ruf an den oder die Anderen nachzugehen.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Mit den Augen eines Psychiaters.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer wichtiger Aspekt seines Wirkens ist die medizinisch begründete Kulturkritik, die Psychopathien als „Aufrufe“ zum Nachdenken versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* 1960: &amp;#039;&amp;#039;Der Erlebniswandel des Schizophrenen&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin&lt;br /&gt;
* 1964: &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie der Verfolgten&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin (zusammen mit [[Walter Ritter von Baeyer]] und [[Heinz Häfner]])&lt;br /&gt;
* 1969: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie – Soziologie – Medizin: Schriftenreihe der Gesellschaft der Freunde der MHH&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1970: &amp;#039;&amp;#039;Dialogik der Verrücktheit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1971: &amp;#039;&amp;#039;Medizin in der Kritik: Abgründe einer Krisenwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Enke, Stuttgart&lt;br /&gt;
* 1975: &amp;#039;&amp;#039;Mediziner in der Kritik: Allmacht und Ohnmacht einer Heils-Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Enke, Stuttgart&lt;br /&gt;
* 1976: &amp;#039;&amp;#039;Mit den Augen eines Psychiaters&amp;#039;&amp;#039;. Enke, Stuttgart&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; (Mitherausgeber)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hinderk Meiners Emrich]]: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Karl-Peter Kisker&amp;#039;&amp;#039;, Nervenarzt 69, 1998, 1023–1024 ([[doi:10.1007/s001150050379]], zuletzt abgerufen am 15. November 2009)&lt;br /&gt;
* Wielant Machleidt, Torsten Passie, Dieter Spazier (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Psychiater Sein. Karl Peter Kisker – Auswahl seiner Schriften&amp;#039;&amp;#039;, Edition das Narrenschiff, Bonn 2007, ISBN 978-3-88414-428-2&lt;br /&gt;
* [[Christian Pross]].&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Wiedergutmachung. Der Kleinkrieg gegen die Opfer&amp;#039;&amp;#039;. Athenäum, Frankfurt am Main 1988, S. 227 ISBN 3-610-08502-9&lt;br /&gt;
** Zusammen mit Sonja Schweitzer und Julia Wagner: &amp;#039;&amp;#039;„Wir wollten ins Verderben rennen“. Die Geschichte des Sozialistischen Patientenkollektivs Heidelberg.&amp;#039;&amp;#039; Psychiatrie Verlag, Köln 2016, ISBN 978-3884146729 (Zusammenfassung in Englisch [https://www.christian-pross.de/pross-revolution-and-madness1.pdf (pdf)])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121647870}}&lt;br /&gt;
*  Julian Schwarz: [https://biapsy.de/index.php/de/9-biographien-a-z/103-kisker-karl-peter Biographie von Karl Peter Kisker] In: [https://biapsy.de/index.php/de Biographisches Archiv der Psychiatrie (BIAPSY)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121647870|VIAF=62409633}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kisker, Karl Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Medizinische Hochschule Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1997]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kisker, Karl Peter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Psychologe und Mediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. September 1926&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mülheim an der Ruhr]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. November 1997&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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