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	<title>Karl Paetow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Paetow&amp;diff=1130367&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2026-03-12T17:40:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Paetow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. März]] [[1903]] in [[Fürstenwalde/Spree|Fürstenwalde]]; † [[23. Oktober]] [[1992]] in [[Bad Oeynhausen]]) war ein deutscher Volkskundler, Schriftsteller und Museumsdirektor. Er war unter anderem Leiter des [[Deutsches Tabak- und Zigarrenmuseum|Deutschen Tabak- und Zigarrenmuseums]] und des Kreismuseums Bünde und [[Stiftung|Stifter]] des [[Deutsches Märchen- und Wesersagenmuseum|Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseums]] Bad Oeynhausen und im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] am [[Raubkunst|Kunstraub]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Paetow wurde als Sohn von Lina Paetow, geborener Strate, und des Uhrmachers Carl Paetow in Fürstenwalde/Spree geboren. Nachdem er sein Abitur an der [[Goethe-Gymnasium Kassel#Umwandlung zur Oberrealschule|Oberrealschule]] in [[Kassel]] erlangt hatte, studierte er Germanistik, Kunstgeschichte und Volkskunde in Göttingen, Frankfurt am Main, München, Köln, Bonn und Berlin. 1928 erwarb er mit der Dissertation zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Klassizismus und Romantik auf Wilhelmshöhe&amp;#039;&amp;#039; den Doktorgrad der Philosophie in [[Leipzig]]. Anschließend begann er eine Lehre am [[Hessisches Landesmuseum (Kassel)|Hessischen Landesmuseum]] in Kassel und assistierte am Museum am Augustplatz in Leipzig. 1930 wurde er Museumsleiter in [[Słupsk|Stolp]] ([[Pommern]]). Von 1935 bis 1945 arbeitete er als wissenschaftlicher Angestellter bei der Stadtverwaltung von Kassel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Unterschrift von Dr. Karl Paetow auf einem Dokument über den Raub von Kunst aus dem Haus von Pierre Seligmann-Alphandery in Paris vom 19-1-1943.jpg|alt=Unterschrift von Dr. Karl Paetow auf einem Dokument über den Raub von Kunst aus dem Haus von Pierre Seligmann-Alphandery in Paris vom 19. Januar 1943.|mini|Unterschrift von Karl Paetow auf einem Dokument über den Raub von Kunst aus dem Haus von Pierre Seligmann-Alphandery in Paris vom 19. Januar 1943]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1933 trat Karl Paetow der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 3.217.266).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/31551634&amp;lt;/ref&amp;gt; Paetow war evangelisch. Aus seiner Korrespondenz mit [[Hans Grimm]], einem von Hitlers Lieblingsautoren, den er bewunderte, wird klar, dass Paetow zumindest in den 1930er und 1940er Jahren [[Rassismus|rassistischen]] und [[Antisemitismus|antisemitischen]] Ideen anhing.&amp;lt;ref name=Sahrhage&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kreisheimatverein.de/online-bibliothek/biografien-2/paetow/ |titel=Dr. Karl Paetow: Museumsleiter und Märchensammler |autor=[[Norbert Sahrhage]] |sprache=de-DE |abruf=2022-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er während des Krieges an der Ostfront verwundet worden war, wurde er nach Paris versetzt und arbeitete für den [[Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg|ERR]]. Dort war er für eine Reihe von [[Raubkunst|Kunstrauben]] bei jüdischen Eigentümern und Kunstsammlungen in Frankreich und Belgien verantwortlich, die im Gebäude der heutigen [[Galerie nationale du Jeu de Paume]] in Paris gesammelt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.errproject.org/jeudepaume/card_search.php?Query=paetow |titel=529 Datenbankeinträge für &amp;#039;&amp;#039;Paetow&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Cultural Plunder by the Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg&amp;#039;&amp;#039; Database at the Jeu de Paume |sprache=en |abruf=2022-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.errproject.org/jeudepaume/ |titel=&amp;#039;&amp;#039;Cultural Plunder by the Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg&amp;#039;&amp;#039; Database at the Jeu de Paume |sprache=en |abruf=2022-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Später wurde er in Rosenbergs „Amt für Volkskunde“ versetzt.&amp;lt;ref name=RobCom/&amp;gt; [[Rose Valland]] beschrieb ihn als eine „gefährliche Person und einen typischen Nazi“, dessen Aufgabe die Inventur und Beschlagnahme jüdischer Haushalte in Paris war.&amp;lt;ref name=RobCom&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fold3.com:9292/image/270107799 |titel=Page 17 Roberts Commission - Protection of Historical Monuments |sprache=en |abruf=2022-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einigen Listen aus der Nachkriegszeit wird er als „Dr. Petof“ aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontakte nach Bünde knüpfte er über [[Friedrich Langewiesche]], den er im Krieg kennengelernt hatte.&amp;lt;ref name=Sahrhage/&amp;gt; Von 1951 bis 1968 war Karl Paetow Leiter des [[Museum Bünde|Heimat- und Tabakmuseums]] in [[Bünde]]. Nach seiner Pensionierung gründete und stiftete er 1973 das Deutsche Märchen- und Wesersagenmuseum in [[Bad Oeynhausen]], dem er anschließend als Direktor noch neun Jahre vorstand. Nach der Auflassung seines Grabes wurde der Grabstein in den Vorgarten des Museums als Gedenkstein verbracht, von dort aber nach zunehmender öffentlicher Diskussion über Paetows Wirken in der [[Nationalsozialismus|NS-Zeit]] 2023 wieder entfernt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Claus Brand |url=https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-minden-luebbecke/bad-oeynhausen/maerchenmuseum-grabstein-museums-gruender-paetow-2858893?pid=true |titel=Bad Oeynhausen: Grabstein des Museumsgründers entfernt |werk=[[Westfalen-Blatt]] Online |hrsg=Westfalen-Blatt Vereinigte Zeitungsverlage GmbH &amp;amp; Co. KG  |datum=2023-11-06 |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einem Beschluss des Kulturausschusses der Stadt Bad Oeynhausen werde künftig am und im Museum über die Vergangenheit des Gründers kritisch informiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.juedische-allgemeine.de/allgemein/gruender-des-maerchenmuseums-bad-oeynhausen-an-ns-kunstraub-beteiligt/ |titel=Gründer des Märchenmuseums Bad Oeynhausen an NS-Kunstraub beteiligt |werk=[[Jüdische Allgemeine]] Online |hrsg= [[Zentralrat der Juden in Deutschland]] |datum=2023-09-01 |abruf=2023-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schrieb eine Fülle von Büchern mit dem Schwerpunkt [[Sage]]n und [[Märchen]], die vor allem im [[Weserbergland]] angesiedelt sind. Er war in seiner Jugend [[Wandervogel]]-Mitglied, sein Denken und Wirken blieb [[Romantik|romantisch]] bestimmt. Bei der Neugründung der Schriftstellervereinigung [[Die Kogge]] 1953 wurde er dort Mitglied, erhielt 1967 deren Sonderpreis und 1981 das [[Bundesverdienstkreuz]] am Bande. 1965 war er für den Deutschen Jugendbuchpreis vorgeschlagen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Paetow war verheiratet mit Charlotte Paetow, geborener Pasche, die 1962 starb und mit der er den Sohn Eckhard hatte, und in zweiter Ehe mit Eva Paetow, geborener Müller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Paetow, Karl.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 926.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klassizismus und Romantik auf Wilhelmshöhe.&amp;#039;&amp;#039; Kassel 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Walter Schliephacke, ein deutscher Maler.&amp;#039;&amp;#039; 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bildchronik der Stadt Kassel.&amp;#039;&amp;#039; 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weihnachtsmann, sieh mich an. Bilderbuch.&amp;#039;&amp;#039; 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frau Holle. Märchen und Sagen.&amp;#039;&amp;#039; 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bünde im Widukindsland.&amp;#039;&amp;#039; 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frau Holles Weg in deine Seele. Märchen, Sagen, Begebnisse.&amp;#039;&amp;#039; 1955.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wittekindsage.&amp;#039;&amp;#039; 1960; 4. Auflage Hameln 1994.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die schönsten Wesersagen an der Märchenstraße von Kassel bis Bremen.&amp;#039;&amp;#039; 1962; 6. Auflage Hameln 2004.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das große Buch vom Rübezahl.&amp;#039;&amp;#039; 1965; 3. Auflage Husum 1993.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weihnachtsgeschichten aus über 100 Jahren.&amp;#039;&amp;#039; 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Goldene Auto. Liederreise ins Weserland.&amp;#039;&amp;#039; 1979.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bünde. Meine kleine Stadt erzählt.&amp;#039;&amp;#039; 1982.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weihnachtsgeschichten aus über tausend Jahren.&amp;#039;&amp;#039; Hameln 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118738992}}&lt;br /&gt;
* {{WestfAutoren|1481}}&lt;br /&gt;
* https://www.kreisheimatverein.de/online-bibliothek/biografien-2/paetow/&lt;br /&gt;
* [https://doi.org/10.25360/01-2025-00067 Aufsatz in: Gespaltene Biographien, 2025]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118738992|VIAF=114858457}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Paetow, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskundler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitarbeiter im Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sage, Legende]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märchensammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bünde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bad Oeynhausen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Paetow, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Petov&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Volkskundler und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. März 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Fürstenwalde/Spree|Fürstenwalde]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Oktober 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Oeynhausen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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