<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Karl_Mundstock</id>
	<title>Karl Mundstock - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Karl_Mundstock"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Mundstock&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-27T01:46:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Mundstock&amp;diff=626086&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;F. Peter Müller: /* Literatur */ Böttcher</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Mundstock&amp;diff=626086&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-09-01T14:15:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Böttcher&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Mundstock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. März]] [[1915]] in [[Berlin]]; † [[31. August]] [[2008]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/118585746 |titel=Karl Mundstock - Deutsche Digitale Bibliothek |abruf=2023-06-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[deutscher Schriftsteller]]. Während der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Herrschaft]] war er Mitglied der Widerstandsgruppe [[Rote Kapelle]] und nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er als Autor in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Mundstock war der Sohn eines [[Maler und Lackierer|Tapezierers]] und einer [[Schneider|Näherin]]. Er erhielt Gelegenheit zum Besuch der [[Schulfarm Insel Scharfenberg|Schulfarm]] auf der [[Scharfenberg (Insel)|Insel Scharfenberg]], wo er sich mit [[Hans Coppi]] anfreundete. Von 1932 bis 1934 war er Schüler der Karl-Marx-Schule in [[Berlin-Neukölln]]. Nachdem er 1933 dem [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1918)|Kommunistischen Jugendverband Deutschlands]] beigetreten war, wurde er im Herbst 1933 von den neuen [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|nationalsozialistischen]] Machthabern einige Wochen lang in „[[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaft]]“ gehalten. 1934 erfolgte eine erneute Verhaftung und Anklage wegen Verbreitung einer illegalen Veröffentlichung. Mundstock wurde wegen Vorbereitung zum [[Hochverrat]] zu zwei Jahren [[Jugendstrafe]] verurteilt. Während seiner Haftzeit begann er mit dem Verfassen von [[Gedicht]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Haftentlassung arbeitete er als [[Zerspanungsmechaniker|Fräser]], Packer und Beifahrer. 1936 war er Mitglied der [[Legalität|illegalen]] [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] geworden, für die er im [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus]] in einer Gruppe der [[Rote Kapelle|Roten Kapelle]] tätig war. Von 1938 bis 1939 absolvierte er vier Semester eines [[Fernstudium]]s im Fach [[Maschinenbau]], wurde dann jedoch [[Exmatrikulation|zwangsexmatrikuliert]]. 1939 wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen und musste bis 1944 als Soldat am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teilnehmen. 1944 wurde er erneut verhaftet, die Anklage lautete nunmehr auf [[Wehrkraftzersetzung]], sie blieb jedoch für Mundstock ohne Folgen. Kurz darauf geriet er in britische [[Kriegsgefangenschaft]]. Im Dezember 1945 kehrte er nach [[Berlin]] zurück, wo er seitdem als [[freier Schriftsteller]] lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Mundstock ist Verfasser von [[Roman]]en, [[Erzählung]]en, [[Jugendbuch|Jugendbüchern]], [[Reportage]]n, [[Gedicht]]en und [[Drehbuch|Drehbüchern]]. Nachdem er Ende der 1940er Jahre vor allem [[Journalismus|journalistische]] Arbeiten für verschiedene Berliner Zeitungen geliefert hatte, wurde er 1952 durch den Roman &amp;#039;&amp;#039;Helle Nächte&amp;#039;&amp;#039; bekannt, der den Aufbau des [[Arcelor Eisenhüttenstadt|Eisenhüttenkombinats Ost]] im neu gegründeten [[Stalinstadt]] zum Hintergrund hat. In seinen folgenden Büchern&amp;amp;nbsp;– insbesondere in den Bänden &amp;#039;&amp;#039;Bis zum letzten Mann&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Die Stunde des Dietrich Conradi&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sonne in der Mitternacht&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;– verarbeitete Mundstock seine Kriegserlebnisse. Nachdem bereits die Drastik der Darstellung im zweiten der genannten Bücher von offizieller Seite kritisiert worden war, wurde 1970 &amp;#039;&amp;#039;Wo der Regenbogen steigt&amp;#039;&amp;#039;, ein Band mit Reportagen über [[Eisenhüttenstadt]], auf Veranlassung des [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|Zentralkomitees der SED]] wegen Mundstocks angeblich „grobianischer“ Sprache zurückgezogen und [[Makulatur|eingestampft]]. Neben zwei Bänden mit Erinnerungen in [[Prosa]] veröffentlichte Mundstock 1974 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Frech und frei&amp;#039;&amp;#039; eine bereits in den 1930er Jahren begonnene [[Autobiografie]] in Versen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Mundstock war seit 1953 Mitglied des [[Deutscher Schriftstellerverband|Schriftstellerverbandes der DDR]] und seit 1965 des [[P.E.N.|PEN]]-Zentrums der [[DDR]]; seit 1990 gehörte er dem [[Verband Deutscher Schriftsteller]] an. Er erhielt u.&amp;amp;nbsp;a. folgende Auszeichnungen: 1974 den [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Silber,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Berliner Zeitung]], 4. Oktober 1974, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt; 1983 den Literaturpreis des [[Freier Deutscher Gewerkschaftsbund|FDGB]], 1984 den [[Goethepreis der Stadt Berlin|Goethe-Preis der Hauptstadt der DDR]] sowie 1985 einen [[Nationalpreis der DDR]] II. Klasse für Kunst und Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach dem [[Deutsche Wiedervereinigung|Ende der DDR]] blieb Mundstock, nunmehr Mitglied der [[Partei des Demokratischen Sozialismus|PDS]], dem [[Klassenkampf]] treu und rief noch 2003 in einer Schrift zur Programmatik seiner Partei den „Scharfrichter Proletariat“ dazu auf, seines von der Geschichte übertragenen Amtes zu walten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Raus aus dem Dilemma&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2003, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Prinz, &amp;#039;&amp;#039;Die programmatische Entwicklung der PDS: Kontinuität und Wandel der Politik einer sozialistischen Partei&amp;#039;&amp;#039;, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, zugleich Dissertation [[Technische Universität Chemnitz|TU Chemnitz]], ISBN 978-3-531-17215-6, S. 177&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Messerkopf&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1950&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Gasmann kommt&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1951&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schneller ist besser&amp;#039;&amp;#039;, Halle (S.) 1951&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Helle Nächte&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1952&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ali und die Bande vom Lauseplatz&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1955&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bis zum letzten Mann&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1957&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Stunde des Dietrich Conradi&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1958&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sonne in der Mitternacht&amp;#039;&amp;#039;, Halle (S.) 1959&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die alten Karten stimmen nicht mehr&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1960&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gespenster-Edes Tod und Auferstehung&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1962&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tod an der Grenze&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1969&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Karl Mundstock&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1970&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wo der Regenbogen steigt&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1970&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frech &amp;amp; frei&amp;#039;&amp;#039;, Halle (Saale) 1974&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meine tausend Jahre Jugend&amp;#039;&amp;#039;, Halle [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1981&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zeit der Zauberin&amp;#039;&amp;#039;, Halle [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1985&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Brief nach Bayern&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1999&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Tod des Millionen-Jägers. Die Wüste&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2000&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die unsterbliche Macke&amp;#039;&amp;#039;, Egelsbach [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2001&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Raus aus dem Dilemma&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2003&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meine tausend Jahre Jugend &amp;#039;&amp;#039;, Rostock 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mundstock, Karl. &amp;#039;&amp;#039;In: Kurt Böttcher (Gesamtredaktion): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1975; Band 2, S. 116/117 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=karl-mundstock|lemma=Mundstock, Karl|autor=Andreas Kölling|band=2|idNum=2437}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118585746}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dla-marbach.de/find/?tx_find_find%5Baction%5D=index&amp;amp;tx_find_find%5Bcontroller%5D=Search&amp;amp;tx_find_find%5Bq%5D%5Bauthor%5D=&amp;amp;tx_find_find%5Bq%5D%5Bdate_bis%5D=&amp;amp;tx_find_find%5Bq%5D%5Bdate_von%5D=&amp;amp;tx_find_find%5Bq%5D%5Bdefault%5D=Karl%20Mundstock&amp;amp;tx_find_find%5Bq%5D%5Bsearchall%5D=&amp;amp;tx_find_find%5Bq%5D%5Btitle%5D=&amp;amp;tx_find_find%5BqParam%5D=1&amp;amp;cHash=f0bf0e7c7462d6dd695ab869eb1e6844#tx_find Literatur von und über Karl Mundstock] im Katalog des [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Deutschen Literaturarchivs Marbach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118585746|LCCN=n/81/142418|VIAF=59876633}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mundstock, Kar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandskämpfer (Rote Kapelle Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goethepreises der Stadt Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftsteller (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mundstock, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. März 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. August 2008&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;F. Peter Müller</name></author>
	</entry>
</feed>