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	<title>Karl Moritz Großmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T04:44:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-26T08:50:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grossmann karl moritz.jpg|mini|Karl Moritz Großmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Moritz Großmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. März]] [[1826]] in [[Dresden]]; † [[23. Januar]] [[1885]] in [[Leipzig]]) war ein [[Uhrmacher]] und Uhrenfabrikant in [[Glashütte (Sachsen)]].&amp;lt;ref&amp;gt;Claudius Saunier: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Zeitmesskunst&amp;#039;&amp;#039;. Emil Hübners Verlag, Bautzen 1903, S. 922–923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Militärzeit ===&lt;br /&gt;
Karl Moritz Großmann war Sohn eines Briefsortierers, besuchte die Volksschule und wechselte später an eine Privatschule. Nach dem Abschluss dieser Ausbildung erhielt er ein zweijähriges Stipendium für den Besuch der [[Technische Universität Dresden#Technische Bildungsanstalt|Königlich Sächsischen Polytechnischen Schule]] in Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 16 Jahren begann er eine fünfjährige Lehre von 1842 bis 1847 bei dem Dresdner Uhrmacher Friedrich Kumme. Schon als Lehrling hielt er Vorträge über Uhrmacherei. Im Jahre 1847 ging er als Uhrmacher auf die [[Wanderjahre|Wanderschaft]]. In [[Altona/Elbe|Altona]] in der Nähe von [[Hamburg]] nahm er eine Stellung zunächst bei Jansen, später bei Chronometermacher Krille an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strasser&amp;quot;&amp;gt;Moritz Grossmann: &amp;#039;&amp;#039;Der freie Ankergang für Uhren. Praktische und theoretische Abhandlung&amp;#039;&amp;#039;. 2., vollständig umgearbeitete und vermehrte Auflage von Ludwig Strasser. Emil Hübner Verlag, Bautzen 1893.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 meldete er sich als Freiwilliger zum [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Deutschen Heer]] und wurde einem [[Corps]] unter der Leitung des bayerischen Majors [[Ludwig von der Tann-Rathsamhausen|von der Tann]], späterer General, zugeordnet. Nach Beendigung der Erhebung [[Schleswig-Holstein]]s ([[Vertrag von Malmö (1848)|Vertrag von Malmö]]) wollte er nach Amerika auswandern, kehrte aber zunächst zu seinen Eltern nach Glashütte zurück. Dort traf er [[Ferdinand Adolph Lange]], der ihm zuredete, bei ihm eine Anstellung anzunehmen. Nach sieben Monaten im Dienste von Lange brach 1849 der [[Dresdner Maiaufstand|Maiaufstand in Dresden]] aus und Großmann wurde wieder zum Heer eingezogen. Im Frühjahr 1850 nahm er eine Stelle beim Hofuhrmacher Biergans in München an. Im Oktober 1850 zog er weiter nach [[La Chaux-de-Fonds]] in die Schweiz, wo er als [[Wagenmeister (Eisenbahn)|Visiteur]] arbeitete. Nach nur einem Monat musste Großmann diese Stellung wieder aufgeben und in die Heimat zurückkehren, da in Sachsen erneut [[Mobilmachung|mobilisiert]] wurde. Sein Militärdienst in der Reserve endete schließlich 1852, so dass er wieder in Glashütte arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1853 reiste er nach London, wo er ein Jahr blieb. Seine Rückreise führte ihn über Kopenhagen und Göteborg nach Stockholm, wo er ca. 4 Wochen verweilte. Nach seiner Rückkehr Ende 1854 heiratete er am 7. Januar 1855 in Glashütte und gründete seine Uhrenfabrik, die er bis zu seinem Tod leitete. Nach seinem Tod wurde die Fabrik liquidiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uhren- und sonstige Fabrikation ===&lt;br /&gt;
Großmann lebte und arbeitete in Glashütte im Gebäude Hauptstraße 44. Bei Großmann waren mehrere später ebenfalls bekannte Uhrmacher wie z. B. [[Ludwig Strasser (Uhrmacher)|Ludwig Strasser]] oder [[Richard Gläser]] beschäftigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmid&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Hans-Heinrich Schmid|Titel=Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie 1850-1980|Hrsg=|Sammelwerk=|Band=Band 2|Nummer=|Auflage=3. Auflage|Verlag=|Ort=|Datum=|Seiten=196|ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Taschenuhren wurden bei Großmann [[Sekundenpendel]]-Uhren, Wächter-[[Kontrolluhr]]en, Messwerkzeuge, [[Drehmaschine|Uhrmacherdrehbänke]], Werkzeuge und Hemmungsmodelle mit verschiedenen [[Hemmung (Uhr)|Hemmungen]] (auch Minuten-[[Tourbillon]]s mit [[Hemmung (Uhr)#Chronometerhemmung|Chronometerhemmung]] und Wippe) hergestellt. Großmanns Werkstatt erhielt in Glashütte besondere Bedeutung, da dort maßgebliche Dinge konstruiert wurden, deren Fertigung weniger von Großmann selbst, sondern häufig von anderen Glashütter Werkstätten übernommen wurde. Beispiele hierfür sind die Entwicklung des Messwerkzeugs [[Glashütter Feintaster]] oder die [[Glashütter Sekundenpendeluhr]], eine Präzisionspendeluhr, die oft Uhrmachern als Referenzuhr zur Justierung von anderen Uhren diente.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmid&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großmanns Taschenuhren unterscheiden sich im Grundaufbau nur unwesentlich von den Uhren anderer Firmen aus Glashütte. Im Gegensatz zu diesen verwendete Großmann häufig ein [[Ankerrad]] mit 16 Zähnen statt 15. Auffällig ist weiter, dass die Minutenradwelle genau so dünn ist wie die Wellen der anderen Zahnräder und nicht wesentlich dicker, wie es bei den anderen Glashütter Fabrikaten der Fall ist. Die meisten seiner Uhren sind auf der Werkplatte unter dem Zifferblatt gestempelt. Uhren mit Signatur auf der [[Dreiviertelplatine]] sind selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man geht bei Großmann von etwa 8000 hergestellten Taschenuhren aus. Viele nach dem Tod von Karl-Moritz Großmann noch vorhandene Werke wurden von anderen Uhrmachern in Glashütte unter deren Namen vollendet, z. B. von [[Carl Jentsch]]. Großmanns Werkzeuge für die Herstellung des Glashütter Feintasters wurden von der Fa. [[Robert Mühle]] erworben und weiter verwendet. Das Wohn- und Geschäftshaus in der Glashütter Hauptstraße Nr. 44 wurde von Großmanns Witwe an das Unternehmen von [[Georg Reichel (Unternehmer)|Georg Reichel]] verkauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmid&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moritz Grossmann engagierte sich auch sozial sehr vielseitig, gründete die Freiwillige Turnerfeuerwehr, den Glashütter Militärverein und setzte sich für die Eisenbahnverbindung ins Müglitztal ein. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1871 erneut. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1876 wurde er Abgeordneter im königlich- sächsischen Landtag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Uhrmacherschule ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Exponate Deutsches Uhrenmuseum Glashütte 02.jpg|mini|hochkant|Tafel zu Ehren Grossmanns als Gründer der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte]]&lt;br /&gt;
Großmann, der neben seiner praktischen Tätigkeit auch als Fachschriftsteller hohe Anerkennung erfuhr, erkannte die dringende Notwendigkeit, eine Bildungsstätte zur Ausbildung von jungen Uhrmachern zu gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Tagung der deutschen Uhrmacher, die auf Einladung des Vereins Berliner Uhrmacher vom 5. bis 7. September 1876 in [[Harzburg]] stattfand, wurde auf seine Anregung hin in Punkt vier der Tagesordnung die Frage formuliert: „Würde die Gründung einer Deutschen [[Uhrmacherschule]] bzw. Fortbildungsanstalt in Glashütte machbar sein?“ Auf dem Verbandstag Deutscher Uhrmacher vom 9. September bis 11. September 1877 wurde die Gründung beschlossen. Daraufhin unternahm Großmann mit staatlicher Unterstützung Reisen zu Schweizer und französischen Schulen. Unter Großmanns Leitung bildete sich am 12. Oktober 1877 in Glashütte ein Ortsausschuss zur Einrichtung und Vorbereitung der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Mai 1878 eröffnete Karl Moritz Großmann im Namen des Zentralverbandes der Deutschen Uhrmacher die [[Deutsche Uhrmacherschule Glashütte]] (DUS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Moritz Großmann verstarb am 23. Januar 1885 in Leipzig nach einem Vortrag über die Einführung der [[Weltzeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veröffentlichungen ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1866 gab er sein erstes Werk &amp;#039;&amp;#039;Der freie Ankergang für Uhren. Praktische und theoretische Abhandlung&amp;#039;&amp;#039; heraus, das in London vom [[British Horological Institute]] preisgekrönt wurde und seinen Namen in der Fachwelt bekannt machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 überreichte er der [[Handelskammer]] in [[Genf]] als Beitrag zu einem Preisausschreiben eine Studie unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Konstruktion einer einfachen, aber mechanisch vollkommenen Uhr&amp;#039;&amp;#039;. Er beschreibt darin die Glashütter Uhr, wie sie Lange aufgrund seiner früher erwähnten zahlreichen Verbesserungen herstellte und wie sie dann für die Glashütter Fabrikation typisch wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Großmann benutzte für seinen Namen häufig selbst die Schreibweise Grossmann. Ähnlich wie bei seinem Kollegen Julius Aßmann war die Schreibweise mit Doppel-S vermutlich dem wichtigen Export-Geschäft insbesondere in die USA geschuldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2008 ließ sich die Uhrmacherin Christine Hutter Markenrechte  auf den Namen [[Moritz Grossmann]] registrieren und gründete in Glashütte die Grossmann Uhren GmbH. Diese [[Uhrenmanufaktur|Manufaktur]] fertigt mit etwa 40 Mitarbeitern [[Armbanduhr]]en im gehobenen Preissegment; es gibt jedoch abgesehen vom Namen keinen Bezug zur Person Karl Moritz Großmann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.grossmann-uhren.com/history/?lang=de Geschichte] auf grossmann-uhren.com, abgerufen am 30. Mai 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Peter: &amp;#039;&amp;#039;[https://watch-wiki.org/index.php?title=Die_ersten_25_Jahre_Glash%C3%BCtter_Uhrenindustrie_1845_--_1870 Die ersten 25 Jahre Glashütter Uhrenindustrie 1845 – 1870],&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage von 2020, Selbstverlag, Es sind eine ganze Reihe neuer Erkenntnisse anhand von Archivunterlagen und einer großen Anzahl Uhren dieser Zeit im Buch verarbeitet, die in bisherigen Veröffentlichungen fehlen oder falsch interpretiert wurden.&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|159|160|Großmann, Carl Moritz|Adolf Wißner|137602588}}&lt;br /&gt;
* [[Hans-Heinrich Schmid]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie 1850–1980: Firmenadressen, Fertigungsprogramm, Firmenzeichen, Markennamen, Firmengeschichten.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Förderkreis Lebendiges Uhrenindustriemuseum, Villingen-Schwenningen 2005, ISBN 3-927987-91-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Karl Moritz Grossmann|Karl Moritz Großmann}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|137602588}}&lt;br /&gt;
* {{Säbi|[[Ursula Forberger]]|137602588|Großmann, Karl Moritz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137602588|LCCN=no/92/028670|VIAF=47349311}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grossmann, Karl Moritz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Uhrmacher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1826]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Großmann, Karl Moritz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Grossmann, Karl Moritz; Grossmann, Carl Moritz&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Uhrmacher und Fabrikant&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. März 1826&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Januar 1885&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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