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	<title>Karl Moravek - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-04T05:56:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Moravek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Januar]] [[1911]] in [[Rijeka|Fiume]]; † [[1943]]) war ein [[Österreich-Ungarn|österreichischer]] [[Diplomingenieur]] und [[Rassenkunde|Rassenkundler]], der für die [[Rassenhygienische Forschungsstelle]] arbeitete. Moravek war schon in seiner Schulzeit in [[Völkische Bewegung|völkischen]] und [[Deutschnationalismus|deutschnationalen]] Organisationen aktiv und trat 1933 der in [[Österreich]] illegalen [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und 1938 der [[Schutzstaffel|SS]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elternhaus, Schulzeit und Studium ==&lt;br /&gt;
Karl Moravek wurde am 5. Januar 1911 in Fiume als Sohn eines [[Post]]beamten und [[Oberstleutnant]]s der Reserve geboren. Sein Vater Karl Moravek fiel 1913 im [[Zweiter Balkankrieg#Zweiter Balkankrieg (1913)|Zweiten Balkankrieg]]. Seine aus [[Wien]] stammende Mutter Giesela Moravek zog mit ihrem Sohn nach Wien, dort besuchte Karl die Volksschule, danach eine Realschule.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann271&amp;quot;&amp;gt;Hohmann: &amp;#039;&amp;#039;Robert Ritter und die Erben der Kriminalbiologie. &amp;quot;Zigeunerforschung&amp;quot; im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 1991, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 1926 wurde er im Deutschen Mittelschülerbund und der [[Österreichischer Pennäler Ring|Pennäler-Burschenschaft der Ostmark]] aktiv, ebenso war er zeitweilig Anhänger des [[Tannenbergbund]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Hohmann 1991, S. 271 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem [[Rechtsextremismus|rechtsextremen]] „Deutschen Mittelschülerbund“ ging später der [[NS-Schülerbund]] in Österreich hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Christian Harten, Uwe Neirich, Matthias Schwerendt: [http://books.google.de/books?id=6toyVjk07UMC&amp;amp;pg=PA262&amp;amp;lpg=PA262&amp;amp;dq=Deutschen+Mittelsch%C3%BClerbund&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=mRk8kq-K_Q&amp;amp;sig=xYNMZtUXGhr0V3e_SYwo-7WJ9LU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CB89T4qpHsTYsgbM0vDABA&amp;amp;ved=0CCIQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Deutschen%20Mittelsch%C3%BClerbund&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Rassenhygiene als Erziehungsideologie des Dritten Reichs: bio-bibliographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;.] Akademie Verlag, 2006, S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ingo Haar]], [[Michael Fahlbusch]]: [http://books.google.de/books?id=OT2luEFRVaQC&amp;amp;pg=PA41&amp;amp;lpg=PA41&amp;amp;dq=Deutschen+Mittelsch%C3%BClerbund&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=KhSGOTK4rM&amp;amp;sig=QeroOPyWt7pVWs93v2u3R8vdUV8&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=CB89T4qpHsTYsgbM0vDABA&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwBQ#v=onepage&amp;amp;q=Deutschen%20Mittelsch%C3%BClerbund&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;German scholars and ethnic cleansing, 1919-1945&amp;#039;&amp;#039;.] Berghahn Books 2006, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland war der NS-Schülerbund der Vorläufer der [[Hitlerjugend]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.museenkoeln.de/ausstellungen/nsd_0404_edelweiss/db_inhalt.asp?L=49&amp;amp;C=50 www.museenkoeln.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die österreichische Pennäler-Burschenschaft ist politisch ähnlich einzuordnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Das [[Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes]] belegt bei einzelnen Verbindungen des noch existierenden Pennälerringes neonazistische Tendenzen. Bericht des DÖW von 2002 [http://www.doew.at/erkennen/rechtsextremismus/neues-von-ganz-rechts/archiv/maerz-2002/foerderung-fuer-burschenschaften &amp;#039;&amp;#039;Neues von ganz rechts – März 2002&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Tannenbergbund ist eine der Vorläuferorganisationen des völkischen [[Bund für Deutsche Gotterkenntnis|Bundes für Deutsche Gotterkenntnis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 schloss Moravek die Realschule erfolgreich ab. Seinem Wunsch, Anthropologie und [[Urgeschichte]] zu studieren, konnte er sich aufgrund des Vetos seines wohlhabenden Großvaters nicht erfüllen; er studierte stattdessen [[Vermessung]]swesen an der [[Technische Universität Wien|Technischen Hochschule Wien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Stephan Hohmann: Robert Ritter und die Erben der Kriminalbiologie / &amp;quot;Zigeunerforschung&amp;quot; im Nationalsozialismus und in Westdeutschland im Zeichen des Rassismus, Band 4 der Studien zur Tsiganologie und Folkloristik, Verlag P. Lang, 1991, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1933 trat er unmittelbar nach dem Verbot in die nun in [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus#Diktatur, Bürgerkrieg und Verbot der NSDAP|Österreich illegale NSDAP]] ein, später schloss er sich zum 1. Mai 1938 der Partei regulär an (Mitgliedsnummer 6.287.037).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/15071423&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Studium schloss er mit Diplom 1934 ab und schlug sich mit Hilfsarbeiten und Nebentätigkeiten durch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann272&amp;quot;&amp;gt;Hohmann: &amp;#039;&amp;#039;Robert Ritter und die Erben der Kriminalbiologie. &amp;quot;Zigeunerforschung&amp;quot; im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 1991, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hertha Bail, seine spätere Verlobte und überzeugte Nationalsozialistin, lernte er 1934 kennen. Sie wurde später auch eine „unschätzbare Hilfe“ (Moravek) bei seinen rassenkundlichen Arbeiten. Bail war neun Jahre älter als er.&amp;lt;ref&amp;gt;Hohmann 1991, S. 272 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein selbst finanziertes Studium der Anthropologie, [[Psychologie]] und Urgeschichte an der [[Universität Wien]] konnte Moravek 1935 aufnehmen. Die [[Deutsche Forschungsgemeinschaft]] (DFG) förderte 1937 sein Vorhaben „bevölkerungspolitische und rassenkundliche Aufnahme eines Landesbezirks in Österreich“, vermutlich waren dies schon Vorarbeiten für seine spätere [[Dissertation]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann272&amp;quot; /&amp;gt; Aus ökonomischen Gründen musste er das Studium unterbrechen; er wurde ständiger [[freier Mitarbeiter]] des Deutschen Kurzwellensenders in [[Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hohmann 1991, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Auslandspropaganda des Deutschen Kurzwellensender 1936 siehe hier: {{Webarchiv|url=http://1936.dra.de/?id=144 |wayback=20151229233921 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2022-11-25 04:44:43 InternetArchiveBot }} Rundfunk wurde 1933 vom Innenministerium in das Propagandaministerium überführt. Josef Wulf: Kultur im Dritten Reich. Bd. 1. Presse und Funk. Ullstein, 1989, S. 300.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moravek setzte auch sein Studium in Berlin fort.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann272&amp;quot; /&amp;gt; Im März 1938 gab er zwar noch im April 1938 an, in Berlin 1939 die Doktorprüfung abzulegen, doch kehrte er im Sommer 1938 nach Wien zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann272&amp;quot; /&amp;gt; Am 30. März 1938 trat er der SS bei (SS-Nummer 382.265).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/133933&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgte der Austritt aus der katholischen Kirche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann272&amp;quot; /&amp;gt; Der Kirchenaustritt bei Mitgliedschaft in der SS wurde nachdrücklich gefordert. Beim für Ehegenehmigungen für Angehörige der SS zuständigen [[SS-Hauptämter#Rasse- und Siedlungshauptamt|Rasse- und Siedlungshauptamt]] der SS war sein Ehegesuch vom August 1939 erhalten, seine Verlobte gab als Religionszugehörigkeit „[[gottgläubig]]“ an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Juni 1939 meldete er sich zur Doktorprüfung mit den Fächern Anthropologie und Urgeschichte in Wien an und legte die Dissertation „Zur Rassenkunde der burgenländischen Zigeuner“ vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann273&amp;quot;&amp;gt;Hohmann: &amp;#039;&amp;#039;Robert Ritter und die Erben der Kriminalbiologie. &amp;quot;Zigeunerforschung&amp;quot; im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 1991, S. 273.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Doktorarbeit: „Zur Rassenkunde der burgenländischen Zigeuner“ ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Map at oberwart.png|mini|Lage von [[Oberwart]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1939 vorgelegte Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Zur Rassenkunde der burgenländischen Zigeuner&amp;#039;&amp;#039; umfasst 90 Textseiten sowie einen Anhang mit Tabellen und 19 Bildtafeln. Sie ist eine Teilauswertung seiner im Sommer 1937 sowie Herbst und Winter 1938 in der [[Burgenland|südburgenländischen]] Ortschaft [[Oberwart]] ([[Gau Steiermark]]) durchgeführten Erhebung. Moravek sammelte [[Anthropometrie|anthropometrische]] Daten von rund 2000 Personen der „bodenständigen Bevölkerung“ und verglich diese mit den Daten von 460 [[Roma]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann273&amp;quot; /&amp;gt; Bei einem Großteil der untersuchten Roma meint er eine starke Vermischung mit anderen „Rassen“ feststellen zu können, etwa 10 % der Untersuchten würden stark „nordische Merkmalsausprägungen“ zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hohmann 1991, S. 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Moravek fand in einer Liste der Gemeinde einen Eintrag, der Roma in der Gemeinde schon 1645 nachwies [http://books.google.com.sg/books?hl=de&amp;amp;id=AC_xAAAAMAAJ&amp;amp;q=Moravek#search_anchor (Quelle)] ein Ergebnis, das schlecht zum Vorwurf des Nomadisierens passt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus seiner Untersuchung und der von ihm behaupteten Rassenmischung folgerte er:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Vom [[Nationalsozialistische Rassenhygiene|rassenhygienischen]] Standpunkt aus müssen wir es sehr bedauern, daß es zu den vorhin geschilderten Zuständen gekommen ist. Vor allem wird die Behandlung des Zigeunerproblems dadurch erschwert. Es bleibt zu hoffen, daß die in Ausarbeitung befindlichen Zigeunergesetze diesen Umständen Rechnung tragen und alle nötigen Vorkehrungen treffen, daß jede weitere Vermischung mit den Zigeunern unterbunden wird.&lt;br /&gt;
 |Autor=Karl Moravek (1939)&amp;lt;ref&amp;gt;nach Hohmann 1991, S. 274.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Förderer der Dissertation verweisen auf ein Geflecht aus Rassenhygienikern, das bis zu den regionalen Anhängern und Funktionären der zunächst illegalen NSDAP reichte. Neben der bereits genannten DFG förderten der zum [[Volksbund für das Deutschtum im Ausland]] (VDA) gehörende [[Deutscher Schulverein|Deutsche Schulverein – Südmark]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann273&amp;quot; /&amp;gt; die Burgenländische Landeshauptmannschaft,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann273&amp;quot; /&amp;gt; der [[Landwirtschaft und Ernährung im nationalsozialistischen Österreich|Reichsnährstand]] Südmark,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann273&amp;quot; /&amp;gt; NSDAP-Politiker: so der zunächst illegale NSDAP Gaupropagandaleiter [[Hans Goger]] und der seit 1935 illegale Kreisleiter der NSDAP von Oberwart [[Eduard Nicka (Politiker, 1911)|Eduard Nicka]] die Dissertation.&amp;lt;ref&amp;gt;Hohmann 1991, S. 273. Länge der Parteifunktion Personenartikel [[Eduard Nicka (Politiker, 1911)|Eduard Nicka]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hans Goger war ein persönlicher Freund&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Mindler: &amp;#039;&amp;#039;„Portschy ist Burgenländer, ich bin Steirer“. Ein Burgenländer als Gauleiter-Stellvertreter von Steiermark. Das Wirken von Dr. Tobias Portschy im steirischen Raum.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Historischer Verein für Steiermark]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Blätter für Heimatkunde (Steiermark)|Blätter für Heimatkunde]].&amp;#039;&amp;#039; Graz 2006, Heft 4, S. 117–143, hier S. 118 ([http://www.erinnern.at/bundeslaender/oesterreich/e_bibliothek/seminarbibliotheken-zentrale-seminare/8-zentrales-seminar/Mindler%20Bl-Heimatkd-2006-TP-Uib.pdf PDF; 5,4&amp;amp;nbsp;MB]).&amp;lt;/ref&amp;gt; des zunächst illegalen NSDAP-Gauleiters des südlichen Burgenlands [[Tobias Portschy]],&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Mindler: &amp;#039;&amp;#039;„Portschy ist Burgenländer, ich bin Steirer“. Ein Burgenländer als Gauleiter-Stellvertreter von Steiermark. Das Wirken von Dr. Tobias Portschy im steirischen Raum.&amp;#039;&amp;#039; In: Historischer Verein für Steiermark (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Blätter für Heimatkunde.&amp;#039;&amp;#039; Graz 2006, Heft 4, S. 117–143, hier S. 119 ([http://www.erinnern.at/bundeslaender/oesterreich/e_bibliothek/seminarbibliotheken-zentrale-seminare/8-zentrales-seminar/Mindler%20Bl-Heimatkd-2006-TP-Uib.pdf PDF; 5,4&amp;amp;nbsp;MB]).&amp;lt;/ref&amp;gt; der ab den späten 1930er Jahren zur Zentralfigur der nationalsozialistischen „Zigeunerverfolgung“ im Burgenland wurde. Im August 1938, kurz nach dem Anschluss Österreichs, legte der nunmalige [[Landeshauptmann]] Portschy eine „Denkschrift“ mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Zigeunerfrage&amp;#039;&amp;#039; vor, in der er auch die „Zigeunerpolitik“ der illegalen NSDAP beschreibt und auf rassenpolitischer Basis eine „Lösung der Zigeunerfrage“ fordert.&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Portschy: [http://www.kurt-bauer-geschichte.at/PDF_Lehrveranstaltung%202008_2009/E11_Portschy_Zigeunerfrage.pdf Die Zigeunerfrage Volltext-PDF] [[Eisenstadt]] 1938. Zur Bewertung und Person Portschy in Bezug auf den [[Völkermord an den Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus|Völkermord an den Sinti und Roma]] siehe etwa Burgenländischen Landesregierung: Die Verfolgung der burgenländischen Roma oder rombase: [http://romani.uni-graz.at/rombase/cgi-bin/artframe.pl?src=data/hist/holo/racial.de.xml Kriminalpolizeiliche und &amp;quot;rassenkundliche&amp;quot; Erfassung der &amp;quot;Zigeuner&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Unterstützern von Moraveks Arbeit gehörte auch die mit der illegalen NSDAP sympathisierende Lehrerschaft des Untersuchungsgebietes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann273&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch an den Gutachtern der Dissertation zeigt sich die Einbindung der Untersuchung in das ideologische Umfeld der NSDAP. Die Gutachter waren der [[Dozent]] [[Eberhard Geyer]] (Erstgutachten) und der [[Professor]] [[Josef Weninger]] (Zweitgutachter).&amp;lt;ref&amp;gt;Hohmann 1991, S. 274, Hohmann nennt den Vornamen von Geyer nicht. Peter Weingart, Jürgen Kroll und Kurt Bayertz: Rasse, Blut und Gene. Frankfurt a. M. 1992, S. 432 zitiert aber in einem anderen Zusammenhang den &amp;quot;Wiener Anthropologen&amp;quot; Eberhardt Geyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; Geyer spielte eine bedeutende Rolle bei der Einführung der NS-Rassenhygiene an der Wiener Universität.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Neugebauer (Historiker, 1944)|Wolfgang Neugebauer]]: {{Webarchiv|url=http://www.gedenkdienst.at/fileadmin/zeitung/gd2001-1.pdf |wayback=20150617213124 |text=Universität Wien: Bekenntnis zur NS-Rassenhygiene. |archiv-bot=2022-03-08 03:11:43 InternetArchiveBot }} (PDF; 132&amp;amp;nbsp;kB) In: Gedenkdienst 2001-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide Gutachter stehen für eine extrem politisierte [[Rassenhygiene]], [[Horst Seidler]] bezeichnet Weninger als überzeugten Nationalsozialisten.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Pusman: &amp;#039;&amp;#039;Die &amp;quot;Wissenschaften vom Menschen&amp;quot; auf Wiener Boden (1870–1959): Die anthropologische Gesellschaft in Wien und die anthropologischen Disziplinen im Fokus von Wissenschaftsgeschichte, Wissenschafts- und Verdrängungspolitik&amp;#039;&amp;#039;. LIT Verlag Münster, 2008 – 326 Seiten [http://books.google.de/books?id=DukbVBbx1aIC&amp;amp;pg=PA202&amp;amp;lpg=PA202&amp;amp;dq=%22Eberhard+Geyer%22+anthropologie&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=SKYQS8k-oR&amp;amp;sig=t9s2e_LcBDtTZZLS9aW4iSqoqGg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=AHE9T-XfHZDwsga2mezRBA&amp;amp;ved=0CEMQ6AEwBw#v=onepage&amp;amp;q=geyer&amp;amp;f=false Fundstellen Geyer] [http://books.google.de/books?id=DukbVBbx1aIC&amp;amp;pg=PA202&amp;amp;lpg=PA202&amp;amp;dq=%22Eberhard+Geyer%22+anthropologie&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=SKYQS8k-oR&amp;amp;sig=t9s2e_LcBDtTZZLS9aW4iSqoqGg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=AHE9T-XfHZDwsga2mezRBA&amp;amp;ved=0CEMQ6AEwBw#v=onepage&amp;amp;q=Weninger&amp;amp;f=false Fundstellen Weninger] Nachweis für Seidler S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt; Geyer wertet so:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die als Dissertation vorgelegte Arbeit &amp;#039;ein Beitrag zur Rassenkunde der Burgenländischen Zigeuner&amp;#039; behandelt ein Problem, welchem gerade in der heutigen Zeit besondere Bedeutung zukommt, nämlich die Frage nach der rassischen Zusammensetzung der Zigeuner. Das Material wurde vom Verfasser aus eigener Initiative, nach eigenen Plänen und unter großen persönlichen Opfern selbst gesammelt. Schon allein diese Umstände sind ein Beweis dafür, daß hier wirklich mit wissenschaftlichem Ernst an die Sache herangegangen wurde. Auch die Ausarbeitung der Arbeit selbst, die mit bemerkenswerter Sorgfalt und Genauigkeit ausgeführt worden ist, bestätigt die Gesinnung des Verfassers. Trotz der Sprödigkeit des Materials, das in allererster Linie statistisch erschlossen werden musste, hat sich der Verfasser vom eigentlichen Ziel der Arbeit, ein richtiges Bild vom rassischen Aufbau der burgenländischen Zigeuner zu entwerfen, nicht ablenken lassen und bewiesen, daß er die Voraussetzung für die Zulassung zu den strengen Prüfungen durchaus erfüllt.&lt;br /&gt;
 |Autor=Erstgutachten (1939)&amp;lt;ref&amp;gt;nach Hohmann 1991, S. 274 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Messinstrumente stellte das Anthropologische Institut der Universität Wien, die vollständige Kameraausrüstung die deutsche [[Leitz (Optik)|Firma Leitz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hohmann273&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joachim S. Hohmann bewertet diese Doktorarbeit und die Übergabe des von ihm gesammelten Datenbestandes an die [[Rassenhygienische Forschungsstelle]] als Mitschuld an der Verfolgung und Vernichtung der [[Burgenlandroma|burgenländischen Roma]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hohmann 1991, S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeit für die Rassenhygienische Forschungsstelle (RHF), Tod ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2005-0029, Halle, Wohnwagen einer Sinti und Roma-Familie.jpg|mini|Zwangslager in Halle, hier untersuchte Moravek. Foto einer Fliegenden Arbeitsgruppe der [[Rassenhygienische Forschungsstelle|RHF]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moravek gehörte zu den „Fliegenden Arbeitsgruppen“ der [[Rassenhygienische Forschungsstelle|Rassenhygienischen Forschungsstelle]] (RHF).&amp;lt;ref&amp;gt;Müller-Hill 1988, S. 156 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem leitete er 1940 die Erfassung von Roma in [[Leipzig]] und [[Halle (Saale)|Halle an der Saale]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;Auf dem Dienstwege ...&amp;quot; Dokumente zur Erfassung und Deportation der Leipziger Sinti und Roma im Nationalsozialismus. Eine Ausstellung des Bildungswerkes Weiterdenken in der Heinrich-Böll-Stiftung e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Leipzig.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erinnerungen von [[Adolf Würth (Mediziner)|Adolf Würth]], einem Mitarbeiter der RHF, gehörte Moravek nicht nur der SS, sondern auch dem [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS]] (SD) an.&amp;lt;ref&amp;gt;Müller-Hill 1988, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Parteiunterlagen über Moravek ist er als 1943 verstorben gekennzeichnet, was auch den Aussagen seiner Kollegen entspricht. Hohmann vermutet aufgrund eines als Zeichen genutzten Eisernen Kreuzes, dass Moravek bei einer militärischen Aktion gestorben ist. Ein Datum ist nicht vermerkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hohmann 1991, S. 275. Müller-Hill 1988, S. 157: Aussage [[Adolf Würth (Mediziner)|Adolf Würth]] &amp;quot;Er ist gefallen.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Fiume, Moraveks Todesort, gehörte ab September 1943 zum deutsch besetzten [[Italien]] bzw. [[Kroatien]] und wurde Teil der [[Operationszone Adriatisches Küstenland]]. Wegen zahlreicher italienischer, slowenischer und kroatischer [[Partisan]]en wurden starke militärische Kräfte stationiert und das Gebiet schließlich im Dezember 1943 zum „Bandenkampfgebiet“ erklärt. Dort war auch die [[Sonderabteilung Einsatz R]] der SS aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Rassenkunde der burgenländischen Zigeuner.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation 1939&lt;br /&gt;
* [[Eva Justin]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rom-Zigeuner&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Neues Volk]]. Blätter des [[Rassenpolitisches Amt der NSDAP|Rassenpolitischen Amtes der NSDAP]], 11 (5. Juli 1943), H. 5, S. 21–24.&amp;lt;ref&amp;gt;Als Literatur hier angegeben: Judith Hahn, Silvija Kavčič, Christoph Kopke, Gerhard Baader: Medizin im Nationalsozialismus und das System der Konzentrationslager. Beiträge eines interdisziplinären Symposiums. Mabuse-Verlag, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joachim S. Hohmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Robert Ritter und die Erben der Kriminalbiologie - „Zigeunerforschung“ im Nationalsozialismus und in Westdeutschland im Zeichen des Rassismus&amp;#039;&amp;#039;. P. Lang, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-631-43984-9.&lt;br /&gt;
* [[Benno Müller-Hill]]: &amp;#039;&amp;#039;Tödliche Wissenschaft. Die Aussonderung von Juden, Zigeunern und Geisteskranken 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Reinbek bei Hamburg 1984, dISBN 3-499-15349-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Moravek, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rassentheoretiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des NS-Völkermords an den Sinti und Roma]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Moravek, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=nationalsozialistischer Rassentheoretiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Januar 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rijeka|Fiume]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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