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	<title>Karl Moersch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ewald Grothe (ADL) am 16. Februar 2026 um 11:27 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Moersch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. März]] [[1926]] in [[Calw]]; † [[12. Juli]] [[2017]] in [[Ludwigsburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[FDP Baden-Württemberg|FDP/DVP]]), [[Journalist]] und [[Autor|Sachbuchautor]]. Er war von 1964 bis 1976 [[Mitglied des Deutschen Bundestages]] und von 1970 bis 1976 [[Parlamentarischer Staatssekretär]] bzw. [[Staatsminister (Deutschland)|Staatsminister]] im [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]]. Von 1971 bis 1974 war Moersch Landesvorsitzender der [[FDP Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Moersch wurde nach dem Abitur 1944 zum [[Kriegsdienst]] eingezogen und 1944/45 in der [[Pfalz (Region)|Pfalz]] (also an der [[Westfront 1944/1945|Westfront]]) eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klappentext&amp;quot;&amp;gt; Klappentext zum Buch: Karl Moersch: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Pfalz&amp;#039;&amp;#039;, Landau / Pfalz 1987.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 23. Februar 1944 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 20. April desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 9.956.589).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/28990114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carole Fink: &amp;#039;&amp;#039;West Germany and Israel.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 2019. S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Rückkehr aus der [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Kriegsgefangenschaft]] 1946 erlernte er den Beruf des [[Redakteur]]s und war für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften tätig, darunter von 1948 bis 1954 für &amp;#039;&amp;#039;[[Die Rheinpfalz]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politiker ===&lt;br /&gt;
Er trat am 1. September 1964 für den ausgeschiedenen Abgeordneten [[Robert Margulies]] in den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] ein. Bis nach der [[Bundestagswahl 1976]] war er [[Mitglied des Deutschen Bundestages]]. Moersch ist stets über die [[Landesliste]] [[Baden-Württemberg]] in den Bundestag eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moersch war von 1971 bis 1974 Landesvorsitzender der [[FDP Baden-Württemberg|FDP/DVP]] in Baden-Württemberg. Bei der [[Landtagswahl in Baden-Württemberg 1972|Landtagswahl 1972]] führte er die baden-württembergische [[Freie Demokratische Partei|FDP]] in den Wahlkampf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel|Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; 29/1970 vom 13. Juli 1970: [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44906360.html &amp;#039;&amp;#039;Hält niemand aus&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; 2. Juli 1970 wurde er als [[Parlamentarischer Staatssekretär]] beim [[Auswärtiges Amt|Bundesminister des Auswärtigen]] in die von [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Willy Brandt]] geführte [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] berufen. Dieses Amt behielt er auch in der ab 1974 von [[Helmut Schmidt]] geleiteten Regierung ([[Kabinett Schmidt I]]). Am 19. August 1974 erfolgte die Umbenennung seines Postens in &amp;#039;&amp;#039;[[Staatsminister (Deutschland)|Staatsminister]] im Auswärtigen Amt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch hat Moersch mit der damaligen Bundesregierung unter anderem die damalige [[Militärdiktatur]] in [[Argentinien]] gedeckt. Bei einem Staatsbesuch in Argentinien im Juli 1976 lobte er zunächst die neue Wirtschaftspolitik der Militärregierung und sodann auch deren Maßnahmen bei der Bekämpfung des [[Terrorismus]]. Nach seiner Rückkehr nach Bonn verbreitete Moersch die Versionen der argentinischen Militärs, wonach der Deutsch-Argentinier [[Klaus Zieschank]] möglicherweise von einer regierungsfeindlichen Gruppe festgehalten oder in den [[Untergrundbewegung|Untergrund]] gegangen sei. Er erwies sich später als einer der [[Desaparecidos|Verschwundenen]], ein Opfer der Militärregierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesregierung sei es jedoch nicht möglich gewesen, etwas über seinen Aufenthaltsort zu sagen. Nach seiner Ansicht habe die argentinische Regierung in dieser Angelegenheit „nichts verheimlicht“. Ministerialdirektor [[Lothar Lahn]] vom Auswärtigen Amt sprach nach seiner Argentinien-Reise mit Staatsminister Moersch in einem Rundfunkinterview davon, die argentinische Regierung werfe Zieschank vor, für eine Untergrundorganisation gearbeitet zu haben, Dienste geleistet und Schriften verteilt zu haben. Der Ministerialdirektor unterstrich, die argentinische Regierung habe „glaubhaft versichert“, nicht zu wissen, wo Zieschank sei. Klaus Zieschank war zu diesem Zeitpunkt bereits tot, was der Bundesregierung bekannt war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20071009224643/http://menschenrechte.org/Menschenrechte/Koalition/ausstellung6.htm Menschenrechte.org: Ausstellungstafel zu Klaus Zieschank].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Bundestagswahl 1976]] schied er am 14. Dezember 1976 aus der Regierung aus; auf seinen Posten folgte [[Hildegard Hamm-Brücher]] (FDP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1980 bis 1985 vertrat er die Bundesrepublik Deutschland im Exekutivrat der UNO-Sonderorganisation [[UNESCO]] in Paris.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klappentext&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freier Journalist und Sachbuchautor, Ruhestand ===&lt;br /&gt;
Nach seinem Ausscheiden aus der Politik war er seit 1977 als freier Journalist und Autor tätig. Er arbeitete unter anderem für den [[Süddeutscher Rundfunk|Süddeutschen Rundfunk]] und für den [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunk]]. Der Schwerpunkt seiner Autorentätigkeit lag in der südwestdeutschen Regionalgeschichte mit besonderem Blick auf die liberalen Wurzeln in dieser Region. 1997 erhielt er den [[Ludwig-Uhland-Preis]] für seine Verdienste um die Landesgeschichte sowie für seine politischen Leistungen. 2001 verlieh Ministerpräsident [[Erwin Teufel]] ihm den Titel &amp;#039;&amp;#039;Professor h.c.&amp;#039;&amp;#039; für herausragende wissenschaftliche Arbeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20160305045712/http://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Karl-Moersch-_arid,56544.html Artikel über Moersch].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war Vorstandsmitglied des [[Deutsch-Französisches Institut|Deutsch-Französischen Instituts]] in Ludwigsburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moersch lebte in Ludwigsburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ Webarchiv | url=http://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Ludwigsburg-ehrt-Karl-Moersch-_arid,56545.html | wayback=20160321165537 | text= Bürgermedaille der Stadt Ludwigsburg }} (verliehen am 4. Mai 2012).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Brandt I]] – [[Kabinett Brandt II]] – [[Kabinett Schmidt I]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1978: &amp;#039;&amp;#039;Kursrevision – Deutsche Politik nach Adenauer&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main, Societäts-Verlag.&lt;br /&gt;
* 1979: &amp;#039;&amp;#039;Europa für Anfänger. Fakten zur Volljährigkeit&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main, Societäts-Verlag, ISBN 3-7973-0342-4.&lt;br /&gt;
* 1984: &amp;#039;&amp;#039;Bei uns im Staate Beutelsbach. Vom unbekannten Württemberg&amp;#039;&amp;#039;, Pfullingen, Neske, ISBN 978-3-78850266-9.&lt;br /&gt;
* 1986: &amp;#039;&amp;#039;Sind wir denn eine Nation? Die Deutschen und ihr Vaterland&amp;#039;&amp;#039;, Bonn, Bonn aktuell, ISBN 978-3-87959186-2.&lt;br /&gt;
* 1994: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Pfalz&amp;#039;&amp;#039;, 5. Aufl., Pfälz. Verl.-Anst., Landau/Pfalz, ISBN 3-87629-121-6.&lt;br /&gt;
* 1991: &amp;#039;&amp;#039;Sueben, Württemberger und Franzosen – Historische Spurensuche im Westen&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart, DVA, ISBN 978-3-421-06597-1.&lt;br /&gt;
* 1996: &amp;#039;&amp;#039;Sperrige Landsleute – Wilhelm I. und der Weg zum modernen Württemberg&amp;#039;&amp;#039;, Leinfelden-Echterdingen, DRW-Verlag, ISBN 978-3-87181-373-3.&lt;br /&gt;
* 1998: &amp;#039;&amp;#039;Es geht seltsam zu – in Württemberg. Von außergewöhnlichen Ideen und Lebensläufen&amp;#039;&amp;#039;, Leinfelden-Echterdingen, DRW-Verlag, ISBN 978-3-87181-409-9.&lt;br /&gt;
* 2001: &amp;#039;&amp;#039;Immer wieder war’s ein Abenteuer. Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart, DVA, ISBN 978-3-421-05418-0.&lt;br /&gt;
* 2002: &amp;#039;&amp;#039;Kontrapunkt Baden-Württemberg. Zur Vorgeschichte und Geschichte des Südweststaats&amp;#039;&amp;#039;,  Leinfelden-Echterdingen, DRW-Verlag, ISBN 3-87181-478-4.&lt;br /&gt;
* 2005: &amp;#039;&amp;#039;Alle Menschen werden Brüder. Das moderne Europa Friedrich Schillers&amp;#039;&amp;#039;, Filderstadt, Markstein-Verlag, ISBN 3-935129-23-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120544504}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Landesvorsitzende der FDP Baden-Württemberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120544504|LCCN=n/79/82701|VIAF=49296661}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Moersch, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsminister im Auswärtigen Amt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender der FDP Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parlamentarischer Staatssekretär (Bundesrepublik Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenprofessor des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2017]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Moersch, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (FDP, DVP), MdB, Journalist und Sachbuchautor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. März 1926&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Calw]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Juli 2017&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ludwigsburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ewald Grothe (ADL)</name></author>
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