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	<title>Karl Meuli - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-16T05:16:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Werk: &lt;/span&gt; Leerzeichen entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karl Meuli (1891–1968).jpg|alt=Karl Meuli (1891–1968), Altphilologe, o. Prof. für klass. Altertumswissenschaft mit besonderer Berücksichtigung der antiken Volkskunde. Familiengrab auf dem Friedhof Hörnli, Riehen, Basel-Stadt|mini|Grab auf dem [[Friedhof am Hörnli]], Riehen, Basel-Stadt]]&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Meuli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. September]] [[1891]] in [[Märstetten]]; † [[1. Mai]] [[1968]] in [[Basel]]) war ein [[Schweiz]]er [[Klassische Philologie|Altphilologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Meuli war der Sohn des Arztes Johann Lorenz Meuli. Ab 1911 studierte er Griechisch, Latein, Sanskrit und Archäologie in München, Berlin und Basel. In Basel prägte ihn vor allem sein Lehrer [[Peter von der Mühll]], mit dem ihn eine Lebensfreundschaft verband. 1920 erfolgte die Promotion, 1926 die Habilitation. 1919–1957 war er Lehrer am [[Gymnasium am Münsterplatz|humanistischen Gymnasium]] in Basel.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Das Humanistische Gymnasium Basel 1889–1989&amp;#039;&amp;#039;. Schwabe, Basel 1989, ISBN 3-7965-0893-6, S. 155f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich war er 1933–1960 Professor für klassische Altertumswissenschaft mit besonderer Berücksichtigung der antiken Volkskunde an der [[Universität Basel]] und führte ethnologische, religionsgeschichtliche und psychologische Forschungen (auch mit starkem philologischen Bezug) durch. Die Tätigkeit gleichzeitig an Mittelschule und Universität entsprach seinem Wesen, dank seiner enormen Arbeitskraft bewältigte er beides. Meuli hatte einen grossen Freundeskreis und pflegte intensiven Austausch mit Kollegen. Er war nicht verheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Meuli «hat sich zeitlebens als Klassischer Philologe gefühlt». Die Verbindung dieser Wissenschaft mit der Volkskunde, zu welcher bei ihm auch «zum mindesten Ethnologie und Religionsgeschichte» gehörten, «bleibt kennzeichnend für sein ganzes gelehrtes Schaffen».&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Wyss: &amp;#039;&amp;#039;Karl Meuli&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;. Band 58, 1968, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; «Eines geht wohl als Wesenszug durch alle grösseren Untersuchungen Meulis: das Streben, zu den Wurzeln der Erscheinungen zu gelangen.»&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Wyss: &amp;#039;&amp;#039;Karl Meuli&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;. Band 58, 1968, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Herausgeber betreute Meuli seit 1935 die Gesamtausgabe der Werke [[Johann Jakob Bachofen]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Jakob Bachofen: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Karl Meuli und anderen. 10 Bde. Schwabe, Basel 1943–2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meulis Werk kreist darum, wie die Menschen mit dem Tod und den Toten umgehen, um Bestattungssitten, Opferbräuche, Maskenwesen und ähnliches. Bedeutend wurden seine Nachweise, dass sich viele Bräuche, welche aus der Antike überliefert sind, in Hirten- und Jägerkulturen vor allem Innerasiens bis in die Neuzeit ähnlich erhalten haben und also auf uralte gemeinsame Zeiten zurückgehen müssen. Erklärungen für das Brauchtum suchte Meuli weniger in rationalen Beweggründen als in psychologischen, allgemein-menschlichen Gegebenheiten: Es galt ihm, «den natürlichen, spontanen Ausdruck zu finden, der überall die Grundlage, das Vorbild und der Formgeber der echten, zu Konvention und Verpflichtung erstarrten Sitte ist».&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Meuli: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Opferbräuche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Schriften&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Thomas Gelzer. 2. Band. Schwabe, Basel 1975, S. 925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meuli gehörte während dreissig Jahren dem Vorstand der [[Empirische Kulturwissenschaft Schweiz|Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde]] an, 1935–1943 und 1955–1957 wirkte er als ihr Obmann. In seiner ersten Amtszeit wandte er sich gegen eine völkisch-rassistische Instrumentalisierung der Volkskunde. Auf ihn «gehen zu einem guten Teil zurück: das [[Schweizerisches Volksliedarchiv|Volksliedarchiv]], der Plan des Volkskundeatlas&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Atlas der schweizerischen Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;. Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde, Basel 1950–1995&amp;lt;/ref&amp;gt;; die Erhebungen für diesen und für das rätoromanische Kirchenlied; die Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;Volkstum der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Volkstum der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. Band 1–12. Helbing und Lichtenhahn, dann G. Krebs, Basel 1941–1979&amp;lt;/ref&amp;gt;; die «Bauernhausforschung der Schweiz»&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Aktion Bauernhausforschung in der [https://www.zg.ch/behoerden/weitere-organisationen/bauernhausforschung/portraet Schweiz]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;; die Gründung des Schweizerischen Instituts für Volkskunde in Basel&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sagw.ch/sgv/die-gesellschaft-portrait/organe/institut-siv |titel=Institut SIV |zugriff=2019-03-23 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;».&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Wyss: &amp;#039;&amp;#039;Karl Meuli&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;. Band 58, 1968, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine wissenschaftlichen Verdienste fand Meuli internationale Anerkennung als Ehrenmitglied von acht gelehrten Gesellschaften sowie der Akademien von [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften|Heidelberg]] und [[Norwegische Akademie der Wissenschaften|Oslo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Meulis gelangten seine hinterlassenen Papiere zunächst in Besitz von [[Thomas Gelzer]] und Franz Jung, den Herausgebern der &amp;#039;&amp;#039;Gesammelten Schriften&amp;#039;&amp;#039; Meulis (1975). Die Familie Meulis übergab den Nachlass entsprechend dem Wunsch Meulis danach 1978 der [[Universitätsbibliothek Basel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Scythica.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hermes (Zeitschrift)|Hermes]].&amp;#039;&amp;#039; Band 70, 1935, S. 121–176.&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Johann Jakob Bachofen, Gesammelte Werke.&amp;#039;&amp;#039; Mit Benutzung des Nachlasses herausgegeben. Schwabe, Basel 1943–1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Masken. Mit einer Einleitung über schweizerische Maskenbräuche und Maskenschnitzer.&amp;#039;&amp;#039; Atlantis, Zürich 1943.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Griechische Opferbräuche.&amp;#039;&amp;#039; Schwabe, Basel 1946.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der griechische Agon. Kampf und Kampfspiel im Totenbrauch, Totentanz, Totenklage und Totenlob.&amp;#039;&amp;#039; Historisches Seminar der Deutschen Sporthochschule Köln, Köln 1968 (zugleich Habilitationsschrift, Universität Basel 1926).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=sav-001:1951:47::5#5 Festschrift für Karl Meuli zum 60. Geburtstag]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizerisches Archiv für Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 47, 1951, S.&amp;amp;nbsp;1–289.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Schriften&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von [[Thomas Gelzer]]. 2 Bände. Schwabe, Basel 1975 (mit Biografie, Bildnis und Schriftenverzeichnis).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Fritz Husner: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=bzg-002:1973:73#102 Dem Gedenken Karl Meulis gewidmet. Morituro sat. Zur Geschichte einer Hausinschrift]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 73, 1973, S. 99–129.&lt;br /&gt;
* Franz Jung: &amp;#039;&amp;#039;Karl Meuli. Leben und Werk&amp;#039;&amp;#039;. In: Karl Meuli: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Thomas Gelzer. Schwabe, Basel 1975, Band 2, S. 1153–1209.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Graf (Philologe)|Fritz Graf]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klassische Antike und neue Wege der Kulturwissenschaften: Symposium Karl Meuli (Basel, 11.–13. September 1991)&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;. Band 11. Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde, Basel 1992.&lt;br /&gt;
* {{NDB|17|264|265|Meuli, Karl|[[Edgar Bonjour]]|118581635}}&lt;br /&gt;
* Daniel Suter: &amp;#039;&amp;#039;Gelehrtennachlässe aus 550 Jahren. Begleitpublikation zur Ausstellung «Sammeln, sichten, sichtbar machen. Gelehrtennachlässe aus 550 Jahren».&amp;#039;&amp;#039; Universitätsbibliothek, Basel 2000, S. 38–41.&lt;br /&gt;
* {{DNP|Suppl. 6|814|815|Meuli, Karl|Roland Baumgarten}}&lt;br /&gt;
* Konrad J. Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Netzwerke, Identitätspolitik und ein Abgrenzungsnarrativ. Zur Wissensgeschichte der Beziehungen zwischen der «völkischen» und der Schweizer Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;, Band 113, 2017, S. 42–63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Helveticat-GND|gnd=118581635}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118581635}}&lt;br /&gt;
* {{UBNL|000043576}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|42249|Meuli, Karl|Autor=Thomas Gelzer}}&lt;br /&gt;
* [https://www.e-periodica.ch/ Karl Meuli] In: &amp;#039;&amp;#039;[[E-Periodica]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Klassische Philologie in Basel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118581635|LCCN=no/97/24821|VIAF=51773328}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Meuli, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Basel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Meuli, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Ethnologe und Altphilologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. September 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Märstetten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Mai 1968&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Basel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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