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	<title>Karl Maria Wiligut - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Maria_Wiligut&amp;diff=383152&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AmicaLibri: Beleg ergänzt</title>
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		<updated>2025-09-16T12:21:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Beleg ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[Datei:Wilgut, Karl Maria.jpg|mini|SS-Oberführer Karl Maria Wiligut, 1934]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Maria Wiligut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Dezember]] [[1866]] in [[Wien]]; † [[3. Januar]] [[1946]] in [[Arolsen]]; Pseudonyme: &amp;#039;&amp;#039;Karl Maria Weisthor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Jarl Widar&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lobesam&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Armin Mohler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Konservative Revolution in Deutschland 1918–1932. Ein Handbuch. Ergänzungsband. Mit Korrigenda zum Hauptband&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 1989, S. 90 u. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein österreichischer [[Okkultismus|Okkultist]] und [[SS-Brigadeführer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Maria Wiligut wurde in Wien römisch-katholisch getauft und trat mit 14 Jahren in die Wiener Kadettenschule ein. 1883 begann er seine Karriere im [[k. u. k.]] Infanterieregiment des serbischen Königs [[Milan I. (Serbien)|Milan I.]] als Gefreiter und wurde 1888 Leutnant. 1889 wurde er Mitglied der Vereinigung [[Schlaraffia]]. 1903 veröffentlichte er das Buch &amp;#039;&amp;#039;Seyfrieds Runen&amp;#039;&amp;#039; unter dem Namen Karl Maria Wiligut (Lobesam).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Longerich293&amp;quot;&amp;gt;[[Peter Longerich]]: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Himmler. Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Siedler, München 2008, ISBN 978-3-88680-859-5, S. 293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 heiratete er Malwine Leurs von Treuenringen aus [[Bozen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Bozner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 23 Mai 1906, n. 118 ([https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/digitisedJournalsArchive/page/journal/2/1/23.05.1906/34136/5/filterId-2%0134136%01213793-query-%22leurs+von+treuenringen%22-filterF_type-.html online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aus der Ehe gingen die beiden Töchter Gertrud und Lotte hervor. Ein Zwillingsbruder eines der Mädchen starb im Kindesalter. Dies war für Wiligut eine Tragödie, da er sich nach einem männlichen Erben sehnte, um ihm sein „geheimes Wissen“ vermitteln zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Goodrick-Clarke: &amp;#039;&amp;#039;Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; marixverlag, 2004, S. 159f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1908 soll er in Wien Kontakte mit [[völkisch]]en und [[Ariosophie|ariosophischen]] Kreisen und zu Mitgliedern des [[Neutempler-Orden|Lanzschen Neutemplerordens]] gepflegt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schnurbein1992-113&amp;quot;&amp;gt;Stefanie von Schnurbein: &amp;#039;&amp;#039;Religion als Kulturkritik.&amp;#039;&amp;#039; Carl Winter Universitätsverlag, Heidelberg 1992, ISBN 3-533-04582-X, S. 113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rüdiger Sünner: &amp;#039;&amp;#039;Die Schwarze Sonne. Entfesselung und Missbrauch der Mythen in Nationalsozialismus und rechter Esoterik&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg im Breisgau 1999, ISBN 3-451-05205-9, S. 69–70.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er stand der [[Edda-Gesellschaft]] nahe und schrieb unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Jarl Widar&amp;#039;&amp;#039; Gedichte für deren &amp;#039;&amp;#039;Widar&amp;#039;&amp;#039;-Hefte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schnurbein1992-113&amp;quot; /&amp;gt; Wiliguts Ideen ähnelten jenen von [[Guido von List]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;NGC283&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente er an der [[Italienfront (Erster Weltkrieg)|Süd-]] und [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ostfront]], wurde für seine Tapferkeit ausgezeichnet und 1917 zum [[Oberst]] der [[Landstreitkräfte Österreich-Ungarns 1867–1914|österreich-ungarischen Armee]] befördert. Nach Kriegsende zog er 1919 nach [[Morzg]] bei [[Salzburg]], wo er sich okkulten Studien widmete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Informationen über Wiliguts Leben vor dem Eintritt in die SS sind sehr unzuverlässig und stammen überwiegend aus Kreisen, in denen er verehrt wurde bzw. noch heute verehrt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Longerich293&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schnurbein1992-114&amp;quot;&amp;gt;Stefanie von Schnurbein: &amp;#039;&amp;#039;Religion als Kulturkritik&amp;#039;&amp;#039;. Carl Winter Universitätsverlag, Heidelberg 1992, ISBN 3-533-04582-X, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Beispiele von ONT-Schriften über Wiligut sind Rudolf J. Mund: &amp;#039;&amp;#039;Der Rasputin Himmlers. Die Wiligut-Saga&amp;#039;&amp;#039;. Volkstum-Verlag u. a., Wien u. a. 1982, ISBN 3-85342-035-4; Rudolf J. Mund, Gerhard von Werfenstein: &amp;#039;&amp;#039;Mythos Schwarze Sonne. Karl Maria Wiligut-Weisthor, der heilige Gral und das Geheimnis der Wewelsburg&amp;#039;&amp;#039;. Hans Herzig, Books on Demand 2004, ISBN 3-8334-1122-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Salzburger Nervenklinik (1924–1927) ===&lt;br /&gt;
Im November 1924 wurde Wiligut wegen einer [[Karl_Leonhard#Systematische_Schizophrenien|paraphrenen]] [[Psychose]] mit Bildung von Größen- und Beeinträchtigungsideen in die [[Universitätskliniken Salzburg#Christian-Doppler-Klinik|Salzburger Nervenklinik]] eingewiesen, in der er bis zu seiner Entlassung Anfang 1927 behandelt wurde und zwischenzeitlich nach verunglückten Geldgeschäften von seiner Frau 1925 entmündigt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clarke159&amp;quot;&amp;gt;Nicholas Goodrick-Clarke: &amp;#039;&amp;#039;Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; marixverlag, 2004, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während seines Aufenthaltes in der &amp;#039;&amp;#039;Landesheilanstalt für Nerven- und Gemütskranke&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete sich Wiligut als [[Seher]] und erklärte, der einzige Überlebende des Unterganges von [[Atlantis]] zu sein. Er spielte als [[Wahrsager]] eine wichtige Mittlerrolle bei der Verankerung des Glaubens an den neuzeitlichen Atlantismythos, als festem Bestandteil des völkischen [[Okkultismus]], wonach die [[Arier]] direkt aus der vermeintlich untergegangenen atlantidischen Zivilisation hervorgegangen seien. Diese Anschauungen wurden später hauptsächlich im Umfeld Himmlers wachgehalten. 1925 behauptete er, eine prähistorische Fundstelle ausfindig gemacht zu haben, die die These der [[Welteislehre]], eine völkisch-okkultistische Vorwelttheorie des [[österreich]]ischen Ingenieurs [[Hanns Hörbiger]], stütze.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sabine Doering-Manteuffel]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Okkulte. Eine Erfolgsgeschichte im Schatten der Aufklärung. Von Gutenberg bis zum World Wide Web&amp;#039;&amp;#039;. Siedler, München 2008. S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flucht nach Deutschland (1932) ===&lt;br /&gt;
1932 floh Wiligut vor seiner Familie und der Schande des jahrelangen Aufenthaltes in der Nervenheilanstalt nach Deutschland, wo er sich im Münchener Stadtteil [[Bogenhausen]] niederließ. Hier führte er seine Ahnenforschungen fort und wurde unter Runenokkultisten populär.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clarke159&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in der SS und im Rasse- und Siedlungshauptamt (RuSHA) (ab 1933) ===&lt;br /&gt;
Der SS-Offizier und Mitglied des [[Neutempler-Orden]]s Richard Anders machte Wiligut 1933 auf einer Konferenz der [[Nordische Gesellschaft|Nordischen Gesellschaft]] mit [[Heinrich Himmler]] bekannt. Im September 1933 trat Wiligut als Hauptsturmführer unter dem [[Pseudonym]] „Karl Maria Weisthor“ der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 10.955),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/562899&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde Himmlers engster Ratgeber in Sachen Okkultismus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Longerich292&amp;quot;&amp;gt;Peter Longerich: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Himmler. Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Siedler, München 2008, S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 1934 wurde er zum Leiter des Archivs im [[Rasse- und Siedlungshauptamt]] (RuSHA) ernannt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;NGC283&amp;quot; /&amp;gt; wo er einen bedeutenden Einfluss auf die Abteilung für Vor- und Frühgeschichte ausübte.&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Strube: &amp;#039;&amp;#039;Nazism and the Occult.&amp;#039;&amp;#039; In: Christopher Partridge (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Occult World.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London/New York 2015, S. 336–347, hier S. 340.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 20. April 1934 wurde er seinem ehemaligen militärischen Rang (Oberst) in der österreichischen Armee entsprechend zum [[SS-Standartenführer]] befördert, zum 9. November 1934 wurde er zum [[SS-Oberführer]] und zum 9. November 1936 zum [[SS-Brigadeführer]] ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Longerich295&amp;quot;&amp;gt;Peter Longerich: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Himmler. Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Siedler, München 2008, S. 295.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Auftrag Himmlers führte er von 1933 bis 1939 prähistorische Studien durch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NGC283&amp;quot;&amp;gt;Nicholas Goodrick-Clarke: &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten der Schwarzen Sonne: Arische Kulte, Esoterischer Nationalsozialismus und die Politik der Abgrenzung.&amp;#039;&amp;#039; Marix Verlag, Wiesbaden 2002, ISBN 3-86539-185-0, S. 283.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Himmler mit [[Richard Walther Darré]] auf der Suche nach einem passenden Gebäude für die SS in Westfalen war, lenkte der Architekt [[Hermann Bartels (Architekt)|Hermann Bartels]] am 3. November 1933 in Absprache mit dem Regierungspräsidenten und Jutta von Oeynhausen die Aufmerksamkeit auf die [[Wewelsburg]] bei Paderborn.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Hüser]]: &amp;#039;&amp;#039;Wewelsburg 1933 bis 1945. Kult- und Terrorstätte der SS. Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Bonifatius, Paderborn 1987, ISBN 3-87088-534-3, S. 16 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wiligut war an der Entwicklung der SS-Rituale beteiligt. Sein Einfluss auf den befreundeten Burghauptmann der Wewelsburg, [[Manfred von Knobelsdorff]], inspirierte diesen, den [[Irmin]]englauben wiederzubeleben und „germanische“ Hochzeitszeremonien für SS-Führer und deren Bräute sowie jährliche Sonnenwend- und Julfeiern für die SS und die Dorfleute von Wewelsburg zu veranstalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Goodrick-Clarke: &amp;#039;&amp;#039;Occult Roots of Nazism: Secret Aryan Cults and Their Influence on Nazi Ideology.&amp;#039;&amp;#039; S. 187; Daniela Palumbo: [https://www.relinfo.ch/wiligut/info.html#4 &amp;#039;&amp;#039;Karl Maria Wiligut.&amp;#039;&amp;#039;] 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wiligut war eine Zeit lang führend an der Umgestaltung der Wewelsburg zu einer [[NS-Ordensburg|Ordensburg]] der SS beteiligt. Im Nordturm der Burg gestaltete er ein Bodenornament, dessen Form später für das Symbol der [[Schwarze Sonne|Schwarzen Sonne]] übernommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/heraldische-figuren-symbole-und-runen-die-in-der-zeit-des-nationalsozialismus-verwendung-fanden/ &amp;#039;&amp;#039;Heraldische Figuren, Symbole und Runen, die in der Zeit des Nationalsozialismus Verwendung fanden.&amp;#039;&amp;#039;] Redaktion [[Zukunft braucht Erinnerung]], 17. August 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wiligut Runes.jpg|mini|Von Wiligut entworfene Runen&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Widar, Jarl – Whispering of Gotos – Rune-Knowledge.&amp;#039;&amp;#039; In: Hagal 11 (1934), Heft 7, S.&amp;amp;nbsp;7–15. [[Stephen Flowers]], [[Michael Moynihan]]: &amp;#039;&amp;#039;The Secret King.&amp;#039;&amp;#039; 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er entwarf den [[SS-Ehrenring|Totenkopfring]] der SS, befasste sich mit [[Runen]], [[Heraldik]] und Symbolkunde und gab an, hellseherische Fähigkeiten zu besitzen. So beriet er auch seinen persönlichen Freund Heinrich Himmler in Fragen der [[Astrologie]]. Aufgrund seines Einflusses wurde er auch als „Himmlers [[Grigori Jefimowitsch Rasputin|Rasputin]]“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Longerich292-295&amp;quot;&amp;gt;Vgl. hierzu Peter Longerich: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Himmler. Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Siedler, München 2008, S. 292–295.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wiligut legte die zeremoniellen Elemente fest, die die SS-Ideologie, die Ziele der Rassenreinheit und die territoriale Eroberung in einen geweihten Rahmen einbetten sollten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NGC283&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiligut beriet Himmler in weltanschaulichen Fragen, war ab Januar 1936 im RuSHA mit Sonderaufgaben betraut&amp;lt;ref name=&amp;quot;Longerich292f&amp;quot;&amp;gt;Peter Longerich: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Himmler. Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Siedler, München 2008, S. 292 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; und war neben dem mit ihm konkurrierenden [[Alexander Langsdorff]] an der Einrichtung der Abteilung Vor- und Frühgeschichte des RuSHAs beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Uta Halle]]: &amp;#039;&amp;#039;„Die Externsteine sind bis auf weiteres germanisch!“ Prähistorische Archäologie im Spannungsfeld völkisch-nationalsozialistischer Wissenschaft und Politik.&amp;#039;&amp;#039; Bielefeld 2002, S. 62f., 77, 355–358; Dirk Mahsarski: &amp;#039;&amp;#039;[[Herbert Jankuhn]] (1905–1990). Ein deutscher Prähistoriker zwischen nationalsozialistischer Ideologie und wissenschaftlicher Objektivität.&amp;#039;&amp;#039; Rahden 2011, S. 28, 176f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wiligut und Himmler verband das Interesse für okkulte, [[Esoterik|esoterische]] und [[Mythologie|mythologische]] Themen. Wiligut behauptete von sich selbst, er und seine Familie stammten direkt von den [[Ase]]n ab und seien deren letzte verbliebene Traditionsträger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entlassung aus der SS (1939) ===&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 1939 musste er die SS verlassen, weil er zunehmend als Scharlatan entlarvt wurde und wegen seines [[Medikamentenabhängigkeit|Medikamenten-]] und [[Alkoholismus|Alkoholmissbrauchs]] nicht mehr in der SS zu halten war. Damals wurde auch sein Aufenthalt in einer Salzburger Nervenheilanstalt von 1924 bis 1927 öffentlich bekannt sowie die Entmündigung durch seine Frau im Jahr 1925. Zudem hatte Hitler nunmehr öffentlich gegen den Okkultismus Stellung bezogen. Himmler gab dennoch die Beziehung zu Wiligut nicht völlig auf und holte mehrmals seinen Rat ein. Im Sommer 1940 entwarf Wiligut ein Grabzeichen für gefallene SS-Mitglieder. Ebenfalls 1940 lenkte er Himmlers Interesse auf archäologische Funde aus dem [[Neolithikum]] im Tal des irakischen [[Kleiner Zab|Kleinen Zabs]] in der [[Erbil (Gouvernement)|Provinz von]] [[Erbil]]. Wiligut meinte, hier einen Teil des legendären Inselreichs „[[Atlantis#Neuzeit|Atlantis]]“ gefunden zu haben und selbst von einem der damaligen [[Zauberer]] abzustammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Longerich295&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rüdiger Sünner: &amp;#039;&amp;#039;Die Schwarze Sonne. Entfesselung und Missbrauch der Mythen in Nationalsozialismus und rechter Esoterik&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg 1999, ISBN 3-451-05205-9, S. 69–70.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Entlassung aus der SS lebte Wiligut noch einige Jahre in der mittelalterlich geprägten Stadt [[Goslar]], der er sich sehr verbunden fühlte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Knolle, Friedhart |url=https://www.spurensuche-harzregion.de/?publikationen/45 |titel=Zur Umweltgeschichte der Firmen Gebr. Borchers &amp;amp; H.C. Starck und der Ahnenerbe-Rüstungsforschung der Waffen-SS in Goslar - Teil 4 - Exkurs I: &amp;quot;Himmlers Rasputin&amp;quot; Karl Maria Weisthor (Wiligut) im Goslarer Werderhof |werk=SPURENSUCHE HARZREGION E.V. |sprache=De |abruf=2025-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Militärverdienstkreuz (Österreich)|Österreichisches Militärverdienstkreuz III. Klasse mit Kriegsdekoration und Schwertern]]&lt;br /&gt;
* [[Militär-Verdienstmedaille (Österreich)|Österreichisches Silberne Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstskreuzes mit Schwertern]]&lt;br /&gt;
* [[Militär-Verdienstmedaille (Österreich)|Österreichisches Bronzene Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstskreuzes mit Schwertern]]&lt;br /&gt;
* [[Militär-Jubiläumskreuz]]&lt;br /&gt;
* [[Jubiläumserinnerungsmedaille]]&lt;br /&gt;
* [[Erinnerungskreuz 1912/13]]&lt;br /&gt;
* [[Karl-Truppenkreuz]]&lt;br /&gt;
* [[Verwundetenmedaille (Österreich-Ungarn)|Verwundetenmedaille]]&lt;br /&gt;
* [[Kriegserinnerungsmedaille (Österreich)|Österreichische Kriegserinnerungsmedaille mit Schwertern]]&lt;br /&gt;
* [[Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938]]&lt;br /&gt;
* [[Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938]]&lt;br /&gt;
* [[Kriegsverdienstkreuz (1939)|Kriegsverdienstkreuz]] (1939) II. und I. Klasse mit Schwertern&lt;br /&gt;
* [[SS-Ehrenring]]&lt;br /&gt;
* [[SS-Ehrendegen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Seyfrieds Runen.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich Schalk Verlag, Wien 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neun Gebote Gôts.&amp;#039;&amp;#039; 1908&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Darstellung der Menschheitsentwicklung aus der Geheimüberlieferung unserer Asa-Uana-Sippe Uiligotis.&amp;#039;&amp;#039; (Bundesarchiv Berlin NS 19/3671).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118633120}}&lt;br /&gt;
* [https://www.antiquariatlange.de/texte/wiligut-weisthor/ Hans-Jürgen Lange: Himmlers Erberinnerer Karl Maria Wiligut und seine Quellen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118633120|LCCN=n86867475|VIAF=59877586}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wiligut, Karl Maria}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Okkultist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur (Esoterik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der völkischen Bewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freundeskreis Himmler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des SS-Ehrenrings]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Österreichischen Militärverdienstkreuzes III. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Truppenkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1866]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wiligut, Karl Maria&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Weisthor, Karl Maria; Widar, Jarl; Lobesam&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Offizier, nationalsozialistischer Esoteriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Dezember 1866&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Januar 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Arolsen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AmicaLibri</name></author>
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