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	<title>Karl Ludwig von Woltmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T04:36:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Ludwig_von_Woltmann&amp;diff=1543939&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Herr Lehrer, ich weiß was!: Kleinkram</title>
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		<updated>2025-04-05T19:51:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Ludwig Woltmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ab 1805 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Woltmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, (* [[9. Februar]] [[1770]] in [[Oldenburg (Oldb)|Oldenburg]]; † [[19. Juni]] [[1817]] in [[Prag]]) war ein deutscher Historiker, Autor und Diplomat. Seine Frau [[Karoline von Woltmann]] (geb. Stosch, 1782–1847) war ebenfalls schriftstellerisch tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Woltmann war der Sohn von Johann Woltmann (1727–1809) und Karoline Dorothea geb. Ambrust († 1776). Er wuchs in Oldenburg auf, wo sein Vater [[Hauslehrer]] und [[Sekretär|Privatsekretär]] des dänischen Statthalters [[Rochus Friedrich zu Lynar (Diplomat)|Graf Lynar]] war, und besuchte dort ab 1781 das [[Altes Gymnasium Oldenburg|Gymnasium]]. Mit den fast gleich alten [[Gerhard Anton Hermann Gramberg]] und [[Albrecht Ludwig von Berger]] bestanden zu dieser Zeit Freundschaften. Weiteren Kontakt hatte Woltmann zu [[Gerhard Anton von Halem]] und [[Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1788 studierte er [[Rechtswissenschaft|Jura]] und Geschichte an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] und lernte dort [[Friedrich Schlegel|Friedrich]] und [[August Wilhelm Schlegel]], [[Alexander von Humboldt]] und [[Gottfried August Bürger]] kennen. In Göttingen begann er, historische Schriften zu verfassen. Im Frühjahr 1792 kehrte er ohne Studienabschluss nach Oldenburg zurück und hielt am örtlichen Gymnasium Vorlesungen über deutsche Geschichte. Noch im gleichen Jahr wurde er in die [[Literarische Gesellschaft]] Oldenburgs aufgenommen. Im Frühjahr 1793 ging er nach Göttingen zurück und gab dort Privatunterricht, Vorlesungen für Gymnasiasten und war auch literarisch tätig. In dieser Zeit legte er mit seinen Arbeiten der „historischen Belletristik“ den Grundstein zu seiner Entwicklung zu einem „Dichterhistoriker“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1794 folgte er einem Ruf als außerordentlicher Professor an der [[Philosophie|philosophischen]] Fakultät der [[Universität Jena]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Woltmann |Eintragsnummer=1 |Band=19 |Seite=350 |zenoID=20011305398}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|44|188|190|Woltmann, Karl Ludwig von|[[Max Mendheim]]|ADB:Woltmann, Karl Ludwig von }}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Jena]] fanden seine Vorlesungen große Resonanz. Daneben setzte er auch seine publizistischen Arbeiten fort und stand mit [[Friedrich Schiller]], [[Wilhelm von Humboldt]], [[Johann Gottlieb Fichte]], [[Christian Gottfried Schütz]] und [[Christoph Wilhelm Hufeland]] in Kontakt. Mit [[Johann Wolfgang von Goethe]] kam es zu einer „Art geselliger Rivalität“. Weiterhin war er mit dem Oldenburger [[Johann Friedrich Herbart]] in Kontakt und lernte flüchtig auch [[Friedrich Hölderlin]] kennen. Von Schiller wurde Woltmann zur Mitarbeit an den &amp;#039;&amp;#039;[[Die Horen (Schiller)|Horen]]&amp;#039;&amp;#039; herangezogen. Weiterhin war Woltmann als Autor historiographischer und [[Dichtung|dichterischer]] Werke, wie auch als Rezensent der „Allgemeinen Literatur-Zeitung“ tätig. An den von Schiller angeregten Arbeiten an der „Allgemeinen Sammlung historischer Memoires vom 12. Jahrhundert bis auf die neuesten Zeiten“ war er beteiligt. Für einen Plan für eine wissenschaftlich bearbeitete [[Edition]]sreihe historischer Dokumente zur [[Geschichte Deutschlands|deutschen Geschichte]] des [[Mittelalter]]s, der allerdings erst ab 1819 unter [[Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein]] als „[[Monumenta Germaniae Historica]]“ realisiert werden konnte, gilt Woltmann zumindest als Miturheber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Woltmann war nämlich ein sehr hübscher, sehr artiger, sehr feiner Mann, ein Held der Damen, ein sehr beliebter Redner, dessen saubrer, norddeutscher Accent –&amp;amp;nbsp;er kam aus Hannover&amp;amp;nbsp;– im Sachsenlande mit sehr viel Vorliebe aufgenommen wurde. Es mag seyn, daß sich zu alle dem etwas Ziererei in sein Wesen gedrängt hatte, kurz Göthe fühlte sich gar oft veranlaßt, ihn aufzuziehn, ihn anzustoßen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Woltmann kollidirte in seinen geschichtlichen Vorlesungen mit [[Schiller]], wurde nicht besonders gefördert, und verließ Jena&lt;br /&gt;
 |Autor=Heinrich Laube&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Laube: &amp;#039;&amp;#039;Moderne Charakteristiken&amp;#039;&amp;#039;. Erster Band. Löwenthal, Mannheim 1835, S. 365 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Mai 1797 kehrte Woltmann vorübergehend nach Oldenburg zurück und ging dann 1799 schließlich nach [[Berlin]], wo er 1800 als [[Resident (Nachrichtendienst)|Resident]] am [[Hofstaat #Preußen|Preussischen Hof]] in den diplomatischen Dienst des Landgrafen von [[Hessen-Homburg]] eintrat. Kurze Zeit später übernahm Woltmann als [[Geschäftsträger]] diese Funktion auch für die [[Freie Hansestadt Bremen]]. 1804 kam die Vertretung der [[Reichsstadt Nürnberg]]s und des Kurerzkanzlers [[Karl Theodor von Dalberg]] hinzu. Von 1805 bis 1810 nahm Woltmann die Funktion als Geschäftsträger dann noch für die drei freien Hansestädte [[Hamburg]], [[Lübeck]] und Bremen am preußischen Hof wahr.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Martin Lappenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des [[Verein für Hamburgische Geschichte|Vereins für Hamburgische Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, 1851, Band 3, S. 521; [https://books.google.de/books?id=048AAAAAcAAJ books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenfalls 1805 wurde er in den preußischen Adelsstand erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch literarisch war Woltmann in Berlin tätig, gab ab 1800 die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Politik&amp;#039;&amp;#039; und ab 1813 die &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Blätter&amp;#039;&amp;#039; heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1813 die [[Befreiungskriege]] begannen und im Verlauf des [[Befreiungskriege#Frühjahrsfeldzug 1813|Frühjahrsfeldzugs]] Berlin von der [[Grande Armée|französischen Armee]] bedroht wurde, verlor Woltmann seine diplomatischen Stellungen und wich nach [[Breslau]] aus. Als die Franzosen weiter vorrückten, verließ er im Sommer 1813 auch Breslau und ging weiter nach Prag. Dort veröffentlichte er weitere literarische Werke, darunter historische Werke, Memoiren und Biographien, erhielt jedoch keine erneute Anstellung im preußischen oder österreichischen Staatsdienst. In Prag verstarb er 1817. Woltmann war Angehöriger des [[Unitistenorden]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wertung ==&lt;br /&gt;
Woltmann galt als geselliger, schöpferischer Mensch, der als Romanschriftsteller und Verfasser von Prosa sowie als Autor eines umfangreichen historischen Werks von Bedeutung ist. In seinem Wirken zählt er zu den Repräsentanten des Übergangs von der [[Aufklärung]] zur [[Romantik]]. Für die [[Französische Revolution]] sowie für den jungen [[Napoleon Bonaparte]] empfand er Sympathien. Als Historiker erfüllte er allerdings die in ihn gesetzten Erwartungen nicht, gerade Schiller übte harte Kritik an seinen historischen Arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkommen ==&lt;br /&gt;
Seiner 1805 geschlossenen Ehe mit der Schriftstellerin Karoline geb. Stosch geschiedene Müchler entstammten keine Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kleine historische Schriften.&amp;#039;&amp;#039; 2 Teile, Jena 1797.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Frankreichs.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, 1797 f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Großbritanniens.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, 1799&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mathilde von Merveld. Ein Roman.&amp;#039;&amp;#039; 2 Teile, Altenburg 1799.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Historische Darstellungen.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bde., Altona 1800–1805.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das brandenburgische Haus.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1801.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lebensbeschreibungen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1806.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Westfälischen Friedens.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände, Berlin, 1808–1809.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Siegrid Westphal |Hrsg=Holger Böning u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Den Frieden erzählen in Zeiten des Krieges. Karl Ludwig Woltmanns „Geschichte des Westphälischen Friedens“ (1808/09) |Sammelwerk=Medien – Kommunikation – Öffentlichkeit. Vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Festschrift für Werner Greiling zum 65. Geburtstag |Verlag=Böhlau |Ort=Wien |Datum=2019 |ISBN=978-3-412-51669-7 |Seiten=275-288}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Memoiren des Freiherrn von S–a&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände. Band 2: Prag / Leipzig: Im deutschen Museum, 1815.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christoph Prignitz: &amp;#039;&amp;#039;Woltmann, Karl Ludwig von.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Friedl u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. im Auftrag der Oldenburgischen Landschaft. Isensee, Oldenburg 1992, ISBN 3-89442-135-5, S. 816–818; [https://www.lb-oldenburg.de/pdf/biohandb/u-z.pdf lb-oldenburg.de] (PDF).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Woltmann, Karl Ludwig von|58|99|100}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|117435007}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste multi&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER  = [[Johann Gottfried Misler (Diplomat)|Johann Gottfried Misler]]&lt;br /&gt;
| AMT        = [[Liste der hanseatischen Gesandten in Preußen|Hanseatischer Geschäftsträger in Preußen]]&lt;br /&gt;
| ZEIT       = 1805–1810&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER = [[Johann Martin Lappenberg]] (ab 1819)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117435007|LCCN=no99061917|VIAF=22918998}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Woltmann, Karl Ludwig von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hanseatischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesandter in Preußen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenorden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1770]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1817]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Woltmann, Karl Ludwig von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Woltmann, Karl Ludwig&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Februar 1770&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oldenburg (Oldb)|Oldenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Juni 1817&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Herr Lehrer, ich weiß was!</name></author>
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