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	<title>Karl Lothar Wolf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Lothar_Wolf&amp;diff=2280853&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Malabon: HC: Entferne Kategorie:NSDAP-Mitglied; Ergänze Kategorie:Zellenleiter (NSDAP)</title>
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		<updated>2026-04-20T20:03:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:NSDAP-Mitglied&quot; title=&quot;Kategorie:NSDAP-Mitglied&quot;&gt;Kategorie:NSDAP-Mitglied&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Zellenleiter_(NSDAP)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Zellenleiter (NSDAP) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Zellenleiter (NSDAP)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(Karl) Lothar Wolf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Februar]] [[1901]] in [[Kirchheimbolanden]]; † [[3. Februar]] [[1969]] in [[Mainz]]) war ein deutscher [[Chemiker]] und [[Hochschullehrer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wolf studierte [[Mathematik]], [[Physik]] und [[Chemie]] an den Universitäten [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]], [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Gießen]], [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]]. 1921 wurde er Mitglied des [[Corps Rhenania Bonn]] und des [[Corps Hassia-Gießen zu Mainz|Corps Hassia Gießen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kösener Corpslisten 1960, 12/771; 97/1142.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1926 wurde er zum [[Dr. phil.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Seit 1925 arbeitete er im [[Potsdam]]er [[Einsteinturm]]. 1927 ging er an die [[Albertus-Universität Königsberg]], an der er sich bereits 1928 in Chemie [[Habilitation|habilitierte]]. Im selben Jahr vertrat er an der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]] den [[Lehrstuhl]] für Physikalische Chemie. Nach einem Intermezzo an der [[Technische Hochschule Karlsruhe|TH Karlsruhe]] kehrte er im Oktober 1930 – im Alter von 29 Jahren – als [[Lehrstuhl|ordentlicher Professor]] nach Kiel zurück. 1933 lehnte er einen [[Berufung (Amt)|Ruf]] nach Karlsruhe ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1. Mai 1933 Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.729.714). Nach einer kurzen Amtszeit löste er 1933 an der Kieler Universität Otto Scheel ab und verblieb bis 1935 dort als [[Rektor]]. In diesen zwei Jahren forcierte er die [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische]] Umgestaltung der Hochschule. Der Skandal eines angeblichen Verhältnisses mit der Studentin [[Leiva Petersen]], der Tochter eines Kollegen, wurde vom nachfolgenden Rektor [[Georg Dahm]]  1935 als Vorwand benutzt, um Wolfs Abberufung vom [[Lehrkörper]] zu erwirken. Er ließ ihn an die [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg]] strafversetzen,&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Schönert, Literaturwissenschaft und Wissenschaftsforschung. Metzler, Stuttgart 2000  ISBN 3-476-01751-6, Seite 241.&amp;lt;/ref&amp;gt; wo er bis 1937 die kommissarische Leitung des durch die 1936 erfolgte Versetzung von [[Klaus Clusius]] vakant gewordenen außerordentlichen Lehrstuhls für Physikalische Chemie übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Koschel: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung und Differenzierung des Faches Chemie an der Universität Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Peter Baumgart]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vierhundert Jahre Universität Würzburg. Eine Festschrift.&amp;#039;&amp;#039; Degener &amp;amp; Co. (Gerhard Gessner), Neustadt an der Aisch 1982 (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Beiträge zur Geschichte der Universität Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 6), ISBN 3-7686-9062-8, S. 703–749; hier: S. 732.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Auf [[Karl Ziegler (Chemiker)|Karl Zieglers]] Betreiben kam er 1937 von dort an die [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]], wo er zeitweilig als Zellenleiter der NSDAP fungierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eberle449&amp;quot;&amp;gt;Henrik Eberle: &amp;#039;&amp;#039;Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 449.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1938 offiziell [[Lehrstuhl]]inhaber, übernahm er Rüstungsaufträge des [[Reichsamt für Wirtschaftsausbau|Reichsamtes für Wirtschaftsausbau]] (synthetische Schmiermittel). 1942 erhielt er das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[[Henry Hatt]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.de/books?id=vV1-AwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA143&amp;amp;dq=kriegsverdienstkreuz+2.+klasse+Karl+Lothar+Wolf&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=KAS7VNqRCZPsaN6-gNgE&amp;amp;ved=0CCsQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=kriegsverdienstkreuz%202.%20klasse%20Karl%20Lothar%20Wolf&amp;amp;f=false Deckname Steinbock II (Zingel, Molchfisch): Verlagerung der IG Farben (BASF) nach Unterloquitz,]&amp;#039;&amp;#039; BoD – Books on Demand, 2014, S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1943 wurde er zugleich Direktor des [[Vierjahresplan]]-Institutes für [[Grenzflächenphysik]]. 1944 erhielt er für seine Forschungen über Fettaustauschstoffe das Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde er in die [[Amerikanische Besatzungszone]] deportiert und von der Universität Halle entlassen. Nach der [[Entnazifizierung]] leitete er als [[131er]] von 1948 bis 1954 das [[Nordpfalzgymnasium]] in [[Kirchheimbolanden]]. 1955 begann er ein Laboratorium für Physik und Chemie der Grenzflächen in Kirchheimbolanden und Marienthal aufzubauen. Es wurde aus Spenden der Industrie und Zuwendungen der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]] finanziert und schließlich in die [[Fraunhofer-Gesellschaft]] überführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Vertreter der [[Deutsche Chemie|Deutschen Chemie]], deren Ideen auch Eingang in sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Theoretische Chemie&amp;#039;&amp;#039; fanden. Deren ganzheitlich-morphologische Atomtheorie mit Rückgriffen auf [[Paracelsus|Paracelsisten]] der frühen Neuzeit und [[Johann Wolfgang von Goethe]] fand allerdings bei den Nationalsozialisten und auch sonst wenig Resonanz. Anerkennung verschaffte ihm dagegen seine Beschäftigung mit Goethe und er wurde Mitherausgeber von dessen naturwissenschaftlichen Schriften in Weimar. Zu seinen Doktoranden gehörte der Wissenschaftshistoriker und Chemiker [[Rembert Ramsauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1959 erhielt Wolf die formale Stellung eines [[Emeritus|emeritierten]] [[Lehrstuhl|o. Professors]] der Physikalischen Chemie an der [[Universität Mainz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Theoretische Chemie, Leipzig: Barth, 4. Auflage 1959&lt;br /&gt;
* Tropfen, Blasen und Lamellen oder Von den Formen flüssiger Körper, Springer Verlag, Verständliche Wissenschaft 1968&lt;br /&gt;
* Elektrochemie, Aulis Verlag 1961&lt;br /&gt;
* Physik und Chemie der Grenzflächen, 2 Bände, Springer Verlag 1957, 1959&lt;br /&gt;
* mit Robert Wolff: Symmetrie, Böhlau, Münster 1956&lt;br /&gt;
* Gestalt und Symmetrie: eine Systematik der symmetrischen Körper, Niemeyer 1952&lt;br /&gt;
* Das Urbild des elementaren Atoms, Stuttgart: Metzler 1950&lt;br /&gt;
* Versuche zur Physik und Chemie der Grenzflächen mit einem Abriss ihrer Theorie und einem Exkurs über die Natur der zwischenmolekularen Kräfte, Marburg 1950&lt;br /&gt;
* mit [[Hans-Georg Trieschmann]]: Praktische Einführung in die Physikalische Chemie, Vieweg 1937,  3. Auflage, Barth 1954&lt;br /&gt;
* mit [[Wilhelm Troll]]: Goethes morphologischer Auftrag : Versuch einer naturwissenschaftlichen Morphologie, Leipzig: Akademische Verlagsgesellschaft 1940, Halle: Niemeyer 1942&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war in den 1950er und 1960er Jahren Mitherausgeber der Naturwissenschaftlichen Schriften von [[Johann Wolfgang von Goethe]] bei Böhlau in Weimar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
* [[Kriegsverdienstkreuz]] 2. Kl.&lt;br /&gt;
* Kriegsverdienstkreuz 1. Kl.&lt;br /&gt;
* Mitglied der [[Leopoldina]] (seit 1940)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 185–186.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Heiber]]: &amp;#039;&amp;#039;Universität unterm Hakenkreuz&amp;#039;&amp;#039;, Teil II: &amp;#039;&amp;#039;Die Kapitulation der Hohen Schulen&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1. Saur, München 1992, S. 442–450. ISBN 3-598-22630-6&lt;br /&gt;
* [[Henrik Eberle]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Martin-Luther-Universität in der Zeit des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Mitteldeutscher Verlag, Halle 2002, ISBN 3-89812-150-X, S. 449.&lt;br /&gt;
* Frank Kuschel: &amp;#039;&amp;#039;Mühlpfort Nr. 1 und die Physikalische Chemie an der Universität Halle. Die Geschichte eines Refugiums.&amp;#039;&amp;#039; Diepholz/Berlin 2017, S. 51–60. ISBN 978-3-86225-108-7. [https://www.gnt-verlag.de/1108 Website].&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=[[Ernst Klee]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Das Personenlexikon zum Dritten Reich&lt;br /&gt;
 | Auflage=5.&lt;br /&gt;
 | Verlag=Fischer&lt;br /&gt;
 | Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
 | Jahr=2015&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-596-16048-8&lt;br /&gt;
 | Seiten=685}}&lt;br /&gt;
* Frank Kuschel: &amp;#039;&amp;#039;Zerrissene Wissenschaft. Der Physikochemiker Karl Lothar Wolf (1901–1969) in der Chemie des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; GNT Publishing 2026. ISBN 978-3-86225-147-6, S. 196.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117445126}}&lt;br /&gt;
* {{CPH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117445126|LCCN=n/85/801324|VIAF=113161048}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wolf, Karl Lothar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karlsruher Institut für Technologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zellenleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kirchheimbolanden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gymnasiallehrer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulleiter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wolf, Karl Lothar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wolf, Lothar&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker, Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Februar 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kirchheimbolanden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Februar 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mainz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Malabon</name></author>
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