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	<title>Karl Landauer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Sciecom: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-01-03T18:48:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Psychoanalytiker Karl Landauer; zu dem Sozialdemokraten siehe [[Carl Landauer]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Karl Landauer am Sigmund-Freud-Institut in der Myliusstraße 20.jpg|mini|Die Karl-Landauer-Gedenktafel am [[Sigmund-Freud-Institut]] in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
[[File:Stolperst savignystrasse 76 landauer karl.jpg|150px|right|Stolperst savignystrasse 76 landauer karl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Landauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Oktober]] [[1887]] in [[München]]; † [[27. Januar]] [[1945]] im [[KZ Bergen-Belsen]]) war ein deutscher [[Psychoanalytiker]] und Mitbegründer des ersten [[Frankfurter Psychoanalytisches Institut|Frankfurter Psychoanalytischen Instituts]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Landauer wurde 1887 in eine alt eingesessene jüdische Bankiersfamilie in München geboren. Der Vater starb, als Landauer 13 Jahre alt war, und als einziger Sohn hatte Landauer die religiösen Pflichten des Familienoberhauptes zu übernehmen. Nach dem Abitur am [[Wilhelmsgymnasium München]] 1906 absolvierte er ein Medizin-Studium (u.&amp;amp;nbsp;a. in Freiburg und in Berlin) und die Ausbildung zum Facharzt für Nervenheilkunde an der&amp;amp;nbsp;– von [[Emil Kraepelin]] geleiteten&amp;amp;nbsp;– Münchner Universitätsklinik. 1912 ging er nach Wien, um bei [[Sigmund Freud|Freud]] eine analytische Ausbildung zu absolvieren und um an der Psychiatrischen Klinik bei [[Julius Wagner-Jauregg|Wagner-Jauregg]] zu praktizieren. Er befasste sich überwiegend mit [[Psychosen]] und den Fragen des [[Narzissmus]], leistete aber auch wesentliche Beiträge zur Psychoanalyse der Affektbildung und wurde ein wichtiger Wegbereiter der Psychoanalyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfahrung des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] ließ Landauer zum Pazifisten werden. 1916 erkrankte er schwer an Typhus und wurde danach als Arzt an ein Militärgefängnis in Heilbronn versetzt. Dort lernte er &amp;#039;&amp;#039;Lins Kahn&amp;#039;&amp;#039; kennen und heiratete sie. Nach Kriegsende ließ er sich – seit 1917 auch Vater einer Tochter ([[Eva Landauer]])  – in [[Frankfurt am Main]] nieder, ab 1923 als Psychoanalytiker in freier Praxis. Er analysierte [[Max Horkheimer]] und war mit ihm freundschaftlich verbunden. Das von Landauer mitgegründete [[Frankfurter Psychoanalytisches Institut|Frankfurter Psychoanalytische Institut]] (FPI, heute [[Sigmund-Freud-Institut]]) kooperierte mit Horkheimers [[Institut für Sozialforschung]] (IfS), in dessen Räumen es Gaststatus hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 wurden FPI und IfS geschlossen. Am 1. April 1933, dem Tag des [[Judenboykott]]s, fanden Haussuchungen bei der Familie Landauer statt, und es wurden ihnen die Pässe abgenommen. Landauer floh über Schweden nach den Niederlanden, wohin ihm im Oktober 1933 auch seine Familie folgte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer/Wolf&amp;quot;&amp;gt;[[Renate Heuer]], Siegbert Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Die Juden der Frankfurter Universität&amp;#039;&amp;#039;, Campus Verlag, Frankfurt/New York 1997, ISBN 3-593-35502-7, S. 419–423&amp;lt;/ref&amp;gt; Landauer wirkte an der Gründung einer psychoanalytischen Vereinigung mit, hielt Kontakt zum inzwischen in Genf ansässigen SfI und war als Vortragsredner und Schriftsteller tätig. 1936 hielt er bei der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung aus Anlass von Sigmund Freuds achtzigstem Geburtstag einen Vortrag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer/Wolf&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1938 und 1940 unternahm Landauer vergebliche Versuche, in die USA zu emigrieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer/Wolf&amp;quot; /&amp;gt; 1942 erhielt er [[Berufsverbot]] und wurde 1943 verhaftet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.psyalpha.net/de/biografien/karl-landauer psyalpha: Karl Landauer]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1944 wurden er, seine Frau und seine älteste Tochter Eva in das  [[Durchgangslager Westerbork]] gebracht und von dort am 15. Februar 1944 ins [[KZ Bergen-Belsen]] deportiert. Landauer starb dort im Januar 1945 den Hungertod; seine Frau Lins und die Tochter Eva überlebten das KZ. Zwei jüngere Kinder Landauers hatten sich ihrer Verhaftung durch die Nazischergen entziehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich des 100. Geburtstag der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Goethe-Universität]] sind am 17. Oktober 2014 fünf Stolpersteine Für Karl Landauer, seine Frau und seine drei Kinder in der [[Liste der Stolpersteine in Frankfurt-Westend|Savignystraße 76]] verlegt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spontanheilung einer Katatonie.&amp;#039;&amp;#039; Zeitschrift für ärztliche Psychoanalyse 2 (1914), 441–459&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Passive Technik: Zur Analyse narzißtischer Erkrankungen.&amp;#039;&amp;#039; Intern. Zeitschrift f Psychoanalyse 10 (1924), 415–422&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Affekte und ihre Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Imago 22 (1936), 275–291&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Affekte und andere Schriften zur Ich-Organisation.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Hans-Joachim Rothe. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt/Main 1991, ISBN 3-596-42325-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Elke Mühlleitner: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Psychoanalyse&amp;#039;&amp;#039;. Die Mitglieder der Psychologischen Mittwoch-Gesellschaft und der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung 1902–1938. Tübingen 1992.&lt;br /&gt;
* HJ Rothe: &amp;#039;&amp;#039;Ein exemplarisches Schicksal: Karl Landauer (1887–1945).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Tomas Plänkers]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;Psychoanalyse in Frankfurt am Main&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen 1996, S.&amp;amp;nbsp;87–108.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Karl Landauer}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123979323}}&lt;br /&gt;
* [https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=1907322&amp;amp;_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=29627408 Stolpersteine für: Landauer, Karl, Karoline, Eva, Suse und Paul]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123979323|LCCN=n/89/663744|VIAF=19742668}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Landauer, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychoanalytiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Bergen-Belsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Frankfurt am Main ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Durchgangslager Westerbork]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Landauer, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Psychoanalytiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Oktober 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Januar 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Bergen-Belsen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sciecom</name></author>
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