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	<title>Karl Kunkel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Kunkel&amp;diff=877384&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-23205-18: Weitere Belegangabe</title>
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		<updated>2026-04-20T14:17:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weitere Belegangabe&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Kunkel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. November]] [[1913]] in [[Jeziorany|Seeburg/Ostpreußen]]; † [[30. Januar]] [[2012]] in [[Bensheim]]&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Josef Bänker: [https://www.morgenweb.de/bergstraesser-anzeiger_artikel,-bensheim-er-war-mit-herz-und-seele-priester-_arid,62527.html &amp;#039;&amp;#039;Zum Tod von Geistlichem Rat Karl Kunkel – Er war mit Herz und Seele Priester.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Bergsträßer Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; vom 1. Februar 2012, abgerufen am 21. März 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Chwalek: Artikel über Pfarrer Karl Kunkel im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon im Verlag Traugott Bautz GmbH, Band XLVIII (2025), Spalten 929-934.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischer]] [[Priester (Christentum)|Priester]].  Da er in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] in Verdacht geraten war, Kontakte zum „feindlichen Ausland“ unterhalten zu haben, war er als „[[KZ-Häftling#Sonderhäftlinge|Sonderhäftling]]“ in den Konzentrationslagern [[Konzentrationslager Ravensbrück|Ravensbrück]] und [[Konzentrationslager Dachau|Dachau]] interniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Kunkel stammt aus einer katholischen Gastwirtsfamilie in Ostpreußen. Nach dem Abitur studierte er zunächst am [[Lyceum Hosianum]], später an den Universitäten [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] [[Theologie]]. Am 6. März 1938 empfing er durch den Bischof von [[Bistum Ermland|Ermland]], [[Maximilian Kaller]], die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]]. Danach war er bis 1942 [[Kaplan]] in [[Olsztyn|Allenstein]], wo er sich besonders der Jugendarbeit widmete. Anschließend trat er eine Stelle als Kaplan in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] an und war dort im Nebenamt Standortpfarrer. In dieser Funktion oblag ihm auch die seelsorgerische Betreuung der in Königsberg untergekommenen Verwundeten und der dort inhaftierten Soldaten. So gehörte die geistliche Begleitung der zum Tod verurteilten Militärangehörigen bei zahlreichen Hinrichtungen zu seinen Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in seiner Zeit als Jugendseelsorger, in der Karl Kunkel unter anderem die – aus Sicht der Nationalsozialisten illegalen – Gruppenstunden seiner Pfarrjugend als „Bibelstunden“ zu tarnen gesucht hatte, und weil er in seinen Predigten Verbindungen zwischen „Hitlerbewegung mit dem Atheismus“ aufgezeigt hatte, war der junge Kaplan von der [[Gestapo]] wiederholt einbestellt und verwarnt worden. Anfang 1944 wurde die Gestapo erneut auf ihn aufmerksam, weil ihn ein ehemaliger Studienkollege bei einem Verhör als einen „Mann mit Auslandskontakten“ bezeichnet hatte. Er wurde verdächtigt, geheime Verbindungen zu Regimegegnern im Ausland unterhalten zu haben. Am 15. Juli 1944 wurde Kunkel verhaftet und zur Vernehmung in das [[KZ Ravensbrück]] gebracht. Als die Gestapo trotz Misshandlungen keine verdächtigen Machenschaften entdecken konnte, blieb Karl Kunkel in Ravensbrück als „Sonderhäftling“ inhaftiert. Als die Front näherrückte, wurde er am 23. Februar 1945 in das KZ Dachau verlegt. Obwohl er als Kaplan kein hoher kirchlicher Würdenträger war, wurde er dort nicht wie die anderen Priester im [[Pfarrerblock (KZ Dachau)|Pfarrerblock]] des Häftlingslagers, sondern in der Abteilung für [[geistliche]] Sonderhäftlinge des Lagergefängnisses (Bunker) untergebracht. In diesem separaten Zellentrakt war er gemeinsam mit dem französischen Bischof von [[Clermont-Ferrand]], [[Gabriel Piguet]], dem Münchener [[Domkapitular]] [[Johannes Neuhäusler]], dem [[Schriftleitergesetz|Schriftleiter]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Münchner Kirchenzeitung|Münchner Katholischen Kirchenzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Prälat]] [[Michael Höck]], und dem prominenten [[evangelisch]]en  Regimegegner Pfarrer [[Martin Niemöller]] interniert. Am Abend des 24. April 1945 wurde Karl Kunkel mit den anderen Sonderhäftlingen von einem [[SS]]-Sonderkommando aus dem Konzentrationslager Dachau abgeholt und auf Umwegen in das [[Hochpustertal]] in [[Südtirol]] gebracht. Dort wurden er und seine Mithäftlinge am [[Befreiung der SS-Geiseln in Südtirol|4. Mai 1945 von der amerikanischen  Armee befreit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Juli 1945 übernahm Karl Kunkel  als [[Spiritual]] im Missionskloster der [[Dominikanerinnen]] im oberbayerischen [[Schlehdorf]] eine neue seelsorgerische Aufgabe. Da er damals nicht mehr in sein ostpreußisches Heimatbistum zurückkehren konnte, wirkt er ab 1950 im [[Bistum Mainz]]. Er war erster Rektor des wieder eröffneten [[Theologenkonvikt|Bischöflichen Konvikts]] in [[Bensheim]]. 1956 wurde er Pfarrer der Pfarrei Maria Hilf in [[Mainz-Kostheim]], wo er bis zu seinem Ruhestand 1979 tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach seiner Pensionierung ließ sich Karl Kunkel weiterhin in Dienst nehmen, er arbeitete im Seelsorgeteam einer Pfarrgemeinde in Bensheim mit und blieb Seelsorger der [[Maria-Ward-Schwestern]]. Zudem leistete er als einer der wenigen noch lebenden ehemaligen KZ-Häftlinge wichtige Aufgaben als [[Zeitzeuge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anerkennung seiner langjährigen seelsorgerischen Arbeit wurde Pfarrer Kunkel von seinem Bischof der Ehrentitel „[[Geistlicher Rat]]“ verliehen. Im März 2003 feierte er sein Eisernes, 2008 sein 70-jähriges Priesterjubiläum.  Am 30. Januar 2012 verstarb Karl Kunkel im Alter von 98 Jahren in [[Bensheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.gedenkstaettenpaedagogik-bayern.de/Bunker/kunkel.htm Karl Kunkel] auf www.gedenkstaettenpaedagogik-bayern.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=189483598|VIAF=221041548}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kunkel, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geistlicher Rat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bensheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ostpreußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2012]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kunkel, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher römisch-katholischer Priester&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. November 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Jeziorany|Seeburg/Ostpreußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Januar 2012&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bensheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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