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	<title>Karl Kowarik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 6. Juni 2024 um 20:07 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|behandelt den nationalsozialistischen Politiker. Zum gleichnamigen Musiker vgl. [[Karl Kowarik (Musiker)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:KowarikKarl.jpg|mini|Karl Kowarik]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Josef Kowarik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. April]] [[1907]] in [[Wien]]; † [[6. Mai]] [[1987]] ebenda) war ein österreichischer Politiker ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]], [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]]). Er war während der 1930er-Jahre ein führendes Mitglied der österreichischen [[Hitlerjugend]] und engagierte sich nach 1945 in der [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und Ausbildung (1907 bis 1926) ===&lt;br /&gt;
Kowarik absolvierte Volksschule und Realschule. Er legte die [[Matura]] ab und studierte Forstingenieurwesen an der [[Hochschule für Bodenkultur]] und Volkswirtschaft an der [[Universität Wien]]. Bereits während seiner Realschulzeit war er Organisationsleiter des &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Mittelschülerbund|Deutschen Mittelschülerbundes]]&amp;#039;&amp;#039;. 1919 gehörte er für ein Jahr dem &amp;#039;&amp;#039;[[Bund der Adler und Falken]]&amp;#039;&amp;#039; an und ab 1919 dem deutsch-völkischen [[Deutscher Turner-Bund|Deutschen Turnbund]], in welchem er später Jugend-, Frauen- und Mänerturnwart sowie Dietwart und Wehrturnleiter wurde. Während seiner Studentenzeit leitete er das Leibesübungsamt der [[Deutsche Studentenschaft|Deutschen Studentenschaft]], in der er auch als Organisationsleiter und Zweiter Sprecher tätig war. Bis 1925 war Kowarik außerdem Mitglied im [[Wandervogel]]; dann wechselte er in die [[Deutsch-Sozialistische Arbeiterjugend]]. Als [[Artamanen|Artamane]] war er gegen polnische Saisonarbeiter in Sachsen und Ostpreußen aktiv.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- auskommentiert, s. Disk: war beeinflusst durch seinen Vater, der in der [[Großdeutsche Partei|Grossdeutschen Partei]] [[Georg Schönerer]]s aktiv war, und entwickelte so bereits früh pangermanistische Ansichten. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Karriere (1926 bis 1945) ===&lt;br /&gt;
Im April 1926 gehörte Kowarik zu den Mitbegründern der Hitlerjugend (HJ) in Oberdonau und war ab Oktober 1926 Mitglied der HJ. Als Mitglied des [[Vaterländischer Schutzbund|Vaterländischen Schutzbundes]] war er ab 1926 Kommandant im Studentenfreikorps, der [[Deutsche Akademische Legion|Deutschen Akademischen Legion]] und Mitglied im [[Freikorps Roßbach]]. Dabei beteiligte er sich an der Niederschlagung „marxistischer Unruhen“ und an der „Organisation der Hochschulunruhen gegen die Überfremdung der österreichischen Hochschulen durch Ostjuden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Buddrus: &amp;#039;&amp;#039;Totale Erziehung für den totalen Krieg. Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitik.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 2003, ISBN 3-598-11615-2, S. 1170.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kowarik absolvierte eine Ausbildung im österreichischen Bundesheer. Noch bevor er zum 6. Oktober 1930 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Österreichs – Hitlerbewegung|NSDAP]] beitrat ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 300.735),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/537366&amp;lt;/ref&amp;gt; war er 1929/30 [[Blockwart]] der NSDAP-Bezirksgruppe [[Währing]] im Parteigau Wien. Er wurde anschließend NSDAP-Sprengelgruppenleiter und stellvertretender Propagandaleiter in Währing. Ab Jänner 1931 fungierte er als Sportreferent im HJ-Bann Wien, wurde im April 1931 zum Bannführer befördert und übernahm im Juni 1932 die Führung des HJ-Bannes Wien. Im November 1933 zum Oberbannführer befördert, wurde er außerdem mit der Führung des HJ-Bannes Niederösterreich beauftragt. Im April 1934 wurde er stellvertretender Gaubannführer für die gesamte Ostmark und Mitglied der österreichischen Landesleitung der NSDAP sowie Jugendreferent im NSDAP-Gau und bei der [[Sturmabteilung|SA]]-Gruppe Wien. Im Mai 1934 wurde er Gebietsinspekteur des HJ-Gebietes Österreich mit sämtlichen Vollmachten des [[Reichsjugendführer]]s zur Führung der HJ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit dem [[Juliputsch]] der Nationalsozialisten 1934 wurde Kowarik zur Berichterstattung und Anleitung in das Deutsche Reich beordert und im Reich eingesetzt, nachdem alle österreichischen HJ-Dienststellen von der Polizei aufgelöst worden waren. So wurde er im Oktober 1934 Gebietsinspekteur der HJ-Gebietes Baden und Führer des Grenzbannes [[Lörrach]], ab November 1935 Führer des HJ-Bannes [[Mannheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1936 ging Kowarik illegal nach Österreich, um dort die verbotene HJ wieder aufzubauen. Er fungierte als „verantwortlicher Leiter für die gesamte NS-Jugend Österreichs“ und erfüllte „Sonderaufgaben für den Südosten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Buddrus: &amp;#039;&amp;#039;Totale Erziehung für den totalen Krieg. Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitik.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 2003, ISBN 3-598-11615-2, S. 1171.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem „[[Anschluss Österreichs]]“ wurde Kowarik im März 1938 als österreichischer HJ-Führer abberufen, im [[Reichsgau Wien]] in der Gauinspektion eingesetzt sowie stellvertretender Gauinspekteur für politische und wirtschaftliche Fragen. Ab Februar 1939 saß er auch im Rat und Beirat der Stadt Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1940 berief [[Josef Bürckel]] Kowarik zum NSDAP-[[Kreisleiter]] und [[Gauredner]]. [[Baldur von Schirach]] ernannte ihn im Oktober 1940 außerdem zum kommissarischen und im April 1941 zum regulären Führer des HJ-Gebietes Wien. Zugleich übernahm Kowarik die Leitung des Gaujugendamtes Wien. Im März 1942 trat er im Nachrückverfahren für den gefallenen [[Max Hölzel]] als Abgeordneter in den [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|nationalsozialistischen Reichstag]] ein, dem er bis zum Ende der NS-Herrschaft angehörte. Zugleich fungierte er bis April 1944 als Oberbereichsleiter Kreisleiter des Kreises 8 im NSDAP-Gau Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kowarik trat am 20. April 1939 in die [[Schutzstaffel|SS]] ein (SS-Nummer 340.701).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/537366&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Range eines [[SS-Sturmbannführer]]s absolvierte er von April bis Oktober 1940 eine Ausbildung in der [[Leibstandarte SS Adolf Hitler|SS-Leibstandarte „Adolf Hitler“]] in [[Lublin]] und wurde dann „unabkömmlich“ gestellt. Ab August 1941 gehörte er einer SS-Kriegsberichter-Kompanie an. Ab November 1943 war er als Ausbilder und Leiter der weltanschaulichen Schulung beim [[SS-Panzer-Grenadier-Ausbildungs- und Ersatzbataillon 2]] in [[Prag]] und von Mai bis September 1944 in der [[SS-Truppenübungsplatz Böhmen|SS-Panzer-Grenadier-Schule Kienschlag]]. Er wurde im November 1944 zum [[SS-Obersturmbannführer]] befördert und ging auf einen Kriegsbeschädigten-Lehrgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach 1945 war Kowarik eine Zentralfigur im österreichischen Nachkriegsfaschismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949/1949 leitete Kowarik gemeinsam mit [[Wilhelm Höttl]], [[Erich Kernmayer]] und einem ungarischen SS-Mann ein großes antikommunistisches Spionageunternehmen im Auftrag des [[USA|US-amerikanischen]] [[Geheimdienst]]es [[Counter Intelligence Corps]] (CIC, Vorläufer der [[CIA]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.profil.at/oesterreich/history/wie-us-geheimdienst-ex-nazis-fpoe-gruendung-370249 Wie der US-Geheimdienst Ex-Nazis anheuerte und so die FPÖ-Gründung förderte] [[Profil (Zeitschrift)|Profil]], 4.&amp;amp;nbsp;Dezember 2013; Markus Sulzbacher: [https://www.derstandard.at/story/2000106992803/ Wie die CIA der FPÖ auf die Beine half] [[Der Standard]], 3.&amp;amp;nbsp;August 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1957 bis 1960 amtierte er als Generalsekretär der [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]], außerdem organisierte er verschiedene Jugendbünde, die sich unter anderem an der Bekämpfung des [[Oktoberstreiks 1950|Massenstreiks von 1950]] beteiligten. 1975 versuchte er eine Österreichisch-[[Rhodesien|Rhodesische]] Gesellschaft zu gründen, was jedoch durch den damaligen Innenminister [[Otto Rösch]] untersagt wurde. Hinzu kam eine eifrige Tätigkeit in der [[World Anti-Communist League]] (WACL).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kowariks Sohn [[Helmut Kowarik]] (* 1943) war Abgeordneter der FPÖ im Wiener Gemeinderat.&amp;lt;!--https://www.wien.gv.at/advuew/internet/AdvPrSrv.asp?Layout=politiker&amp;amp;Type=K&amp;amp;POLLAY=histpolsuche&amp;amp;PERSONCD=2012052307331098&amp;amp;SUCHNAME=Kowarik%20Helmut&amp;amp;HP=Y&amp;amp;PERIODE=&amp;amp;RF=02&amp;amp;ICD=2011021810192827--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Buddrus]]: &amp;#039;&amp;#039;Totale Erziehung für den totalen Krieg. Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitik.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 2003, ISBN  3-598-11615-2.&lt;br /&gt;
* [[Joachim Lilla]], Martin Döring, Andreas Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kowarik, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsche Studentenschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreisleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FPÖ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Hitlerjugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Jugendbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kowarik, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kowarik, Karl Josef (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Politiker (NSDAP, VdU, FPÖ), Mitglied des Reichstags&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. April 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Mai 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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