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	<title>Karl Knoch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Grubenhagener am 6. Dezember 2023 um 18:57 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Heinrich Knoch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Januar]] [[1883]] in [[Marburg]]; † [[8. Januar]] [[1972]] in [[Offenbach am Main]]) war ein deutscher [[Klimatologie|Klimatologe]], der zahlreiche Schriften im Bereich der Meteorologie, speziell der Klimatologie, veröffentlichte. Er befasste sich vor allem mit den Teilbereichen Agrar- und Bioklimatologie sowie der Weltklimakunde. Karl Knoch wurde als &amp;#039;&amp;#039;Vater der deutschen Klimatologie&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EN2&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;In memoriam. Professor Dr.&amp;amp;nbsp;phil. Karl Knoch&amp;amp;nbsp;†.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für angewandte Bäder- und Klimaheilkunde.&amp;#039;&amp;#039; 1972, S. 313–316&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Knoch wurde als Sohn von Heinrich Bernhard Knoch und Anna Katharina Knoch in Marburg als ältestes von fünf Kindern geboren. Von 1901 bis 1905 [[Studium|studierte]] er in seiner Geburtsstadt und in [[Berlin]] Naturwissenschaften. Dabei belegte er Kurse in [[Geometrie]], [[Physik]], [[Chemie]], [[Geographie]], [[Mathematik]], [[Geodäsie]], [[Philosophie]] und [[Logik]]. Während seines Studiums wurde er 1901 Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Marburger Burschenschaft Germania]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 252.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Unsere Toten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaftliche Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, 87. Jg. (1972), H. 3, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1905 nahm er eine Stelle als „wissenschaftlicher Hilfsarbeiter“ (heute: [[Wissenschaftlicher Assistent|Assistent]]) in Berlin an, bevor er 1906 bei Theobald Fischer mit einer Arbeit über die Niederschlagsverhältnisse der [[Atlas (Gebirge)|Atlasländer]] [[Promotion (Doktor)|promovierte]] und ein Jahr später ins Königlich Preußische Meteorologische Institut einstieg. Trotz gesicherten Arbeitsplatzes und Doktortitel meldete er sich 1914 freiwillig als Soldat in den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Er kämpfte bis 1918 unter anderem in [[Frankreich]], [[Italien]] und [[Russland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1919 arbeitete er als [[Observator]]. In dieser Zeit entschied sich unter dem Einfluss [[Gustav Hellmann]]s zudem die Richtung seiner späteren Forschungen. Die Heirat am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 1920 mit Margarete Reimer folgte in der deutschen Hauptstadt. Nach [[Habilitation]] 1925, Ernennung zum außerordentlichen [[Professor]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Universität Berlin]] 1928 und Übernahme eines Lehrauftrages an der [[Hochschule|Landwirtschaftlichen Hochschule]] derselben Stadt wurde Knoch 1929 zum Leiter der Klima-Abteilung des Preußischen Meteorologischen Institutes ernannt. 1921 hatte er zusammen mit Hellmann, von Elsner und Henze einen Klima-Atlas für Deutschland veröffentlicht. 1927 unternahm er eine Reise nach [[Südamerika]], um dort seine Klimaforschungen fortzuführen.&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse dieser Reise veröffentlichte er 1930 &amp;#039;&amp;#039;(Die Klimakunde von Südamerika).&amp;#039;&amp;#039; 1935 konnte Knoch nach der Gründung des [[Reichswetterdienst]]es, zu dessen Direktor er ernannt wurde, die klimatologische Praxis nutzbringend auf Landwirtschaft und Medizin übertragen. Diese Bereiche förderte er bis zu seinem Lebensende. 1940 wurde er Honorarprofessor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jener Zeit kreuzten sich seine Wege auch mit [[Hermann Flohn]], der in seiner Abteilung arbeitete und Knoch als „erstklassigen Meteorologen“ im Gedächtnis behielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EN3&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.wmo.int/pages/publications/bulletin_en/interviews/flohn_en.html | archive-is=20121213010119 | text=Interview With Professor H. Flohn}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch persönlichen Einsatz rettete Karl Knoch 1945/46 [[Archiv]] und [[Bibliothek]] des Reichswetterdienstes. Die Dokumente fielen nach Zwischenstationen in [[Groß Leuthen]] (1943) und in [[Thüringen]] den amerikanischen Besatzern in die Hände, für die Knoch sie schließlich nach Abgabe Thüringens an Russland mit amerikanischen Lastwagen und Eisenbahnen nach [[Wiesbaden]] brachte. Nach einem kurzen Aufenthalt gelangten sie schließlich nach [[Bad Kissingen]] ins Zentralamt für den Wetterdienst in der [[Amerikanische Besatzungszone|US-Zone]]. Hermann Flohn sagte später, in Knochs Einsatz habe sich „echte Hingabe für die Wissenschaft“ gezeigt, für die die Meteorologen ihm „unsterblichen Dank“ schuldeten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EN3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1949 wurde die [[Ausstellung]] &amp;#039;&amp;#039;Klima und Mensch&amp;#039;&amp;#039; eröffnet, die Knoch erschaffen hatte. Ab dieser Zeit und bis zu seinem Tode war er weiterhin sehr produktiv. Er verfasste gerade in der Nachkriegszeit zahlreiche Arbeiten. 1959 zog er von Bad Kissingen nach Offenbach. Am 1. Februar 1953 war er pensioniert worden, dennoch arbeitete er fortlaufend und wirkte unter anderem beim Weltseuchenatlas mit, überarbeitete die Klimaatlanten der Bundesländer, schrieb in bemerkenswert früher Zeit das Werk &amp;#039;&amp;#039;Haben wir eine wirksame Gesetzgebung im Kampf gegen die Verschmutzung der Luft?&amp;#039;&amp;#039; und arbeitete noch in den letzten Jahren an dem umfangreichen Werk &amp;#039;&amp;#039;Kurortprobleme&amp;#039;&amp;#039;, das jedoch nicht mehr gedruckt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Prof. Karl Knoch (1972).jpg|mini|hochkant|Knochs Grab, aufgenommen 1972]]&lt;br /&gt;
1972 verstarb Knoch in [[Offenbach am Main]]. Er hinterließ mit Margarete Reimer zwei Söhne. In einem Nachruf wurde er mit den Worten &amp;#039;&amp;#039;„Karl Knoch vereinigte in sich die oft gerühmten vorbildlichen Eigenschaften des preußischen Beamten, die hohe Intelligenz und den Fleiß des zielbewussten genialen Forschers und die Geradlinigkeit des hervorragenden, keine Mühe und Hindernisse scheuenden Organisators, dabei allem Neuen aufgeschlossen und persönlich von größter Bescheidenheit und Bedürfnislosigkeit.“&amp;#039;&amp;#039; geehrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EN2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Meteorologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knoch erschuf auf der Grundlage der Arbeiten [[Gustav Hellmann]]s den Bereich der Klimatologie für den deutschen Wetterdienst neu, trieb ihn voran und unterstützte ihn mit zahlreichen Forschungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebte zudem eine Zeit zahlreicher Umstürze und Neuanfänge, sodass er über das Preußische Königliche Meteorologische Institut über den Reichswetterdienst bis zum Deutschen Wetterdienstes drei Organisationen miterlebte und -gestaltete. Gerade bei den beiden letzteren leistete er einen bedeutenden Beitrag zur Organisation und Etablierung neuartiger Teilgebiete und Anwendungsmöglichkeiten der Meteorologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später förderte er die Kurortklimaforschung enorm und half mit, eine einheitliche Ordnung zur Messung der Effektivität von [[Kurort]]en in bestimmten physischen und psychischen Zuständen der betreffenden Kurgäste auf den Weg zu bringen. Er galt dabei als Pionier der Zusammenarbeit von Ärzten und Klimatologen auf Seiten letzterer und betonte immer die Bedeutung dieser Kooperation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Ehrenmitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knoch war Träger des [[Bundesverdienstkreuz|Großen Bundesverdienstkreuzes]], welches er 1953 zu seinem 70.&amp;amp;nbsp;Geburtstag erhielt, und wurde am gleichen Tag mit der Zugspitze-Medaille geehrt. Auch die selten verliehene Wetterdienstplakette wurde ihm zuteil. Schließlich war er nicht nur Ehrenmitglied zahlreicher meteorologischer Gesellschaften, sondern auch der Deutschen Gesellschaft für [[Balneologie]], Bioklimatologie sowie physikalische [[Therapie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;EN2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knoch war Mitglied des [[Deutscher Alpenverein|Deutschen Alpenvereins]] und im [[Rhönklub]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
=== Schriften ===&lt;br /&gt;
Knoch verfasste in seinem Leben 175 Veröffentlichungen. Zu den wichtigsten zählen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse von Höhenwindmessungen auf dem Nordatlantischen Ozean und dem Karibischen Meer im April u. Mai 1927&amp;#039;&amp;#039;. Friederichsen, de Gruyter &amp;amp; Co., Altona 1928.&lt;br /&gt;
* Mit E. Blanck, K. Rehorst u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Verwitterungslehre und ihre klimatologischen Grundlagen&amp;#039;&amp;#039;. Julius Springer, Berlin 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klimakunde von Südamerika&amp;#039;&amp;#039;. Gebrüder Borntraeger, Berlin 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klima und Klimaschwankungen&amp;#039;&amp;#039;. Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klima-Atlas von Hessen&amp;#039;&amp;#039;. Dt. Wetterdienst in der US-Zone, Bad Kissingen 1950.&lt;br /&gt;
* mit Alfred Schulze: &amp;#039;&amp;#039;Methoden der Klimaklassifikation&amp;#039;&amp;#039;. Perthes, Gotha 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Klima-Atlas von Bayern&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Wetterdienst, Bad Kissingen 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Landesklima–Aufnahme, Wesen und Methodik&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Wetterdienst, Bad Kissingen 1963.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Anmerkung: Viele weitere wichtige Beiträge erschienen in Zeitschriften, Mitteilungen des Deutschen Wetterdienstes oder in den „Abhandlungen des Königlich-Preussischen Meteorologischen Instituts“. Diese werden hier nicht aufgeführt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Klima und Mensch&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
1949, 1950 und 1952 öffnete die von Knoch ins Leben gerufene Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Klima und Mensch&amp;#039;&amp;#039; an den Orten Bad Kissingen, Karlsruhe und erneut Bad Kissingen ihre Tore. Sie zeigte den Zusammenhang zwischen dem Menschen, spezieller seinem Wohlbefinden und dem Klima.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einzelnachweis2&amp;quot;&amp;gt;Führer durch die Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Klima und Mensch&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Wetterdienst in der US-Zone, 1949.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ausstellung konnte als Erfolg verbucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|12|198||Knoch, Karl|Herman Flohn|118723782}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118723782}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118723782|VIAF=30331808}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Knoch, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meteorologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Knoch, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Knoch, Karl Heinrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Klimatologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Januar 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Marburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Januar 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Offenbach am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grubenhagener</name></author>
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