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	<title>Karl Julius Beloch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T16:53:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Julius_Beloch&amp;diff=379977&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2025-08-20T13:37:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Carl Julius Belloch.jpg|mini|hochkant|Karl Julius Beloch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Beloch Karl Julius Grab in Rom.jpg|mini|294x294px|Grab auf dem [[Protestantischer Friedhof (Rom)|Nichtkatholischen (Protestantischen) Friedhof Rom]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Julius Beloch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Januar]] [[1854]] in [[Pieszków|Petschkendorf]] in [[Lubin|Lubin-Gmina]]; † [[1. Februar]] [[1929]] in [[Rom]]) war ein deutscher [[Althistoriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Beloch, der Sohn eines [[Niederschlesien|niederschlesischen]] Rittergutsbesitzers war, litt früh an [[Tuberkulose]], was ihn zu Aufenthalten in [[Italien]] zwang. Er studierte an den Universitäten [[Universität Palermo|Palermo]] und [[Rom]] sowie in [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und wurde dort 1875 [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Im Jahr 1877 [[Habilitation|habilitierte]] er sich in Rom und trat dort, an der [[Sapienza Universität von Rom|Sapienza]], auch zwei Jahre später eine außerordentliche Professur für Alte Geschichte an. Einer seiner Gasthörer war der spätere Papst [[Pius XII.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beloch stand den antiken Quellen sehr skeptisch gegenüber und vertrat die Methodik einer neuen (oft allerdings sehr subjektiven) Rekonstruktion. In der deutschen Wissenschaft galt er als Außenseiter, zumal er mit [[Theodor Mommsen]] heftig aneinandergeriet, der Belochs Berufung an die [[Universität Greifswald]] verhinderte; stattdessen trat Mommsens Schüler [[Otto Seeck]] die dortige Professur an. Der selbstbewusste Beloch kam in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Der italische Bund unter Roms Hegemonie&amp;#039;&amp;#039; (1880), in dem er unter anderem statistische Methoden anwandte und die Quellen sehr kritisch prüfte, zu anderen Schlussfolgerungen als Mommsen, worauf dieser mit einer scharfen und teils gehässigen Replik antwortete.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Theodor Mommsen: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Berlin 1908, S. 249.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beloch sollte dies nie vergessen. Und auch wenn Beloch zweifellos hochintelligent war (seine Fähigkeiten, etwa als Wirtschaftshistoriker, wurden ihm auch von Mommsen nie grundsätzlich abgesprochen), konnte er bisweilen selbst sehr selbstgerecht und böswillig urteilen, ebenso wie sich teilweise sein [[Antisemitismus (bis 1945)|Antisemitismus]] bemerkbar machte, der ihn unter anderem zu einem negativen Urteil über [[Karthago]] führte. Auch [[Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff]] äußerte sich über die Persönlichkeit Belochs eher ungünstig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des Streits mit Mommsen konnte Beloch nie wieder in Deutschland Fuß fassen. Er blieb als Professor in Rom und übte eine für die Entwicklung der italienischen Altertumswissenschaft sehr einflussreiche Lehrtätigkeit aus. Mommsen verhinderte 1889 mit einem scheinbar neutral formulierten Gutachten die Berufung Belochs nach [[Universität Breslau|Breslau]], wo die vakante Professur [[Eduard Meyer]]s dann vom Mommsenschüler [[Ulrich Wilcken]] übernommen wurde, obwohl Meyer selbst Beloch favorisiert hatte. 1912, einige Jahre nach Mommsens Tod, trat dieser doch noch ein Ordinariat in [[Universität Leipzig|Leipzig]] an, das er aber bereits im folgenden Jahr aufgrund des Gesundheitszustands seiner Ehefrau wieder aufgab und nach Rom zurückkehrte. 1926 wurde er zum auswärtigen Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Göttinger Akademie der Wissenschaften]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Band 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen. Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Band 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beloch verfasste eine mehrbändige &amp;#039;&amp;#039;Griechische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, deren Besonderheit darin lag, dass jeder der vier Hauptbände aus je zwei Teilbänden bestand. In einem davon gibt Beloch eine Erzählung der Ereignisse, im anderen erfolgte eine ausführliche Diskussion, wie er zu seiner Auffassung gelangt ist. Seine wichtigste Abweichung von der gängigen Lehrmeinung bestand darin, dass er annahm, dass zwischen der [[Mykenische Zeit|Mykenischen Zeit]] und der [[Antikes Griechenland#Griechenland in der archaischen Zeit|Archaischen Zeit]] keine Dunklen Jahrhunderte existiert hätten. Hervorzuheben ist auch seine Bewertung des [[Perikles]] hinsichtlich des Ausbruchs des [[Peloponnesischer Krieg|Peloponnesischen Kriegs]]. Das Werk war sehr einflussreich und gilt bis heute, trotz neuerer Forschungsergebnisse, noch immer in vielem als wegweisend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls als Standardwerk gilt seine Arbeit über die Demographie der alten Welt, die, trotz mancher neuerer Erkenntnis und einiger Korrekturen, wohl recht genau war. So berechnete er die Bevölkerungszahl des Imperiums zur Zeit des [[Augustus]] auf etwa 54 Millionen Menschen, wobei der griechische Osten des Reiches stärker bevölkert gewesen sei als der Westen. Außerdem veröffentlichte er unter anderem auch eine &amp;#039;&amp;#039;Römische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tochter [[Margherita Beloch Piazzolla]] war Mathematikprofessorin in [[Ferrara]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der italische Bund unter Roms Hegemonie&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1880.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bevölkerung der griechisch-römischen Welt&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1886.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Griechische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. 4 Bände, Straßburg 1893 ff. (Neubearbeitung 1912–1927).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Römische Geschichte bis zum Beginn der punischen Kriege&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1926.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|31|32|Beloch, Julius|[[Hermann Bengtson]]|119092212}}&lt;br /&gt;
* {{DBI|Autor=[[Arnaldo Momigliano]]|ID=beloch-karl-julius-o-piu-comunemente-julius_(Dizionario-Biografico)/|Lemma=Beloch, Karl Julius|Band=8|SeiteVon=|SeiteBis=|Kommentar=}}&lt;br /&gt;
* [[Karl Christ]]: &amp;#039;&amp;#039;Karl Julius Beloch.&amp;#039;&amp;#039; In: Karl Christ: &amp;#039;&amp;#039;Von Gibbon zu Rostovtzeff. Leben und Werk führender Althistoriker der Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1972, ISBN 3-534-06070-9, S. 248–285.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Karl Julius Beloch}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119092212}}&lt;br /&gt;
* [https://opac.sbn.it/opacsbn/opaclib?db=solr_iccu&amp;amp;select_db=solr_iccu&amp;amp;nentries=10&amp;amp;from=1&amp;amp;searchForm=opac/iccu/error.jsp&amp;amp;resultForward=opac/iccu/brief.jsp&amp;amp;do_cmd=search_show_cmd&amp;amp;rpnlabel=+Identificativo+SBN+%3D+IT%5CICCU%5CSBLV%5C119681+&amp;amp;rpnquery=%40attrset+bib-1++%40attr+1%3D5032+%40attr+4%3D2+%22IT%5C%5CICCU%5C%5CSBLV%5C%5C119681%22&amp;amp;totalResult=213 Veröffentlichungen von Beloch] im Opac des [[Servizio bibliotecario nazionale]]&lt;br /&gt;
* {{CPL|Beloch_731}}&lt;br /&gt;
* {{HistVV|beloch_j|W|1912|S|1913}}&lt;br /&gt;
* {{EnciclopedieOnlineITA |ID=karl-julius-beloch |Lemma=Beloch, Karl Julius |Abruf=2016-09-08}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Alte Geschichte in Leipzig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119092212|LCCN=n84087309|VIAF=2541378}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beloch, Karl Julius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Althistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gräzist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität La Sapienza)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1854]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Beloch, Karl Julius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Althistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Januar 1854&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pieszków|Petschkendorf]], [[Lubin|Lubin-Gmina]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Februar 1929&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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