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	<title>Karl Iwanowitsch Albrecht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T09:34:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Iwanowitsch_Albrecht&amp;diff=268864&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Halbgeviertstrich</title>
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		<updated>2025-11-14T21:39:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karl Albrecht 1954.jpg|mini|hochkant|Karl Iwanowitsch Albrecht (1954)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Iwanowitsch Albrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Karl Matthäus Löw&amp;#039;&amp;#039;; * [[8. November]] [[1897]] in [[Weingarten (Württemberg)]]; † [[22. August]] [[1969]] in [[Tübingen]]) war ein deutscher [[Kommunismus|Kommunist]], späterer [[Nationalsozialismus|Nationalsozialist]] und Autor.&amp;lt;ref&amp;gt; Christina Jung: &amp;#039;&amp;#039;Flucht in den Terror – das sowjetische Exil in Autobiographien deutscher Kommunisten&amp;#039;&amp;#039;, Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN  978-3-593-38744-4, S. 68f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Mit 17 Jahren kämpfte Albrecht im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und wurde schwer verwundet. Zur Zeit des [[Spartakusaufstand]]s im Januar 1919 war er [[Württembergische Sicherheitstruppen|württembergischer Sicherheitswehrmann]] und  ermöglichte die Flucht [[Willi Münzenberg]] und anderen Revolutionären, die beim Transport nach [[Ulm]] „auf der Flucht erschossen“ werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Gert Roloff]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Willi Münzenberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Literatur zwischen 1450 und 1620. Biographisches und bibliographisches Lexikon, Reihe 2, Autorenlexikon A–Al.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Bern [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1991, ISBN 3-261-04399-7, S. 674.&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht ging 1924 in die [[Sowjetunion]], weil er eine Strafe von zwei Jahren absitzen musste, die er in Deutschland wegen illegaler Betätigung für die zeitweise verbotene [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] erhalten hatte. Seine Flucht war von der [[Rote Hilfe Deutschlands|Roten Hilfe]] organisiert und finanziert worden. Albrecht begann eine Lehre als Forstassistent. Albrecht wurde Mitglied der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]] und engagierte sich in der russischen Politik. 1928 wurde Albrecht aus der KPdSU aufgrund des Vorwurfs des [[Trotzkismus]] ausgeschlossen. Er brachte es dennoch bis zum Anwärter auf den Posten eines stellvertretenden [[Volkskommissar]]s für Waldwirtschaft. 1932 wurde Albrecht verhaftet und zu fünf Jahren Haft wegen »Unzucht« verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt; Christina Jung: &amp;#039;&amp;#039;Flucht in den Terror – das sowjetische Exil in Autobiographien deutscher Kommunisten&amp;#039;&amp;#039;, Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN  978-3-593-38744-4, S. 72f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Albrecht deutscher Staatsbürger geblieben war und sich an die Botschaft wenden konnte, wurde er nach 18 Monaten der Inhaftierung am 1. April 1934 nach Deutschland abgeschoben. Zuvor war er unter Anwesenheit von [[Béla Kun]], [[Fritz Heckert]] und [[Heinz Neumann (Politiker)|Heinz Neumann]] durch ein Revolutionsgericht, dem [[Genrich Grigorjewitsch Jagoda|Jagoda]] und [[Nikolai Wassiljewitsch Krylenko|Krylenko]] angehört hatten, zum Tode verurteilt und anschließend von der sowjetischen [[Glawnoje Raswedywatelnoje Uprawlenije]] (GRU) als [[Maulwurf (Agent)|Perspektivagent]] angeworben worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Beziehungen Albrechts zu sowjetischen Geheimdiensten siehe [[Peter-Ferdinand Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;Enttarnt. Doppelagenten: Namen, Fakten, Beweise&amp;#039;&amp;#039;. Ecowin, Wals 2011, ISBN 978-3-7110-5013-7, S. 57–73. Koch verarbeitete zwei Darstellungen der Geschichte der GRU, die sowjetische Historiker in den Jahren 1965 und 1990 für interne Zwecke der GRU verfasst hatten. Die [[CIA]] hatte sie sich 1992 beschafft und dem [[National Archives and Records Administration]] (NARA) in [[Washington, D.C.|Washington]] übergeben; siehe Kochs Erklärung, S. 431.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde Albrecht von den Nationalsozialisten für mehrere Monate in das Landesgefängnis [[Ludwigsburg]] überführt. Es folgten Verhöre im [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Gefängnis im [[KZ Columbia|Columbia-Haus]] in Berlin, schließlich wurde er von da in die Freiheit entlassen. Aufgrund seiner kommunistischen Vergangenheit war für Albrecht keine Arbeit in Deutschland zu bekommen. Außerdem glaubte er, außerhalb des nationalsozialistischen Deutschlands größere Chancen zu haben, seine russische Ehefrau aus der GPU-Haft herauszubekommen. Es folgte ein Aufenthalt in der [[Türkei]], wo er zu den dortigen Kommunisten Kontakt aufbaute und feststellen musste, dass dort jegliches Vertrauen verspielt war. Hier entschied er sich für einen Wechsel seiner Gesinnung, weil er mit den NS-Auslandsdeutschen gute Erfahrungen machte. Zuerst aber reiste er in die Schweiz aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Anwerbung durch die Nazipropaganda gab die [[Antikomintern]] 1938 in dem [[Joseph Goebbels|Goebbelsschen]] [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda]] unterstehenden und von [[Eberhard Taubert]] geleiteten &amp;#039;&amp;#039;Nibelungen-Verlag&amp;#039;&amp;#039; Albrechts Buch &amp;#039;&amp;#039;Der verratene Sozialismus&amp;#039;&amp;#039; heraus. Das Buch fand reißenden Absatz und war trotz hohen Preises sehr gefragt. Es schilderte den ersten Fall, in dem ein ranghoher sowjetischer Funktionär zu den Nationalsozialisten übergelaufen war. [[Julius Streicher]] urteilte, das Buch sei „das Beste und Glaubwürdigste“, was bisher über die Sowjetunion herausgekommen sei und zudem „das beste Mittel, um irregeführte Volksgenossen &amp;#039;&amp;#039;endgültig&amp;#039;&amp;#039; von einem Irrwahn zu befreien“.&amp;lt;ref&amp;gt; Christina Jung: &amp;#039;&amp;#039;Flucht in den Terror – das sowjetische Exil in Autobiographien deutscher Kommunisten&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 2008, S. 68ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verkaufserfolg hielt, gefördert auch durch Lesereisen und Rundfunkvorträge des Autors, an. Wegen des [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes]] vom August 1939 wurde der Vertrieb bis September 1941 kurzfristig eingestellt, danach erschien eine „Volksausgabe“ mit einer Auflage von 700.000 Stück, und 1944 überstieg die Gesamtauflage die Zwei-Millionen-Grenze. Das Buch war das erfolgreichste des Nibelungen-Verlages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albrecht wurde ein überzeugter Anhänger des NS-Regimes. Von den Verkaufserlösen bzw. 300.000&amp;amp;nbsp;[[Reichsmark|RM]] Honorar kaufte er sich bei Berlin eine Villa und erwarb einen Gemüsegroßhandel. Zum 28. August 1944 trat er der [[Schutzstaffel|SS]] als [[SS-Hauptsturmführer]] bei&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/514298&amp;lt;/ref&amp;gt; und arbeitete mit [[Gottlob Berger]] zusammen. Auf dessen Wunsch wurde er 1945 zum Adjutanten von [[Andrei Andrejewitsch Wlassow#Auf deutscher Seite|General Wlassow]], des auf deutscher Seite kämpfenden Kommandeurs der [[Russische Befreiungsarmee|Russischen Befreiungsarmee (ROA)]]. In dieser Eigenschaft gelang Albrecht mit der Auslieferung Wlassows an die [[Rote Armee]] Anfang Mai 1945 der einzige nennenswerte Erfolg als Agent der GRU.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Festnahme Wlassows siehe Peter-Ferdinand Koch: &amp;#039;&amp;#039;Enttarnt. Doppelagenten: Namen, Fakten, Beweise&amp;#039;&amp;#039;. Ecowin, Wals 2011, ISBN 978-3-7110-5013-7, S. 68, Kochs Quelle ist die sowjetische Darstellung von 1990.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] wurde &amp;#039;&amp;#039;Der verratene Sozialismus&amp;#039;&amp;#039; auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone |url=http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit.html |titel=Liste der auszusondernden Literatur |hrsg=Zentralverlag, Berlin |datum=1946 |kommentar=von Olaf Simons am 20. August 2005 auf polunbi.de veröffentlicht |abruf=2018-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der verratene Sozialismus: 10 Jahre als hoher Staatsbeamter in der Sowjetunion&amp;#039;&amp;#039;. Nibelungen-Verlag, Berlin/Leipzig  1939, {{DNB|571694802}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sie aber werden die Welt zerstören&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Herbert Neuner, München 1954, {{DNB|861031180}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann Weber (Historiker, 1928)]], [[Andreas Herbst]]: Deutsche Kommunisten – Supplement zum [[Deutsche Kommunisten. Bioraphisches Handbuch  1918 bis 1945]], Karl Dietz Verlag Betlin GmbH 2013, ISBN 978-3-320-02295-2,  S. 21 bis 23.&lt;br /&gt;
* Peter Boris: &amp;#039;&amp;#039;Im Zickzack durch die Zeit. Aus dem Leben des Vizefeldwebels, Försters, Offiziers der Roten Armee, Gemüsehändlers, SS-Hauptsturmführers und Schriftstellers Karl Albrecht.&amp;#039;&amp;#039; [[Die Zeit]] 37, 9. September 1988, S. 44&lt;br /&gt;
* {{LuiseBMS |Autor=[[Klaus Körner (Autor, 1939)|Klaus Körner]] |Titel=Eberhard Taubert und der Nibelungen-Verlag |ID=proh |Nr=12 |Jahr=1997 |Seite=44–52 |Kommentar=über den Nibelungen-Verlag und das Buch &amp;#039;&amp;#039;Der verratene Sozialismus&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* [[Hermann Kuhn (Politiker)|Hermann Kuhn]]: &amp;#039;&amp;#039;Bruch mit dem Kommunismus. Über autobiographische Schriften von Ex-Kommunisten im geteilten Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Münster 1990, ISBN 3-924550-45-X&lt;br /&gt;
* [[Michael Rohrwasser]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Stalinismus und die Renegaten. Die Literatur der Exkommunisten&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1991, ISBN 3-476-00765-0&lt;br /&gt;
* [[Toralf Staud]]: {{Webarchiv | url=http://www.zeit.de/2001/04/Der_alte_Mann_und_das_Buch/komplettansicht | wayback=20160624004540 | text=&amp;#039;&amp;#039;Der alte Mann und das Buch&amp;#039;&amp;#039;.}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 4/2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120521989}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rbth.com/history/335298-how-soviet-official-became-nazi &amp;#039;&amp;#039;How a Soviet official became one of the Nazis&amp;#039; top propagandists&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120521989|LCCN=no2004013282|VIAF=27903862}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Albrecht, Karl Iwanowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobiografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zum Tode verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Albrecht, Karl Iwanowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Löw, Karl Matthäus (wirklicher Name); Albrecht, Karl I.&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kommunist, Nationalsozialist und Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. November 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Weingarten (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. August 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tübingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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