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	<title>Karl Ingelöf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T17:40:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-02-07T10:19:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten überprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Ingelöf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Februar]] [[1898]] in [[Mönchengladbach]]; † [[16. Oktober]] [[1972]] in [[Weißwasser/Oberlausitz|Weißwasser]]) war ein deutscher [[Politiker]] ([[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]], [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]], [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben bis 1933 ==&lt;br /&gt;
Ingelöf wurde als zweites von vier Kindern des Tischlers &amp;#039;&amp;#039;Karl Ingelöf&amp;#039;&amp;#039; und dessen Frau Anna, geb. Meier, geboren. Nach achtjährigem Volksschulbesuch und einer Tischlerlehre wurde er 17-jährig zum Militärdienst eingezogen. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde er viermal verwundet und einmal verschüttet. Zu dieser Zeit hatte er engen Kontakt zu Sozialdemokraten und trat der USPD bei.&lt;br /&gt;
Zu Kriegsende 1918 lag er im Vereinslazarett [[Neubabelsberg]], wo er seine zukünftige Ehefrau &amp;#039;&amp;#039;Marta Veronika Kümmel&amp;#039;&amp;#039; kennenlernte, die dort als Hilfsschwester arbeitete.&lt;br /&gt;
Bereits 1919 trat Ingelöf, nachdem er unter anderem [[Rosa Luxemburg]] an der Parteischule in Charlottenburg erlebt hatte, der neugegründeten KPD bei und arbeitete in der Ortsgruppe Charlottenburg. Im selben Jahr übersiedelte Ingelöf mit seiner Frau in deren Heimatort [[Weißwasser/Oberlausitz|Weißwasser]], was seine Eltern veranlasste, ihn ob der Verbindung zu dem armen Dienstmädchen zu enterben. In Weißwasser arbeitete er bis 1924 im &amp;#039;&amp;#039;[[Glashütte|Glaswerk]] Hirsch, Janke &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; als Tischler in der [[Bleikristall]]schleiferei und in der Ätzerei und wurde 1920 in den [[Betriebsrat]] gewählt. Ab 1925 war er Politleiter der KPD-Ortsgruppe Weißwasser und wurde in der Folgezeit durch das Zentralkomitee der KPD zum Unterbezirksleiter nach Cottbus berufen. Von 1925 bis 1931 war Ingelöf meist arbeitslos und musste sich als Notstandsarbeiter verdingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach der Machtergreifung 1933 ==&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] wurde Ingelöf verhaftet und mit 33 seiner Kampfgefährten aus Weißwasser, [[Sagar (Krauschwitz)|Sagar]] und Umgebung wegen Vorbereitung zum [[Hochverrat]] in [[Leipzig]] vor dem [[Reichsgericht]] im [[Monstre-Prozess]] (gegen die Vorstände der Berliner Gewerkschaften) angeklagt. Den Prozess führte [[Senatspräsident]] [[Wilhelm Bünger]], der auch den [[Reichstagsbrandprozess]] leitete. Ingelöf wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, die er u. a. in [[Roter Ochse|Halle]], [[Krossen]], [[Görlitz]] und [[Breslau]] verbüßte.&lt;br /&gt;
Als Ingelöf 1936 nach Weißwasser zurückkehrte, musste er sich regelmäßig bei der Polizei melden. Arbeit fand er in der &amp;#039;&amp;#039;Luisenhütte&amp;#039;&amp;#039;, einem der vielen örtlichen Glaswerke.&lt;br /&gt;
Trotz der Schikanen durch das NS-Regime waren er und seine Frau aktive Mitglieder der etwa zehnköpfigen Gruppe [[Fritz Schnellbacher]] (Britz b. Berlin), zu denen ebenfalls Anni und [[Friedrich August Heiden|August Heiden]], [[Albert Dörnchen]] und weitere unbekannte Personen gehörten und deren Tätigkeit darin bestand, Nachrichten, die sie heimlich vom &amp;#039;&amp;#039;[[Stimme Russlands#Radio Moskau|Sender Moskau]]&amp;#039;&amp;#039; abhörten, mündlich weiterzuverbreiten.&lt;br /&gt;
Da Ingelöf für &amp;#039;&amp;#039;wehrunwürdig&amp;#039;&amp;#039; erklärt wurde, wurde er nicht zur [[Wehrmacht]] eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Ende des Krieges 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des im April 1945 ergangenen Befehls, die Stadt zu verlassen, dessen Befolgung die [[Sturmabteilung|SA]] kontrollierte, versteckte er sich mit seiner Frau und 34 weiteren Personen in einem Wohnhaus nahe dem Glaswerk &amp;#039;&amp;#039;[[Bärenhütte]]&amp;#039;&amp;#039;. Nach seinen Angaben waren von den 16.000 Einwohnern lediglich 74 in der Stadt geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einmarsch der [[Rote Armee|Roten Armee]] in Weißwasser am 17. April 1945, wurde Ingelöf am 24. April durch den sowjetischen Kommandeur [[Dawtschenko]] als Bürgermeister eingesetzt und bezog Domizil in der damaligen [[Liste der Straßen und Plätze in Weißwasser#Bodelschwinghstraße|Karlsstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ingelöf arbeitete bis 1946 als [[Bürgermeister]], danach bis 1948 beim Kreisvorstand des [[Freier Deutscher Gewerkschaftsbund|FDGB]] [[Niesky]] als Schulungsreferent und war danach von 1949 bis 1951 in der Glasfabrik [[Annahütte]] als Personalleiter und von 1951 bis 1952 in [[Schönborn (Niederlausitz)|Schönborn]] als Werkleiter tätig. Daraufhin wurde er in die [[SED-Kreisleitung]] [[Finsterwalde]] berufen und leitete bis 1962 die Kreisparteikontrollkommission (KPKK) der [[SED]].&lt;br /&gt;
Im Jahre 1969 kehrte Ingelöf mit seiner Frau nach Weißwasser zurück, wo er nach seinem Tod beigesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Fritz-Heckert-Medaille]], 1965&lt;br /&gt;
* [[Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus 1933 bis 1945]], 1965&lt;br /&gt;
* [[Ehrennadel der DSF]] in Gold, 1971&lt;br /&gt;
* [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Bronze, 1971&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Ehrennadel für 50jährige treue Dienste in den Reihen der Partei]]&amp;#039;&amp;#039;, 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*  &amp;#039;&amp;#039;Wegbereiter – aus dem Leben antifaschistischer Widerstandskämpfer des Kreises Weißwasser.&amp;#039;&amp;#039; Bautzen 1988. Herausgeber: Kommission zur Erforschung der Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung; Traditionskommission der Kreisleitung Weißwasser der SED&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle | url=http://www.lr-online.de/regionen/weisswasser/Ingeloefs-kuehne-Visionen;art13826,2468739,0 | titel=Ingelöfs kühne Visionen | autor=Gerd Gräber | hrsg=Lausitzer Rundschau, LR-online | datum=2. April 2009| zugriff=2011-09-21 }}&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle | url=http://www.lr-online.de/regionen/weisswasser/22-Mai-1945-ndash-erstes-Wasser;art13826,2418756,0 | titel=Wirken Ingelöfs als Bürgermeister (&amp;#039;&amp;#039;22. Mai 1945 – erstes Wasser&amp;#039;&amp;#039;) | autor=Gerd Gräber | hrsg=Lausitzer Rundschau, LR-online | datum=26. Februar 2009| zugriff=2011-09-21 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-02-07}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ingelof, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsrat (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Weißwasser/Oberlausitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDGB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Bronze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mönchengladbach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ingelöf, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (USPD, KPD, SED) und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Februar 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mönchengladbach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Oktober 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Weißwasser/Oberlausitz|Weißwasser]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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