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	<title>Karl Herwig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Herwig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Juli]] [[1895]] in [[Wesselburen]]; † [[20. Januar]] [[1967]]) war [[NSDAP]]-Bürgermeister der Städte Wesselburen und [[Heide (Holstein)]] und [[SS-Oberführer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Hinrich Herwig wurde am 25. Juli 1895 als Sohn von Engelhard Herwig in Wesselburen geboren. Herwig besuchte kurze Zeit die [[Oberrealschule]] in Heide und verließ die Schule ohne Abschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 21. September 1914 war Herwig Soldat im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], am 6. Oktober 1917 wurde er zum Gefreiten befördert. Am 30. November 1918 wurde er nach Heide versetzt. Die Entlassung aus dem Militärdienst erfolgte am 19. Februar 1920. 1919 heiratete Herwig Elly Peters, mit der er drei Kinder hatte. Von Beruf war er [[Maschinenschlosser]], benutzte aber die nicht geschützte Berufsbezeichnung [[Ingenieur]]. Von 1925 bis 1927 war Herwig Mitglied beim [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]]. Zum 1. September 1928 trat er in die NSDAP (Mitgliedsnummer 97.428)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/15300346&amp;lt;/ref&amp;gt; und im selben Jahr in die [[Sturmabteilung|SA]] ein und übernahm 1929 die Leitung der Ortsgruppe der NSDAP in Wesselburen. Er zog bei der Kommunalwahl 1929 für die NSDAP in den Stadtrat ein und wurde stellvertretender Bürgermeister von Wesselburen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 wurde Herwig Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 5.447). Von 1932 bis 1945 leitete er die SS-Standarte 53. 1932 wurde er kommissarischer Bürgermeister von Wesselburen, zum 1. April 1933 wurde ihm offiziell dieses Amt übertragen. Am 1. April 1933 erschien auch ein Aufruf zum [[Judenboykott|Boykott jüdischer Geschäfte]] im Dithmarscher Boten, unter dem Herwigs Name stand. Eine Gruppe von SA- und SS-Männern unter der Führung von Herwig besetzte mit geladenen Karabinern am 13. März 1933 das Rathaus in [[Büsum]] und enthob den Büsumer Bürgermeister [[Otto Johannsen (Büsum)|Otto Johannsen]] seines Amtes. Johannsen hatte am 7. März 1933 die Herausgabe der [[schwarz-rot-gold]]enen Fahne an SA-Männer verweigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. Januar 1934 wurde Herwig als Bürgermeister entlassen, da er die Verhaftung von vier SS-Leuten verhinderte, die ein Mitglied des [[Tannenbergbund]]es überfallen hatten. Nach zwei Tagen wurde er jedoch wieder als Bürgermeister von Wesselburen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der Verlegung des Sitzes der SS-Standarte 53 nach Heide wurde Herwig nach einem Bittbrief an [[Heinrich Himmler]] auch zum Bürgermeister von [[Heide (Holstein)]] eingesetzt und löste damit [[Hermann Hadenfeldt]] vorzeitig ab. 1937 übernahm Herwig zusätzlich die neu gegründete [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Außenstelle Heide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Oktober bis Dezember 1940 war er für die Einwandererzentrale in [[Rumänien]] tätig. Die [[Einwandererzentralstelle]] organisierte die Umsiedlung von [[Volksdeutsche]]n nach Rumänien. Am 30. Januar 1941 wurde er von Himmler zum [[SS-Oberführer]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1941 verschickte Herwig Einladungen zur Hinrichtung des Zwangsarbeiters Stefan Slowinski in [[Norderwurth]]. Der Pole wurde des Verhältnisses mit einer Deutschen bezichtigt. Zeitzeugen berichteten, dass „Karl Herwig auf der Hinrichtungsstätte das Gefühl der Macht über Leben und Tod mit Nachdruck zur Schau stellt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marie-Elisabeth Rehn: &amp;#039;&amp;#039;Heider gottsleider – Kleinstadtleben unter dem Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Neuauflage. Pro Business, Berlin 2005, ISBN 3-939000-31-0, Seite 122&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer juristisch für die Hinrichtung verantwortlich war, ist nicht geklärt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Aktion Gitter|Aktion Gewitter]] nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom [[Attentat vom 20. Juli 1944|20. Juli 1944]] wies Herwig den Stadtdirektor an, eine Liste von ehemaligen Vertretern der Linksparteien zu erstellen. Die drei [[Sozialdemokrat]]en Auguste Ebeling, Thord Jibsen und Emil Schmekel und der [[Kommunist]] Erich Böhlig wurden daraufhin verhaftet. Nur Ebeling und Jibsen überlebten. Schmekel starb im [[KZ Bergen-Belsen]], Erich Böhlig auf der &amp;#039;&amp;#039;[[Cap Arcona (Schiff, 1927)|Cap Arcona]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 10. Mai 1945 bis zum 24. November 1947 befand Herwig sich in Internierungshaft. Die [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] Bielefeld verurteilte ihn am 17. November 1947 zu neun Monaten Gefängnis und 2000 RM Geldstrafe, „weil er nach dem 1.9.1939 der SS und dem SD angehört hat, obwohl er wusste, dass diese Organisationen für die Begehung von Handlungen benutzt wurden, die durch Art. VI der Satzungen des Internationalen Militärgerichts für verbrecherisch erklärt worden sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marie-Elisabeth Rehn: &amp;#039;&amp;#039;Heider gottsleider – Kleinstadtleben unter dem Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Neuauflage. Pro Business, Berlin 2005, ISBN 3-939000-31-0, S. 126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heider SPD gab in dem Ermittlungsverfahren der bundesdeutschen Behörden über Herwig die folgende Stellungnahme ab: „Es ist der Partei bekannt, dass Karl Herwig in Heide und im Kreise [[Norderdithmarschen]] als Aktivist übelster Sorte gilt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Marie-Elisabeth Rehn: &amp;#039;&amp;#039;Heider gottsleider – Kleinstadtleben unter dem Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Neuauflage. Pro Business, Berlin 2005, ISBN 3-939000-31-0, Seite 131&amp;lt;/ref&amp;gt; Die II. Strafkammer des [[Landgericht Flensburg|Landgerichts Flensburg]] verurteilte Herwig am 4. Juli 1948 wegen [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] zu einem Jahr Gefängnis. Zehn Monate dieser Strafe galten aber durch die Untersuchungs- und Internierungshaft als verbüßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Marie-Elisabeth Rehn]]: &amp;#039;&amp;#039;Heider gottsleider – Kleinstadtleben unter dem Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Neuauflage. Pro Business, Berlin 2005, ISBN 3-939000-31-0.&lt;br /&gt;
* Martin Gietzelt, [[Ulrich Pfeil]]: &amp;#039;&amp;#039;Dithmarschen im „Dritten Reich“ 1933–1945 in Geschichte Dithmarschens&amp;#039;&amp;#039;, Heide 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1152092804|VIAF=4459151837990020520003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Herwig, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Heide, Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Wesselburen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Täter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kreis Dithmarschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dithmarschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Herwig, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Herwig, Karl Hinrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Nazi-Kriegsverbrecher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Juli 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wesselburen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Januar 1967&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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