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	<title>Karl Hermann Knoke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T06:31:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-05T02:29:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:David Eisen Privat, Fotographie Botschafter Knoke.jpg|mini|Karl Hermann Knoke (1964)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Hermann Knoke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. August]] [[1909]] in [[Königsberg (Preußen)]]; † [[28. Dezember]] [[1994]] in [[Bonn]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]] und [[Diplomat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Karl Hermann Georg Paul Knoke wurde am 9. August 1909 im [[Ostpreußen|ostpreußischen]] [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] geboren als viertes Kind des damaligen [[Extraordinarius|außerordentlichen]] Professors für [[Öffentliches Recht]] [[Paul Knoke]] und seiner Ehefrau Elisabeth, Tochter von Hermann Knoke. Seine Rufnamen erhielt er von den Großvätern, beide [[Theologie|Theologen]]. [[Karl Knoke (Theologe)|Karl Knoke]] war Professor an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] und evangelischer [[Abt]] zu [[Kloster Bursfelde|Bursfelde]], Hermann Knoke [[Superintendent]] in [[Walsrode]]. Die Vorfahren stammten aus einer Familie von Dorfschullehrern in [[Linsburg]] im heutigen [[Landkreis Nienburg/Weser]].&amp;lt;ref&amp;gt;Fürstenschloß und Schulhaus. &amp;#039;&amp;#039;Hannoverscher Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; vom 22. August 1913&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Klassische Philologie|Altphilologe]], Heimatforscher und Hobby-[[Archäologie|Archäologe]] [[Friedrich Knoke]] war Bruder beider Großväter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie zog 1915 während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] nach [[Braunschweig]], wo Knoke eingeschult wurde. Im Jahr 1927 legte er ein ausgezeichnetes Abitur in [[Gmunden]] in Österreich ab. Knokes Vater war in hoher Position für Herzog [[Ernst August (Braunschweig)|Ernst August von Braunschweig]] tätig&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kulturerbe.niedersachsen.de/viewer/image/isil_DE-1811-HA_STAWO_144_Urk_Nr_1/1/LOG_0000/ Abdankungsurkunde mit Unterschrift Paul Knokes]&amp;lt;/ref&amp;gt; und ging mit diesem ins [[Exil]] nach Österreich. Der Herzog lebte auf [[Schloss Cumberland]] bei Gmunden. Nach der Schulzeit erlernte Knoke die französische Sprache am angesehenen [[Collège Sainte-Barbe]] in [[Paris]]. Es folgte ein Studium der [[Rechtswissenschaft]] in [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]], an der [[Sorbonne]], in [[Berlin]] und Göttingen. Knoke war ein großer Bewunderer der französischen sowie der russischen Originalliteratur. 1931 legte er am [[Oberlandesgericht Celle]] die [[Referendariat|Referendarsprüfung]] ab, 1936 bestand er am gleichen Oberlandesgericht die [[Staatsexamen|Große juristische Staatsprüfung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeiten in Wirtschaft und Verwaltung ==&lt;br /&gt;
Knoke strebte bereits in den 1930er Jahren eine Karriere als Diplomat an. Obschon er über exzellente Staatsexamina und Sprachkenntnisse verfügte, konnte er eine Stelle als [[Attaché]] nicht erlangen. Knokes Distanz zu den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] und seine fehlende [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-Zugehörigkeit standen einer Diplomatenlaufbahn entgegen. Auch ein [[Promotion (Doktor)|Promotionsvorhaben]] zu einem Thema aus dem [[Völkerrecht]] entwickelte sich nicht günstig und musste aufgegeben werden. Sein [[Doktorvater]] [[Herbert Kraus (Rechtswissenschaftler)|Herbert Kraus]] war politisch nicht genehm und wurde zwangspensioniert. Nunmehr begann er seine berufliche Tätigkeit 1937 bei der [[Reichs-Kredit-Gesellschaft]] in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er in Stabsstellungen in der Feindaufklärung eingesetzt, zuletzt im Rang eines Oberleutnants der Reserve. An der soldatischen Welt fand er wenig Interesse. 1941 vermählte er sich mit Ruth [[Dohna (Adelsgeschlecht)|Gräfin zu Dohna-Schlodien]], Tochter des Rechtswissenschaftlers, Hochschullehrers und [[Deutsche Volkspartei|DVP]]-Politikers [[Alexander Graf zu Dohna-Schlodien]], und hatte mit ihr später vier Kinder. Seine Ehefrau war [[Promotion (Doktor)|promovierte]] Physikerin und war ihm bereits aus der Kindheit in Königsberg bekannt. Ihre Schwester Dagmar heiratete den späteren Generalleutnant [[Wolf von Baudissin|Wolf Graf von Baudissin]], der maßgeblich am Aufbau der [[Bundeswehr]] beteiligt war und zu den führenden Friedensforschern zählte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde Knoke Beamter in der Finanzabteilung des [[Provinz Hannover|Oberpräsidiums Hannover]], aus welcher 1946 das [[Niedersächsisches Finanzministerium|Niedersächsische Finanzministerium]] entstand. 1945 wurde er zum [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]], 1947 zum Oberregierungsrat ernannt. In dieser Zeit war Knoke von seiner Familie häufig getrennt. Er lebte in Hannover und seine Frau mit den Kindern auf [[Schloss Marienburg (Pattensen)|Schloss Marienburg]], dem Wohnsitz Herzogs [[Ernst August (Braunschweig)|Ernst August von Braunschweig]]. Knoke wurde dann 1947 im [[Landkreis Fallingbostel|Kreis Fallingbostel]] auf zwölf Jahre zum [[Oberkreisdirektor]] gewählt. Eine der primären Aufgaben Knokes war die Unterbringung von Flüchtlingen und [[Heimatvertriebene|Vertriebenen]] in der Nachkriegszeit. Die ökonomisch schlecht gestellte Bevölkerung war diesem Anliegen nicht immer positiv eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Zeit Knokes im Auswärtigen Amt ==&lt;br /&gt;
Knoke trat am 23. Oktober 1950 in das [[Auswärtiges Amt|Auswärtige Amt]] ein. Zunächst wurde er nach [[Athen]] entsandt. Generalkonsul war dort [[Werner von Grundherr zu Altenthann und Weiherhaus|Werner von Grundherr]], Knoke wurde sein Stellvertreter. In Griechenland war die Erinnerung an den [[Balkanfeldzug (1941)|Balkanfeldzug]] noch wach, bei welchem das Deutsche Reich im Zweiten Weltkrieg 1941 das Land angriff. Die Wehrmacht verübte [[Verbrechen der Wehrmacht#Peloponnes und Nordwestgriechenland|Kriegsverbrechen in Griechenland]], so das [[Massaker von Distomo]]. Knoke setzte sich für die wirtschaftliche Zusammenarbeit ein und warb aktiv für deutsche Konzerne. 1954 wechselte er in die Bonner Zentrale des Auswärtigen Amtes und wirkte dort als [[Südosteuropa]]-[[Referent (Behörde)|Referent]]. Knoke übernahm von [[Otto Bräutigam]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=43064289 |Titel=Otto Bräutigam |Jahr=1956 |Nr=41 |Seiten=48 |Datum=1956-10-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; kommissarisch die Leitung der Unterabteilung Ostpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1958 war er Gesandter und stellvertretender Botschafter in [[Moskau]]. Die diplomatischen Beziehungen mit der [[Sowjetunion]] bestanden erst seit wenigen Jahren. Knoke erlebte die [[Berlin-Krise]] im November 1958 in Moskau. Hier wurde die Familie ständig abgehört, und das vom [[KGB]] ausgesuchte Hauspersonal war zudem für Überwachung zuständig. Dieser Umstand war den Knokes durchaus bekannt, und man akzeptierte die Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knoke war ab 1963 [[Gesandter]] bei der [[Palais Beauharnais|Deutschen Botschaft in Paris]]. In dieser Zeit pflegte er Kontakt mit seinem Schwager [[Wolf von Baudissin|Wolf Graf von Baudissin]], der im [[NATO-Hauptquartier]] im nahe gelegenen [[Fontainebleau]] tätig war, wo er umfangreiche Kenntnisse in der internationalen Verteidigungspolitik erwerben konnte. Am 5. Oktober 1962 unterzeichnete er in Paris das Gründungsabkommen für die [[Europäische Südsternwarte]] (ESO) für Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&amp;amp;jumpTo=bgbl265s0043.pdf Bekanntmachung des Übereinkommens zur Gründung einer Europäischen Organisation für Astronomische Forschung in der Südlichen Hemisphäre], auf bgbl.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1965 erhielt er die [[Akkreditierung (Diplomatie)|Akkreditierung]] zum Botschafter in den Niederlanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.anp-archief.nl/page/32716/nl ANP Historisch Archief Community]: &amp;#039;&amp;#039;Amtsantritt Knokes 1965 in den Niederlanden&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in den Niederlanden spürte man die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges noch. Das Deutsche Reich griff im [[Westfeldzug]] 1940 die Niederlande an. Als die Kronprinzessin und spätere Königin [[Beatrix (Niederlande)|Beatrix]] 1966 den Deutschen [[Claus von Amsberg]] heiratete, wurde die noch vorhandene Ablehnung der Deutschen im Volke mehr als deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1968 wurde Knoke als Nachfolger von [[Rolf Friedemann Pauls]] der zweite deutsche Nachkriegsbotschafter im 1948 gegründeten Staat [[Israel]]. Sein Vorgänger wirkte ab 1965 und wurde aufgrund des [[Holocaust]] nicht besonders freundlich aufgenommen. Die deutsche Öffentlichkeit solidarisierte sich während des [[Sechstagekrieg]]es im Juni 1967 mit Israel&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bpb.de/izpb/25044/40-jahre-deutsch-israelische-beziehungen?p=all 40 Jahre deutsch-israelische Beziehungen]&amp;lt;/ref&amp;gt;, was später die Lage Knokes im Lande begünstigte. In Israel suchte die Familie besonders Kontakt zu den [[Jeckes]], zu den Israelis deutscher Herkunft. 1971 folgte [[Jesco von Puttkamer (Diplomat)|Jesco von Puttkamer]] Knoke als Botschafter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1971 bis 1974 war er während der [[Brasilien#Militärdiktatur (1964–1985)|Zeit der Militärdiktatur]] Botschafter in Brasilien, wo er als erster Botschafter in der neuen Hauptstadt [[Brasília|Brasilia]] tätig war. Die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands wurden befördert. Der Kontakt zu deutschen Tochtergesellschaften in Brasilien wurde gepflegt. So war [[Volkswagen do Brasil]] seit 1953 im Land tätig. Er wirkte ab Ende seiner Tätigkeit in Brasilien auch an der [[Seevölkerrecht#Geschichte|Dritten UN-Seerechtskonferenz]] mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=Mg9-TvLl6mEC&amp;amp;pg=PA433&amp;amp;lpg=PA433&amp;amp;dq=knoke+seerechtskonferenz&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=NWWxF-UHe_&amp;amp;sig=GOM-v0Dyc1JM2EqemzFkaiydo_U&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Z9kRUNv9Ic_NswafloH4Bw&amp;amp;ved=0CDEQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=knoke%20seerechtskonferenz&amp;amp;f=false Aufzeichnung des Botschafters Knoke]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1977 beendete Knoke seine berufliche Karriere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1966: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz mit Stern]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1968: Grosskreuz der [[Orden von Oranien-Nassau]] der Niederlande&amp;lt;ref&amp;gt;Nationaal Archief, inv. 2.02.32, doss. 373, reg.nr. 1210&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andrea Wiegeshoff: &amp;#039;&amp;#039;„Wir müssen alle etwas umlernen“ : zur Internationalisierung des Auswärtigen Dienstes der Bundesrepublik Deutschland (1945/51 – 1969)&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-1257-9, S. 428f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Karl Hermann Knoke}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000012083|Karl Hermann Knoke}}&lt;br /&gt;
* [https://www.geneall.net/D/per_page.php?id=1692344 Genealogische Datenbank im Internet – Geneall]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1111598770|VIAF=242162471}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Knoke, Karl Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in den Niederlanden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Israel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberleutnant (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Brasilien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Bankwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Finanzverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königsberg, Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Knoke, Karl Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. August 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königsberg (Preußen)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Dezember 1994&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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