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	<title>Karl Hermann Jacob-Friesen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T00:25:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Hermann_Jacob-Friesen&amp;diff=1153594&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Einzelnachweis ergänzt</title>
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		<updated>2025-10-27T16:16:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einzelnachweis ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karl Hermann Jacob-Friesen (1930).jpg|mini|Karl Hermann Jacob-Friesen, 1930]] &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Hermann Jacob-Friesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Januar]] [[1886]] in [[Reudnitz (Leipzig)|Reudnitz]]; † [[6. November]] [[1960]] in [[Hannover]]) war ein deutscher [[Ur- und Frühgeschichte|Prähistoriker]], Archäologe, Hochschullehrer und Direktor des [[Niedersächsisches Landesmuseum Hannover|Niedersächsischen Landesmuseums Hannover]]. Er war Begründer des Seminars für Ur- und Frühgeschichte an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]] und initiierte den heutigen [[Niedersächsischer Landesverein für Urgeschichte|Niedersächsischen Landesverein für Urgeschichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacob-Friesen gilt als einer der bedeutendsten Archäologen Deutschlands. Als [[Landesarchäologe]] und Museumsdirektor trug er entscheidend zur Popularisierung der [[Urgeschichte|Ur-]] und [[Frühgeschichte]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röhrbein001&amp;quot;&amp;gt;[[Waldemar R. Röhrbein]] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Stadtlexikon Hannover]]&amp;#039;&amp;#039;, S. 320&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Jacob-Friesen war der Sohn von [[Oberlehrer]] Karl Jacob-Friesen und Sophie Jacob-Friesen, geborene Otto. Am 19. April 1923 heiratete er in [[Misburg]] Elfriede Vehse, Tochter des Fabrikdirektors Adalbert Vehse. Sein Sohn ist der Prähistoriker [[Gernot Jacob-Friesen]] (1926–2019).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hannoversche Köpfe aus Verwaltung, Wirtschaft, Kunst und Literatur, Bd. 1, S. 141Dr. Karl Hermann Jacob-Friesen.jpg|mini|„Dr. Karl Hermann Jacob-Friesen“;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;in einer Zeichnung von [[August Heitmüller]], um 1929&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacob-Friesen besuchte das [[Humanistisches Gymnasium Leipzig|Humanistische Gymnasium in Leipzig]]. Schon früh zeigte er Interesse an der Ur- und Frühgeschichte. Nach Studium in [[Universität Leipzig|Leipzig]] und [[Universität Stockholm|Stockholm]] promovierte er 1909 zum Dr. phil. Von 1910 bis 1912 war er als Assistent am [[Museum für Völkerkunde zu Leipzig]] tätig. 1913 kam er als Direktorial-Assistent an das Provinzialmuseum Hannover, dem späteren [[Niedersächsisches Landesmuseum Hannover|Niedersächsischen Landesmuseum]]. 1914 begann er mit der prähistorischen Landesaufnahme und gestaltete die entsprechende Museumsabteilung nach pädagogischen Überlegungen um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Jacob-Friesen im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als Seeoffizier gedient hatte, legte er 1919 eine Denkschrift über die Neuordnung der hannoverschen Museen vor. Ab 1920 (bis 1960) war er Herausgeber von urgeschichtlichen und museologischen Fachzeitschriften. So wurde er 1917 zunächst zum Direktor der Abteilung für Ur- und Frühgeschichte ernannt, 1922 dann zum Direktor des gesamten Provinzialmuseums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 veröffentlichte er mit seinen &amp;#039;&amp;#039;„Grundfragen der Urgeschichtsforschung“&amp;#039;&amp;#039; deren Ziele und Methoden und begründete im gleichen Jahr das Jahrbuch [[Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte]]. 1928 erhielt Jacob-Friesen einen Lehrauftrag an der Universität Göttingen und wurde dort 1932 zum Honorarprofessor ernannt. Seitdem gilt er als dortiger Begründer des Seminars für Ur- und Frühgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studienreisen führten ihn in fast alle Länder Europas. Als Landesarchäologe nahm er die Bodendenkmalpflege wahr und führte zahlreiche Grabungen durch u.&amp;amp;nbsp;a. für die [[Sieben Steinhäuser]] in [[Bad Fallingbostel]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Riesengräber in der Lüneburger Heide.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Berner Woche in Wort und Bild]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 27, 1937, S. 768–769 ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=bwo-001:1937:27#758 e-periodica])&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner „Einführung in Niedersachsens Urgeschichte“ (1931) initiierte er 1932 die „Arbeitsgemeinschaft für die Urgeschichte Nordwestdeutschlands“ (später „Landesverein für Urgeschichte“), deren Vorsitzender er auch wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] trat er zum 1. Mai 1933 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 2.957.936)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/17731061&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee278&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 277–278.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde Mitglied des ernannten Rates.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röhrbein001&amp;quot;/&amp;gt; Im August 1933 trat er auch dem von [[Alfred Rosenberg]] geleiteten [[Kampfbund für deutsche Kultur]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee278&amp;quot;/&amp;gt; 1935 leitete er kurzfristig die &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Anthropologische Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;, die jedoch im November desselben Jahres aufgelöst wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee278&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 war Jacob-Friesen Mitgründer der „Niedersächsischen Landesstelle für Marschen- und Wurtenforschung“, das heutige [[Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung|Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung]]. Trotz Jacob-Friesens Mitgliedschaft in NS-Organisationen entschied [[Heinrich Himmler]] 1939, dass er „&amp;#039;&amp;#039;jeden Versuch, in den Bereich der politischen Schulung einzudringen&amp;#039;&amp;#039;“, zu unterlassen habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat bei Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 278.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] diente Jacob-Friesen als [[Korvettenkapitän]]. Nach 1945 war er erneut Direktor des Landesmuseums Hannover. Unter Einbeziehung von schriftlichen und bildlichen Erläuterungen baute er die urgeschichtliche Abteilung schrittweise wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Pensionierung zog Karl Hermann Jacob-Friesen nach Göttingen. Er verstarb im Alter von 74 Jahren und wurde auf dem [[Stadtfriedhof Engesohde]] in Hannover bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Funktionen ==&lt;br /&gt;
* Stellvertretender Vorsitzender des [[Historischer Verein für Niedersachsen|Historischen Vereins für Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
* Stellvertretender Vorsitzender der Geographischen Gesellschaft&lt;br /&gt;
* Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]] (seit 1940)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/karl-hermann-jacob-friesen/| titel=Mitglieder: Karl Hermann Jacob-Friesen| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2025-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] in [[Halle (Saale)|Halle]] (seit 1944)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
Jacob-Friesen war von 1920 bis 1960 Herausgeber verschiedener urgeschichtlicher und museologischer Fachzeitschriften. In mehr als 200 Publikationen veröffentlichte er die Ergebnisse seiner Forschungen und Grabungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1952: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Gummel (Prähistoriker)|Hans Gummel]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Erinnerung an Karl Hermann Jakob-Friesen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kunde]].&amp;#039;&amp;#039; NF Bd. 12, 1961, II–IX.&lt;br /&gt;
* Kirsten Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Ur- und Frühgeschichte – eine unpolitische Wissenschaft? Die urgeschichtliche Abteilung des Landesmuseums Hannover in der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; Bd. 74, 2005, {{ISSN|0342-1406}}, S. 209–249.&lt;br /&gt;
* [[Waldemar R. Röhrbein]]: &amp;#039;&amp;#039;Jacob-Friesen, Karl-Hermann.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Stadtlexikon Hannover]]. Von den Anfängen bis in die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 320.&lt;br /&gt;
* [[Günter Wegner]]: &amp;#039;&amp;#039;Auf vielen und zwischen manchen Stühlen. Bemerkungen zu den Auseinandersetzungen zwischen Karl Hermann Jacob-Friesen und [[Hans Reinerth]].&amp;#039;&amp;#039; In: [[Achim Leube]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Prähistorie und Nationalsozialismus. Die mittel- und osteuropäische Ur- und Frühgeschichtsforschung in den Jahren 1933–1945&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2). Synchron, Heidelberg 2002, ISBN 3-935025-08-4, S. 397–417&lt;br /&gt;
* Peter Zylmann: &amp;#039;&amp;#039;Karl Hermann Jacob-Friesen. Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Zylmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Ur- und Frühgeschichte Nordwestdeutschlands. Neue Untersuchungen aus dem Gebiete zwischen Ijssel und Ostsee. Festschrift zum 70. Geburtstage von K. H. Jacob-Friesen.&amp;#039;&amp;#039; Lax, Hildesheim 1956, S. 1–20.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nachruf: Nachrichten aus Niedersächsischer Urgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 29. In: &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsisches Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; 32, 1960, {{ISSN|0078-0561}}, S. 3ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117032158}}&lt;br /&gt;
* [https://sempub.ub.uni-heidelberg.de/propylaeum_vitae/de/wisski/navigate/9175/view Lebensdaten] bei [[Propylaeum Fachinformationsdienst Altertumswissenschaften]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Direktoren des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117032158|LCCN=n2015014444|VIAF=27837897}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jacobfriesen, Karl Hermann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prähistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesmuseums Hannover]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KfdK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1886]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesarchäologe (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jacob-Friesen, Karl Hermann&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Prähistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Januar 1886&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Reudnitz (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. November 1960&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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