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	<title>Karl Helfferich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;AF666: /* Herkunft, Ausbildung und Beruf */</title>
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		<updated>2026-02-08T10:14:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herkunft, Ausbildung und Beruf&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karl Helfferich.jpg|mini|Karl Helfferich]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Theodor Helfferich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Juli]] [[1872]] in [[Neustadt an der Weinstraße|Neustadt an der Haardt]]; † [[23. April]] [[1924]] in [[Bellinzona]], [[Schweiz]]) war ein deutscher [[Wirtschaftswissenschaftler]], [[Bankier]] und [[Politiker]]. Er war während des Ersten Weltkriegs von Januar 1915 bis Mai 1916 Staatssekretär des [[Reichsschatzamt]]es und anschließend bis Oktober 1917 Staatssekretär des [[Reichsamt des Innern|Reichsamtes des Innern]] sowie Stellvertreter des Reichskanzlers. Nach 1918 war er in der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschnationalen Volkspartei]] ein führender Vertreter der [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitischen]] deutschen [[Politische Rechte (Politik)|Rechten]]. Von 1920 bis zu seinem Unfalltod war er [[Mitglied des Reichstages]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft, Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Karl Helfferich war das älteste von sieben Kindern – darunter der Kaufmann [[Emil Helfferich]] – des Textilfabrikanten [[Friedrich Helfferich]]. Nach dem [[Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium Neustadt|Gymnasium]] im pfälzischen Neustadt studierte er ab 1890 [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Staatswissenschaften]] an den Universitäten Berlin, München und [[Universität Straßburg|Straßburg]], wo er 1894 bei [[Georg Friedrich Knapp]] mit einer Dissertation über den [[Wiener Münzvertrag]] von 1857 promovierte. Mit einer Arbeit über „Die Reform des deutschen Geldwesens nach der Begründung des Deutschen Reiches“ [[Habilitation|habilitierte]] er sich 1899 in Berlin im Fach Nationalökonomie. Während [[Adolph Wagner (Ökonom)|Adolph Wagner]] und [[Hans Delbrück]] Helfferichs Habilitation ablehnten, legten [[Gustav von Schmoller (Ökonom)|Gustav Schmoller]], [[Max Sering]] und [[Theodor Mommsen]] positive Voten ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|8|470|472|Helfferich, Karl Theodor|Karl Erich Born|118773828}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend hielt Helfferich als [[Privatdozent]] Vorlesungen, 1902 wurde er zum Professor ernannt. Ein Jahr später veröffentlichte er sein wirtschaftswissenschaftliches Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Das Geld&amp;#039;&amp;#039;. Ab 1901 war er als Referent für wirtschaftliche Angelegenheiten in der [[Reichskolonialamt|Kolonialabteilung]] des [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amtes]] tätig, ab 1904 trug er die Amtsbezeichnung [[Legationsrat]], im Jahr darauf wurde er zum [[Vortragender Rat|Vortragenden Rat]] befördert. In dieser Funktion leitete er insbesondere die Einführung neuer Währungen in den afrikanischen [[Deutsche Kolonien|Kolonien des Kaiserreichs]]. Er verlor seine Stellung als Ministerialbeamter im Auswärtigen Amt zusammen mit [[Ernst II. zu Hohenlohe-Langenburg]], dem Leiter der Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt, nachdem der [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumsabgeordnete]] [[Matthias Erzberger]], gestützt auf Berichte von Beamten im Reichskolonialamt, Misswirtschaft und [[Korruption]] in der Grauzone von Ministerialbürokratie und Unternehmen wie der [[Deutsche Kolonialgesellschaft|Deutschen Kolonialgesellschaft]] aufgedeckt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Ruge |Titel=Matthias Erzberger |Verlag=Union |Ort=Ost-Berlin |Datum=1976 |Seiten=32 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies begründete den besonders großen Hass von Helfferich auf Erzberger, den er zur Vergeltung später mit Pressekampagnen überzog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schied 1906 aus dem Staatsdienst aus und wurde Direktor der [[Anatolische Eisenbahn|Anatolischen Eisenbahn]] in [[Konstantinopel]], deren Hauptaktionärin die [[Deutsche Bank]] war und die auch am Bau der [[Bagdadbahn]] beteiligt war. Helfferich wurde 1908 ins Direktorium der Deutschen Bank, zwei Jahre später in den Zentralausschuss der [[Reichsbank]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Im Januar 1915 wurde er Staatssekretär im [[Reichsschatzamt]] (entspricht einem Finanzminister) in der [[Kabinett Bethmann Hollweg|Regierung]] des Reichskanzlers [[Theobald von Bethmann Hollweg]]. Er verantwortete die Kriegsfinanzierung des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reichs]] im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] durch [[Kriegsanleihe|Anleihen]], die den Staat hoch verschuldeten und somit voll auf eine Refinanzierung durch die Verlierer des Kriegs zugeschnitten war. Das führte zu als katastrophal empfundenen [[Inflation|inflationären]] Folgewirkungen (siehe auch [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923]]). Durch die Niederlage verloren viele Deutsche ihr Vermögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegelmarke Staatsminister Dr. Helfferich W0297112.jpg|mini|[[Siegelmarke]] Staatsminister Dr. Helfferich]]&lt;br /&gt;
Vom 22. Mai 1916 bis 23. Oktober 1917 war Helfferich Staatssekretär des [[Reichsamt des Innern|Reichsamtes des Innern]] und Vizekanzler (bis zum 9. November 1917). Nachdem Helfferich eine Besteuerung der Kriegsgewinne zunächst hinausgezögert hatte, regelte er sie schließlich so, dass sie nicht ernsthaft belastet wurden. Zunächst wie Reichskanzler [[Theobald von Bethmann Hollweg]] engagierter Gegner des uneingeschränkten [[U-Boot-Krieg#Erster Weltkrieg|U-Boot-Kriegs]], gehörte er seit der Jahreswende 1916/17 –&amp;amp;nbsp;im Unterschied zu seinem Intimfeind [[Walther Rathenau]]&amp;amp;nbsp;– zu dessen aktivsten Befürwortern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helfferich erklärte auf der Sitzung des [[Preußisches Staatsministerium|preußischen Ministerrates]] vom 24. Oktober 1916, dass das geplante [[Regentschaftskönigreich Polen|Polenmanifest der Mittelmächte]] vorläufig nur die Bildung eines „autonomen“ Polens, in Anlehnung an die [[Mittelmächte]], in Aussicht stelle. Deutschland müsse in [[Kongresspolen]] einen „Rahmen ohne Bild“ schaffen, manche nahmen jedoch schon an dem „Rahmen“ Anstoß.&amp;lt;ref&amp;gt;André Scherer, Jacques Grunewald: &amp;#039;&amp;#039;L’Allemagne et les problèmes de la paix pendant la première guerre mondiale. Documents extraits des archives de l’Office allemand des Affaires étrangères.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände (deutsche Originaldokumente). Paris 1962/1978, ISBN 2-85944-010-0, Band 1, S.&amp;amp;nbsp;525&amp;amp;nbsp;ff. (Nr. 2351).&amp;lt;br /&amp;gt;[[Wolfdieter Bihl]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Quellen zur Geschichte des Ersten Weltkrieges.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 1991, ISBN 3-534-08570-1, S.&amp;amp;nbsp;222&amp;amp;nbsp;ff. (Dok. Nr. 107).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anfangsphase des Kriegs unterstützte Helfferich zudem die Forderungen der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] nach einer Reform des [[Königreich Preußen|preußischen]] [[Dreiklassenwahlrecht]]s. Später wechselte er ins rechte Lager und musste deshalb Ende 1917 auf Druck der [[Reichstagswahl 1912|linken Reichstagsmehrheit]] von seinen Ämtern zurücktreten. Unter der dritten [[Oberste Heeresleitung|Obersten Heeresleitung (OHL)]] war er ab 1916 maßgeblich an der Ausarbeitung des [[Hilfsdienstgesetz]]es und Förderung des [[Hindenburg-Programm]]s sowie an der Ausarbeitung der Friedensverträge [[Friede von Brest-Litowsk|von Brest-Litowsk]] und [[Friede von Bukarest (1918)|von Bukarest]] (1918) beteiligt. Die Verhältnisse im Osten nach dem Vertrag waren für ihn nur ein „unfertiger Übergangszustand“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Hahlweg]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Diktatfrieden von Brest-Litowsk 1918 und die Bolschewistische Weltrevolution.&amp;#039;&amp;#039; Münster 1960, S.&amp;amp;nbsp;8&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helfferich wurde nach der Ermordung des deutschen Botschafters in [[Sowjetrussland]] [[Wilhelm von Mirbach-Harff]] († 6. Juli 1918 in Moskau) als dessen Nachfolger nach Moskau entsandt, brach seine dortige Tätigkeit aber bereits nach zehn Tagen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weimarer Republik ==&lt;br /&gt;
Helfferich war auch ein früher Förderer des „[[Nationaler Sozialismus|nationalen Sozialisten]]“ [[Eduard Stadtler]] und half bei der Gründungsfinanzierung von dessen [[Antibolschewistische Liga|Antibolschewistischer Liga]] am 1. Dezember 1918, indem er, da er selbst nicht öffentlich in Erscheinung treten wollte, eine Barspende in Höhe von 5000&amp;amp;nbsp;Mark von [[Paul Mankiewitz]], dem Direktor der Deutschen Bank, arrangierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Stadtler: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen. Als Antibolschewist 1918–1919.&amp;#039;&amp;#039; Neuer Zeitverlag, Düsseldorf 1935, S.&amp;amp;nbsp;12–13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies war die Keimzelle des 500 Millionen Mark schweren &amp;#039;&amp;#039;[[Antibolschewistenfonds]]&amp;#039;&amp;#039;, der von der deutschen Wirtschaft am 10. Januar 1919 in Berlin gegründet wurde. Aus diesem Fonds flossen Gelder in propagandistische antibolschewistische, später nationalsozialistische Projekte, aber auch an gewalttätige Gruppen wie [[Freikorps]], aktive Truppen etc., mit denen die sozialistische Bewegung nach der [[Novemberrevolution]] niedergeschlagen werden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Stadtler: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen. Als Antibolschewist 1918–1919.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;46–49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eduard Stadtler, der Gründer und Leiter der Antibolschewistischen Liga, veranlasste nach eigener Aussage beispielsweise am 12. Januar 1919 die Ermordung von [[Rosa Luxemburg]] und [[Karl Liebknecht]] und brach Tage zuvor „Noskes Zaudern“, Militär in Berlin einzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Stadtler: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen. Als Antibolschewist 1918–1919.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl Helfferich Grab.jpg|mini|Helfferichs Grab auf dem Hauptfriedhof Neustadt an der Weinstraße]]&lt;br /&gt;
In der [[Weimarer Republik]] war Helfferich führender Politiker der rechten [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschnationalen Volkspartei (DNVP)]]. Durch radikale antirepublikanische [[Propaganda]] sowie Mordaufrufe gegen so genannte „[[Erfüllungspolitik]]er“ bzw. „[[Novemberverbrecher]]“ war er einer der prominentesten Vertreter der extremen Rechten. Helfferich war eine „Nahtstelle“ von Wirtschaft und Staat und nach Kriegsende einer der geistigen Väter der [[Dolchstoßlegende]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz Fischer (Historiker)|Fritz Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Weltpolitik, Weltmachtstreben und deutsche Kriegsziele.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Zeitschrift]].&amp;#039;&amp;#039; 199 (1964), S.&amp;amp;nbsp;265–346, hier S.&amp;amp;nbsp;271&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;br /&amp;gt;Reinhard Richter: &amp;#039;&amp;#039;Nationales Denken im Katholizismus der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Lit, Münster 2000, ISBN 3-8258-4991-0, S.&amp;amp;nbsp;69.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Polemiken gegen [[Walther Rathenau]], [[Matthias Erzberger]] und [[Joseph Wirth]] trugen zu einem Klima bei, welches schließlich zu den [[Fememord|politischen Morden in der frühen Weimarer Republik]] führte. Im Juni 1919 veröffentlichte Helfferich eine Artikelserie in der konservativen &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Preußische Zeitung (Kreuzzeitung)|Kreuzzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, in der er politische und auch moralische Angriffe gegen Reichsfinanzminister Erzberger zusammentrug, etwa er hätte einen [[Meineid]] geleistet, sich in seinen politischen Entscheidungen von privaten finanziellen Interessen leiten lassen und [[Steuerhinterziehung (Deutschland)|Steuern hinterzogen]]. Erzberger reagierte mit einer [[Beleidigung (Deutschland)|Beleidigungsklage]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Benz]]: &amp;#039;&amp;#039;Erzberger, Matthias.&amp;#039;&amp;#039; In: derselbe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Personen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter Saur, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-44159-2, S. 216&amp;amp;nbsp;f. (abgerufen über [[Verlag Walter de Gruyter|De Gruyter]] Online).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im folgenden [[Erzberger-Helfferich-Prozess]] vom 19. Januar bis 12. März 1920, der ihm eine [[Geldstrafe]] einbrachte, wurde Erzberger gleichzeitig so stark diskreditiert, dass dieser zurücktrat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich August Winkler]]: &amp;#039;&amp;#039;Weimar, 1918–1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1998, ISBN 3-406-43884-9, S.&amp;amp;nbsp;117&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1920 heiratete Helfferich die früh verwitwete Annette von Müffling (1886–1965), Tochter des Deutsche-Bank-Gründers [[Georg von Siemens]]. Im Juni 1920 [[Reichstagswahl 1920|in den Reichstag gewählt]] und als Wortführer an die Spitze der rechten Opposition aufgerückt, verteidigte er 1920/21 im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss seine Politik während des Krieges. Zu einem Eklat kam es, als er sich weigerte, Fragen des [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]-Abgeordneten [[Oskar Cohn]] zu beantworten und dies mit dessen [[Judentum]] begründete. Durch seine Tiraden gegen den Abschluss des [[Vertrag von Rapallo|Vertrages von Rapallo]], besonders durch seine Schmährede gegen Walther Rathenau am 23. Juni 1922,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reichstagsprotokolle.de/Blatt2_w1_bsb00000039_00668.html siehe Reichstagsprotokolle 23. Juni 1922, ab S. 7988]&amp;lt;/ref&amp;gt; kann er als indirekt mitverantwortlich für dessen Ermordung tags darauf bezeichnet werden. Im Reichstag kam es auf die Nachricht von der Ermordung Rathenaus zu tumultartigen Szenen: Sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete prügelten Deutschnationale aus dem Saal, Helfferich wurde als Mörder beschimpft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Sabrow]]: &amp;#039;&amp;#039;Die verdrängte Verschwörung. Der Rathenau-Mord und die deutsche Gegenrevolution.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-596-14302-0, S.&amp;amp;nbsp;92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Reichskanzler Wirth zeigte auf Helfferich, als er sein vielzitiertes „Dieser Feind steht rechts!“ ausrief.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter F. Peterson: &amp;#039;&amp;#039;Helfferich, Karl.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Benz, [[Hermann Graml]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; C.&amp;amp;nbsp;H. Beck Verlag, München 1988, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Hyperinflation]] 1923 entwarf Helfferich den Plan einer Roggenwährung, der abgelehnt wurde. Wesentliche Merkmale wurden im Plan für die Einführung der [[Rentenmark]] übernommen. Er bewarb sich Ende 1923 um den Posten des [[Reichsbank]]präsidenten und unterlag gegen [[Hjalmar Schacht]]. 1924 kam Helfferich bei dem schweren [[Eisenbahnunfall von Bellinzona]] ums Leben. Begraben ist er auf dem Hauptfriedhof in [[Neustadt an der Weinstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
Nach ihm war bis 2024 die Karl-Helfferich-Straße in [[Neustadt an der Weinstraße]] benannt; eine Fachkommission überprüfte den Sachverhalt und schlug eine Änderung des Straßennamens vor, die seit Januar 2025 vollzogen ist (durch eine Verlängerung der angrenzenden Exterstraße).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.neustadt.eu/B%C3%BCrger-Leben/F%C3%BCnf-Stra%C3%9Fen-werden-umbenannt-Stadtrat-beschlie%C3%9Ft-Verfahren.php?object=tx,2636.5&amp;amp;ModID=7&amp;amp;FID=2636.30966.1&amp;amp;NavID=2636.27.1 |titel=Fünf Straßen werden umbenannt - Stadtrat beschließt Verfahren |abruf=2025-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Mainz-Kastel]] gab es einen Karl-Helfferich-Platz, der aber in den 1990er Jahren in Rathenauplatz umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Fluhr: [http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/amoeneburg-kostheim-kastel/11101473.htm &amp;#039;&amp;#039;Gang durchs 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mainzer Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 29. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] in Ostpreußen wurde die Ludwig-Frank-Straße 1933 in Helfferichstraße umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Städtisches Verkehrsamt Königsberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurzer Wegweiser Königsberg i. Pr.&amp;#039;&amp;#039; Königsberg 1931; [[Faksimile]]-[[Nachdruck]]: Böhmische-Dörfer-Verlag, Trier 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1934 bis 1958 war die heutige Bernadottestraße in Berlin (in den Ortsteilen Grunewald, Schmargendorf und Dahlem) nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Folgen des deutsch-österreichischen Münz-Vereins von 1857. Ein Beitrag zur Geld- und Währungs-Theorie.&amp;#039;&amp;#039; 1894 ({{URN|nbn:de:s2w-974}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bimetallistische Kampfesart. Eine Auseinandersetzung mit Herrn Dr. Otto Arendt, Mitglied des preussischen Abgeordnetenhauses.&amp;#039;&amp;#039; 1895 ([http://visuallibrary.net/ihd/content/pageview/14873 visuallibrary.net]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Reform des deutschen Geldwesens nach der Gründung des Reiches.&amp;#039;&amp;#039; 1898 ({{URN|nbn:de:s2w-6465}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien über Geld- und Bankwesen.&amp;#039;&amp;#039; 1900 ({{URN|nbn:de:s2w-577}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Geld.&amp;#039;&amp;#039; 1903 ({{URN|nbn:de:s2w-6560}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Volkswohlstand 1888–1913.&amp;#039;&amp;#039; 1913 ({{URN|nbn:de:s2w-5320}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung des Weltkrieges im Lichte der Veröffentlichungen der Dreiverbandmächte.&amp;#039;&amp;#039; 1915 ({{URN|nbn:de:s2w-6408}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reden und Aufsätze aus dem Kriege.&amp;#039;&amp;#039; 1917 ({{URN|nbn:de:s2w-5675}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fort mit Erzberger!&amp;#039;&amp;#039; Verlag Scherl, Berlin, 1919, Flugschriften zur Berliner Tageszeitung „Tag“ ({{URN|nbn:de:s2w-5621}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Weltkrieg in 3 Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Berlin 1919:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die Vorgeschichte des Weltkrieges&amp;#039;&amp;#039; ({{URN|nbn:de:s2w-6521}}); Reprint: University Microfilms International, Ann Arbor MI 1980.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Vom Kriegsausbruch bis zum uneingeschränkten [[U-Bootkrieg]].&amp;#039;&amp;#039; ([https://archive.org/details/vomkriegsausbruc00helf Internet Archive])&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039; Vom Eingreifen Amerikas bis zum Zusammenbruch&amp;#039;&amp;#039; ({{URN|nbn:de:s2w-6541}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Bank – Georg von Siemens. Ein Lebensbild aus Deutschlands großer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; 1921–1923.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adolf Scheffbuch: &amp;#039;&amp;#039;Helfferich – ein Kämpfer für Deutschlands Größe.&amp;#039;&amp;#039; Belser, Stuttgart 1934.&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|470|472|Helfferich, Karl Theodor|[[Karl Erich Born]]|118773828}}&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Zilch]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der finanziellen Besatzungspolitik des deutschen Imperialismus im ersten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 1980 I, S. 63–78. &amp;#039;&amp;#039;Die Memoranden&amp;#039;&amp;#039; Karl Helfferichs &amp;#039;&amp;#039;vom 28. und 29. August 1914 über die finanzielle Unterdrückung und Ausplünderung Belgiens (Dokumentation).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 1980 VI, S. 193–212.&lt;br /&gt;
* Norman Domeier: &amp;#039;&amp;#039;Der Sensationsprozess Erzberger-Helfferich. Die Verquickung politischer und wirtschaftlicher Interessen in der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; In: Boris Barth, Christopher Dowe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Matthias Erzberger. Ein Demokrat in Zeiten des Hasses.&amp;#039;&amp;#039; Braun, Karlsruhe/Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7650-8436-2, S. 158–183.&lt;br /&gt;
* [[Werner Plumpe]]: &amp;#039;&amp;#039;Januskopf der deutschen Geldwirtschaft. Karl Hefferich (1872 bis 1924).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Unternehmensgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 2023, S. 185–204.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Karl Helfferich}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118773828}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118773828}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|1896}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/007501}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=karl-helfferich|Autor=[[Manfred Wichmann]]}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20120916005127/http://www.bankgeschichte.de/de/content/857.html Biografie] in der Historischen Gesellschaft der Deutschen Bank&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118773828}}&lt;br /&gt;
* [[Norman Domeier]]: [https://www.lexikon-der-politischen-strafprozesse.de/glossar/helfferich-karl/ &amp;#039;&amp;#039;Helfferich, Karl&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[Kurt Groenewold]], Alexander Ignor, Arnd Koch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politischen Strafprozesse.&amp;#039;&amp;#039; Stand Januar 2015&lt;br /&gt;
* [https://www.neustadt.eu/media/custom/2636_14640_1.PDF Straßennamen in Neustadt an der Weinstraße]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/1428a4e0-7234-4ea1-ad8e-950946cedc8e/ Nachlass BArch N 1123]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118773828|titel=Helfferich, Karl Theodor|datum=2025-11-27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vizekanzler Deutsches Kaiserreich&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118773828|LCCN=n/90/686347|VIAF=27163099|NDL=00442956}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Helfferich, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vizekanzler (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichsfinanzwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Fememord)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankier]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Person (Neustadt an der Weinstraße)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfallopfer (Schienenverkehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Helfferich, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Helfferich, Karl Theodor (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (DNVP), MdR und Bankier&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Juli 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neustadt an der Weinstraße|Neustadt an der Haardt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. April 1924&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bellinzona]], Schweiz&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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