<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Karl_Hass</id>
	<title>Karl Hass - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Karl_Hass"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Hass&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T05:05:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Hass&amp;diff=101210&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 17. April 2026 um 13:10 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Hass&amp;diff=101210&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-17T13:10:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den NS-Kriegsverbrecher Karl Hass. Ein Werkleiter des Chemiewerkes in Niederkassel-Lülsdorf war [[Karl Hass (Werkleiter)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Hass&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Karl Haß&amp;#039;&amp;#039;, (* [[5. Oktober]] [[1912]] in [[Elmschenhagen]], heute Stadtteil von [[Kiel]]; † [[21. April]] [[2004]] in [[Castel Gandolfo]]) war ein verurteilter [[deutsche]]r [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]] und [[SS-Sturmbannführer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Zum 1. Oktober 1933 trat Hass der SS bei (SS-Nummer 117.557) und wurde regelmäßig befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/529323&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1934 war er als Hilfskraft in der [[Presse (Medien)|Presse]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;abteilung (II D 3 Süd) des [[SD-Hauptamt]]es in [[Berlin]] beschäftigt. Am 22. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.583.147).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/12700589&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde er in die [[Niederlande]] entsandt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot;&amp;gt;Erich Aschwanden: [https://www.nzz.ch/schweiz/wie-ss-mann-karl-hass-fuer-die-exekution-von-335-zivilisten-doch-noch-der-gerechtigkeit-zugefuehrt-wurde-ld.1611921 &amp;#039;&amp;#039;Wie der SS-Mann Karl Hass für die Exekution von 335 Zivilisten doch noch der Gerechtigkeit zugeführt wurde.&amp;#039;&amp;#039;] [[Neue Zürcher Zeitung]], 2. August 2021, abgerufen am 3. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wechselte 1940 ins Italienreferat Abteilung VI&amp;amp;nbsp;D. Hass hatte während seiner Dienstzeit im SD-Hauptamt ein Studium an der [[Deutsche Hochschule für Politik#Integration in Auslandswissenschaftliche Fakultät und Deutsches Auslandswissenschaftliches Institut (DAWI)|Auslandswissenschaftlichen Fakultät]] begonnen und dort 1943 [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. 1942 wurde er nach [[Rom]] versetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt; Zum 9. November 1941 hatte er als Sturmbannführer seinen höchsten Rang in der SS erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner nachrichtendienstlichen Tätigkeit in [[Italien]] lockte er am 23. September 1943 auf Befehl Adolf Hitlers die Prinzessin [[Mafalda von Savoyen]] in einen Hinterhalt. Sie wurde zu einem dringenden Termin auf die deutsche Gesandtschaft in Sofia gebeten. Hier wurde sie festgenommen und über München nach Berlin gebracht. Von dort aus erhielt sie eine Internierung als Sonderhäftling im [[KZ Buchenwald]]. Mafalda starb hier noch 1944 an den Folgen eines [[Anti-Hitler-Koalition|alliierten]] Bombenangriffs auf Teile des Lagers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. März 1944, einen Tag nach dem [[Attentat in der Via Rasella]], war Hass auf Befehl von [[Herbert Kappler]] und in Zusammenarbeit mit [[Erich Priebke]] am [[Massaker in den Ardeatinischen Höhlen]] bei [[Rom]] beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee230&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2007, S. 230.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einmarsch der Alliierten in Italien floh er im Sommer 1944 in Richtung Norditalien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde Hass im November 1945 vom [[Counter Intelligence Corps]] (CIC) gefasst&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt; und als [[Kriegsgefangenschaft|Kriegsgefangener]] in Rimini [[Internierung|interniert]]. Von dort flüchtete er mehrmals und tauchte in Rom und [[Bozen]] unter. So lebte Hass abwechselnd in Italien und [[Österreich]], wo er ab Juni 1947 einige Jahre lang für die [[Spionageabwehr]] der [[United States Army|US-Armee]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Mario&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Rodolfo Giustini&amp;#039;&amp;#039; arbeitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8649323.html &amp;#039;&amp;#039;„Ich war wertvoll für die“.&amp;#039;&amp;#039;] [[Der Spiegel]], 4/1997, S. 70–73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt; Nachdem ihn das CIC verdächtigte, auch für das [[Kominform|Kommunistische Informationsbüro]] zu arbeiten, wurde er 1953 vom CIC als Spitzel aufgegeben. Unter der Bedingung, die [[geheimdienst]]liche Tätigkeit aufzugeben, durfte er in Italien bleiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hass betätigte sich auch als [[Fluchthilfe|Fluchthelfer]] für [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]] über Italien nach Übersee, dabei arbeitete er mit dem katholischen Bischof [[Alois Hudal]] zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee230&amp;quot; /&amp;gt; Ein Angebot zur Flucht nach Übersee lehnte er ab und blieb in Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hass wurde auf Antrag seiner ersten Ehefrau 1953 vom [[Amtsgericht Berlin-Charlottenburg]] [[Todeserklärung|für tot erklärt]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt; und lebte fortan unter Falschnamen beziehungsweise dem Familiennamen seiner italienischen Ehefrau Giustini in Italien. Er war zu dieser Zeit als [[Import]]eur von [[Spielwaren]] aus der [[Bundesrepublik Deutschland]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt; Im Februar 1962 stellte die italienische [[Militärstaatsanwaltschaft]] die Fahndung nach Hass ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt; Hass erfuhr im Jahr 1962 bei einem Besuch in Deutschland von der Todeserklärung und ließ den Beschluss des Amtsgerichts aufheben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt; Er betätigte sich bei der [[Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge|Deutschen Kriegsgräberfürsorge]] und wurde 1964 nahe [[Catania]] Leiter eines [[Liste von Kriegsgräberstätten in Italien|deutschen Soldatenfriedhofes]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee230&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl nach ihm [[Fahndung|gefahndet]] wurde, konnte Hass 1956 im Film &amp;#039;&amp;#039;[[London ruft Nordpol]]&amp;#039;&amp;#039; (als Gefängnisaufseher)&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt; mitspielen; 1969 auch im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Die Verdammten]]&amp;#039;&amp;#039; (als [[Sturmabteilung|SA-Führer]]).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Profil (Zeitschrift)|profil]]&amp;#039;&amp;#039;, Heft 33/2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren lebte er mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter im [[Tessin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt; Er kam 1996 nach Italien, um im [[Prozess (Recht)|Prozess]] gegen Erich Priebke auszusagen. Priebke war 1948 beim ersten Prozess um das [[Massaker in den Ardeatinischen Höhlen]] freigesprochen worden, nachdem er sich auf einen [[Befehlsnotstand]] berufen hatte. Karl Hass hatte ausgesagt, nicht am Massaker beteiligt gewesen zu sein. In der Neuauflage des Prozesses gegen Priebke im Jahr 1994 sollte Hass als [[Belastungszeuge]] auftreten; von Staatsanwalt [[Antonio Intelisano]] war ihm [[Straffreiheit]] zugesichert worden für den Beleg, dass eine [[Befehlsverweigerung]] durchaus möglich gewesen sei. Als er kurz vor der Aussage versuchte zu fliehen, indem er vom Balkon seines Hotels in Rom sprang, zog er sich einen [[Beckenfraktur|Beckenbruch]] zu. Zur Aussage wurde er daraufhin am 16. Juni 1996 vom [[Lazarett|Militärhospital]] in [[Celio (Rione)|Celio]] zum Prozess zugeschaltet. Er sagte aus, sich zum Zeitpunkt des Massakers eine Viertelstunde lang in den Ardeatinischen Höhlen aufgehalten zu haben; dabei tötete er zwei Menschen mit einem [[Genickschuss]]: „Fünfzehn Minuten sind mehr als genug, um zwei Menschen zu töten“ (Hass). Der Versuch der Anklagevertreter gegen Priebke, dessen Beharren auf einem Befehlsnotstand zu widerlegen, scheiterte damit und Priebke wurde am 2. August 1996 erneut freigesprochen. Da Hass nur als Zeuge vertreten war, wurde gegen ihn in diesem Prozess keine Anklage erhoben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde in [[Personengewahrsam|Gewahrsam]] genommen und später angeklagt. Am 7. März 1998 wurde Hass von einem [[Italienische Militärjustiz|Militärgericht]] in Rom wegen seiner Beteiligung am Massaker in den Ardeatinischen Höhlen zu einer [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangen Freiheitsstrafe]] verurteilt. Aufgrund seiner angeschlagenen Gesundheit und der Tatsache, dass er ursprünglich freiwillig zum Prozess nach Italien gekommen war, wurde seine Gefängnisstrafe in [[Hausarrest]] umgewandelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nzz2021&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb 2004 in einem römischen [[Altenheim]] an [[Herzinsuffizienz#Laiensprache und Doppeldeutungen|Herzversagen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Aktualisierte 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
* [[Philippe Sands]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rattenlinie – ein Nazi auf der Flucht. Lügen, Liebe und die Suche nach der Wahrheit&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung Thomas Bertram. S.&amp;amp;nbsp;Fischer, Frankfurt am Main 2020, ISBN 978-3-10-397443-0.&lt;br /&gt;
* Gerald Steinacher: &amp;#039;&amp;#039;Nazis auf der Flucht. Wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen.&amp;#039;&amp;#039; Studienverlag, Wien/Innsbruck/Bozen 2008, ISBN 978-3-7065-4026-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129004499|VIAF=42904629}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hass, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Italiens 1943–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rattenlinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtlich für tot erklärte Person (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hass, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Haß, Karl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Offizier und verurteilter Kriegsverbrecher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Oktober 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Elmschenhagen]], heute Stadtteil von [[Kiel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. April 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Castel Gandolfo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
	</entry>
</feed>