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	<title>Karl Gitzoller - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Gitzoller&amp;diff=1377473&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dromedar61: /* Quellen */ +wikilink Peter Kammerstätter</title>
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		<updated>2026-02-03T21:38:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Quellen: &lt;/span&gt; +wikilink Peter Kammerstätter&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Gitzoller&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Januar|1. Jänner]] [[1905]] in [[Strobl]]; † [[26. August]] [[2002]] in [[Neuhaus (Gemeinde Weissenbach an der Triesting)|Neuhaus an der Triesting]]) war ein [[österreich]]ischer [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]] und Mitbegründer der Partisanengruppe [[Willy-Fred]] im [[Salzkammergut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend ==&lt;br /&gt;
Gitzoller wurde 1905 in Strobl am Wolfgangsee geboren. Nach Besuch der damals achtjährigen Volksschule begann er 1921 eine Lehre als Maschinenschlosser, die er 1923 abschloss. Daraufhin arbeitete er in verschiedenen Salzburger Betrieben, später in [[Tirol]] beim Straßenbau und in einer Ziegelfabrik als Betriebsschlosser. 1931 heiratete er und wurde Vater zweier Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches Engagement ==&lt;br /&gt;
Bis zu dieser Zeit war Gitzoller politisch wenig interessiert. Dies änderte sich nach dem [[Österreichischer Bürgerkrieg|Österreichischen Bürgerkrieg]] im Februar 1934. Über die Bekanntschaft zu [[Sepp Plieseis]] kam er in Kontakt mit lokalen Gruppen der damals illegalen [[Kommunistische Partei Österreichs|Kommunisten]]. Im Rahmen von Schulungen, die der spätere [[Spanienkämpfer]] Franz Jaritsch abhielt, begann sich Gitzoller politisch zu engagieren. Nach dem [[Anschluss (Österreich)|Anschluss]] Österreichs im März 1938 an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] wurde er schließlich 1939 zum Wehrdienst einberufen. Er kam jedoch nicht zur [[Wehrmacht]], sondern wurde dienstverpflichtet zu den [[Steyr Daimler Puch|Steyr-Werken]] und musste in der Rüstungsproduktion arbeiten. Dies entsprach dem damaligen Vorgehen des Regimes mit Personen, die politisch als zu unzuverlässig für das Militär galten, gegen die aber zu wenig Beweise vorlagen, um sie zu inhaftieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in [[Steyr]] kam Gitzoller schnell in Kontakt mit den dortigen Widerstandsgruppen unter der Arbeiterschaft, insbesondere mit [[Albert Schwarz (Widerstandskämpfer)|Albert Schwarz]]. Er führte unter anderem Sammlungen für die [[Internationale Rote Hilfe|Rote Hilfe]] durch, was jedoch im Oktober 1942 zu seiner Verhaftung führte. Mit fünf anderen Genossen wurde er mit dem Zug von Steyr in das [[Kreisgericht]] [[Wels (Stadt)|Wels]] überstellt. Auf dem Weg vom Welser Bahnhof zum Gerichtsgebäude gelang ihm jedoch die Flucht. Er versteckte sich daraufhin acht Tage lang in [[Attnang]] und versuchte dann weiter ins Salzkammergut zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Widerstandsgruppe Willy-Fred ==&lt;br /&gt;
Mit einem Fahrrad kam Karl Gitzoller schließlich bis nach [[Bad Ischl]], wo er Kontakt zu [[Resi Pesendorfer]] aufnahm, deren Hilfe er sich erhoffte. Die Unterbringung eines entflohenen Häftlings bedeutete ein großes Risiko, aber schließlich fand sich als Versteck die leerstehende „Villa Waldhütte“, in der Pesendorfer gerade als Putzfrau beschäftigt war. Nach dem Winter versteckte er sich dann im Gebirge und übernachtete in leerstehenden [[Almhütte]]n sowie in einer Höhle. Ernähren konnte er sich als [[Wilderei|Wilderer]], einer im Salzkammergut schon lange gepflegten Tradition des Widerstands gegen die Obrigkeit. Daneben konnte er sich auf Unterstützung aus dem Tal verlassen, wo vor allem einige Frauen ein regelrechtes geheimes Netzwerk zur Versorgung der untergetauchten Männer aufgebaut hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1943 war er gemeinsam mit Resi Pesendorfer und [[Agnes Primocic]] an der Befreiung des Kommunisten [[Sepp Plieseis]] aus dem KZ-Außenlager [[Vigaun]] in der Nähe von [[Hallein]] beteiligt. Er erwartete diesen in der Nähe des Lagers und versorgte ihn mit Zivilkleidung. Danach flüchteten beide in die Berge und gelangten über die [[Osterhorngruppe]] zum Attersee. Auf dem Weg weiter nach Ischl wurde Gitzoller allerdings Ende November in der Nähe des Kriegsgefangenenlagers in Mitterweißenbach angeschossen und erlitt eine Verletzung am Unterschenkel. Er konnte aber dennoch flüchten und bei der Familie des Kameraden [[Raimund Zimpernik]] in Aigen-Voglhub untertauchen. Später versteckte er sich in seinem Heimatort Strobl und in [[Sankt Wolfgang im Salzkammergut|Sankt Wolfgang]] am Wolfgangsee, sowie auf der Schöffau-Alm unterhalb vom Rettenkogel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ende des Winters 1943/44 ging Gitzoller gemeinsam mit Sepp Plieseis und Alois Straubinger endgültig in die Berge und sie errichteten im [[Totes Gebirge|Toten Gebirge]] den Partisanenunterschlupf „Igel“, der daraufhin die Basis der Widerstandsgruppe Willy-Fred wurde. Rund um diese kleine Gruppe sammelte sich im Laufe des Jahres 1944 eine immer größer werdende Zahl von Flüchtlingen und auch Soldaten, die nach einem Fronturlaub im heimatlichen Salzkammergut nicht mehr zurück in den Krieg wollten und stattdessen das Risiko auf sich nahmen, als untergetauchte [[Fahnenflucht|Deserteure]] zu leben. Die Gruppe wuchs stark an, und auf dem Igel lebten bald bis zu 30 bewaffneten Partisanen und eine noch größere Zahl war verstreut auf [[Alm (Bergweide)|Almen]] und bei vertrauenswürdigen Kontaktpersonen untergetaucht. Insgesamt gehörten der Gruppe Ende 1944 bis zu 500 Personen im oberen Salzkammergut an. Zur Tarnung nannten sie sich zuerst einfach nur „Willy“. Dieser Name war jedoch bald bekannter als gewünscht, und so wurde als neuer Deckname „Fred“ gewählt. In der Geschichtsforschung wird die Partisanengruppe deshalb meist „Willy-Fred“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den letzten Kriegswochen wurde die Gruppe dann auch nach außen aktiv, wobei sich die Ereignisse besonders im [[Ausseerland]] chaotisch überschlugen und daher historisch nicht mehr mit letzter Genauigkeit rekonstruierbar sind. So war die Gruppe um Sepp Plieseis angeblich an der Rettung der im [[Altaussee]]r Salzbergwerk eingelagerten Kunstschätze maßgeblich beteiligt, sowie an der Verhaftung einiger ins Salzkammergut geflohener prominenter Nazifunktionäre. Es waren auch Mitglieder der Partisanen, welche die nur zögerlich vom [[Wolfgangsee]] vorrückenden Amerikaner nach Ischl, Gosau und Aussee lotsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende kehrte Gitzoller wieder in seinen Beruf als Maschinenschlosser zurück und verließ das Salzkammergut in Richtung [[Niederösterreich]]. Er arbeitet zuerst in [[Weissenbach an der Triesting]], dann in [[Hirtenberg]] und später in der [[Pottenstein (Niederösterreich)|Pottensteiner]] Tuchfabrik. Wegen seiner Arbeitslosigkeit in den 1930er Jahren und dem mehrjährigen Leben im Untergrund während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]], das ihm nicht zur Pension angerechnet wurden, musste er bis ins hohe Alter&amp;lt;!-- konkret welches Alter? --&amp;gt; berufstätig bleiben. Erst Jahrzehnte nach dem Krieg fand sein Verdienst als aktiver Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und für ein freies Österreich auch offizielle Anerkennung und er erhielt in seinen letzten Lebensjahren eine Entschädigung von der Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Jahre verbrachte er mit seiner Ehefrau in [[Neuhaus (Gemeinde Weissenbach an der Triesting)|Neuhaus an der Triesting]], einer kleinen Ortschaft am Rand des Wienerwaldes, wo er im Jahr 2002 als 97-Jähriger starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile seiner Biographie in der Zeit vom Igel wurden 1990 im vom [[Österreichischer Rundfunk|ORF]] gemeinsam mit der [[ARD]] produzierten Fernsehfilm „Am Ende eines langen Winters“ verfilmt, dessen Drehbuch von [[Walter Wippersberg]] stammt und auf den Aufzeichnungen von [[Albrecht Gaiswinkler]] beruht. Im Jahr 2006 bearbeitete der aus Vöcklabruck stammende Schriftsteller [[Franzobel]] die Geschichte der Widerstandsgruppe Willy-Fred literarisch in seinem Theaterstück „Hirschen“, in dem jedoch Karl Gitzoller nicht als namentlich genannte Figur vorkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
*[[Sepp Plieseis]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Ebro zum Dachstein. Lebenskampf eines österreichischen Arbeiters&amp;#039;&amp;#039;, Linz, Verlag Neue Zeit, 1946, 400 Seiten, Neuauflagen unter dem Titel „Partisan der Berge“, Globus-Verlag, Wien, 1987, ISBN 3-85364-186-5&lt;br /&gt;
*[[Peter Kammerstätter]]: &amp;#039;&amp;#039;Material-Sammlung über die Widerstands- und Partisanenbewegung Willy-Fred im oberen Salzkammergut – Ausseerland 1943–1945&amp;#039;&amp;#039;, Linz, Eigenverlag, 1978&lt;br /&gt;
*Christian Topf: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren der Partisanen. Zeitgeschichtliche Wanderungen im Salzkammergut&amp;#039;&amp;#039;, Grünbach bei Freistadt, Edition Geschichte der Heimat, 1996, 232 Seiten, Neuauflage 2006, ISBN 3-900943-32-X&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*Zeitgeschichtemuseum Ebensee: {{Webarchiv | url=http://bob.swe.uni-linz.ac.at/Ebensee/Betrifft/60/gitzoller60.php | wayback=20060506023707 | text=Karl Gitzoller 1.1.1905 – 26.8.2002 – Zur Erinnerung}}&lt;br /&gt;
* KPÖ Oberösterreich: {{Webarchiv | url=http://www.kpoe.at/ooe/images/salzkammergut.pdf | wayback=20060112070543 | text=Auf den Spuren der Partisanen im Salzkammergut}} In: www.kpoe.at, Mai 1998&lt;br /&gt;
*KPÖ Oberösterreich: [http://ooe.kpoe.at/news/article.php?story=20060223091748421&amp;amp;query=gitzoller Die Widerstandsbewegung im oberen Salzkammergut]&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-01-06}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Gitzoller, Karl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Widerstandskämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Salzkammergut)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Strobl)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2002]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Roten Hilfe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Willy-Fred-Gruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gitzoller, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Januar 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Strobl]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. August 2002&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neuhaus (Gemeinde Weissenbach an der Triesting)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dromedar61</name></author>
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