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	<title>Karl Georg Pfleiderer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mirmok12: so</title>
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		<updated>2026-03-23T21:09:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;so&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2008-0148, Karl Georg Pfleiderer.jpg|mini|hochkant|Pfleiderer 1948]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Georg Pfleiderer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Mai]] [[1899]] in [[Stuttgart]]; † [[8. Oktober]] [[1957]] in [[Bonn]]) war ein deutscher [[Diplomat]] und Politiker der [[Freie Demokratische Partei|FDP]]/[[Demokratische Volkspartei|DVP]]. Er war von 1949 bis 1955 [[Mitglied des Deutschen Bundestages]] und anschließend Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in [[Jugoslawien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur am Stuttgarter [[Eberhard-Ludwigs-Gymnasium]] studierte Pfleiderer in [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]] [[Rechtswissenschaft]]en. Dort war er Mitglied der den süddeutschen Liberalismus prägenden Tübinger Studentenverbindung „[[Akademische Gesellschaft Stuttgardia Tübingen|Akademische Gesellschaft Stuttgardia]]“. Hier traf er spätere politische Weggefährten wie [[Eberhard Wildermuth]], [[Reinhold Maier]], [[Konrad Wittwer]] und [[Wolfgang Haußmann]]. Nach Beendigung von Studium, Referendariat und Promotion trat er 1922 in das [[Auswärtiges Amt|Auswärtige Amt]] ein. Zum 1. Oktober 1935 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 3.479.378).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/32321473&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Gewalt: {{Webarchiv|text=Angehörige des Bundestags / I. - X. Legislaturperiode ehemaliger NSDAP- &amp;amp; / oder Gliederungsmitgliedschaften |url=http://www.niqel.de/bredel/news/mdb.pdf |wayback=20160103123739}} (PDF-Datei, abgerufen am 19. November 2011; 61&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1941 und 1942 war er in der Wehrmacht und nahm nach eigenen Angaben „am Feldzug im Osten als [[Rittmeister]]“ teil. Von 1941 bis 1943 war er Vertreter des Auswärtigen Amts bei der [[17. Armee (Wehrmacht)|17. Armee]]. Danach kehrte er in das Auswärtige Amt zurück und stieg dort bis 1943 zum Gesandtschaftsrat und 1945 zum Generalkonsul auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783000207037 |Titel=Pfleiderer, Karl Georg, Dr. |Fundstelle=P |Seiten=936 |KBytes=221}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde – unterbrochen von Verwendungen in der Zentrale in Berlin – bis 1945 in [[Peking]], [[Moskau]], [[Sankt Petersburg|Leningrad]], [[Katowice|Kattowitz]] und [[Stockholm]] eingesetzt. Im Auswärtigen Amt lernte er [[Adam von Trott zu Solz]] kennen und schloss sich dem weiteren Kreis der Verschwörer des [[Attentat vom 20. Juli 1944|20. Juli 1944]] an, ohne dort zu den bestimmenden Figuren zu gehören. In den Jahren vor dem Krieg ermöglichte er dem Anthroposophen und Reiseschriftsteller [[Hans Hasso von Veltheim]] durch administrative und finanzielle Unterstützung seine Asien-Reisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Klaus Walther: &amp;#039;&amp;#039;Hans Hasso von Veltheim. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;, Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2004, S. 135–159&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1948 bis 1950 war Pfleiderer [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] des [[Landkreis Waiblingen|Landkreises Waiblingen]]. Bei der [[Bundestagswahl 1949]] kandidierte er im [[Bundestagswahlkreis Waiblingen]], erhielt 40,3&amp;amp;nbsp;Prozent der Stimmen und zog in den [[Liste der Mitglieder des Deutschen Bundestages (1. Wahlperiode)|1. Bundestag]] ein. Bei der [[Bundestagswahl 1953]] erhielt er dort 32,9 Prozent der Wählerstimmen und zog wiederum in den Bundestag ein. Dieses Mandat legte er am 20. September 1955 nieder (weiteres im Abschnitt Politik). Pfleiderer wurde bald darauf [[Botschafter]] der Bundesrepublik [[Deutschland]] in [[Jugoslawien]]; 1957 starb er unerwartet während eines dienstlichen Aufenthaltes in Bonn.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1957/42/karl-georg-pfleiderer Robert Strobel: &amp;#039;&amp;#039;Karl Georg Pfleiderer †&amp;#039;&amp;#039;. Aus der Zeit Nr. 42/1957 vom 17. Oktober 1957. In: Zeit Online]. – Abgerufen am 2. August 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Tage nach Pfleiderers Tod brach die Bundesrepublik Deutschland gemäß der [[Hallstein-Doktrin]] die diplomatischen Kontakte zu Jugoslawien ab, weil dieses die [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] völkerrechtlich anerkannt hatte. Pfleiderer hatte sich stets &amp;#039;&amp;#039;gegen&amp;#039;&amp;#039; die Hallstein-Doktrin ausgesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=41758792 |Titel=Ostpolitik: Probefall Tito |Jahr=1957 |Nr=42}} – Laut diesem Artikel waren Außenminister [[Heinrich von Brentano]] (1901–1963), Staatssekretär [[Walter Hallstein]] (1901–1982) und [[Wilhelm Grewe]] (1911–2000) damals die maßgeblichen Verfechter der Hallstein-Doktrin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pfleiderer gehörte dem Deutschen Bundestag von 1949 bis September 1955 an. Zur [[Bundestagswahl 1949|ersten Bundestagswahl (August 1949)]] wurde er von der DVP aufgestellt, obwohl er damals noch nicht DVP-Mitglied war. Er schloss sich direkt nach der Wahl der DVP-Fraktion und kurze Zeit später auch der DVP an. Pfleiderer vertrat im [[Liste der Mitglieder des Deutschen Bundestages (1. Wahlperiode)|1. Bundestag]] (1949 bis 1953) und von der [[Bundestagswahl 1953|1953]] bis 1955 als direkt gewählter Abgeordneter den [[Bundestagswahlkreis Waiblingen|Wahlkreis Waiblingen]] im Bundestag.&lt;br /&gt;
Er legte das Mandat am 20. September 1955 nieder, um wieder in den Diplomatischen Dienst eintreten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. September 1952 forderte Pfleiderer in einer Denkschrift ein gesamteuropäisches Sicherheitssystem unter Berücksichtigung der Interessen der [[Sowjetunion]] mit einem hierin integrierten vereinigten Deutschland ohne die Gebiete jenseits der [[Oder-Neiße-Grenze]]. Am 8. April 1954 (gut ein Jahr nach [[Stalin]]s Tod) forderte er die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Sowjetunion, was zu einer schweren Koalitionskrise mit der CDU/CSU führte, die beinahe den Bruch [[Kabinett Adenauer II|der Koalition]] zur Folge gehabt hätte. Seine Gedanken nahmen die später von der FDP mitkonzipierte [[neue Ostpolitik]] der [[Sozialliberale Koalition|sozialliberalen]] Bundesregierung vorweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gottlob Kamm]], ehemaliger Landesminister von der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], galt 1953 als Pfleiderers einziger aussichtsreicher Gegenkandidat unter den Direktkandidaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Während des Bundestagswahlkampfes 1953 wurde in einer Waiblinger Zeitung folgendes Bonmot eines Wählers veröffentlicht: „Eigentlich ist Kamm mein Mann, weil er so gut saufen kann. Ich wähl aber Pfleiderer, denn der ist viel gescheiterer.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pfleiderer wurde auch 1953 – mit 32,9 Prozent der Stimmen – direkt gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1951 gründeten Pfleiderer, [[Gerhard Lütkens]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]), [[Paul Bausch]] ([[CDU]]) und [[Joseph-Ernst Fugger von Glött|Josef-Ernst Fürst Fugger von Glött]] ([[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]) die [[Deutsche Parlamentarische Gesellschaft]]; Pfleiderer war 1951 bis 1954 ihr erster Vorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Stadtteil Hertmannsweiler der Stadt [[Winnenden]] ist eine Straße nach Pfleiderer benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Politik für Deutschland. Reden und Aufsätze.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, 1961 (postum).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jörg Brehmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Was wird aus Deutschland? Zum Leben und Denken des liberalen Landrates Karl Georg Pfleiderer&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Reinhold-Maier-Stiftung.&amp;#039;&amp;#039; Band 30, {{ZDB|135846-7}}). Reinhold-Maier-Stiftung Regionalbüro Baden-Württemberg, Stuttgart 2003.&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|351|352|Pfleiderer, Karl Georg|Martin Jung|116167971}}&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Gerhard Keiper, Martin Kröger: Band 3: &amp;#039;&amp;#039;L–R.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u.&amp;amp;nbsp;a. 2008, ISBN 978-3-506-71842-6, S. 472&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Schlarp]]: &amp;#039;&amp;#039;Alternative zur deutschen Außenpolitik 1952–1955. Karl Georg Pfleiderer und die Deutsche Frage.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Benz]], [[Hermann Graml]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aspekte deutscher Außenpolitik im 20. Jahrhundert. Aufsätze Hans Rothfels zum Gedächtnis&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Sondernummer). Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1976, ISBN 3-421-01783-2, S. 211–248&lt;br /&gt;
* [[Klaus Scholder]]: &amp;#039;&amp;#039;Karl Georg Pfleiderer. Der liberale Landrat, Politiker und Diplomat&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Reinhold-Maier-Stiftung.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Reinhold-Maier-Stiftung, Stuttgart 1979.&lt;br /&gt;
* Hans-Heinrich Jansen: &amp;#039;&amp;#039;Karl Georg Pfleiderers Gegenentwürfe zur Deutschlandpolitik Adenauers.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historisch-Politische Mitteilungen]].&amp;#039;&amp;#039; 4, 1997, S. 35–71 (PDF: [http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_04_97/HPM_04_97_3.pdf Volltext], [http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_04_97/HPM_04_97_3.pdf#page=34 Zusammenfassung S. 68–70]).&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3806212139|Seite=443}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=http://www.zeit.de/1957/42/karl-georg-pfleiderer/komplettansicht&lt;br /&gt;
   |autor=[[Robert Strobel]]&lt;br /&gt;
   |titel=Karl Georg Pfleiderer †&lt;br /&gt;
   |werk=Die Zeit Online&lt;br /&gt;
   |datum=2012&lt;br /&gt;
   |offline=&lt;br /&gt;
   |zugriff=2017-06-28}}&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/116167971/Pfleiderer+Karl+Georg Karl Georg Pfleiderer bei leo-bw, dem landeskundlichen Informationssystem Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/92750b27-00b1-4fa3-8bb8-12e272714bad/ Nachlass BArch N 1286]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116167971|LCCN=n/2004/148408|VIAF=27814698}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pfleiderer, Karl Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Jugoslawien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Landkreis Waiblingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pfleiderer, Karl Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (FDP/DVP), MdB und Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Mai 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Oktober 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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