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	<title>Karl Genzken - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Concord: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-02-16T19:38:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Karl August Genzken KZ-Arzt.jpg|mini|Karl Genzken als Angeklagter im Nürnberger Ärzteprozess]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Eduard August Hermann Genzken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Juni]] [[1885]] in [[Preetz]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hahn 2008&amp;quot;&amp;gt;Judith Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Grawitz, Genzken, Gebhardt – drei Karrieren im Sanitätsdienst der SS&amp;#039;&amp;#039;, Klemm &amp;amp; Oelschläger, 2008, S. 42, ISBN 978-3-932577-56-7 [https://www.google.de/books/edition/Grawitz_Genzken_Gebhardt/vtsnAQAAIAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;bsq=%22karl+genzken%22++preetz&amp;amp;dq=%22karl+genzken%22++preetz &amp;#039;&amp;#039;Karl Eduard August Hermann Genzken&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[10. Oktober]] [[1957]] in [[Hamburg-Blankenese]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee178&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt; war Mediziner, [[SS-Gruppenführer]] und Chef des Sanitätsamtes der [[Waffen-SS]]. Genzken war an [[Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern|medizinischen Versuchen an Gefangenen]] mehrerer [[deutsche Konzentrationslager|Konzentrationslager]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Genzken war das jüngste von fünf Kindern des evangelischen [[Hauptpastor]]s Karl/Carl Georg Heinrich Genzken (1843–1915).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hahn 2008&amp;quot; /&amp;gt; [[Ernst Genzken]] war sein Großvater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genzken legte nach dem Besuch der Mittelschule in Preetz und des Gymnasiums in [[Kiel]] 1905 das [[Abitur]] ab. Am 2. April 1906 trat er der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] bei. Sein Medizinstudium an den Universitäten [[Eberhard-Karls-Universität Tübingen|Tübingen]], [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]], [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]] beendete er 1911. Während seines Studiums wurde er 1906 Mitglied der [[Tübinger Burschenschaft Derendingia]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 18. November 1912 wurde er zum Marine-[[Assistenzarzt]] und am 15. November 1913 zum Marine-Oberassistenzarzt befördert. Ab 1914 diente Genzken als Arzt beim [[III. Seebataillon (Deutsches Kaiserreich)|III.&amp;amp;nbsp;Seebataillon]] in [[Qingdao|Tsingtau]]. Bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] war er zur Verfügung des [[Gouvernement]]s [[Kiautschou]] und als Revierarzt der &amp;#039;&amp;#039;Iltis&amp;#039;&amp;#039;-[[Batterie (Militär)|Batterie]] kommandiert. Am 19. September wurde er zum Marine-[[Stabsarzt]] befördert und im Festungslazarett und in Taitungschen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Belagerung von Tsingtau]] und der Einnahme der Stadt durch die [[Kaiserlich Japanische Armee]] kam Genzken als Mediziner nicht in japanische [[Kriegsgefangenschaft]], sondern konnte im November 1914 nach [[Tianjin|Tientsin]] ausreisen. Von dort ging er nach [[Shanghai]] und reiste Juni 1915 nach [[San Francisco]] weiter. Von dort kehrte er zurück nach Deutschland und schloss sich dort erneut den [[Militärischer Sanitätsdienst|Sanitätstruppen]] an. Ab Juli 1915 war er Fort-Arzt der Batterie &amp;#039;&amp;#039;Schilling&amp;#039;&amp;#039; der II. [[Marineartillerie]]abteilung in [[Wilhelmshaven]]. Seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] in Kiel datiert ebenfalls auf 1915. Ab Oktober 1915 tat Genzken dann Dienst in verschiedenen Verwendungen, unter anderem als [[Schiffsarzt]]. In dieser Zeit baute er auch das Sanitätswesen der [[U-Boot]]e mit auf und war am Werftkrankenhaus in Wilhelmshaven tätig. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde Genzken am 28. November 1919 entlassen und er ließ sich daraufhin als praktischer Arzt in seiner Heimatstadt Preetz nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Silke Rönnau: Neustart mit bodenständigen Gerichten. Ostholsteiner Zeitung, 15. Oktober 2020, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 7. Juli 1926 trat Genzken der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 39.913);&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/10661095&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stephan D. Yada-Mc Neal |Titel=Der Tod kam in Weiß: Hitlers mörderische Ärzte |Datum=2019-06-05 |ISBN=978-3-7494-1367-6 |Seiten=242 |Online=https://books.google.se/books?id=xKKbDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA242&amp;amp;dq=Derendingia+NSDAP&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjsx_Go0YX3AhWmpYsKHeivCdAQ6AF6BAgGEAI#v=onepage&amp;amp;q=Derendingia%20NSDAP&amp;amp;f=false |Abruf=2022-04-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; am 5. November 1933 wurde er Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 207.954). 1934 war er kurzzeitig als Ersatz-See-Offizier beim [[Reichswehrministerium]] tätig; dann arbeitete er für ein Jahr als Vertrauensarzt beim Krankenhaus Groß-Berlin. Am 1. Februar 1937 übernahm Genzken als Nachfolger von [[Friedrich Karl Dermietzel]] die Leitung der Sanitätsabteilung der [[SS-Totenkopfverbände]]. Damit verbunden war das Amt des leitenden Arztes beim Führer der SS-Totenkopfverbände und [[Inspektion der Konzentrationslager|Inspekteurs der Konzentrationslager]], [[Theodor Eicke]]. In dieser Funktion war er verantwortlich für die medizinische Versorgung der Häftlinge in den Konzentrationslagern. Die Standortärzte in den Konzentrationslagern berichteten monatlich an Genzken über die Zustände in den Krankenrevieren sowie die Zahl der erkrankten Häftlinge. Erhaltener Schriftverkehr belegt, dass die von den Standortärzten bei Genzken angeforderten Medikamente und Verbandsmaterialien nur zum Teil geliefert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Schriftverkehr in Auszügen zitiert bei Tuchel, &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager&amp;#039;&amp;#039;, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Genzkens Dienstzeit wurden die Zwangssterilisierungen nach dem „[[Sterilisationsgesetze|Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses]]“ auf die Konzentrationslager ausgedehnt. Der Würzburger Psychiater [[Werner Heyde]] erstellte hierzu Gutachten, die von Genzken an die [[Erbgesundheitsgericht]]e weitergeleitet wurden und Grundlage für deren Entscheidung über die [[Sterilisation (Empfängnisverhütung)|Sterilisation]] oder [[Kastration]] der Häftlinge waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Herbst 1939 bis zum Frühjahr 1940 baute Genzken das Sanitätswesen der [[SS-Division Totenkopf|Totenkopf-Division]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt; Sydnor, Charles W.: Soldaten des Todes. Die 3. SS-Division &amp;quot;Totenkopf&amp;quot; 1933-1945, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von April 1940 bis zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war Genzken als Chef des Sanitätsamtes der Waffen-SS für medizinische Versuche an Häftlingen in den Konzentrationslagern mit verantwortlich. Zu [[Erwin Ding-Schuler]], der im [[KZ Buchenwald]] Versuche mit Impfstoffen gegen [[Fleckfieber]] durchführte, stand Genzken in persönlichem Kontakt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Mitscherlich, Fred Mielke: &amp;#039;&amp;#039;Medizin ohne Menschlichkeit. Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses&amp;#039;&amp;#039;. 16. Auflage, Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-596-22003-3, S. 149.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der SS wurde Genzken mehrfach befördert; zuletzt war er ab 1943 [[SS-Gruppenführer]] und Generalleutnant der Waffen-SS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende war Genzken Angeklagter im [[Nürnberger Ärzteprozess]]. Am 20. August 1947 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Haftstrafe wurde später auf 20 Jahre reduziert. Am 17. April 1954 wurde Genzken vorzeitig aus dem [[Justizvollzugsanstalt Landsberg|Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] entlassen. Bei der Trauerfeier zu seiner Beerdigung (1957) wurde ein von ihm selbst verfasster „Nachruf“ verlesen. Darüber berichtet ein Studienfreund, Genzken habe sich, &amp;#039;&amp;#039;nachdem ihn in seiner SS-Zeit andere Ideen erfüllt hatten, wieder zu dem christlichen Glauben seiner Kindheit bekannt und in schweren Stunden Kraft im Gebet gefunden.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Drescher (Jurist)|Erich Drescher]] in &amp;#039;&amp;#039;Birkholz, Die Burschenschaft Derendingia 1945 - 1949&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen 1965. S. 130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von NS-Ärzten und Beteiligten an NS-Medizinverbrechen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: Politiker, Teilband 7: Supplement A–K, Winter, Heidelberg 2013, ISBN 978-3-8253-6050-4. S. 366–367.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Tuchel]]: &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager. Organisationsgeschichte und Funktion der „Inspektion der Konzentrationslager“ 1934-1938.&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;Schriften des Bundesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; Band 39) Harald Boldt Verlag, Boppard am Rhein 1991, ISBN 3-7646-1902-3.&lt;br /&gt;
* Judith Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Grawitz / Genzken / Gebhardt. Drei Karrieren im Sanitätsdienst der SS.&amp;#039;&amp;#039; Klemm &amp;amp; Oelschläger, Münster 2008, ISBN 978-3-932577-56-7.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2009-2-230 Rezension: J. Hahn: Drei Karrieren im Sanitätsdienst der SS].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8. (Aktualisierte 2. Auflage).&lt;br /&gt;
* Peter Pauselius: &amp;#039;&amp;#039;Preetz unter dem Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Edition Barkau, Großbarkau 2001, ISBN 3-928326-29-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://nuremberg.law.harvard.edu/php/hitskwds.php?display=0&amp;amp;SearchType=keywords&amp;amp;keywords=Genzken&amp;amp;scope=anywhere&amp;amp;srch=Keywords&amp;amp;FieldFlag=9&amp;amp;DI=1&amp;amp;case_setting=AC&amp;amp;view_setting=A&amp;amp;ein von ihm selbst verfasster „Nachruf“ verlesendisplay_setting=50 Dokumente zu Karl Genzken aus dem Nürnberger Ärzteprozess] beim &amp;#039;&amp;#039;Nuremberg Trials Project&amp;#039;&amp;#039;, Harvard Law School Library (teilw. englisch)&lt;br /&gt;
* [http://individual.utoronto.ca/jarekg/Ravensbruck/GenzkenKarl.html Kurzbiographie] bei The University of Toronto (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle| url=http://www.tsingtau.info/namen/G.htm| werk=Tsingtau und Japan 1914-1920 - Historisch Biographisches Projekt|titel=Kurzbiographie Karl Genzken| zugriff=2016-03-23}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124327222|LCCN=no/2002/102112|VIAF=26741488}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Genzken, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Nürnberger Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stabsarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Genzken, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Genzken, Karl Edmund August Hermann (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Chef des Sanitätsamtes der Waffen-SS, Angeklagter im Nürnberger Ärzteprozess&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Juni 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Preetz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Oktober 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg-Blankenese]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Concord</name></author>
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