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	<title>Karl Geiler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Kulturkritik: /* Zeit des Nationalsozialismus */ kaum relevant</title>
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		<updated>2026-02-15T13:21:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zeit des Nationalsozialismus: &lt;/span&gt; kaum relevant&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Hermann Geiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. August]] [[1878]] in [[Schönau im Schwarzwald]]; † [[14. September]] [[1953]] in [[Heidelberg]]) war ein [[deutscher]] [[Rechtswissenschaftler]] und [[Politiker]] ([[Deutsche Demokratische Partei|DDP]], später [[Parteiloser|parteilos]]). Er war von Oktober 1945 bis Dezember 1946 [[Ministerpräsident]] des Landes [[Groß-Hessen]]. Von 1929 bis 1939 war er [[Ordentlicher Professor|Ordinarius]] für [[Handelsrecht (Deutschland)|Handelsrecht]], ab 1947 für [[Internationales Recht]] an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]] sowie im akademischen Jahr 1947/48 deren [[Rektor]].&lt;br /&gt;
[[Datei:K geiler.JPG|mini|Geilers Grabanlage auf dem [[Bergfriedhof (Heidelberg)|Heidelberger Bergfriedhof]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren der spätere Generalstaatsanwalt in Karlsruhe Karl Geiler der Ältere und dessen Ehefrau Anna, geborene Piristi. Er besuchte das [[Berthold-Gymnasium Freiburg]] und diente nach dem Abitur als [[Einjährig-Freiwilliger]] im [[5. Badisches Infanterie-Regiment Nr. 113|5. Badischen Infanterie-Regiment Nr. 113]]. Er begann [[Rechtswissenschaft]] an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]] zu studieren und wurde 1897 im [[Corps Rhenania Freiburg]] aktiv.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kösener Corpslisten]] 1960, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;35&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 629&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 26. Februar 1898 [[Reception (Corps)|recipiert]], war er ein guter [[Subsenior]]. Als [[Inaktiver]] wechselte er an die [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]. Das [[Referendar]]examen bestand er als Jahrgangsbester im [[Großherzogtum Baden]] mit „gut“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;&amp;gt;Hans-Jörg Volkmann: &amp;#039;&amp;#039;Karl Geiler zum Gedächtnis&amp;#039;&amp;#039;. Der Bote vom Oberrhein (Corpszeitung der Rhenania Freiburg)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er 1903 auch die [[Assessor]]prüfung mit „gut“ bestanden hatte, war er [[Amtsanwalt]] in Karlsruhe und Heidelberg, beim [[Landkreis Wolfach|Bezirksamt Wolfach]] und im Badischen Innenministerium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mannheim ===&lt;br /&gt;
1904 ließ er sich als [[Rechtsanwalt]] in Mannheim nieder. Im selben Jahr heiratete er Charlotte Hirsch (* 1882). 1909 trat er in die berühmte Kanzlei von [[Ernst Bassermann]] und [[Anton Lindeck]] ein. Der [[Jude]] Lindeck, Angehöriger und später Ehrenmitglied des [[Corps Hannovera Göttingen]], war [[Verkehrsgast]] bei Rhenania gewesen. Diese Beziehung machte Geiler in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] große Schwierigkeiten. 1910 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er an der Universität Heidelberg mit einer [[Handelsrecht (Deutschland)|handelsrechtlichen]] [[Dissertation]] zum [[Dr. iur.]] Grundlage war seine Mitarbeit an der 2. Auflage eines von [[Adelbert Düringer]] herausgegebenen Kommentars zum [[Handelsgesetzbuch]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bereits 1907 hatte Geiler an der Gründung der [[Universität Mannheim|Handelshochschule Mannheim]] mitgewirkt. An ihr lehrte er viele Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Nach den Ranglisten der [[Preußische Armee|Preußischen Armee]] war Geiler in seinem Freiburger Regiment 1903 [[Leutnant]] und 1912 [[Oberleutnant]] der [[Landwehr (Militär)#Preußen|Landwehr]] geworden. Mit der 55. Landwehr-Infanterie-Brigade im [[XIV. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|XIV. Armee-Korps]] zog er in den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. An der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] erhielt er im September 1914 das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] II. Klasse; im Oktober 1914 wurde er zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] befördert. Für die Corpszeitung schrieb er [[Gedicht]]e und [[Nachruf]]e auf gefallene Corpsbrüder und  [[Patriotismus|patriotische]] Gedichte („Deutschland“). Im Sommer 1916 befasste er sich mit der Schuld von Deutschlands Gegnern am Kriegsausbruch. 1917 wurde Geiler [[Bataillon]]skommandeur im Infanterie-Regiment Nr. 469 ([[240. Infanterie-Division (Deutsches Kaiserreich)|240. Infanterie-Division]]). Bis zu seinem Abschied aus dem Militärdienst im Frühjahr 1918 war Geiler noch das Eiserne Kreuz I. Klasse sowie das Ritterkreuz II. Klasse des [[Orden vom Zähringer Löwen|Ordens vom Zähringer Löwen]] mit Eichenlaub und Schwertern verliehen worden. Nach seinem Ausscheiden wurde er [[Syndikus]] beim [[Schaffhausenscher Bankverein|Schaffhausenschen Bankverein]] in [[Köln]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heidelberg ===&lt;br /&gt;
Geiler hatte seinen Wohnsitz bereits während des Krieges nach Heidelberg verlegt. Gleich nach Kriegsende nahm er seine Anwalts- und Dozententätigkeit in Mannheim wieder auf. Die Handelshochschule ernannte ihn im Januar 1919 zum [[Professor]]. Die Universität Heidelberg sprach ihm aufgrund seiner vorliegenden Arbeiten 1921 die [[Habilitation]] zu und ernannte ihn zum [[Professur|apl. Professor]] für Finanz- und Wirtschaftsrecht. Seit 1928 ordentlicher [[Honorarprofessor]], wurde er 1929 von der [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] einstimmig zum [[Lehrstuhl|Ordinarius]] für Handelsrecht bestimmt. Anders als die Universität wünschte das Badische Kultusministerium die Aufgabe der Anwaltstätigkeit. Vermutlich aus finanziellen Gründen lehnte Geiler dieses Ansinnen ab; denn er war zu einem der angesehensten Wirtschaftsanwälte Deutschlands geworden. Von 1921 bis 1939 las er an der Heidelberger Universität in jedem Semester [[Wirtschaftsrecht]], [[Gesellschaftsrecht]] und [[Steuerrecht]]. Er verfasste zahlreiche [[Publikation]]en, gab Kommentare zum Handelsrecht heraus und nahm an vielen internationalen Kongressen teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;/&amp;gt; Bei ihm schrieb [[Fritz Bauer]] seine [[Dissertation]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Die rechtliche Struktur der Truste.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
In der [[Weimarer Republik]] war Geiler über einige Jahre Mitglied der [[Deutsche Demokratische Partei|Deutschen Demokratischen Partei]]; politisch war er aber kaum hervorgetreten. Dennoch geriet er nach der [[Reichstagswahl März 1933]] ins Visier der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] – sein Schwiegervater war [[Jude]]. Unter dem Druck des [[Arierparagraph]]en drängte ihn sein [[Corps]] 1934 das [[Couleur|Band]] niederzulegen.&lt;br /&gt;
Gegen die einmütige Empfehlung der Fakultät entzog der [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|Nationalsozialistische Deutsche Dozentenbund]] Geiler 1939 die Honorarprofessur und die [[Lehrberechtigung|Venia legendi]]. Seine Anwaltstätigkeit in Mannheim blieb unangetastet; allerdings hatte er die Sozietät mit Lindeck schon 1937 lösen müssen. Mit dem Heidelberger Anwalt Wilhelm Zutt – der später die Berufung zum [[Ministerpräsident]]en ablehnte – gründete Geiler eine neue Partnerschaft in Mannheim.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Geiler immer wieder von der [[Gestapo]] und der [[Schutzstaffel|SS]] behelligt. Ob sich das nach dem Tode seiner Frau (Januar 1942 in Baden-Baden) änderte, ist nicht bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ministerpräsident in Groß-Hessen ==&lt;br /&gt;
Gleich nach Kriegsende wurde Geiler von der Universität Heidelberg gebeten, seine alten akademischen Rechte wieder wahrzunehmen. Geiler, der sofort an Veranstaltungen bürgerlicher Parteien teilnahm, war jedoch für höhere Aufgaben vorgesehen. Die [[Office of Military Government for Germany (U.S.)|US-amerikanische Militärregierung]] hatte sich bei der Suche nach unbelasteten Persönlichkeiten an [[Karl Jaspers]] gewandt. Er empfahl Kontakt zu [[Alfred Weber]] und Geilers Sozius Zutt in Mannheim aufzunehmen. Zutt lehnte die Berufung zum Ministerpräsidenten ab, empfahl jedoch – wie andere – seinen Partner Geiler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;/&amp;gt; Der 67-jährige Heidelberger Rechtsanwalt und Professor schien alle Eigenschaften zu besitzen, die für die Leitung eines ersten Allparteienkabinetts erforderlich waren. Zudem war er politisch unbelastet und parteilos.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde Geiler am 16. Oktober 1945 in [[Wiesbaden]] in sein Amt als [[Ministerpräsident]] von [[Groß-Hessen]] eingeführt. Innerhalb von zwei Wochen war die Suche nach den [[Kabinett (Politik)|Kabinettsmitgliedern]] abgeschlossen. Justizminister wurde [[Georg August Zinn]]. Das Kultusministerium übernahm [[Franz Böhm (Wirtschaftswissenschaftler)|Franz Böhm]], ein Corpsbruder, der während der NS-Zeit seines Lehramtes an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]] enthoben worden war und jetzt als [[Prorektor]] an der Universität Freiburg lehrte. Zwar bekundeten alle vier in der Regierung vertretenen Parteien ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]], [[Freie Demokratische Partei|FDP]] und [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]) ihre Unterstützung der Interimsregierung; doch besonders die SPD, die sich um den Posten des Ministerpräsidenten betrogen sah, zeigte sich Geiler gegenüber äußerst kritisch. Nach den ersten [[Kommunalwahlen in Hessen 1946]] brachte sie das [[Kabinett Geiler]] in eine schwere Krise, indem sie ihre Minister aus der Regierung zurückzog. Auf Druck der Amerikaner kehrte die SPD zwar in die Regierung zurück; sie verlangte aber ultimativ die Ablösung des der CDU zugerechneten Kultusministers Böhm. Als Jurist schien er ihr für die so wichtige Umerziehung in den Schulen ungeeignet. Die Amerikaner entließen Böhm. Geiler drohte mit sofortigem Rücktritt, sollte sich ein solcher Fall wiederholen. Es gelang ihm noch, das Ausscheiden Böhms als einen freiwilligen Verzicht und nicht als Nachgeben gegenüber der SPD erscheinen zu lassen; der sozialdemokratische [[Ministerialdirektor]] wurde gleich mitentlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Schritt zur [[Demokratie|Demokratisierung]] war der [[Beratender Landesausschuss (Groß-Hessen)|Beratende Landesausschuss (Groß-Hessen)]], den Geiler berufen hatte und am 26. Februar 1946 im [[Hessisches Staatstheater Wiesbaden|Nassauischen Landestheater]] feierlich eröffnete. Am 30. Juni 1946 wurde die [[Verfassungberatende Landesversammlung (Groß-Hessen)]] gewählt.  Die [[Politische Partei|politischen Parteien]] forderten ihr Recht, und es war erkennbar, dass die Zeit der überparteilichen Regierung Geilers ablief. Die [[Verfassung des Landes Hessen|Hessische Verfassung]], die am 1. Dezember 1946 in einer [[Referendum|Volksabstimmung]] angenommen wurde, war das Werk der Parteien, nicht das Werk Geilers, der in vielen Sachfragen anderer Meinung war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SPD drängte nach der [[Landtagswahl in Hessen 1946]] an die Macht und wollte Geiler, der sich inhaltlich mehr auf CDU und FDP stützte, loswerden. Geiler hatte gehofft, als Ministerpräsident einer [[Große Koalition|Großen Koalition]] im Amt bleiben zu können. Am 20. Dezember 1946 trat er enttäuscht zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;/&amp;gt; Zu seinem Nachfolger wurde [[Christian Stock]] (SPD) gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geiler pflegte gute Kontakte in die [[Sowjetische Besatzungszone]] und traf mehrfach mit seinem [[Thüringen|Thüringer]] Kollegen [[Rudolf Paul]] zusammen. Seinen Abschied im Januar 1947 verband er mit der Mahnung, die [[Deutsche Einheit]] im Auge zu behalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rektor in Heidelberg ==&lt;br /&gt;
Geiler kehrte an die Universität Heidelberg zurück, die ihn auf Antrag der juristischen Fakultät zum Persönlichen [[Lehrstuhl|Ordinarius]] für [[Internationales Recht]] berief. Da er wirtschaftlich unabhängig war, übertrug ihm das Ministerium keine Beamtenstelle. Trotzdem wählte ihn der Große Senat im Juni 1948 zum [[Rektor#Hochschulen|Rektor]]. In seiner Rektoratsrede am 22. November 1948 befasste er sich mit &amp;#039;&amp;#039;Macht und Recht&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.historische-kommission-muenchen-editionen.de/rektoratsreden/anzeige/index.php?type=rektor&amp;amp;id=1901417457 Rektoratsreden (HKM)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wandte sich Völkerrechtsfragen zu, arbeitete auf seinem alten Gebiet des Wirtschaftsrechts und veröffentlichte einen Kommentar zum [[D-Mark-Bilanzgesetz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1948 von Rhenania angebotene Wiederaufnahme des Bandes lehnte er ab. Die [[Bundesrepublik Deutschland]] ehrte Geiler als Pionier des demokratischen Neubeginns mit der Verleihung des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großkreuzes des Bundesverdienstkreuzes]], das ihm Bundespräsident [[Theodor Heuss]] im Januar 1953 überreichte. Einen Tag nach der Rückkehr vom Juristentag in Hamburg, der ihn zum Ehrenmitglied ernannt hatte, starb Geiler mit 75 Jahren an einem [[Herzinfarkt]]. Bei der [[Beisetzung]] auf dem [[Bergfriedhof (Heidelberg)|Bergfriedhof Heidelberg]] hielt der Bundesjustizminister [[Thomas Dehler]] die erste [[Grabrede]]. Er legte auch [[Trauerkranz|Trauerkränze]] des Bundespräsidenten und des Bundeskanzlers nieder. Vertreter [[Baden-Württemberg]]s, der Heidelberger Universität und ihrer Juristischen Fakultät ehrten den Verstorbenen ebenfalls.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HJV&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geiler war Präsident der am 10. Juni 1949 im [[Lautersches Schlösschen|Schlüchterner Schlösschen]] gegründeten Arbeitsgruppe „Europäisches Gesundheitswesen“ (Sektion innerhalb einer die „Schaffung der Grundlagen für eine Vereinigung der Völker Europas auf föderativer Basis“ erstrebenden „Europäischen Akademie“; Generalsekretär war der Jurist Maximilian Karl Graf zu [[Trauttmansdorff]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrenämter ==&lt;br /&gt;
* Mitglied der Ständigen Deputation des [[Deutscher Juristentag|Deutschen Juristentages]] (1932/33 und 1947–1953), seit 1949 im Geschäftsführenden Ausschuss&lt;br /&gt;
* Präsident der Deutschen Europa-Akademie&lt;br /&gt;
* Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft&lt;br /&gt;
* Mitglied der Sektion Erziehung der [[UNESCO]]&lt;br /&gt;
* Mitglied der [[Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung|Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]]&lt;br /&gt;
* [[Aufsichtsrat]] der [[Hypothekenbank Frankfurt|Rheinischen Hypothekenbank]]&lt;br /&gt;
* Aufsichtsrat der [[Contigas Deutsche Energie|Deutschen Continental-Gas-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* Aufsichtsrat der [[Rosenthal (Unternehmen)|Rosenthal-Porzellan-AG]]&lt;br /&gt;
* Gründer und Präsident des [[Automobilclub von Deutschland|Automobilclubs von Deutschland]]&lt;br /&gt;
* Verwaltungsrat des [[Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft|Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
* Gründer der Gesellschaft der Freunde der Universität Heidelberg.&lt;br /&gt;
* [[Ehrensenator]] der Universität Heidelberg (zum 75. Geburtstag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großkreuz des Bundesverdienstordens]] (1953)&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied des [[Deutscher Juristentag|Deutschen Juristentages]] (1953)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/llist?nodeid=g61670&amp;amp;page=1&amp;amp;reload=true&amp;amp;sorting=40 Nachlass Geilers im Hessischen Hauptstaatsarchiv, Wiesbaden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Badische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; VI. Teil (1901–1910), Heidelberg 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Badische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Bd. III, Stuttgart 1990.&lt;br /&gt;
* Karl E. Demandt: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Kassel 1972.&lt;br /&gt;
* Dagmar Drüll: &amp;#039;&amp;#039;Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803–1932.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. Rektorat der Ruprecht-Karls-Universität-Heidelberg. Springer, Berlin/Heidelberg/Tokio 2012, ISBN 978-3-642-70761-2.&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|151||Geiler, Karl|[[Konrad Duden]]|102038015}}&lt;br /&gt;
* Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. Karl Hermann Friedrich Geiler&amp;#039;&amp;#039; In: {{Literatur |Autor=Norbert Giovannini; Claudia Rink; Frank Moraw |Titel=Erinnern, bewahren, gedenken : die jüdischen Einwohner Heidelbergs und ihre Angehörigen 1933 – 1945 |Auflage= |Verlag=Das Wunderhorn |Ort=Heidelberg |Datum=2011 |ISBN=978-3-88423-353-5 |Seiten=127}}&lt;br /&gt;
* Die Kabinettsprotokolle der Hessischen Landesregierung. Kabinett Geiler 1945–1946. Hrsg. von Andreas Hedwig in Zusammenarbeit mit Jutta Scholl-Seibert. [[Historische Kommission für Nassau]]: Wiesbaden 2000, ISBN 978-3-930221-07-3.&lt;br /&gt;
* {{Hessen-Parlament 1946–1986 |Seite=260–261}}&lt;br /&gt;
* Jochen Lengemann: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 141.&lt;br /&gt;
* Walter Mühlhausen: &amp;#039;&amp;#039;Karl Geiler und Christian Stock. Hessische Ministerpräsidenten im Wiederaufbau.&amp;#039;&amp;#039; Schüren Presseverlag, Marburg 1999, ISBN 978-3-89472-167-1.&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Pöllath]], [[Ingo Saenger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre Wirtschaftsanwälte in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-4446-9.&lt;br /&gt;
* [[Klaus-Peter Schroeder]]: &amp;#039;&amp;#039;„Eine Universität für Juristen und von Juristen“. Die Heidelberger Juristische Fakultät im 19. und 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2014, ISBN 978-3-16-150326-9, S. 584–601.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geiler, Karl, Hermann, Friedrich.&amp;#039;&amp;#039; In: Robert Volz: &amp;#039;&amp;#039;[[Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft]]. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–K.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, {{DNB|453960286}}, S. 529.&lt;br /&gt;
* Stefanie Weis: &amp;#039;&amp;#039;Leben und Werk des Juristen Karl Hermann Friederich Julius Geiler.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|102038015}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|102038015}}&lt;br /&gt;
* [http://www.stk.hessen.de/irj/HStK_Internet?cid=931b7997fdcc1a218ac282be14598f85 Lebensdaten (Hessische Staatskanzlei)]&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/102038015/Geiler+Karl+Hermann Karl Geiler bei leo-bw, dem landeskundlichen Informationssystem Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=102038015|titel=Geiler, Karl Hermann Friedrich|datum=2021-04-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ministerpräsidenten von Hessen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102038015|LCCN=no/89/18155|VIAF=69312069}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Geiler, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerpräsident (Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Mannheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Major (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Ritter II. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Völkerrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Geiler, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Geiler, Karl Hermann Friedrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtswissenschaftler, Ministerpräsident in Hessen, Rektor in Heidelberg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. August 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schönau im Schwarzwald]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. September 1953&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kulturkritik</name></author>
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