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	<title>Karl Gass - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Gass&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Februar]] [[1917]] in [[Mannheim]]; † [[29. Januar]] [[2009]] in [[Kleinmachnow]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zeit.de/news/artikel/2009/01/30/2719295.xml |titel=&amp;#039;&amp;#039;„Vater des DDR-Dokfilms“ Karl Gass gestorben&amp;#039;&amp;#039;. |werk=[[Zeit Online]] |datum=2009-01-30 |abruf=2021-01-07 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160312082547/http://www.zeit.de/news/artikel/2009/01/30/2719295.xml |archiv-datum=2016-03-12 |abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Filmregisseur|Regisseur]] für [[Propagandafilm|Propaganda-]] und [[Dokumentarfilm]]e, Reportagen und Porträts sowie in verschiedenen administrativen Funktionen im Filmbereich der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] tätig. Er zählte mit seinen über 120 Werken zu den wichtigsten Dokumentarfilmern in der DDR und galt als Wegbereiter und „Nestor“ des [[DEFA-Dokumentarfilm]]s. Nach [[Frank Pergande]] war Gass „einer der einflussreichsten Propagandisten“ des [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]-Staates.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Frank Pergande |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik/rezension-sachbuch-ueb-immer-treu-und-redlichkeit-11310968.html |titel=Üb immer Treu und Redlichkeit |werk=Frankfurter Allgemeine Zeitung |abruf=2018-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Vor- bis Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Gass wuchs als Sohn eines Automechanikers in Mannheim und ab 1925 in [[Köln]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWW-DDR&amp;quot;&amp;gt;{{WWW-DDR|id=karl-gass|lemma=Gass, Karl|autor=Elke Schieber|band=1|idNum=946}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf das Abitur folgte 1936 ein [[Volontär|Volontariat]] bei einer Wohnungsgesellschaft. Anschließend begann er ein Studium der [[Betriebswirtschaftslehre|Betriebs-]] und [[Volkswirtschaftslehre]] in Köln.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Baumgartner, [[Dieter Hebig]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der SBZ/DDR. 1945–1990.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Abendroth – Lyr.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München 1996, ISBN 3-598-11176-2, S. 211.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1940 wurde er mit seiner Mannschaft Deutscher Meister im Ruder-Achter. Im selben Jahr wurde er Soldat und diente im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] bis 1945 in der [[Division Großdeutschland|Panzergrenadier-Division „Großdeutschland“]]. Im Rang eines [[Leutnant]]s geriet er bei Kriegsende in britische Gefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Dezember 1945 war er Wirtschaftsredakteur beim [[Nordwestdeutscher Rundfunk|Nordwestdeutschen Rundfunk]] in Köln. Als Radiojournalist wollte er die Aufarbeitung der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] voranbringen. Dies stieß bei seinen Journalistenkollegen allerdings nur auf wenig Interesse. Man warf ihm seine Nähe zur [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] vor, zu der er sich auch offen bekannte,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ines Walk |url=https://www.defa-stiftung.de/defa/kuenstlerin/karl-gass/ |titel=Karl Gass |abruf=2018-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und kritisierte seine entsprechenden politischen Kommentare.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WWW-DDR&amp;quot; /&amp;gt; Gass zog daraus die Konsequenz, in die [[Sowjetische Besatzungszone]] (SBZ) –&amp;amp;nbsp;die spätere [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]&amp;amp;nbsp;– überzusiedeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersiedlung in die DDR ===&lt;br /&gt;
Im Februar 1948 zog er von Westdeutschland in den [[Ost-Berlin|sowjetischen Sektor von Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Koepp: [http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/912436/ &amp;#039;&amp;#039;Er hat uns den Weg geebnet&amp;#039;&amp;#039;.] [[Deutschlandradio Kultur]], 30. Januar 2009; zum Tod von Karl Gass&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort produzierte er als Leiter der Wirtschaftsredaktion beim [[Berliner Rundfunk]] Kommentare und [[Reportage]]n. Durch diese Tätigkeit lernte er die Dokumentarfilmer [[Andrew Thorndike]] und [[Joop Huisken]] kennen. Die Berührung mit diesem Medium veranlasste ihn, seine künftige Arbeit auf den [[Dokumentarfilm]] zu konzentrieren. Darüber hinaus verfasste er [[Drehbuch]]-Konzepte und filmwissenschaftliche Schriften. Ab 1950 arbeitete er als [[freier Mitarbeiter]] für die DDR-Wochenschau &amp;#039;&amp;#039;[[Der Augenzeuge (Wochenschau)|Der Augenzeuge]]&amp;#039;&amp;#039;, die zumeist im Vorprogramm der Kinos gezeigt wurde. Seine Kommentare und Szenarien für die Sendung bewegten sich dabei „ganz auf der Linie der Propaganda“ des SED-Staats.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werk ===&lt;br /&gt;
1950 entstand sein erster [[Kompilationsfilm]] &amp;#039;&amp;#039;Der Weg nach oben&amp;#039;&amp;#039;, den er gemeinsam mit Thorndike als Co-Regisseur realisierte. Ab 1. Januar 1951 war er bei der DEFA fest angestellt. Im Jahr 1954 übernahm er die künstlerische Leitung des &amp;#039;&amp;#039;DEFA-Studios für Populärwissenschaftliche Filme&amp;#039;&amp;#039; und schärfte das Profil des Studios „ganz in der Tradition des deutschen Kulturfilms, den er mit [[Marxistische Philosophie|marxistischer Philosophie]] in die neue Zeit heben“ wollte. Er entwickelte theoretische Grundlagen für das Filmschaffen und publizierte dazu. Ab Juli 1960 arbeitete er als Regisseur im DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme. 1961 gründete er dort die künstlerische Arbeitsgruppe „KAG Gass“ – später umbenannt in &amp;#039;&amp;#039;Gruppe „Effekt“&amp;#039;&amp;#039; – die er bis 1972 leitete. Die Arbeitsgruppe verfügte dabei über einen eigenen Betriebsteil der DEFA in [[Kleinmachnow]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;  In dieser Zeit wurde er Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1962 drehte er seine erste abendfüllende Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;[[Schaut auf diese Stadt (DEFA)|Schaut auf diese Stadt]]&amp;#039;&amp;#039; – einen Propagandafilm über [[West-Berlin]], die Gründe für den [[Mauerbau]] aus Sicht der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] und die Reaktion darauf. Der Film wurde am 1. Jahrestag des Mauerbaus uraufgeführt. Gass, für den der „Dokumentarfilm stets &amp;#039;Waffe&amp;#039; war“, äußerte sich auch rückblickend unkritisch zu seinem Film: „Da ich in meiner Grundhaltung mit den Dingen übereinstimmte, die da gemacht wurden, ist es mir eigentlich gar nicht schwergefallen, diese Arbeit zu machen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Steinle, Matthias |Titel=Vom Feindbild zum Fremdbild. Die gegenseitige Darstellung von BRD und DDR im Dokumentarfilm |Ort=Marburg und Paris |Datum=2002 |Seiten=195}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;Feierabend&amp;#039;&amp;#039; (1963–1964) über die Arbeit und Freizeit von [[Bauarbeiter]]n auf der Großbaustelle [[Schwedt/Oder|Schwedt]] zeigte er sich kritisch und jenseits des zu dieser Zeit geforderten „[[Sozialistischer Realismus|Sozialistischen Realismus]]“ in der DDR-Kunst. Auf derselben Großbaustelle entstand 1966 die Reportage &amp;#039;&amp;#039;[[Asse (Film)|Asse]]&amp;#039;&amp;#039; über eine Schweißer-[[Brigade (DDR)|Brigade]]. Die Filme setzten, so Ines Walk, „ein Bild der DDR zusammen, das der Realität nahekommt und auch problematische wie kritische Passagen enthält, ohne allerdings das System“ und dessen „Menschenbild in irgendeiner Weise in Frage zu stellen.“ Widersprüche seien ausgeblendet worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1965 bis 1968 wirkte Gass als Dozent und Leiter der Regieklasse für Dokumentarfilme an der [[Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam]]. Mit &amp;#039;&amp;#039;Anno Populi – Im Jahr des Volkes 1949&amp;#039;&amp;#039; drehte Gass 1969 „den offiziellen Film zum 20. Jahrestag der Gründung der DDR“; der Film „mit eindeutig propagandistischem Einschlag“ erklärte „mit Rückgriff auf die deutsche Geschichte, warum die Gründung eines neuen deutschen Staates“, also der DDR, „einer Befreiung von Ausbeutung und Kriegstreiberei“ gleichkomme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Laut Karin Hartewig war der Auftrag zu diesem Film „eine Ehre, eine neuerliche Bewährung und eine Herausforderung für den altgedienten Ideologen“, der 1967 mit &amp;#039;&amp;#039;Merhab&amp;#039;&amp;#039; bereits den ersten Staatsbesuch Walter Ulbrichts in Ägypten erfolgreich filmisch in Szene gesetzt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hartewig, Karin |Titel=Freiheit und Zensur. Notizen zu Filmen der DEFA |Ort=Norderstedt |Datum=2018 |Seiten=24 und 27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit &amp;#039;&amp;#039;Der Oktober kam ...&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1970 folgte sodann „ein weiteres Großprojekt ganz im Sinne der Staatspartei“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Der Film sollte „nicht nur in die eigene Gesellschaft hineinwirken [...], sondern mindestens ebenso sehr als Werbung beim [[Klassenfeind]]“ dienen. Gass erhielt den Auftrag zu diesem Film, da er inzwischen „als ausgewiesener Profi des parteilichen Dokumentarfilms“ galt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hartewig, Karin |Titel=Freiheit und Zensur. Notizen zu Filmen der DEFA |Ort=Norderstedt |Datum=2018 |Seiten=24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das [[Ministerium für Staatssicherheit]] (MfS) 1974 eine Operativgruppe zur zentralen Bekämpfung „feindlich-negativer Kulturschaffender“ schuf, erhielt diese bis 1978 wöchentliche Berichte zum Stand des [[Operativer Vorgang|Operativen Vorgangs]] „Spezialist“, in dem die MfS-Bezirksverwaltung Potsdam Karl Gass „operativ erfasst“ hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Walther: &amp;#039;&amp;#039;Sicherungsbereich Literatur - Schriftsteller und Staatssicherheit in der Deutschen Demokratischen Republik&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein (Taschenbuch 26553), Berlin 1999, ISBN 3-548-26553-7; zu „feindlich-negativen Kulturschaffenden“ S. 100, zu Gass S. 101&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gass war 1974 an die Großbaustelle Schwedt zurückgekehrt, um die zwischenzeitliche Entwicklung seiner [[Protagonist]]en in &amp;#039;&amp;#039;Asse – Anno ’74&amp;#039;&amp;#039; zu dokumentieren. Sein Porträt einer [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|Landwirtschaftlichen Produktions-Genossenschaft]] (LPG) mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Ecken und Kanten&amp;#039;&amp;#039; (1980) wurde lange nicht zur öffentlichen Aufführung freigegeben. Erneut zog er daraus die Konsequenz und wandte sich von da an eher historischen Stoffen zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MA090130&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-04 |url=http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11418598/63369/Karl-Gass-Nestor-des-Dokfilms-Nachruf.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Karl Gass – Nestor des Dokfilms&amp;#039;&amp;#039;. |archivebot=2019-04-22 06:57:21 InternetArchiveBot}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Märkische Allgemeine]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. Januar 2009; Nachruf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein letzter Film &amp;#039;&amp;#039;Nationalität: deutsch&amp;#039;&amp;#039; befasst sich mit dem Leben eines Dorfschullehrers, das sich über drei Gesellschaftssysteme hinweg erstreckt – von der [[Weimarer Republik]] über das „[[Drittes Reich|Dritte Reich]]“ bis zur DDR. Der Film, der nur wenige Monate nach Öffnung der [[Innerdeutsche Grenze|innerdeutschen Grenze]] uraufgeführt wurde, zeigt kritisch, inwieweit Menschen in der Lage sind, sich den jeweils herrschenden politischen Systemen anzupassen. Gass unternimmt hierin den Versuch, den gesellschaftlichen Aspekt des [[Opportunismus]] exemplarisch darzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-04 |url=http://www.progress-film.de/de/filmarchiv/film.php?id=459&amp;amp;back=true |text=progress-film.de |archivebot=2019-04-22 06:57:21 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen späten Jahren ab 1990 widmete er sich als Sachbuchautor bevorzugt dem Themengebiet der Geschichte [[Preußen]]s. Dabei ging es Gass nach Ansicht von Frank Pergande weniger „um Preußen, sondern um das DDR-Erbe“. Gass’ Buch &amp;#039;&amp;#039;Der Militärtempel der Hohenzollern&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet Pergande als „eine Kampfschrift im schrillen Ton des Angewidertseins“. Die preußischen Könige sehe Gass als „Geistesgestörte, Alkoholkranke, Depressive, Schläger und Mörder“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Laut Peter Bahl, der Gass eine Reihe sachlicher Fehler nachweist, bleibt das Buch „weit hinter dem zuletzt […] entwickelten Niveau der DDR-Preußen-Historiographie zurück.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Bahl |Titel=Rezension zu: Karl Gass. Der Militärtempel der Hohenzollern |Sammelwerk=Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte |Band=51 |Ort=Berlin |Datum=2000 |Seiten=199ff. |Fundstelle=hier S. 201}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erfolge ===&lt;br /&gt;
Gass war Mitbegründer des [[Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm|Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm]] (kurz: &amp;#039;&amp;#039;DOK-Filmfestival&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Festival des Dokumentarfilms|Nationalen Dokumentarfilmwochen der DDR]], außerdem Vizepräsident der &amp;#039;&amp;#039;Association International des Documentaristes  (AID)&amp;#039;&amp;#039;. Von ihm beeinflusst wurden unter anderem die Dokumentarfilmer [[Volker Koepp]], [[Winfried Junge]], [[Eduard Schreiber (Filmemacher, 1939)|Eduard Schreiber]] und [[Gitta Nickel]], mit der er von 1964 bis 1970 verheiratet war. Der DEFA-Regisseur [[Konrad Weiß (Regisseur)|Konrad Weiß]] nannte ihn einen „redlichen Filmemacher, der seine schützende Hand über uns hielt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MA090130&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1961 arbeitete er mit seiner späteren Ehefrau, der Film-Schnittmeisterin Christel Gass, zusammen. Auch als Moderator der [[Deutscher Fernsehfunk|DDR-Fernseh]]-Quizsendungen &amp;#039;&amp;#039;[[Sind Sie sicher?]]&amp;#039;&amp;#039; (1964–1973) und &amp;#039;&amp;#039;Sie und er und 1000 Fragen&amp;#039;&amp;#039; (1972–1984) war er erfolgreich. 1972 spielte eine Hauptrolle in dem ungarischen [[Fernsehfilm]] &amp;#039;&amp;#039;B&amp;amp;nbsp;21&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anregung von Karl Gass drehte sein damaliger Regie-Assistent [[Winfried Junge]] 1961 einen Kurzfilm über Schulanfänger mit dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Wenn ich erst zur Schule geh&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039; Dieser Film wurde der Grundstein für die Langzeitdokumentation &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kinder von Golzow]]&amp;#039;&amp;#039; von Barbara und Winfried Junge – der längsten Dokumentation der Filmgeschichte (1961–2007), ausgezeichnet mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Yvonne Jennerjahn: &amp;#039;&amp;#039;Golzows Kinder sind erwachsen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Morgenpost&amp;#039;&amp;#039;. 8. Februar 2008, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
International besonders erfolgreich war seine mehrfach preisgekrönte Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;[[Das Jahr 1945]]&amp;#039;&amp;#039; (1985). Der Streifen über die letzten 128 Tage des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] konnte im Uraufführungsjahr 1985 zwei Millionen Zuschauer in die Kinos locken und wurde damit zum erfolgreichsten DEFA-Film des Jahres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gass lebte zuletzt in Kleinmachnow. Sein [[Nachlass]] wird vom [[Filmmuseum Potsdam]] verwaltet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DPA09Jan&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,604539,00.html &amp;#039;&amp;#039;DDR-Dokumentarfilmer Gass gestorben&amp;#039;&amp;#039;.] [[Spiegel Online]] / dpa, 30. Januar 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1940 „Deutsche Meisterschaft“ als Mitglied des Ruderer-Achters&lt;br /&gt;
* 1951, 1952, 1954: Heinrich-Greif-Preis&lt;br /&gt;
* 1964: [[British Broadcasting Corporation|BBC]]-Preis „Weltbester Dokumentarfilm“ für „Feierabend“&amp;lt;ref name=&amp;quot;DPA09Jan&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1970: [[Kunstpreis der DDR]]&lt;br /&gt;
* 1977: Nationalpreis III. Klasse&lt;br /&gt;
* 1982: [[Vaterländischer Verdienstorden]] in Silber&lt;br /&gt;
* 1985: [[Nationalpreis der DDR]] I. Klasse für Kunst und Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-A0814-0002-001, Berlin, Luxemburgplatz, Kino &amp;quot;Babylon&amp;quot;.jpg|mini|Filmtheater [[Kino Babylon|&amp;#039;&amp;#039;Babylon&amp;#039;&amp;#039;]] im Ostteil Berlins im Jahr 1962, einen Tag nach dem Start des DEFA-Dokumentarfilms &amp;#039;&amp;#039;Schaut auf diese Stadt&amp;#039;&amp;#039; von Karl Gass]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1952: Das entscheidende Jahr&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-04 |url=http://www.progress-film.de/de/filmarchiv/film.php?id=519&amp;amp;back=true |text=progress-film.de |archivebot=2019-04-22 06:57:21 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1953: Turbine I&lt;br /&gt;
* 1954: &amp;#039;&amp;#039;Vom Alex zum Eismeer&amp;#039;&amp;#039;, Dokumentarfilm, Mit dem [[Trawler]] ROS 206 (MS GUBEN) unterwegs von der [[Ostsee]] in die [[Barentssee|Barents-See]], 1954, [[DEFA]] Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.defa-stiftung.de/filme/filme-suchen/vom-alex-zum-eismeer/ &amp;#039;&amp;#039;Vom Alex zum Eismeer&amp;#039;&amp;#039;] auf www.defa-stiftung.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1957: Hellas ohne Götter&amp;lt;ref&amp;gt;{{IMDb|tt0474715|Abruf=2021-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1959: Freiheit, Freiheit über alles&amp;lt;ref&amp;gt;{{Filmportal|a14203ea084e44d6ae0993b7b7e53777|Freiheit, Freiheit über alles|Abruf=2021-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1960: Kosmos – Erinnerungen an Alexander von Humboldt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.imdb.com/title/tt0474765 |titel=Kosmos |hrsg=[[Internet Movie Database]] |abruf=2015-06-10 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1961: [[Licht für Palermo]]&lt;br /&gt;
* 1961: Sorah und Ali&lt;br /&gt;
* 1961: [[Allons enfants … pour l’Algérie]]&lt;br /&gt;
* 1962: [[Schlager der Woche (Film)|Schlager der Woche]] (Fernsehfilm)&lt;br /&gt;
* 1962: [[Schaut auf diese Stadt (DEFA)|Schaut auf diese Stadt]]&lt;br /&gt;
* 1964: [[Feierabend (1964)|Feierabend]]&lt;br /&gt;
* 1966: Bei uns im Mai&lt;br /&gt;
* 1966: [[Asse (Film)|Asse]]&lt;br /&gt;
* 1969: Anno Populi – Im Jahr des Volkes 1949&lt;br /&gt;
* 1972: Raketeers, Sternenbanner und Bundesadler in der NATO&lt;br /&gt;
* 1975: Toscanerinnen&lt;br /&gt;
* 1975: Die grüne, weiße, rote Toscana&lt;br /&gt;
* 1975: Asse-Anno ’74&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.imdb.com/title/tt0386295 |titel=Asse-Anno ’74 |hrsg=[[Internet Movie Database]] |abruf=2015-06-10 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1976: Wollt ihr unser Elend filmen? (DDR-Fernsehen)&lt;br /&gt;
* 1976: [[Die verdammten Toscaner]]&lt;br /&gt;
* 1977: Richard – Der Bauer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.imdb.com/title/tt1321464 |titel=Richard – Der Bauer |hrsg=[[Internet Movie Database]] |abruf=2015-06-10 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1980: Ecken und Kanten&lt;br /&gt;
* 1982: Zwei Tage im August, Rekonstruktion eines Verbrechens&lt;br /&gt;
* 1982: Wenn NATO-Generale träumen&lt;br /&gt;
* 1982: Jetzt lebe ich&lt;br /&gt;
* 1985: [[Das Jahr 1945]]&lt;br /&gt;
* 1986: Nürnberg – nicht schuldig&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.imdb.com/title/tt0474837 |titel=Nürnberg – nicht schuldig |hrsg=[[Internet Movie Database]] |abruf=2015-06-10 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1987: Eine deutsche Karriere&lt;br /&gt;
* 1990: [[Nationalität: deutsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bücher ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ich glaube an den Dokumentarfilm, wenn … &amp;#039;&amp;#039; (Hrsg.) (= Aus Theorie und Praxis des Films, Heft 2). VEB DEFA-Studio für Dokumentarfilme und Betriebsschule des VEB DEFA-Studio für Spielfilme, Berlin 1987&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Militärtempel der Hohenzollern: aus der Geschichte „unserer lieben“ Garnisonkirche zu Potsdam&amp;#039;&amp;#039;. Das Neue Berlin, Berlin 1999, ISBN 3-360-00884-7&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zielt gut, Brüder!: das kurze Leben des Maximilian Dortu&amp;#039;&amp;#039;. Märkischer Verlag, Wilhelmshorst 2000, ISBN 3-931329-24-0&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Ihr sollt mich lieben!“ Biographische Skizzen der neun preußischen Könige&amp;#039;&amp;#039;. GNN-Verlag, Schkeuditz 2002, ISBN 3-89819-108-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Michael Bock]]: &amp;#039;&amp;#039;Karl Gass – Dokumentarfilm-Regisseur.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film]]&amp;#039;&amp;#039;, Lieferung 12, 1988.&lt;br /&gt;
* Thomas Kuschel: &amp;#039;&amp;#039;Die Sehnsucht nach Autonomie – Karl Gass und sein 16mm-Projekt.&amp;#039;&amp;#039; In: Leuchtkraft – Journal der DEFA-Stiftung, Onlineveröffentlichung 2019, abrufbar als [https://www.defa-stiftung.de/fileadmin/DEFA_Stiftung/Dateien/Buecher/Journal_2019/DEFA-Stiftung_Leuchtkraft_2_WEB.pdf PDF] (S. 82–99) von [[DEFA-Stiftung]], zuletzt abgerufen am 2. Januar 2021.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=karl-gass|lemma=Gass, Karl|autor=Elke Schieber|band=1|idNum=946}}&lt;br /&gt;
* Neunzig mit links. Karl Gass zum 90. Geburtstag (Pankower Vorträge Heft 101), Helle Panke, Berlin 2007.&lt;br /&gt;
* [[Ralf Schenk]]: [http://www.berliner-zeitung.de/archiv/zum-tod-des-defa-dokumentaristen-karl-gass-ein-visionaer-des-realismus,10810590,10616850.html &amp;#039;&amp;#039;Ein Visionär des Realismus&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. Januar 2009; Nachruf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|4dd80d317fce44fb90c966ef4442d551}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116448555}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm1029611}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=https://www.defa-stiftung.de/defa/kuenstlerin/karl-gass/ | autor=Ines Walk | titel=Karl Gass | werk=DEFA-Stiftung | datum=2009-06 | abruf=2022-01-12}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/erlebtegeschichten/gasskarl102.html | autor=Clemens Hoffmann | titel=Erlebte Geschichten mit Karl Gass | werk=WDR | datum=2004-02-01 | abruf=2022-01-12 | kommentar=Karl Gass im Interview}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116448555|LCCN=n/90/646549|VIAF=40130097}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gass, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentarfilmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (HFF Potsdam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hörfunkjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fernsehmoderator (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR I. Klasse für Kunst und Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2009]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gass, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Filmschaffender und Dokumentarfilmregisseur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1917&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mannheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Januar 2009&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kleinmachnow]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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