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	<title>Karl Gandorfer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;•1 externer Link geändert• &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/externalURLform&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/externalURLform (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;🌐︎&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:GandorferKarl1919.jpg|miniatur|Karl Gandorfer (Porträtfotografie 1919)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Gandorfer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bisweilen auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Gandorfer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[23. Februar]] [[1875]] in [[Pfaffenberg (Mallersdorf-Pfaffenberg)|Pfaffenberg]]; gestorben am [[21. August]] [[1932]] in [[München]]) war ein deutscher [[Politiker]] des [[Bayerischer Bauernbund|Bayerischen Bauernbundes]] (BBB), der 1922 in [[Bayerischer Bauern- und Mittelstandsbund]] umbenannt wurde. Diesen vertrat er ab 1928 in der deutschlandweit gebildeten [[Deutsche Bauernpartei|Deutschen Bauernpartei]] (DBP).&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Mandat (Politik)|Mandatsträger]] war Gandorfer in unterschiedlichen [[Parlament]]en und politischen [[Gremium|Gremien]] während der letzten Jahre des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreichs]] und in der [[Weimarer Republik]] vertreten, so als Mitglied des [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtags]] (1913–1918 und 1919–1924) wie auch des [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstags]] ([[Weimarer Nationalversammlung]] 1919/20 und Reichstag 1928–1932).&amp;lt;ref&amp;gt;{{HdBG Parlament|600}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus war er nach dem Unfalltod seines Bruders [[Ludwig Gandorfer|Ludwig]] an dessen Stelle getreten und fungierte unter der Ministerpräsidentschaft [[Kurt Eisner]]s in der Folge der [[Novemberrevolution]] als Vorsitzender des [[Zentralbauernrat]]es im neu proklamierten [[Freistaat (Republik)|Freistaat]], der Republik Bayern. In diesem Amt war er indirekt an der bayerischen Revolutionsregierung zwischen November 1918 und Februar 1919 beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfaffenberg-Zollhof.jpg|miniatur|Der Eingang zum heutigen Zollhof (Fotografie von 2010), dem ehemaligen Anwesen der Gebrüder Gandorfer, heute ein [[Baudenkmal]] im Ortsteil Pfaffenberg der Gemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg]]&lt;br /&gt;
Gandorfer wurde als Sohn eines selbständigen [[Landwirt]]s im niederbayerischen Pfaffenberg geboren. Von 1881 bis 1888 besuchte er die [[Volksschule]]. Anschließend betrieb er – zeitweise zusammen mit seinem Bruder [[Ludwig Gandorfer]] – eine eigene Landwirtschaft als Bauer in Pfaffenberg. Sein Gut hatte eine Größe von etwas weniger 1000 [[Tagewerk#Tagwerk als Maß|Tagwerk]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hans Hinterberger |url=https://media.neuland.br.de/file/2091513/c/website/der-bayerische-bauernbund-eine-partei-fuer-die-doerfler.mp3 |titel=Der Bayerische Bauernbund – Eine Partei für die Dörfler |werk=[[Bayern 2|Bayern-2]]-Sendung [[radioWissen]] |datum=2024-03-25 |format=mp3-Audio; 20 MB; 21:13 Minuten |kommentar=bei 13:20 Minuten |abruf=2024-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 wurde er dort Bürgermeister. Parteipolitisch engagierte er sich im linksliberalen Bayerischen Bauernbund, der zeitweilig (ab den 1890er Jahren) zusammen mit den [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokraten]] in der Landespolitik Bayerns die [[Antiklerikalismus|antiklerikale]] Opposition zur katholischen [[Bayerische Zentrumspartei|Bayerischen Zentrumspartei]] bildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1913 rückte Gandorfer im Zuge einer [[Nachwahl]] für den aus der Zentrumsfraktion des [[Bayerischer Landtag|Landtags]] abberufenen Straubinger Pfarrer Jakob Wagner nach und war bis 1918 Mandatsträger des Bauernbundes in der [[Kammer der Abgeordneten (Bayern)|bayerischen Abgeordnetenkammer]], der zweiten Parlamentskammer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karl Geisenfelder |url=http://karl-geisenfelder.de/?p=1127 |titel=Carl Gandorfer – der Wegbereiter des bayerischen Landwirtschaftsministeriums |werk=G’schichten aus der Rohrer G’schicht’ |datum=2010-11-19 |zitat=…zu Gandorfer: Der Pfaffenberger Ökonom ist 1913 durch eine Nachwahl in die Abgeordnetenkammer des Landtags gewählt worden, da der bisherige Mandatsträger, der Straubinger Stadtpfarrprediger Jakob Wagner, wegen seiner Bestellung zum Stadtpfarrer von Amberg auf oberhirtliches Geheiß gezwungen war, seinen Sitz im Landtag niederzulegen. |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304055209/http://karl-geisenfelder.de/?p=1127 |archiv-datum=2016-03-04 |abruf=2024-03-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort entwickelte er sich rasch zu einem [[Protagonist]]en des [[Politische Linke|linken Flügels]] des BBB. Als solcher versuchte er gegen Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] im Herbst 1918 zusammen mit seinem Bruder Ludwig, der 1917 von der SPD zur [[USPD]] gewechselt war, die Landbevölkerung in Niederbayern für eine revolutionäre Radikalisierung zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Juni 1918 nahmen die Gebrüder Gandorfer den 15-jährigen Wilhelm („Helmi“) Liebknecht, einen Sohn des infolge seines Antikriegsengagements zu der Zeit noch inhaftierten Anführers der [[Spartakusgruppe]], [[Karl Liebknecht]], auf ihrem landwirtschaftlichen Anwesen, dem Zollhof auf. Später folgten bis September 1918 zusätzlich die weiteren Geschwister [[Robert Liebknecht|Robert]] und Vera Liebknecht, da der Aufenthalt in Berlin den Eltern als zu unsicher erschien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Michaela Karl]] |url=https://www.literaturportal-bayern.de/themen?task=lpbtheme.default&amp;amp;id=632 |titel=Liebknechts Kinder |werk=[[Literaturportal Bayern]] |abruf=2024-03-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Novemberrevolution]] in [[Bayern]] unterstützte Karl Gandorfer als Galionsfigur der sogenannten „niederbayerischen Radikalen“ den Sturz der [[Königreich Bayern|Wittelsbacher-Monarchie]] und die Ausrufung des [[Freistaat (Republik)|Freistaates]] Bayern bzw. der bayerischen Republik. Nach dem Unfalltod Ludwig Gandorfers am 10. November 1918 trat er in den folgenden drei Monaten als Vorsitzender des Zentralbauernrates, der auch als Parlamentarischer Bauernrat bezeichnet wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Georg Köglmeier, Johann Kirchinger |url=https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Parlamentarischer_Bauernrat,_1918-1920 |titel=Parlamentarischer Bauernrat, 1918–1920 |werk=[[Historisches Lexikon Bayerns]] |datum=2012-11-26 |abruf=2024-03-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in der bayerischen Revolutionsregierung unter [[Kurt Eisner]] ([[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]) an die Stelle seines Bruders.&amp;lt;ref&amp;gt;Historischer Verein für Niederbayern: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen des historischen Vereins für Niederbayern.&amp;#039;&amp;#039; 2003, S. 215.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 1919 wurde Gandorfer zusätzlich als Kandidat des BBB für den Wahlkreis 25 (Niederbayern-Oberpfalz) in die [[Weimarer Nationalversammlung]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bayern war nach der Ermordung Eisners durch einen völkisch-antisemitischen Attentäter ein politisches [[Machtvakuum]] entstanden, in dem sich der &amp;#039;&amp;#039;Zentralrat der bayerischen Republik&amp;#039;&amp;#039; und der seit Januar 1919 neu gewählte Landtag gegenseitig die Legitimation für eine Regierungsbildung absprachen. Als im April 1919 gegen die vom Landtag eingesetzte [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]-[[Minderheitsregierung]] unter [[Johannes Hoffmann (Politiker, 1867)|Johannes Hoffmann]] vom Zentralrat und dem Revolutionären Arbeiterrat die [[Bayerische Räterepublik]] ausgerufen worden war, zogen einige Bauernräte und die Mehrheit der Anhänger des Bauernbundes, die hinter der nach Bamberg geflohenen [[Kabinett Hoffmann I (Bayern)|Hoffmann-Regierung]] standen, ihre Unterstützung für Karl Gandorfer zurück. Dieser führte jedoch vorerst weiterhin den Zentralbauernrat an, dessen ausgetretene Mitglieder er durch linke Bauernbündler ersetzte, die die Ausrufung der Räterepublik unterstützten. Um sich einer in den Wirren des Kampfes um die Räterepublik drohenden Verhaftung zu entziehen, tauchte Gandorfer Ende April 1919 kurzzeitig unter.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Riezler]]: &amp;#039;&amp;#039;Tagebücher, Aufsätze, Dokumente&amp;#039;&amp;#039; (= Deutsche Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts; 48). Hrsg. von [[Karl Dietrich Erdmann]]. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen, 1972, ISBN 3-525-35817-2, S. 734.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der gewaltsamen Niederschlagung der Räterepublik durch [[Freikorps]]- und [[Reichswehr]]verbände konnte Gandorfer seine Reputation im Bauernbund wieder erlangen und war von November 1919 bis 1924 erneut Abgeordneter im Bayerischen Landtag. Im Mai 1928 wurde er als Kandidat der [[Deutsche Bauernpartei|Deutschen Bauernpartei]] (DBP) – in der er ein Repräsentant des bayerischen Bauernbunds war – für den Wahlkreis 25 (Niederbayern) in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] der [[Weimarer Republik]] gewählt, dem er ohne weitere Unterbrechung bis zu seinem Tod angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen letzten Jahren stellte sich Gandorfer nicht nur als Reichstagsabgeordneter öffentlich gegen den erstarkenden [[Nationalsozialismus]]. In seiner Funktion als Pfaffenberger Bürgermeister ließ er 1930 bei einer politischen Veranstaltung vor Ort den bereits seit 1929 als „[[Reichsführer SS]]“ fungierenden [[Heinrich Himmler]] des Saales verweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gandorfer starb im August 1932 – etwa ein halbes Jahr vor der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] [[Adolf Hitler|Hitlers]] und seiner [[NSDAP]] – im Alter von 57 Jahren an den Folgen einer [[Diabetes mellitus|Diabetes]]-Erkrankung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|129883808}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|129883808}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Oliver Braun |url=https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Bayerischer_Bauernbund_(BB),_1895-1933#Der_Bauernbund_in_der_Revolution_von_1918 |titel=Bayerischer Bauernbund (BB), 1895–1933: Der Bauernbund in der Revolution von 1918 |werk=[[Historisches Lexikon Bayerns]] |datum=2006-09-04 |abruf=2024-03-24 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Renate Eichmeier |url=https://cdn-storage.br.de/MUJIuUOVBwQIbtChb6OHu7ODifWH_-by/_-QS/9AgP_Agy/619b2c2a-9c37-42e8-b1b0-1fd48102df10_2.mp3 |titel=Die Gebrüder Gandorfer: Antiklerikal und antimonarchisch |werk=[[Bayern 2|Bayern-2]]-Sendung „Land und Leute“ |datum=2016-09-18 |format=mp3-Audio; 22 MB; 24:23 Minuten |kommentar=[https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/land-und-leute/gebrueder-gandorfer-antiklerikal-antimonarchisch-eichmeier102.html hrml; mit Bilden] |abruf=2024-03-24 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Johann Haas |url=http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10075&amp;amp;pk=605991 |titel=Gandorfer-Brüder prägten bayerische Geschichte |werk=[[Mittelbayerische Zeitung|Mittelbayerischen Zeitung]] |datum=2010-11-12 |archiv-url=https://archive.today/20140914162954/www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10075&amp;amp;pk=605991 |archiv-datum=2014-09-14 |abruf=2024-03-24 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129883808|VIAF=45394176}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gandorfer, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Weimarer Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bayerischen Landtags in der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BBB-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1932]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gandorfer, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gandorfer, Carl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (BBB; DBP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Februar 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pfaffenberg (Mallersdorf-Pfaffenberg)|Pfaffenberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. August 1932&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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