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	<title>Karl Follen - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Zollernalb: HC: Entferne Kategorie:Bürgerrechtler; Ergänze Kategorie:Bürgerrechtler (Vereinigte Staaten)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:B%C3%BCrgerrechtler&quot; title=&quot;Kategorie:Bürgerrechtler&quot;&gt;Kategorie:Bürgerrechtler&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:B%C3%BCrgerrechtler_(Vereinigte_Staaten)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Bürgerrechtler (Vereinigte Staaten) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Bürgerrechtler (Vereinigte Staaten)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karl Follen.jpg|mini|Karl Follen (1796–1840)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Theodor Christian Friedrich Follen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Follenius&amp;#039;&amp;#039;, später in den USA: &amp;#039;&amp;#039;Charles Follen&amp;#039;&amp;#039;; * [[4. September]] [[1796]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;germanistenlexikon&amp;quot;&amp;gt;[[Christoph König (Germanist)|Christoph König]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von Birgit Wägenbaur u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Internationales Germanistenlexikon 1800–1950]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–G.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-015485-4, S. 503 ({{Google Buch |BuchID=ouGfY8RBauAC |Seite=503}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Romrod]] bei [[Alsfeld]], [[Hessen]]; † [[13. Januar]] [[1840]] auf dem [[Long-Island-Sund]], [[Vereinigte Staaten|USA]]) war ein [[Deutschland|deutsch]]-[[Vereinigte Staaten|amerikanischer]] [[Jurist]], Gelehrter, [[Schriftsteller]], [[Unitarismus (Religion)|unitarischer]] [[Pfarrer]] und radikaler Demokrat des [[Vormärz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Sein Vater war der [[Gießen]]er Hofgerichtsadvokat Christoph Follenius, (1759–1833),&amp;lt;ref name=&amp;quot;germanistenlexikon&amp;quot; /&amp;gt; seine Mutter Rosine Follenius (1766–1800).&amp;lt;ref name=&amp;quot;germanistenlexikon&amp;quot; /&amp;gt; Rosine Follenius hatte das von französischen Revolutionstruppen besetzte Gießen verlassen, so dass Karl in Romrod zur Welt kam. Der Vater prägte ihn durch eine christliche Erziehung. Er war der Bruder des Schriftstellers und Verlegers [[Adolf Ludwig Follen]] und [[Paul Follen]], dem Gründer der „[[Gießener Auswanderungsgesellschaft]]“ von 1833; der Sohn seiner Schwester Luise war der Naturwissenschaftler [[Carl Vogt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Gießen ===&lt;br /&gt;
Er besuchte das Gymnasium in Gießen, erlernte die Sprachen Latein, Griechisch, Hebräisch, Französisch und Italienisch und ließ sich von [[Friedrich Gottlieb Welcker]] (1784–1868) für den Schillerschen Heroismus und den [[Frankophobie|antifranzösischen]] [[Nationalismus]] [[Friedrich Ludwig Jahn|Jahns]], [[Theodor Körner (Schriftsteller)|Körners]] und [[Ernst Moritz Arndt|Arndts]] begeistern. 1813 begann er mit dem Studium der [[Jurisprudenz]]. Er schloss sich 1814 mit vielen Studenten einem [[Freikorps]]zug nach [[Frankreich]] an, um gegen [[Napoléon Bonaparte|Napoleon&amp;amp;nbsp;I.]] zu kämpfen, nahm aber nicht an Kampfhandlungen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. November 1814 begründete er zusammen mit anderen Studenten der [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Universität Gießen]] die [[Teutsche Lesegesellschaft zur Errichtung vaterländischer Zwecke]], eine [[Studentenverbindung]], die neben der Jenaer „[[Urburschenschaft]]“ als Wegbereiter der deutschen [[Burschenschaft]]sbewegung gilt. Nach dem Zerfall der Lesegesellschaft im Januar 1815 bildeten sich die gemäßigte Verbindung Teutonia und die von Follen geleitete, radikaler ausgerichtete [[Gießener Schwarze|Germania]], die als geheimes Bundeszeichen das Akronym &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;amp;nbsp;H&amp;amp;nbsp;B&amp;amp;nbsp;G&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Im Herzen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;uth, Trotz unterm &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;uth, am Schwerte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;luth, macht alles &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;G&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ut“) führten. Später entstand daraus der &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Bildungs- und Freundschaftsverein&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1816 beteiligte Follen sich als Anhänger der nationalistischen [[Turnbewegung]] [[Friedrich Ludwig Jahn]]s an der Gründung der „Christlich-Teutschen Burschenschaft“, deren Satzung („Ehrenspiegel“) er entwarf. Recht auf Zugehörigkeit und politische Entscheidung sprach er darin jenen Studenten zu, die in der „Geschichte des Blutes, Glaubens, der Erziehung“ verbunden seien; damit waren [[Juden]] von der Teilnahme ausgeschlossen. Er wurde inspirierender Kern der wegen ihrer Tracht so genannten &amp;#039;&amp;#039;[[Gießener Schwarze]]n&amp;#039;&amp;#039;. Im Januar 1817 verfasste er einen Beschluss zur rechtlichen Gleichstellung innerhalb der Burschenschaften und richtete sich damit gegen den [[Isolationismus]] der landsmännisch denkenden Burschenschaften. Heftige Auseinandersetzungen gegen seine Person, die mit [[Denunziation]]en und Ausschlüssen von Follens Anhängern aus den Landsmannschaften einhergingen, brachten dem &amp;#039;&amp;#039;Ehrenspiegel&amp;#039;&amp;#039; zunehmend den Ruf eines Dokuments der Subversion und des Landesverrats ein. Am 22. März sprach die Universität Gießen gegen Burschenschafter erstmals Drohungen mit Relegation aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Follen überzeugte durch sein großartiges Redetalent, seine dichterische und musikalische Begabung.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wir müssen die Volksfreiheit erlangen durch jedes Mittel, welches nur immer sich uns bietet. Aufruhr, Tyrannenmord und alles, was man im gewöhnlichen Leben als Verbrechen bezeichnet und mit Recht straft, muss man einfach nur zu den Mitteln zählen, …&amp;amp;nbsp;zu den Waffen, welche gegen die Tyrannen allein uns übrig bleiben.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Erinnerung [[Friedrich Münch (Politiker)|Friedrich Münchs]] in [[Hans Heinrich Gerth]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerliche Intelligenz um 1800&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band 19). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1976, ISBN 3-525-35970-5 ({{Google Buch |BuchID=GG6xAAAAIAAJ}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso rief er in seinem republikanischen &amp;#039;&amp;#039;Großen Lied&amp;#039;&amp;#039;, das als [[Flugblatt]] verbreitet wurde, unverhüllt zum [[Tyrannenmord]] und zur Erhebung auf: „Nieder mit Thronen, Kronen, Frohnen, Drohnen und Baronen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alexander Demandt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Attentat in der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln/Weimar/Wien 1996, ISBN 3-412-16795-9, S. 220 ({{Google Buch |BuchID=vjDZAAAAIAAJ}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1818 gründete er die &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Gießener Burschenschaft Germania&amp;#039;&amp;#039;, die 1819 durch die [[Karlsbader Beschlüsse]] aufgelöst wurde. Im selben Jahr erfolgte seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum Dr.&amp;amp;nbsp;juris im Zivil- und [[Kirchenrecht]]. Er setzte sich alsbald durch eine Petition, die am 28. November 1818 in den hessischen Zeitungen veröffentlicht wurde, zugunsten der hessischen Bauern erfolgreich gegen eine Zinserhöhung ein. Damit setzte er seine Karriere aufs Spiel. Da Follen keine Berufung als Professor bekam, verließ er Gießen und ging 1819 in das liberale [[Sachsen-Weimar-Eisenach]]. An der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität Jena]] lehrte er an der Juristischen Fakultät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jena ===&lt;br /&gt;
In [[Jena]] begegnete Follen dem bei den Studenten angesehenen nationalistischen Philosophen [[Jakob Friedrich Fries]], der die Gesinnung und innere Überzeugung zum politischen Handlungsprinzip erklärt hatte. Follen radikalisierte Fries’ System: &amp;#039;&amp;#039;die gelebte freudige Opferbereitschaft, die absolute Überzeugungstat&amp;#039;&amp;#039; bis hin zum &amp;#039;&amp;#039;Märtyrertod&amp;#039;&amp;#039;: „Lieber eine gegen Gottes Gebot verstoßende Tat begehen, wenn dadurch das Volk gerettet werden konnte. Das Wissen darum, dass Kameraden in Unfreiheit leiden müssen blieb ihm unerträgliche Last“ (nach [[Christian Sartorius]]). Hier gründete und leitete er den inneren geheimen Kreis der „Unbedingten“, dem auch der Theologiestudent [[Karl Ludwig Sand]] angehörte. Nach dessen [[Attentat]] auf den Schriftsteller [[August von Kotzebue]] richteten sich die Verdächtigungen gegen Follen als den angeblichen geistigen Urheber der Tat, obwohl Sand bis zu seiner Hinrichtung darauf beharrte, das Attentat alleine geplant und vorbereitet zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flucht ===&lt;br /&gt;
Follen wurde als Folge der Vorfälle in Jena die Lehrberechtigung entzogen. Er floh im Herbst 1819 zunächst ins Vaterhaus nach Gießen, wo ihm ebenfalls ein Lehrverbot und gleichzeitig ein Ausreiseverbot erteilt wurde. Im Winter 1819 begab er sich nach [[Straßburg]], wo er sich Sprach- und Literaturstudien widmete. Im Februar 1820 wandte er sich nach [[Paris]], wo insbesondere seine Begegnung mit dem [[Marie-Joseph Motier, Marquis de La Fayette|Marquis de Lafayette]] für seinen Weg nach Amerika bedeutsam werden sollte. Die Ermordung von [[Charles Ferdinand de Bourbon]], dem Herzog von [[Berry (Provinz)|Berry]], am 13. Februar 1820 löste eine Ausweisungswelle aus, so dass auch Follen Frankreich verlassen musste und die Flucht in die Schweiz antrat. Im September begann er eine Tätigkeit an der [[Kantonsschule]] in [[Chur]]. Hierher folgte ihm sein Bruder Adolf Ludwig nach zweijähriger Haft in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Basel ===&lt;br /&gt;
1821 folgte Follen einem Ruf an die [[Universität Basel]], wo er alsbald Anlaufpunkt deutscher Exilanten wurde, die er an die Universität vermittelte und die das Ansehen der Hochschule weiter wachsen ließen. Dazu zählten u.&amp;amp;nbsp;a. [[Martin Leberecht de Wette]], mit dem zusammen er ab 1823 die &amp;#039;&amp;#039;[[Wissenschaftliche Zeitschrift (Basel)|Wissenschaftliche Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039; herausgab. Bei allen Aktivitäten hielt Follen ständige Kontakte nach Deutschland aufrecht, organisierte jährliche illegale Vereinstage und schuf den Plan eines revolutionären [[Jünglingsbund]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1824 verstärkte sich der preußische Druck auf die Universität Basel, sich von Follen zu trennen. Ein Schreiben mit der Anschuldigung einer Verschwörung wurde mit einer folgenlosen Untersuchung quittiert. Am 27. August ging eine preußische Note zur Auslieferung des „gebohrnen preußischen Untertanen“ Follen ein (obwohl sein Geburtsort Romrod nicht zu Preußen, sondern zur [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Provinz Oberhessen]] der [[Landgrafschaft Hessen-Darmstadt]], seit 1806 Großherzogtum Hessen, gehörte), woraufhin die Schweizer Regierung erfolglos Akteneinsicht forderte. Als schließlich Preußen, Österreich und Russland mit dem Abbruch der freundschaftlichen Beziehungen drohten, beschloss die Schweizer Regierung die Festnahme, riet gleichzeitig aber Follen zum Verlassen des Landes. Im Kofferraum einer [[Postkutsche]] trat er die Flucht aus Basel nach [[Le Havre]] an, wo er am 5. November 1824 zusammen mit [[Charles Beck|Karl Beck]], Friedrich Bunte, Jakob Homburg und Wilhelm Wesselhöft an Bord der &amp;#039;&amp;#039;Cadmos&amp;#039;&amp;#039; in See stach.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Wilhelm Weitershaus: &amp;#039;&amp;#039;Wir ziehen nach Amerika.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins.&amp;#039;&amp;#039; Band 63, S. 192.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Überfahrt begann er mit dem Erlernen der englischen Sprache; er erreichte Amerika am 19. Dezember 1824.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amerika ===&lt;br /&gt;
Innerhalb von sechs Monaten in [[New York City|New York]] und [[Philadelphia]] hatte er sich – unterstützt durch den regen Kontakt zu [[Marie-Joseph Motier, Marquis de La Fayette|Lafayette]], die Offenheit [[Boston]]s und seine eigene Begeisterung für die amerikanische Demokratie – in Amerika eingelebt. Hier anglisierte er auch seinen Namen in &amp;#039;&amp;#039;Charles Follen&amp;#039;&amp;#039;. 1825 arbeitete er an der [[Harvard University]] zunächst als Professor für deutsche Sprache und neuere deutsche Literatur. Er reformierte die Studienordnung nach deutschem Vorbild, verfasste 1826 ein viel gelesenes &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Lesebuch (German Reader)&amp;#039;&amp;#039;, sodann 1828 eine &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Grammatik&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;German Grammar&amp;#039;&amp;#039;). 1826 führte er gemeinsam mit anderen Emigranten nach deutschem Vorbild das Turnen nach Turnvater Jahn als universitäres Lehrfach ein, das erst im Speisesaal der Universität, dann in der neuen Bostoner Turnhalle veranstaltet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Follen schloss Bekanntschaft mit der Schriftstellerin [[Eliza Lee Cabot]] (1787–1860) aus einer angesehenen Bostoner Familie. Die Heirat erfolgte am 15. September 1828; im März 1830 erwarb er die US-Staatsbürgerschaft, und der Sohn Charles wurde geboren. 1832 stellte er als erster einen [[Weihnachtsbaum]] in seinem Haus in Cambridge auf und führte so diesen Brauch in Neuengland ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://news.harvard.edu/gazette/1996/12.12/ProfessorBrough.html |wayback=19990823204728 |text=Harvard Gazette: The Professor who brought the Christmas Tree to Newengland |archiv-bot=2022-11-25 02:04:08 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abolitionist und Unitarier ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Follen Church, East Lexington MA.jpg|mini|Die nach Follen benannte unitarische Kirche in Lexington (Massachusetts)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Charles Follen memorial.jpg|mini|Gedenkstein auf dem Friedhof in Lexington]]&lt;br /&gt;
Die [[Abolitionismus]]bewegung zur Abschaffung der [[Sklaverei in den USA]] entstand ab 1831. U.&amp;amp;nbsp;a. hatte Follen Kontakte mit [[William Lloyd Garrison]] (1805–1879). Da er in seinen Vorlesungen die Sklaverei und ethnische Diskriminierung anprangerte, wurde 1832 sein Vertrag an der Universität nicht verlängert. In der Folgezeit wurde er Zielscheibe heftiger Anschuldigungen, wobei ihn die Presse als ausländischen Brandstifter brandmarkte. Unbeirrt verfolgte er seine Ziele der Sklavenemanzipation weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1836 erfolgte in Boston die Gründung einer [[Unitarismus (Religion)|unitarischen]] theologischen Fakultät. Im gleichen Jahr wurde Follen als unitarischer Pfarrer in [[Lexington (Massachusetts)]] ordiniert. Zwei Jahre später wurde Follen Pfarrer einer unitarischen Gemeinde in [[Upper East Side]] in New York (heute die Unitarian Church of All Souls). 1839 entwarf er das Projekt einer neuen Kirche in Lexington. Am 13. Januar 1840 trat er zur Einweihung der Kirche seine Reise von New York nach Lexington mit dem Dampfschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Lexington (Schiff, 1835)|Lexington]]&amp;#039;&amp;#039; an. Vor Long Island wurde er das Opfer einer [[Lexington (Schiff, 1835)#Das Feuer|Schiffskatastrophe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Als Ort der Schiffskatastrophe findet man in der Literatur auch den [[Eriesee]], wie z.&amp;amp;nbsp;B. in der &amp;#039;&amp;#039;[[Allgemeine Deutsche Biographie|Allgemeinen Deutschen Biographie]] ADB&amp;#039;&amp;#039;, Band 7, S. 149. In: &amp;#039;&amp;#039;ADB&amp;#039;&amp;#039;, Band 36, S. 789 wird dies allerdings zu Long-Island-Sund korrigiert. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Günste und ihre Verwandten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Familiengeschichtliche Blätter&amp;#039;&amp;#039;, 1936, Heft 4, von Walter Serlo heißt es: „…&amp;amp;nbsp;bei einem Schiffsbrande auf der Reise von Neuyork [sic] nach Boston“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen seiner kompromisslosen Kritik an der Sklaverei verweigerte ihm die konservative Bostoner Öffentlichkeit zunächst ein Begräbnis. Erst durch den öffentlichen Druck der &amp;#039;&amp;#039;Massachusetts Antislavery Society&amp;#039;&amp;#039; erfolgte am 17. April 1840 Follens Beerdigung in der Marlborough Kapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine gesammelten Werke wurden [[postum]] durch seine Frau 1842 herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
In Gießen wurde eine Straße nach Karl Follen benannt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl Follen Gedenktafel Romrod.jpg|mini|Karl Follen Gedenktafel in seinem Geburtsort Romrod, eingeweiht am 19. März 2022.]]&lt;br /&gt;
In Karl Follens Geburtsort Romrod wurde 2022 feierlich eine Gedenktafel eingeweiht. Die Laudatio hielt der Follen-Biograf [[Frank Mehring]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.romrod.de/nenn-es-freiheit-oder-nenn-es-liebe-das-leben-des-in-romrod-geborenen-freiheitskaempfers-karl-theodor-christian-follen-1796-1840/ |titel=“Nenn es Freiheit, oder nenn es Liebe”: Das Leben des in Romrod geborenen Freiheitskämpfers Karl Theodor Christian Follen (1796-1840) – Romrod |sprache=de-DE |abruf=2023-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Beier (Historiker)|Gerhard Beier]]: &amp;#039;&amp;#039;Arbeiterbewegung in Hessen. Zur Geschichte der hessischen Arbeiterbewegung durch einhundertfünfzig Jahre (1834–1984).&amp;#039;&amp;#039; Insel, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-458-14213-4, S. 417.&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 2: &amp;#039;&amp;#039;F–H.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0809-X, S. 53–54.&lt;br /&gt;
* Günter Frankenberg: &amp;#039;&amp;#039;Karl Follen (1796–1840). Unbedingt für Bürgergleichheit&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Kritische Justiz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Streitbare Juristen. Eine andere Tradition.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 1988, ISBN 3-7890-1580-6, S. 33–43.&lt;br /&gt;
* [[Walter Grab]]: &amp;#039;&amp;#039;Demokratie und Deutschtümelei in der Studentenrevolte von 1817–1820&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Ein Volk muss seine Freiheit selbst erobern.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt 1984, S. 498–503.&lt;br /&gt;
* {{ADB|7|149|149|Follen, Karl|[[Ernst Kelchner]]|ADB:Follen, Karl}} (mit Zusätzen und Berichtigungen von C. W. Ernst).&lt;br /&gt;
* [[Frank Mehring]]: &amp;#039;&amp;#039;Karl/Charles Follen. Deutsch-Amerikanischer Freiheitskämpfer&amp;#039;&amp;#039;. Gießen 2004.&lt;br /&gt;
* Frank Mehring: &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.de/books?id=-WsDZsfTMsUC&amp;amp;pg=PA455&amp;amp;dq=Between+Natives+and+Foreigners:+mehring&amp;amp;hl=en&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjGqK-zhLfrAhUIxIUKHbA6A70Q6AEwAHoECAIQAg#v=onepage&amp;amp;q=Between%20Natives%20and%20Foreigners%3A%20mehring&amp;amp;f=false Between Natives and Foreigners. Selected Writings of Karl/Charles Follen (1796–1840)]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;New Directions in German-American Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Peter Lang, New York 2007.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Münch (Politiker)|Friedrich Münch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen aus Deutschlands trübster Zeit, dargestellt in den Lebensbildern von Karl Follen, Paul Follen und Friedrich Münch&amp;#039;&amp;#039;, St. Louis (Missouri) und Neustadt a.d. Haardt 1873.[https://www.google.de/books/edition/Erinnerungen_aus_Deutschlands_tr%C3%BCbster/SAFaAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Friedrich+M%C3%BCnch&amp;amp;printsec=frontcover Google]&lt;br /&gt;
* Klaus Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die »Unbedingten«. Hintergründe, Ursachen und Merkmale studentischer Radikalisierung am Beispiel der Universität Gießen 1814–1819.&amp;#039;&amp;#039; v. Hase &amp;amp; Koehler, Weilerswist Metternich 2025, ISBN 978-3-7758-1434-8.&lt;br /&gt;
* {{NDB|5|286|287|Follen, Karl Theodor Christian|Ernst Rose|118684132}}&lt;br /&gt;
* Edmund Spevack: &amp;#039;&amp;#039;Charles Follen&amp;#039;s Search for Nationality and Freedom: Germany and America 1796–1840.&amp;#039;&amp;#039; Harvard University Press, Cambridge, Mass.,1997, ISBN 0-674-11011-0.&lt;br /&gt;
* [[Günter Steiger]]: &amp;#039;&amp;#039;Follen, Karl Theodor Christian Friedrich (eigentlich Follenius)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zur deutschen Geschichte]]. Von den Anfängen bis 1917&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1967, S. 101–102.&lt;br /&gt;
** Günter Steiger: &amp;#039;&amp;#039;Follen, Karl Theodor Christian Friedrich (eigentlich Follenius)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur deutschen Geschichte. Von den Anfängen bis 1945&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1970, S.&amp;amp;nbsp;179–180.&lt;br /&gt;
* [[Michael Zeller]]: &amp;#039;&amp;#039;Follens Erbe – Eine deutsche Geschichte&amp;#039;&amp;#039; (Roman), Oberon Verlag, Bad Homburg 1986.&lt;br /&gt;
* {{AppletonsAmBio |Lemma=Follen, Charles Theodore Christian |Band=2 |Seiten=491}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Karl Follen|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118684132}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|28114|Follen, Karl|Autor= Markus Bürgi}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118684132|titel=Follen, Karl Theodor Christian|datum=2020-01-13}}&lt;br /&gt;
* [[Frank Mehring]]: {{Webarchiv |url=http://www.vormaerz.de/lexikon/follenk.html |wayback=20071225072356 |text=&amp;#039;&amp;#039;Follen, Karl Theodor Christian (Charles)&amp;#039;&amp;#039;.}} In: Lexikon des &amp;#039;&amp;#039;Forum Vormärz Forschung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Frank Mehring]], [https://www.giessener-hochschulgesellschaft.de/resources/GU/GU-47-2014.pdf &amp;quot;Karl (Charles) Follen: Zwischen radikalem Revolutionär und demokratischem Reformer.&amp;quot;] Giessener Universitätsblätter 47 (2014): 49-63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118684132|LCCN=n/86/143866|VIAF=5725099}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Follen, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Basel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgerrechtler (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unitarischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentengeschichte (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Justus-Liebig-Universität Gießen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1796]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1840]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Follen, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Follen, Karl Theodor Christian Friedrich (vollständiger Name); Follen, Charles; Follenius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Burschenschafter und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. September 1796&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Romrod]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Januar 1840&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Long-Island-Sund]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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