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	<title>Karl Ebner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Ebner&amp;diff=1574018&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-03-21T21:22:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Ebner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Oktober]] [[1901]] in [[Franzensfeste]], [[Gefürstete Grafschaft Tirol]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[11. November]] [[1983]] in [[Lienz]], [[Osttirol]]) war ein österreichischer Jurist, Gestapo-Chef und [[SS-Obersturmbannführer]]. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] arbeitete er als stellvertretender Leiter der [[Geheime Staatspolizei|Geheimen Staatspolizei]] [[Wien]] und rühmte sich seiner führenden Rolle bei der [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]] von [[Jüdisches Leben in Wien|58.000 Juden in seinem Bereich]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://science.orf.at/stories/1726800/ |wayback=20131019133710 |text=Tanja Malle: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte: Neue NS-Täterbiografie aus Südtirol&amp;#039;&amp;#039;.}} Website des ORF, Abschnitt Wissenschaft, 18. Oktober 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Ebner stammte aus einem katholischen Elternhaus. Als er 1923 –&amp;amp;nbsp;das [[Südtirol]] war nach dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] vom [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]] annektiert worden&amp;amp;nbsp;– in das italienische Heer eingezogen werden sollte, übersiedelte er ins österreichisch gebliebene [[Osttirol]] und betrat das Südtirol nie wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebner begann sein Studium im WS 1923/24 an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der [[Universität Graz]] und wurde er Mitglied der [[KÖHV Carolina Graz]]. Er wechselte aber zum WS 1925/26 an die [[Universität Wien]] und zur dortigen KÖStV Kürnberg Wien, deren [[Senior (Studentenverbindung)|Senior]] in diesem Semester der später von der SS ermordete [[Ludwig Bernegger]] war. Beide [[Katholische Studentenverbindung|katholische Studentenverbindungen]] gehören zum [[Österreichischer Cartellverband|Österreichischen Cartellverband]]. Ebners Mitgliedschaft in der Kürnberg endete mit seinem [[Kirchenaustritt|Austritt]] aus der katholischen Kirche im Jahr 1939. Dennoch hielt er in den 1940er Jahren mehrfach seine Hand über in das Visier der Gestapo geratene CVer, wie etwa [[Jakob Fried]] und [[Karl Rudolf]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://oecv.at/Biolex/Detail/11908884 |titel=ÖCV - Pol.-Kom. Dr. Karl Ebner |abruf=2024-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1928 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] Jurist begann seine Polizeilaufbahn in der [[Erste Republik (Österreich)|Ersten Republik]], wurde aber schon 1936, während der [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaatsdiktatur]], illegales Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und trat am 3. Januar 1937 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 302.994).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/522315&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 28. Mai 1938 beantrage er die reguläre Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 6.242.415).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/7220026&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem „[[Anschluss Österreichs]]“  an das [[NS-Staat|Deutsche Reich]] 1938 trat Ebner in die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] ein, die im Wiener Stadtzentrum, im ehemaligen [[Hotel Métropole]] am [[Morzinplatz]], ihren Sitz errichtete und sich zur größten Staatspolizeileitstelle des Deutschen Reiches entwickelte. Ebner war die „graue Eminenz“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Mang: &amp;#039;&amp;#039;Gestapo-Leitstelle Wien – Mein Name ist Huber&amp;#039;&amp;#039; (Referat). In: [https://www.doew.at/cms/download/alalc/164.pdf &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 285&amp;amp;nbsp;kB) des &amp;#039;&amp;#039;[[Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes|Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes]]&amp;#039;&amp;#039;, Wien, Nr. 164, Dezember 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Gestapo Wien]]. Chef der Leitstelle Wien war [[Franz Josef Huber (SS-Mitglied)|Franz Josef Huber]], ein Münchner, mit dem Ebner befreundet war und in dessen Haushalt er zeitweilig lebte. Huber delegierte praktisch alle exekutiven Aufgaben an seinen Stellvertreter Ebner und es war auch Ebner, der dem Amtsdirektor der [[Israelitische Kultusgemeinde Wien|Kultusgemeinde]] am 1. Februar 1941 die Weisungen zur endgültigen Deportation der in Wien verbliebenen Jüdinnen und Juden bekanntgab.&amp;lt;ref&amp;gt;Dokument [[Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945|VEJ]] 3/114 in: [[Andrea Löw]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945&amp;#039;&amp;#039; (Quellensammlung) Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren, September 1939–September 1941&amp;#039;&amp;#039;, München 2012, ISBN 978-3-486-58524-7, S.&amp;amp;nbsp;382–384.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darin werden alle Vermögenswerte der Deportierten als „Schenkung“ bezeichnet, deren Erlös „zur Deckung der Kosten der Umsiedlung und Auswanderung sowie der endgültigen Lösung des Judenproblems“ bestimmt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945|VEJ]] 3/114, S.&amp;amp;nbsp;383.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebner leitete von Juni 1939 bis April 1942 das Referat &amp;#039;&amp;#039;[[Weltanschauung#Im Nationalsozialismus|Weltanschauliche]] Gegner&amp;#039;&amp;#039; der Gestapo und spielte damit eine Schlüsselrolle bei der Verfolgung, Beraubung und Deportation der vom NS-Regime als jüdisch eingestuften Menschen. 1942 avancierte Ebner zum stellvertretenden Leiter der Gestapoleitstelle Wien, im gleichen Jahr wurde er zum SS-Obersturmbannführer, seinem höchsten SS-Rang, ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1943, als sich im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] das Blatt zuungunsten Deutschlands wendete, begann Ebner für ausgewählte Personen, darunter Angehörige des höheren Klerus und Mitglieder des Cartellverbandes wie er selbst, zu intervenieren: Er warnte und schützte Menschen, die mit der Gestapo in Konflikt geraten waren, und rettete einer Reihe von ihnen das Leben. Unter anderem half er der jüdischen Frau des prominenten Schauspielers [[Hans Moser]], die in Budapest von der Deportation nach [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]] bedroht war, zu ihrem Ehemann nach Wien zurückzukehren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Arbeiterzeitung |Titel=Ein guter Tag für Dr. Ebner |Datum=1948-12-09 |Seite=3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (1948, bei seinem [[Volksgericht (Österreich)|Volksgerichtsprozess]] in Wien, sagten über 20 Menschen, denen Ebner angeblich oder tatsächlich geholfen hatte, als Entlastungszeugen für ihn aus und retteten ihn damit vor der geforderten [[Todesstrafe]].)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Ablöse Hubers als Gestapochef am 1. Dezember 1944 durch [[Rudolf Mildner]] verlor Ebner zunehmend Einfluss und Kompetenzen. Schließlich wurde ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet und er wurde am 16. März 1945 von einem [[SS-Hauptämter#SS- und Polizeigerichte|SS-Gericht]] wegen [[Wehrkraftzersetzung]], Häftlingsbegünstigung und [[Korruption]] dreifach zum Tod verurteilt. In einem Gnadengesuch an [[Heinrich Himmler]] schrieb Ebner: „Insbesondere auf dem Gebiete der Judenmaßnahmen ist wohl mein Name mit der Tatsache aufs Engste verknüpft, dass ich es gewesen bin, der die Judenfrage in Wien, wohl der verjudetsten Großstadt des Großdeutschen Reiches, in einwandfreier und kompromissloser Weise gelöst habe. Rund 1 Milliarde Sachwerte wurden durch die von mir aufgezogene Organisation dem Reiche zugeführt.“ Himmler reagierte auf das Gesuch nicht, das Todesurteil wurde aber in den Wirren der letzten Kriegstage nicht mehr ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende]] wurde Ebner in britische Internierungslager verbracht und am 20. Februar 1947 an die österreichischen Behörden übergeben. Am 11. Dezember 1948 wurde er aufgrund seiner Funktion als Abteilungsleiter bzw. stellvertretender Leiter der Gestapo Wien vom Wiener [[Volksgericht (Österreich)|Volksgericht]] zu 20 Jahren schweren [[Kerker]]s verurteilt. Am 16. Mai 1953 begnadigte ihn Bundespräsident [[Theodor Körner (Bundespräsident)|Theodor Körner]] auf Wunsch der großkoalitionären [[Bundesregierung Raab&amp;amp;nbsp;I]] und vor allem [[Alfons Gorbach]]s, der Ebner aus ihrer Studentenzeit bei [[KÖHV Carolina Graz|Carolina Graz]] verbunden war. Ebner wohnte nach der Haftentlassung bis September 1954 bei seinen Eltern in [[Dölsach]], kehrte dann nach Wien zurück und arbeitete ab 1955 bis zu seiner Pensionierung 1968 als Hausverwalter bei der Bau- und Siedlungsgenossenschaft GESFÖ, einer Tochtergesellschaft der [[Creditanstalt-Bankverein|Creditanstalt]]. Er starb am 11. November 1983 in Lienz an Gallenkrebs und wurde auf dem [[Kahlenberger Friedhof]] in Wien beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://oecv.at/Biolex/Detail/11908884 |titel=ÖCV - Pol.-Kom. Dr. Karl Ebner |abruf=2024-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Toter Link |date=2026-02-10 |url=http://www.nachkriegsjustiz.at/prozesse/volksg/ebner_index.php |text=Zum Prozess gegen Karl Ebner}} auf nachkriegsjustiz.at&lt;br /&gt;
* {{Toter Link |date=2026-02-10 |url=http://www.wien.gv.at/kultur/archiv/geschichte/gestapo/biografien.html |text=Biografien ausgewählter Gestapo-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter}} beim Webservice der Stadt Wien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Judith E. Innerhofer: &amp;#039;&amp;#039;Der Engel der Gestapo&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Falter (Wochenzeitung)|Falter]]&amp;#039;&amp;#039;, Wien, Nr. 41, 9. Oktober 2013, S.&amp;amp;nbsp;18&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* Thomas Mang: &amp;#039;&amp;#039;Die Unperson. Karl Ebner, Judenreferent der Gestapo Wien. Eine Täterbiografie&amp;#039;&amp;#039;. Edition Raetia, Bozen 2013, ISBN 978-88-7283-464-0.&lt;br /&gt;
* Matthias Gafke: &amp;#039;&amp;#039;Heydrichs Ostmärker. Das österreichische Führungspersonal der Sicherheitspolizei und des SD 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; WBG Academic, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-534-26465-0, S.&amp;amp;nbsp;276&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12895194X|LCCN=nr2003014372|VIAF=45368156}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ebner, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Täter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zum Tode verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Österreich im Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Franzensfeste)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ebner, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Jurist, Gestapo-Chef und SS-Obersturmbannführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Oktober 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Franzensfeste]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. November 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lienz]], [[Osttirol]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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