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	<title>Karl Christian Parcus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-06-19T13:59:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Christian Parcus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1763]] in [[Dillenburg]]; † [[5. Februar]] [[1819]] in [[Worms]]) war ein Leiningen-Westerburgischer [[Verwaltungsjurist]] und [[Revolution]]är in der Zeit der [[Aufklärung]], später Stadtrat in [[Mainz]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Scheel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mainzer Republik III: Die erste bürgerlich-demokratische Republik auf deutschem Boden&amp;#039;&amp;#039;, [[Akademie Verlag]], 1989&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfangsjahre ==&lt;br /&gt;
Parcus wurde nach einem Studium der Rechte Kanzleiassessor der [[Leiningen (Adelsgeschlecht)#Leiningen-Westerburg|Leiningen-Westerburgischen]] Grafen, in deren Residenz [[Grünstadt]]. 1788 heiratete er die dort ansässige Gastwirtstochter Rosina Jacobi. Aufgrund nicht weit und schnell genug vorangehender Reformen, wurde Parcus zum revolutionären Gegner seiner Landesherren und musste deren Dienst verlassen. Spätestens 1792 machte sich als Rechtsanwalt an seinem Wohnort selbständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutscher Jakobiner unter französischer Besatzungsherrschaft in Mainz 1792/93 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mainzjakobiner.jpg|mini|300px|Versammlung des Mainzer Jakobinerclubs im ehemaligen kurfürstlichen Schloss]]&lt;br /&gt;
Als 1792 französische Revolutionstruppen das [[Linkes Rheinufer|linksrheinische Gebiet]] um Grünstadt und [[Worms]] besetzten, signalisierte er dem General der französischen Truppen [[Adam-Philippe de Custine]] seine Kooperationsbereitschaft. Parcus schloss sich dem am 23. Oktober 1792 im [[Kurfürstliches Schloss Mainz|Mainzer Schloss]] begründeten ersten [[Mainzer Jakobinerklub]] an. Nachdem die ersten Munizipalitäts- und Konventswahlen nach etlichem Hin und Her beendet waren, konstituierte sich am 17. März 1793 in Mainz der [[Rheinisch-Deutscher Nationalkonvent|Rheinisch-Deutsche Nationalkonvent]] zu dessen 130 gewählten Deputierten Parcus für Altleiningen gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Dumont: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder des Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents zu Mainz&amp;#039;&amp;#039; in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde Bd. NF40, 1982, S. 172–174&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Dumont]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mainzer Republik 1792/93. Studien zur Revolutionierung in Rheinhessen und der Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; 2. erweiterte Auflage, Alzey 1993, ISBN 3-87854-090-6&amp;lt;/ref&amp;gt; In Mainz erfüllte Parcus als Mitglied der (zweiten) Allgemeinen Administration für den Nationalkonvent Verwaltungsaufgaben und versuchte die Mainzer Bevölkerung von der [[Französische Verfassung (1791)|französischen Verfassung]] zu überzeugen. Ende Februar des gleichen Jahres wurde er bereits zum Administrator der &amp;#039;&amp;#039;[[Nationalgüter]]&amp;#039;&amp;#039; ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Scheel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mainzer Republik III: Die erste bürgerlich-demokratische Republik auf deutschem Boden&amp;#039;&amp;#039;, [[Akademie Verlag]], 1989, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abgeordneten dieser Allgemeinen Administration erklärten „&amp;#039;&amp;#039;das linksrheinische Gebiet zwischen Bingen und Landau ...zu einem freien, unzertrennlichen Staat, der gemeinschaftlichen, auf Freiheit und Gleichheit gegründeten Gesetzen gehorcht&amp;#039;&amp;#039;“ (die so genannte „[[Mainzer Republik]]“) und beschlossen die Loslösung vom deutschen Kaiser und dem [[Heiliges Römisches Reich|Reichsgebiet]]. Wenig später stellten sie an den Pariser Nationalkonvent den Antrag, die neue Republik in den französischen Staatsverbund einzugliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abzug der Franzosen vom linken Rheinufer und der Besetzung durch preußische Truppen kam es zur Verfolgung der deutschen Jakobiner und ihrer Angehörigen. Parcus konnte wie die meisten anderen Klubisten nach Paris emigrieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Lampert: &amp;#039;&amp;#039;1100 Jahre Grünstadt&amp;#039;&amp;#039;, Stadtverwaltung Grünstadt, 1975; S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren bis 1796 wechselte das Kriegsglück und die Oberherrschaft über das linke Rheinufer zwischen den revolutionären und gegenrevolutionären Armeen oft. Für das französische Außenministerium erledigte Parcus ab 1794 konspirative Spionage und übernahm Vermittlerrollen zur Vorbereitung einer Revolutionierung des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]].&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Lachenicht: &amp;#039;&amp;#039;Information und Propaganda. Die Presse deutscher Jakobiner im Elsass (1791–1800)&amp;#039;&amp;#039;. München 2004, S.&amp;amp;nbsp;116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinen Aufgaben gehörte unter anderem die [[Observierung]] der Aktivitäten auf dem linken Rheinufer. Ebenfalls 1794 wurde Parcus von [[Merlin de Thionville]] zum Mitglied eines „Bureau des Réclamations“ bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Hiersemann: &amp;#039;&amp;#039;Pariser historische Studien&amp;#039;&amp;#039;, Band 8, [[Deutsches Historisches Institut Paris]], Kommission zur Erforschung der Geschichte der Deutsch-Französischen Beziehungen, 1969, S. 57&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Max Springer: &amp;#039;&amp;#039;Die Franzosenherrschaft in der Pfalz. 1792 - 1814 (Departement Donnersberg).&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart - Berlin - Leipzig, 1926, S. 85&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Aktivitäten ab 1796 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Italienfeldzug (Erster Koalitionskrieg)|Italienfeldzug]] Napoléons konnten sich die Franzosen ungehindert gegen Österreich wenden, was schließlich zum [[Frieden von Campo Formio]] führte. Bereits 1796 hatte eine &amp;#039;&amp;#039;Direction der Requisition&amp;#039;&amp;#039; gemäß Dekret vom 18. August 1796 von Haussmann, ihren Sitz in [[Freiburg im Breisgau]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Monika Neugebauer-Wölk]]: &amp;#039;&amp;#039;Revolution und Constitution - die Brüder Cotta&amp;#039;&amp;#039;, Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin [Bd. 1–6:] beim Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin, Colloquium Verlag, 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; Karl Christian Parcus konnte sich dort als Generaldirektor der [[Requisition]]en für die [[Armée du Rhin (1791)|Französische Rheinarmee]] etablieren. Dies verschaffte ihm durch Ersteigerungen Gelegenheiten sein Vermögen zu vergrößern.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Munizipalverwaltung und Mairie der Stadt Mainz, 1798-1814&amp;#039;&amp;#039; Band 103 von Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, 2004, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des [[Département du Mont-Tonnerre|Départements du Mont-Tonnerre]] und der Übernahme der Verfassung von 1802 wurden neue Verwaltungsstrukturen eingeführt. Auch in der Départementshauptstadt Mayence war die Stadtverwaltung von der Verwaltungsreform betroffen. Parcus wurde durch Ernennung des Präfekten [[Jeanbon St. André]] im Dezember 1802 Mitglied der [[Munizipalität]] unter ihrem Maire [[Franz Konrad Macké]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= [[Karl Georg Bockenheimer]] | Titel= Geschichte der Stadt Mainz während der zweiten französischen Herrschaft (1798-1814) | Verlag= Verlag Florian Kupferberg | Jahr= 1890 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parcus gehörte im Jahre 1811 zusammen mit 48 weiteren Mainzern zu den 600 Höchstbesteuerten des [[Département du Mont-Tonnerre]] und damit zu den [[Notabeln]] der damaligen Gesellschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Dumont: &amp;#039;&amp;#039;Mayence – Das französische Mainz (1792/98-1814)&amp;#039;&amp;#039;. S. 366&amp;lt;/ref&amp;gt; Er betätigte sich als [[Gutshof|Gutsbesitzer]]. Nach dem offiziellen Ende der Zugehörigkeit zu Frankreich wurde sein Besitz geplündert.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Lampert: &amp;#039;&amp;#039;1100 Jahre Grünstadt&amp;#039;&amp;#039;, Stadtverwaltung Grünstadt, 1975; S. 381&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Karl Christian Parcus stammte aus einer Juristenfamilie. Sein Großvater, [[Heinrich Ludwig Parcus]] (1704–1760) war Nassauische Amtmann im [[Amt Beilstein]], der Vater Heinrich Ludwig Parcus (1735–1788) Advokat in Dillenburg. Seine Mutter war Elisabetta Catharina de Krauzat (* 1730).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Christian Parcus ehelichte am 9. Mai 1788 in [[Weisenheim am Sand]] Rosina Juliana Wilhelmina, geborene Jacoby (* 4. Februar 1756 in [[Grünstadt]]; † 16. August 1844 in Mainz), die Tochter des Johann Jacob Jacoby und der Maria Catharina Frey, deren Schwester den Jakobiner [[August Moßdorff]] heiratete.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.eberhard-ref.net/pf%C3%A4lzer-pers%C3%B6nlichkeiten/litera-m/mo-my/ &amp;#039;&amp;#039;Moßdorff, August.&amp;#039;&amp;#039;] Sammlung pfälzischer Persönlichkeiten, eberhard-ref.net&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der Ehe ging der gemeinsame Sohn [[Johann Jacob Parcus]] (1790–1854) hervor, der Staatsprokurator und Abgeordneter werden sollte. Auch dessen Söhne [[Carl Friedrich Parcus]] (1815–1881) als Kreisrat in Bingen und [[August Parcus]] (1819–1875), Bankier, und Unternehmer setzten die Familientradition fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Susanne Lachenicht]]: &amp;#039;&amp;#039;Information und Propaganda. Die Presse deutscher Jakobiner im Elsass (1791–1800).&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 2004, ISBN 3-486-56816-7 ([http://books.google.de/books?id=qymZkBrI8WkC&amp;amp;pg=PA478 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Anne Cottebrune, Susanne Lachenicht: &amp;#039;&amp;#039;„Deutsche Jakobiner“ im französischen Exil. Paris und Straßburg – Wege zwischen radikaler Akzeptanz und Ablehnung der Revolution.&amp;#039;&amp;#039; [[Francia (Zeitschrift)|Francia]] 31/2, 2004. [https://francia.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00016346,00109.html Online-Version bei perspectivia.net]&lt;br /&gt;
* Franz Dumont (Hrsg.), Ferdinand Scherf und Friedrich Schütz: &amp;#039;&amp;#039;Mainz – Die Geschichte der Stadt&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. [[Verlag Philipp von Zabern]], Mainz 1999, ISBN 3-8053-2000-0. Darin insbesondere:&lt;br /&gt;
** Franz Dumont: &amp;#039;&amp;#039;Mayence – Das französische Mainz (1792/98-1814)&amp;#039;&amp;#039;. S. 319–374.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=103055966X|titel=Parcus, Carl Christian| datum=2013-02-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=103055966X|VIAF=296037039}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Parcus, Karl Christian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Grünstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mainz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mainzer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1763]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1819]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Parcus, Karl Christian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Parcus, Carl Christian&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verwaltungsjurist und Stadtrat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1763&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dillenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Februar 1819&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Worms]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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