<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Karl_Carstens</id>
	<title>Karl Carstens - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Karl_Carstens"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Carstens&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-27T23:00:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Carstens&amp;diff=30331&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ArthurMcGill: /* Ausbildung und Beruf */ unüblich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Karl_Carstens&amp;diff=30331&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-15T18:00:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausbildung und Beruf: &lt;/span&gt; unüblich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Politiker. Zu der nach ihm benannten Fähre siehe [[Karl Carstens (Schiff)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl Carstens (cropped).jpg|mini|Karl Carstens (1978)[[Datei:Signatur Karl Carstens.png|rahmenlos|klasse=skin-invert-image]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Walter Claus Carstens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Dezember]] [[1914]] in [[Bremen]]; † [[30. Mai]] [[1992]] in [[Meckenheim (Rheinland)|Meckenheim]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]), Jurist und Diplomat. Er war von 1979 bis 1984 der fünfte [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsident]] der [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik Deutschland]]. Zuvor war er von 1960 bis 1969 Staatssekretär im [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]], im [[Bundesministerium der Verteidigung]] und [[Chef des Bundeskanzleramtes]]. Von 1972 bis 1979 gehörte er dem Deutschen Bundestag an, wo er von 1973 bis 1976 als Vorsitzender der [[CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag|CDU/CSU-Fraktion]] Oppositionsführer und anschließend bis 1979 [[Präsident des Deutschen Bundestages|Bundestagspräsident]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Carstens wurde in der Fitgerstraße 36 des Bremer Stadtteils [[Schwachhausen]] als &amp;#039;&amp;#039;Karl Walter Claus Carstens&amp;#039;&amp;#039; geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kas.de/wf/de/37.8064/ |autor=Kordula Kühlem|titel=Karl Carstens, Geschichte der CDU, Konrad-Adenauer-Stiftung |werk=Konrad-Adenauer-Stiftung |abruf=2017-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater Emil Karl Carstens (1877–1914), Oberlehrer und Studienrat an der [[Handelsschule (Bremen)|Handelsschule in Bremen]] (Oberrealschule), war am 6. Oktober 1914 als Oberleutnant&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rheinfranken.de/mitglieder/#buchstabe-c |titel=Verzeichnis der verstorbenen Mitglieder der Marburger Burschenschaft Rheinfranken |abruf=2021-05-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] in [[Noyon]] an der [[Oise]] gefallen. Karl wohnte einige Jahre mit seiner Mutter Gertrud Carstens, geb. Clausen (1880–1963) im Reihenhaus Busestraße 67. Seine Patentante war die Bremer Kindermalerin [[Agnes Sander-Plump]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er 1933 das Abitur am [[Altes Gymnasium (Bremen)|Alten Gymnasium]] in Bremen erlangt hatte, absolvierte Carstens ein Studium der [[Rechtswissenschaft]] in [[Frankfurt am Main]], [[Greifswald]], [[Dijon]], [[München]], [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] und [[Hamburg]], das er 1936 mit dem ersten juristischen [[Staatsexamen]] beendete. Mit einer Arbeit über den &amp;#039;&amp;#039;gutgläubigen Erwerb von Pfandrechten an Grundstücksrechten&amp;#039;&amp;#039; promovierte er 1938 zum [[Doktor der Rechte|Dr. jur.]] Nach der studienbedingten Rückstellung vom [[Wehrdienst]] leistete er im selben Jahr eine Wehrübung beim Flak-Regiment 26. Am Ende des Referendariats am [[Landgericht Bremen]] legte er im September 1939 das zweite Staatsexamen (wegen des Kriegsbeginns in verkürzter Form) ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Carstens nahm bis 1945 als [[Soldat]] bei der [[Flakartillerie]] am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teil. Seine Militärzeit begann mit der Einberufung zur Reserve-Flak-Abteilung 252 in Bremen, die sich allerdings schon im [[Überfall auf Polen|Polen-Feldzug]] befand und nach Mecklenburg und Vorpommern verlegt worden war. Daher wurde er weitergeleitet und in Düsseldorf bei der 2. Batterie der Flak-Abteilung 407 zum Flugmelder ausgebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;Tim Szatkowski: &amp;#039;&amp;#039;Karl Carstens. Eine politische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Seite 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1940 wurde er [[Unteroffizier]], 1941 [[Wachtmeister]] der [[Reserve (Militärwesen)|Reserve]] und 1942 [[Leutnant]] sowie [[Ordonnanzoffizier]] im Stab der Flak-Abteilung 262 der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]]. Von 1943 bis kurz vor Kriegsende war er als Ausbilder an der Flak-Artillerieschule III in [[Berlin-Heiligensee]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde er in Bremen als [[Rechtsanwalt]] zugelassen. Er begann seine Tätigkeit 1945 als Verteidiger beim [[Militärgericht#Alliierte Militärgerichtsbarkeit nach dem Zweiten Weltkrieg|Militärgericht]] der [[Amerikanische Besatzungszone|amerikanischen Besatzungsmacht]] und trat dann der Kanzlei [[Ahlers &amp;amp; Vogel]] bei. Daneben war Carstens von Juni 1945 bis 1947 als juristischer Hilfsarbeiter für Bürgermeister und Justizsenator [[Theodor Spitta]] ([[Bremer Demokratische Volkspartei|BDV]], später FDP) tätig und wirkte auch an der Erstellung der [[Landesverfassung der Freien Hansestadt Bremen|Bremer Verfassung]] mit.&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Spitta: &amp;#039;&amp;#039;Neuanfang aus Trümmern.&amp;#039;&amp;#039; Tagebuchaufzeichnungen, Hinweise auf S. 99, 117, 123, 153, 171, 177, 180, 185, 232, 239, 275, 321, 340, 356, 358, 398, 430, 439, 441, 443, 446, 476, 447, 481, 490, 493, 496, 512.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch Vermittlung von Mitarbeitern des amerikanischen Militärgerichts erhielt Carstens 1948 ein Stipendium für ein Studium an der [[Yale University|Yale-Universität]] in [[New Haven (Connecticut)|New Haven]], das er 1949 mit dem Grad eines [[Master of Laws]] (LL.M.) beendete. Von 1949 bis 1954 war er Rechtsberater des [[Senat der Freien Hansestadt Bremen|Bremer Senats]] (unter [[Wilhelm Kaisen]], SPD) und [[Vertretung des Landes Bremen beim Bund|Bevollmächtigter Bremens beim Bund]]. Ab 1950 hatte er zudem einen [[Lehrauftrag]] an der [[Universität zu Köln]], an der er sich 1952 mit einer Schrift über Grundsätze des [[Verfassungsrecht (Vereinigte Staaten)|US-amerikanischen Verfassungsrechts]] [[Habilitation|habilitierte]] und anschließend als Privatdozent für [[Staatsrecht (Deutschland)|Staats-]] und [[Völkerrecht]] lehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-P112357, Washington, Karl Carstens, John F. Kennedy.jpg|mini|Als Staatssekretär 1963 im Gespräch mit [[John F. Kennedy|US-Präsident Kennedy]]]]&lt;br /&gt;
Carstens trat 1954 in den [[Auswärtiger Dienst|Auswärtigen Dienst]] der [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik Deutschland]] ein. Bis 1955 war er [[Ständige Vertretung|Ständiger Vertreter]] der Bundesrepublik Deutschland beim [[Europarat]] in [[Straßburg]]. Danach war er im [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] in Bonn tätig, für das er maßgeblich an der Aushandlung des [[Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft|Vertrags zur Gründung]] der [[Europäische Wirtschaftsgemeinschaft|Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft]] (EWG) beteiligt war, der 1957 als Teil der [[Römische Verträge|Römischen Verträge]] unterzeichnet wurde. Carstens übernahm 1958 die Leitung der politischen Abteilung „West I Europa“ und stieg 1960 zum Staatssekretär im Auswärtigen Amt auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Veröffentlichung von Werken über &amp;#039;&amp;#039;Das Recht des Europarats&amp;#039;&amp;#039; (1956) sowie &amp;#039;&amp;#039;Die Errichtung des [[Europäischer Binnenmarkt|gemeinsamen Marktes]] in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, [[Europäische Atomgemeinschaft|Atomgemeinschaft]] und [[Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl|Gemeinschaft für Kohle und Stahl]]&amp;#039;&amp;#039; (1957) wurde Carstens 1958 – neben seinem Amt als Ministerialdirektor – zum [[außerplanmäßiger Professor|außerplanmäßigen Professor]] an der Universität Köln ernannt. Die Universität übertrug ihm 1960 die Leitung des neu errichteten Instituts für das [[Europarecht|Recht der Europäischen Gemeinschaften]] und berief ihn gleichzeitig zum „persönlichen [[Professor#Universitätsprofessoren|Ordinarius]]“. Dort lehrte er bis zu seiner Wahl in den 7. Deutschen Bundestag (13. Dezember 1972 bis 13. Dezember 1976).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen F. Baur]]: &amp;#039;&amp;#039;Rede anläßlich der akademischen Trauerfeier.&amp;#039;&amp;#039; In: Verein zur Förderung der Rechtswissenschaft (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Karl Carstens zum Gedächtnis.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1993, S. 7–8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1970 bis 1972 leitete er außerdem das Forschungsinstitut der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik|Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik]] in Bonn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2008-0320, Karl Carstens, Veronica Carstens.jpg|mini|Karl und Veronica Carstens, 1949]]&lt;br /&gt;
Carstens heiratete [[Veronica Carstens|Veronica Prior]] am 23. Dezember 1944 in der [[Flugabwehrkanone|Flak]]-[[Kaserne]] in [[Berlin-Schulzendorf]]. Sie wurde später [[Facharzt|Fachärztin]] für [[Innere Medizin]], nutzte aber vorzugsweise [[Homöopathie|homöopathische]] und [[Naturheilkunde|naturheilkundliche]] Verfahren und praktizierte in Meckenheim bei Bonn, wo das Ehepaar Carstens seit 1973 wohnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Homöopathie&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sebastian Balzter |Titel=Homöopathie: Die ganz große Globuli-Koalition |Datum=2019-09-24 |ISSN=0174-4909 |Online=[https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/globuli-warum-sind-sie-als-arzneimittel-zugelassen-16385142.html faz.net] |Abruf=2019-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ehe blieb kinderlos. Das Ehepaar gründete 1982 die [[Karl und Veronica Carstens-Stiftung]] mit dem Ziel der Förderung von Naturheilkunde und Homöopathie. Karl und Veronica Carstens waren [[Evangelische Kirche|evangelisch]] und engagierten sich in der örtlichen [[Kirchengemeinde]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundespraesident.de/DE/Die-Bundespraesidenten/Karl-Carstens/karl-carstens-node.html bundespraesident.de: &amp;#039;&amp;#039;Karl Carstens&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Präsident aus Meckenheim: 19 Jahre lebten Veronica und Karl Carstens in Meckenheim.&amp;#039;&amp;#039; In: [[General-Anzeiger (Bonn)|Bonner General-Anzeiger]], 2.&amp;amp;nbsp;Juni 2017 [https://ga.de/region/voreifel-und-vorgebirge/meckenheim/19-jahre-lebten-veronica-und-karl-carstens-in-meckenheim_aid-43379211 ga.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bremen Riensberger Friedhof Karl Carstens.jpg|mini|hochkant|Grab auf dem Riensberger Friedhof]]&lt;br /&gt;
Seine sterblichen Überreste wurden auf dem [[Riensberger Friedhof]] in [[Bremen]] bestattet (Grabnummer U 612) ({{Coordinate|NS=53/5/36.03/N|EW=8/51/46.74/E|dim=50|type=landmark|region=DE-HB|name=Grab von Karl Carstens auf dem Riensberger Friedhof in Bremen|text=→&amp;amp;nbsp;Lage}}). Dort fand später auch seine Frau Veronica Carstens ihre letzte Ruhe.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bild.de/regional/bremen/karl-carstens/war-ein-segen-fuer-bremen-38943408.bild.html bild.de vom 12. Dezember 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Parteimitgliedschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommersemester 1933 begann Carstens sein Jura-Studium an der [[Johann-Wolfgang-Goethe-Universität]] in Frankfurt. Er trat keiner [[Studentenkorporation]] bei, sondern bezog ein Kameradschaftshaus der Studentenschaft. Dadurch war er zum [[Sturmabteilung|SA]]-Dienst verpflichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Tim Szatkowski: &amp;#039;&amp;#039;Karl Carstens – Eine politische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Köln 2007, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im November 1936 wurde Carstens eine Studienbeihilfe der Landesschulbehörde Bremen entzogen. Nach eigenen Angaben war er von einem früheren Schulkameraden denunziert worden, den [[Hitlergruß]] wiederholt verweigert zu haben. Carstens verwies im Rückblick auch auf ein Schreiben der Landesschulbehörde, dass der Entzug der Studienbeihilfe mit seiner von ihm selbst im Oktober 1935 beantragten Entlassung aus der SA zusammenhänge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S36&amp;quot;&amp;gt;Tim Szatkowski: &amp;#039;&amp;#039;Karl Carstens – Eine politische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; 2007, Böhlau Verlag, Köln 2007, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Gunnar Take weckt nicht nur die zeitliche Distanz Zweifel an der behaupteten Distanzierung vom Regime. Da Carstens wenige Tage später sein Examen ablegte, bezog er fortan ein Gehalt als Referendar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;T127f&amp;quot;&amp;gt;Gunnar Take: &amp;#039;&amp;#039;Aufbau und Überwindung der Kanzlerdemokratie. Personalpolitik und Beamte des Bundeskanzleramts (1949–1970)&amp;#039;&amp;#039;. In: Jutta Braun, Nadine Freund, Christian Mentel, Gunnar Take: &amp;#039;&amp;#039;Das Kanzleramt. Bundesdeutsche Demokratie und NS-Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2025, S. 127&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass er am 10. November 1937 die Mitgliedschaft in der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] beantragte, erklärte Carstens später wiederholt mit politischem Druck, der auf ihn ausgeübt worden sei. So berichtet er in seinen Memoiren, der Präsident des Bremer Landgerichts, [[Karl Rüther]], habe ihn unmissverständlich zum Eintritt in die NSDAP aufgefordert; ohne diesen sei seine  Zulassung zum Assessorexamen gefährdet. Er, Carstens, habe jedoch die Einreichung der notwendigen Unterlagen über den 31. Dezember 1937 hinaus verschleppt, als wieder eine Aufnahmesperre für die NSDAP in Kraft getreten war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S36&amp;quot; /&amp;gt; Gunnar Take sieht zwar Unstimmigkeiten mit und innerhalb der Verwaltung der NSDAP, verweist aber darauf, dass sich Carstens intensiv um Aufnahme bemüht und sogar einen zweiten Antrag gestellt habe. Carstens wurde rückwirkend zum Mai 1937 aufgenommen, erhielt eine Mitgliedsnummer (5.736.988) und entrichtete alle fälligen Beiträge. Auch kassierte er als Blockhelfer im Oktober 1938 die Beiträge anderer Parteimitglieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunnar Take: &amp;#039;&amp;#039;Aufbau und Überwindung der Kanzlerdemokratie. Personalpolitik und Beamte des Bundeskanzleramts (1949–1970)&amp;#039;&amp;#039;. In: Jutta Braun, Nadine Freund, Christian Mentel, Gunnar Take: &amp;#039;&amp;#039;Das Kanzleramt. Bundesdeutsche Demokratie und NS-Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2025, S. 126&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tim Szatkowski verweist darauf, Carstens habe die Mitgliedsbeiträge kassiert, ohne selbst Parteimitglied zu sein. Der Aufnahmeantrag sei erst nach Kriegsausbruch genehmigt worden, als Carstens bereits Soldat war. Da die Mitgliedschaft für die Dauer des Kriegsdienstes ruhte, stellte sich Carstens in seinem [[Entnazifizierung]]sverfahren 1948 auf den Standpunkt, er sei nie Parteimitglied gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Tim Szatkowski: &amp;#039;&amp;#039;Karl Carstens – Eine politische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; 2007, Böhlau Verlag, Köln 2007, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zuständige [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] Bremen stufte ihn unbeeindruckt als „[[Mitläufer]]“ ein und verhängte eine Strafzahlung in Höhe eines Monatseinkommens gegen den inzwischen als Rechtsanwalt tätigen Carstens. Auf Grund seiner Verbindungen zum Justizsenator gelang ihm eine Aufhebung des Sühnebescheids.&amp;lt;ref name=&amp;quot;T128&amp;quot;&amp;gt;Gunnar Take: &amp;#039;&amp;#039;Aufbau und Überwindung der Kanzlerdemokratie. Personalpolitik und Beamte des Bundeskanzleramts (1949–1970)&amp;#039;&amp;#039;. In: Jutta Braun, Nadine Freund, Christian Mentel, Gunnar Take: &amp;#039;&amp;#039;Das Kanzleramt. Bundesdeutsche Demokratie und NS-Vergangenheit&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2025, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juni 1948 folgte die Spruchkammer Bremen Carstens’ Selbsteinschätzung, er habe nach dem Maß seiner Kräfte Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet. Eine „praktische Mitgliedschaft in der NSDAP“ habe nicht bestanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Tim Szatkowski: &amp;#039;&amp;#039;Karl Carstens – Eine politische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; 2007, Böhlau Verlag, Köln 2007, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norbert Frei]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Namen der Deutschen. Die Bundespräsidenten und die NS-Vergangenheit 1949–1994&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 2023, S. 237&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als seine NSDAP-Mitgliedschaft im Vorfeld der Wahl zum Bundespräsidenten diskutiert wurde, verwies Carstens auf den revidierten Spruchkammerbescheid.&amp;lt;ref name=&amp;quot;T128&amp;quot; /&amp;gt; Während der Niederschrift seiner Memoiren seien Carstens, so der Eindruck [[Norbert Frei]]s, jedoch Zweifel gekommen, ob seine Unterstützung der NSDAP, als die sein Verhalten habe angesehen werden müssen, gerechtfertigt gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norbert Frei]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Namen der Deutschen. Die Bundespräsidenten und die NS-Vergangenheit 1949–1994&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 2023, S. 238.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1955 war Carstens Mitglied der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatssekretär ===&lt;br /&gt;
Von Juli 1960 bis Dezember 1966 war er beamteter [[Staatssekretär]] im [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] (Stellvertreter der Bundesaußenminister [[Heinrich von Brentano]] und [[Gerhard Schröder (Politiker, 1910)|Gerhard Schröder]], beide CDU). Mit Bildung der [[Große Koalition|Großen Koalition]] folgte er im Dezember 1966 seinem Vorgesetzten Gerhard Schröder ins [[Bundesministerium der Verteidigung]], wo er bis 1968 ebenfalls Staatssekretär war. Von 1968 bis 1969 war er als Staatssekretär [[Bundeskanzleramt (Deutschland)|Chef des Bundeskanzleramtes]] bei [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Kurt Georg Kiesinger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeordneter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F063645-0033, Pullach, Besuch Carstens beim BND.jpg|mini|Carstens spricht als Bundespräsident am 28. Juni 1982 beim [[Bundesnachrichtendienst]]]]&lt;br /&gt;
Von 1972 bis 1979 war er [[Mitglied des Deutschen Bundestages]]. Er zog 1972 über die [[Landesliste]] [[Schleswig-Holstein]] und 1976 als direkt gewählter Abgeordneter des [[Liste der Bundestagswahlkreise|Wahlkreises]] [[Bundestagswahlkreis Ostholstein – Stormarn-Nord|Ostholstein]] in den [[Deutscher Bundestag|Bundestag]] ein. Hier gehörte er dem Auswärtigen Ausschuss an und erregte 1973 mit seiner ersten Rede in der Debatte um den [[Grundlagenvertrag]] mit der [[DDR]] Aufsehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DHM-HdG |Bio=karl-carstens |Autor=Irmgard Zündorf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Rücktritt [[Rainer Barzel]]s war Carstens von Mai 1973 bis Oktober 1976 Vorsitzender der [[CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag|CDU/CSU-Bundestagsfraktion]] und damit [[Oppositionsführer]] gegen die sozialliberale Regierung unter [[Willy Brandt]] (bis 1974) bzw. [[Helmut Schmidt]]. In den 1970er-Jahren fungierte er als Informant für den [[Stauffenberg-Dienst]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefanie Waske |Titel=Nach Lektüre vernichten! Der geheime Nachrichtendienst von CDU und CSU im Kalten Krieg |Verlag=Hanser |Ort=München |Datum=2013 |ISBN=978-3-446-24144-2 |Seiten=157}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 setzte sich Carstens maßgeblich für die Umsetzung des umstrittenen sogenannten [[Binnenkonsens#Arzneimittelrecht|Binnenkonsens]] beim [[Arzneimittelgesetz (Deutschland)|Arzneimittelgesetz]] ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Homöopathie&amp;quot; /&amp;gt; Der Binnenkonsens wurde am 6. Mai 1976 im Bundestag beschlossen und ermöglichte es, dass [[Anthroposophisches Arzneimittel|anthroposophische]], [[Homöopathisches Arzneimittel|homöopathische]] und [[Pflanzenheilkunde|pflanzliche Präparate]] als Arzneimittel zugelassen werden können, selbst wenn es keinen wissenschaftlichen Nachweis ihrer Wirksamkeit gibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Homöopathie&amp;quot; /&amp;gt; Carstens’ Frau Veronika nutzte als Internistin vorzugsweise homöopathische und naturheilkundliche Verfahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Homöopathie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Bundestagswahl 1976]], bei der die CDU/CSU stärkste Fraktion wurde, die sozialliberale Koalition aber ihre Mehrheit knapp verteidigte, wählte das Parlament Carstens am 14. Dezember 1976 zu seinem [[Präsident des Deutschen Bundestages|Präsidenten]]. Er hatte das Amt des Bundestagspräsidenten bis zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten im Mai 1979 inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundespräsident ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F062869-0022, Villa Hammerschmidt, Carstens mit Hund im Park.jpg|mini|hochkant|Karl Carstens mit Hund Ben im Park der [[Villa Hammerschmidt]] (1982)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 422 Bild-0040, Bonn, 25 Jahre BZS, Karl Carstens.jpg|mini|Karl Carstens auf der Veranstaltung „25 Jahre [[Bundesamt für Zivilschutz (Deutschland)|Bundesamt für Zivilschutz]]“&lt;br /&gt;
(1983)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1979]] wählte ihn die [[Bundesversammlung (Deutschland)|Bundesversammlung]] am 23. Mai 1979 zum 5. [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsidenten]] der Bundesrepublik Deutschland. Die CDU/CSU hatte in der Bundesversammlung die absolute Mehrheit, der bisherige Amtsinhaber [[Walter Scheel]] (FDP) trat daraufhin nicht erneut an. Carstens setzte sich gleich im ersten Wahlgang gegen [[Annemarie Renger]] von der SPD durch. Während seiner Amtszeit positionierte sich Carstens gegen Forderungen der [[Friedensbewegung]] nach einseitiger Abrüstung und lehnte insbesondere deren Bezugnahme auf die [[Bergpredigt]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=14330022 |Titel=Sanfter Kreuzzug |Jahr=1981 |Nr=18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1983 gab er die Gedicht-Anthologie &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gedichte&amp;#039;&amp;#039; heraus. Eine erste Druckauflage wurde wegen vieler editorischer Fehler eingestampft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=14021862 |Titel=Edelster Bestand |Jahr=1983 |Nr=23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F057221-0011, Wanderung des Bundespräsidenten Carstens.jpg|mini|Der wandernde Bundespräsident Karl Carstens mit Ehefrau Veronica und Möllner Bürgermeister Walter Lutz]]&lt;br /&gt;
Wegen seiner Vorliebe für das Wandern war Carstens während seiner Amtszeit bekannt als „Wanderpräsident“. Er nutzte diese Wanderungen zur Begegnung mit vielen Menschen, von denen er sich streckenweise begleiten ließ und mit denen er unterwegs einkehrte. Aus Altersgründen verzichtete er auf die Kandidatur für eine zweite Amtszeit und schied damit am 30. Juni 1984 aus dem Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staatsbesuche ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Auslandsreisen von Bundespräsident Karl Carstens}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenpositionen ==&lt;br /&gt;
Die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] warf Carstens vor, 1974 vor dem Ausschuss zur [[Guillaume-Affäre|Guillaume-Spionageaffäre]] falsch ausgesagt zu haben, indem er angab, in seiner Zeit als Aufseher über den [[Bundesnachrichtendienst]] (BND) Ende der 1960er Jahre habe er nichts über Verbindungen des BND zum Waffenhandel gewusst. Später tauchten von Carstens unterzeichnete Akten auf, die solche Verbindungen belegten. Ein Gericht sah erhebliche Anhaltspunkte für eine Falschaussage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2020 wurden deklassifizierte Dokumente ausgewertet, die Hinweise darauf geben, dass Carstens während seiner Tätigkeit im Auswärtigen Amt bekannt war, dass die indonesischen Militärs bei dem blutigen Putsch 1965 [[Massaker in Indonesien 1965–1966|Massaker an Hunderttausenden Zivilisten]] begingen, während gleichzeitig eine Bitte der Generäle um Finanzmittel zur Fortsetzung der „antikommunistischen Säuberungsaktion“ erörtert wurde. Wenig später empfing Carstens eine Kontaktperson der Militärs im Auswärtigen Amt. Schließlich soll er über den Bundesnachrichtendienst Sondermittel für die Unterstützung der Putschisten durch Waffenhilfe zur Verfügung gestellt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Jonas Mueller-Töwe: [https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_88043988/genozid-in-indonesien-karl-carstens-der-bundespraesident-und-die-putschisten.html &amp;#039;&amp;#039;Der Bundespräsident und die Putschisten&amp;#039;&amp;#039;] auf t-online.de, 13. Juli 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974 veröffentlichte der Schriftsteller [[Heinrich Böll]] seine Erzählung &amp;#039;&amp;#039;[[Die verlorene Ehre der Katharina Blum]]&amp;#039;&amp;#039;, die ihm wegen unterstellter Sympathien zum [[Rote Armee Fraktion|RAF]]-Terrorismus heftige Kritik von konservativer Seite einbrachte. Auch Carstens äußerte sich, jedoch offensichtlich in Unkenntnis wesentlicher Fakten und des Inhalts des Buches: „Ich fordere die ganze Bevölkerung auf, sich von der [[Terrorismus|Terrortätigkeit]] zu distanzieren, insbesondere den Dichter Heinrich Böll, der noch vor wenigen Monaten unter dem [[Pseudonym]] Katharina Blüm &amp;lt;nowiki&amp;gt;[&amp;lt;/nowiki&amp;gt;[[sic]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ein Buch geschrieben hat, das eine Rechtfertigung von Gewalt darstellt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;BerlinerZeitung2010&amp;quot; /&amp;gt; Dies setzte Carstens zahlreichen spöttischen Attacken aus, der [[Der Spiegel|Spiegel]] zitierte den Satz später sogar in seinem [[Nachruf]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=9279743 |Titel=Gestorben: Karl Carstens |Jahr=1992 |Nr=24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grafiker und Polit-Aktivist [[Klaus Staeck]] entwarf auf Bölls Bitte hin infolge dieser Äußerung ein Plakat, auf dem Carstens auf einer Kuh reitend dargestellt war, mit der Überschrift „Professor Carstens reitet für Deutschland“ und dem vollständigen Zitat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BerlinerZeitung2010&amp;quot;&amp;gt;Klaus Staeck: [http://www.berliner-zeitung.de/archiv/von-klaus-staeck--grafiker-und-verleger-er-fehlt-,10810590,10731614.html &amp;#039;&amp;#039;Er fehlt!&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen (Auszug) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Strassenschild Karl-Carstens-Strasse.jpg|mini|Straßenschild im ehemaligen [[Bundesviertel|Regierungsviertel in Bonn]]]]&lt;br /&gt;
* 1962: [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Großes Silbernes Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;parlament.gv.at&amp;quot;&amp;gt;[https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_10542/imfname_251156.pdf Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952] (PDF; 6,6&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1976: Großkreuz des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuzes]], als Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag (1. Oktober 1976)&lt;br /&gt;
* 1977: Großkreuz des [[Orden de Isabel la Católica|Ordens de Isabel la Católica]]&lt;br /&gt;
* 1977: [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Großes Goldenes Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;parlament.gv.at&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1979: [[Verdienstorden der Italienischen Republik|Großkreuz mit Großer Ordenskette des Verdienstordens der Italienischen Republik]], nachdem er schon 1965 das Großkreuz bekam.&lt;br /&gt;
* 1982: [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Groß-Stern des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_10542/imfname_251156.pdf Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952] (PDF; 6,6&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1984: [[Karlspreis]] der Stadt [[Aachen]]&lt;br /&gt;
* 1984: [[Ehrenbürger]] von [[West-Berlin|(West-)Berlin]] sowie der [[Universität zu Köln]]&lt;br /&gt;
* 1984: [[Bremische Ehrenmedaille in Gold]] als erster Bevollmächtigter Bremens beim Bund und seine Unterstützung bei der Sicherung der Selbständigkeit Bremens.&lt;br /&gt;
* 1985: [[Stresemann-Gesellschaft#Stresemann-Medaille|Stresemann-Medaille in Gold]]&lt;br /&gt;
* 1985: Ehrenpräsident des [[Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine|Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine]]&amp;lt;ref&amp;gt;Deutscher Wanderverband (Hrsg.): „125 Jahre Wandern und mehr“, Michael Imhof Verlag, Petersberg, 2008, ISBN 978-3-86568-221-5, S. 171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1986: Das Fährschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Karl Carstens (Schiff)|Karl Carstens]]&amp;#039;&amp;#039; wurde nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* 1986: [[Lucius-D.-Clay-Medaille|Lucius D. Clay Medaille]]&lt;br /&gt;
* 1987: [[Hanns Martin Schleyer-Preis]]&lt;br /&gt;
* 1987: Goldene Medaille der [[Humboldt-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* 1989: Ehrenbürger der Stadt [[Bonn]]&lt;br /&gt;
* 1989: [[Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen]]&lt;br /&gt;
* 1990: Goldmedaille der &amp;#039;&amp;#039;Fondation [[Jean Monnet]] pour l’Europe&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1991: [[Europäischer Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft]]&lt;br /&gt;
;postum&lt;br /&gt;
* 1999: Die [[Karl-Carstens-Brücke]] in Bremen wurde nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* 2003: Bronzebüste in der oberen Rathaushalle des [[Bremer Rathaus]]es vom Bildhauer [[Ernemann Sander]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Schwarzwälder]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Große Bremen-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2009: Ein Teilstück der Dahlmannstraße in Bonn-[[Gronau (Bonn)|Gronau]] ([[Bundesviertel]]) wurde in Karl-Carstens-Straße umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der gutgläubige Erwerb von Pfandrechten an Grundstücksrechten.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundgedanken der amerikanischen Verfassung und ihre Verwirklichung.&amp;#039;&amp;#039; Habilitation, 1952/54.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Recht des Europarates&amp;#039;&amp;#039;, 1956&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Politische Führung – Erfahrungen im Dienst der Bundesregierung.&amp;#039;&amp;#039; 1971.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bundestagsreden und Zeitdokumente.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reden und Interviews.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände, Bonn 1979–1983.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg.) 1983.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen und Erfahrungen.&amp;#039;&amp;#039; 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Henkels]]: &amp;#039;&amp;#039;99 Bonner Köpfe&amp;#039;&amp;#039;, durchgesehene und ergänzte Ausgabe, Fischer-Bücherei, Frankfurt am Main 1965, S. 60f.&lt;br /&gt;
* Tim Szatkowski: &amp;#039;&amp;#039;Karl Carstens. Eine politische Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau-Verlag, Köln/Weimar/Wien 2007, ISBN 978-3-412-20013-8.&lt;br /&gt;
* Daniel Lenski: &amp;#039;&amp;#039;Von Heuss bis Carstens. Das Amtsverständnis der ersten fünf Bundespräsidenten unter besonderer Berücksichtigung ihrer verfassungsrechtlichen Kompetenzen.&amp;#039;&amp;#039; EKF, Leipzig/Berlin 2009, ISBN 978-3-933816-41-2.&lt;br /&gt;
* Joachim Stoltenberg: Karl Carstens, in: [[Michael F. Feldkamp]] (Hrsg.): Der Bundestagspräsident. Amt – Funktion – Person. 19. Wahlperiode 2018, Lau-Verlag, Reinbek 2018, S. 120–124.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118519301}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG |Bio=karl-carstens |Autor=Irmgard Zündorf}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bundespraesident.de/DE/Die-Bundespraesidenten/Karl-Carstens/karl-carstens.html Biografie] auf der Seite des Bundespräsidenten&lt;br /&gt;
* [https://archives.eui.eu/en/oral_history/INT494 Interview] mit Karl Carstens im [https://www.eui.eu/Research/HistoricalArchivesOfEU/Index.aspx Historischen Archiv der EU] in Florenz&lt;br /&gt;
* {{Zeugen des Jahrhunderts |Zeitzeuge= |Interviewer=[[Fritz Schenk]] |ID=7djXzJ_Q7RE |Datum=14. Dezember 1989 |Teil= |Laufzeit=1:11:49 |hm= }}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/dd51c80f-fd91-4d82-9c3e-6d4cb09847ae/ Nachlass Bundesarchiv N 1337]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Deutscher Bundespräsident&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Bundestagspräsidenten&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Chef des Bundeskanzleramtes&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Karlspreisträger&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118519301|LCCN=n80109724|VIAF=111591353}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Carstens, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl Carstens| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundespräsident (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagspräsident (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oppositionsführer (Deutscher Bundestag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chef des Bundeskanzleramtes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Auswärtiges Amt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamteter Staatssekretär (Bundesrepublik Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ständiger Vertreter Deutschlands beim Europarat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrat (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Europarechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Yale University]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karlspreisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Sonderstufe des Großkreuzes)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Groß-Sterns des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des portugiesischen Christusordens (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des heiligen Jakob vom Schwert (Collane)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Piusordens (Collane)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens Karls III.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Order of Jamaica]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Europäischen Karlspreises der Sudetendeutschen Landsmannschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Robert-Schuman-Preises (Alfred-Toepfer-Stiftung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Bonn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger der Universität zu Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leutnant (Luftwaffe der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schwachhausen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Meckenheim, Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Carstens, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Carstens, Karl Walter Claus (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU), MdB, Bundespräsident der BRD (1979–1984)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Dezember 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Mai 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Meckenheim (Rheinland)|Meckenheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ArthurMcGill</name></author>
	</entry>
</feed>