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	<title>Karl Bollmeyer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-07-18T08:05:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Karl Bollmeyer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Juni]] [[1887]] in [[Nienburg/Weser]]; † [[1. Juli]] [[1982]] in [[Bremen]]) war ein deutscher Kaufmann und Präses der [[Handelskammer Bremen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Bollmeyer absolvierte nach seiner Schulzeit eine kaufmännische Lehre in [[Magdeburg]]. Er war danach in [[Wien]] und [[Budapest]] angestellt. Von 1912 bis 1914 arbeitete er als Angestellter in Amerika, unter anderem bei der Bremer Handelsfirma Adolf Held. Bei Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] kehrte er nach Bremen zurück und wurde Teilhaber der Firma Held. 1923 schloss er sich der [[Völkische Bewegung|völkischen Bewegung]] an und stand der völkischen [[Bund für Deutsche Gotterkenntnis|Ludendorffbewegung]] nahe. 1927 wurde er Seniorchef der Handels- und Kolonialgesellschaft Held (Hako). Trotz der Rückschläge durch die Wirtschaftskrise von 1928/30 konnte sich das Unternehmen, auch wegen der bedeutenden Besitzungen von Ländereien in [[Kolumbien]], behaupten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bollmeyer war auch an der [[Deutsche Antioquia Bank|Antioquia-Bank]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 1932 trat Bollmeyer der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 885.503).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/3780679&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Pfliegensdörfer: Vom Handelszentrum zur Rüstungsschmiede. Wirtschaft, Staat und Arbeiterklasse in Bremen von 1929 bis 1945. Universität Bremen Forschungsschwerpunkt Arbeit und Bildung, Bremen 1986, S.&amp;amp;#160;112ff/432, S.&amp;amp;#160;433, Anm. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war ein wichtiger Repräsentant der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]]. Von 1933 bis 1943 war er [[Liste der Präsidenten der Bremer Handelskammer|Präsident der Handelskammer Bremen]], die 1934 Industrie- und Handelskammer (Wirtschaftskammer) umbenannt wurde. 1939 erfolgte seine zusätzliche Ernennung zum [[Bremer Staatsräte und Stellvertreter von Senatoren|Bremischen Staatsrat]]. Nach den Auflösungen von Handels- und Handwerkskammern wurde ihm von 1943 bis 1945 die Aufgabe des Präsidenten der neu gegründeten [[Gauwirtschaftskammer]] für den [[Reichsgau]] Weser-Ems mit Sitz in Bremen übertragen. Er war in dieser Zeit unter anderem auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des [[Norddeutscher Lloyd|Norddeutschen Lloyds]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1935 wurde er auch Mitglied in der Stiftung [[Haus Seefahrt]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Heinz Schwebel|Karl H. Schwebel]]: &amp;#039;&amp;#039;„Haus Seefahrt“, Bremen, seine Kaufleute und Kapitäne. Vierhundert Jahre Dienst am deutschen Seemann, 1545–1945&amp;#039;&amp;#039;. Verlag H. Krohn, Bremen 1947, S.&amp;amp;#160;76.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der sich das führende bremer Wirtschaftsbürgertum organisiert und deren [[Schaffermahlzeit]]en  zur Aufnahme wichtiger wirtschaftspolitischer Kontakte im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]]&amp;lt;ref&amp;gt; Karl H. Schwebel: &amp;#039;&amp;#039;„Haus Seefahrt“ Bremen. Seine Kaufleute und Kapitäne&amp;#039;&amp;#039;. Bremen 1947, S.&amp;amp;nbsp;18. &amp;lt;/ref&amp;gt; von 1936 bis 1939 wieder stattfanden. In seiner Rede als Schaffer der Schaffermahlzeit 1937 betonte er, dass es „von niemand mehr als von uns an der Wasserkante dankbaren und freudigen Herzens empfunden“ werde, „wenn in den letzten vier Jahren der [[Führer]] mit seinen Getreuen gerade zu ein gigantisches Werk vollbracht hat, Deutschland vom [[Bolschewismus]] und von den Ketten des [[Versailler Vertrag]]es befreit, ihm seine Wehrhoheit wiedergegeben und seinen sozialen Frieden geschenkt hat“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinz-Gerd Hofschen]]: &amp;#039;&amp;#039;«Treu ihrer Tradition wird Bremens Wirtschaft fest, mit aufrichtiger Verehrung und Dankbarkeit hinter dem Führer stehend, arbeiten» - zur Geschichte des Bremer Schaffermahles 1933–1938&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bremen 1933–45. Vom Handelszentrum zur Rüstungsschmiede.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur Ausstellung im Kulturzentrum Schlachthof. Bremen 1983, nach Tafel 65–70.{{cite web |url=http://www.dielinke-bremen.de/nc/politik/aktuell/detail/archiv/2008/februar/browse/1/zurueck/archiv/artikel/schaffermahl-revisited-grosse-braune-flecken-gefunden/ |title=Schaffermahl revisited grosse braune Flecken gefunden |work=die Linke |accessdate=2019-06-20 |offline=yes |archivebot=2022-03-07 21:57:02 InternetArchiveBot |archiveurl=https://web.archive.org/web/20160420012714/http://www.dielinke-bremen.de/nc/politik/aktuell/detail/archiv/2008/februar/browse/1/zurueck/archiv/artikel/schaffermahl-revisited-grosse-braune-flecken-gefunden/ |archivedate=2016-04-20 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Angesichts der bevorstehenden Niederlage im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war er im April 1945 für eine kampflose Übergabe der Stadt Bremen, um die Reste der erhaltenen bremischen Betriebe nicht weiter zu gefährden. Ein Versuch, den Kampfkommandant von Bremen Generalleutnant [[Fritz Becker (General)|Fritz Becker]] durch ein Attentat auszuschalten, misslang. Bollmeyer musste für einige Tage untertauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende erhielt er im Mai 1945 den Auftrag zur Reorganisation der Handelskammer Bremen. Im Juli 1945 erfolgte dann aber seine Verhaftung. Im [[Entnazifizierung]]sverfahren wurde er als Minderbelasteter, später als Mitläufer eingestuft. Bis in die 1960er Jahre war er jedoch für die Firma Held tätig. Anschließend vertrat er eine kolumbianische Kaffeefirma. Im Plenum der Handelskammer Bremen verblieb er bis 1961/62. Er wurde noch stellvertretender Vorsitzender der &amp;#039;&amp;#039;Ibero-Amerika-Bank&amp;#039;&amp;#039; in Bremen und Mitglied in den Aufsichtsräten der [[BLG Logistics Group|Bremer Lagerhausgesellschaft]], der [[Deutsche Dampfschiffahrtsgesellschaft „Hansa“|&amp;#039;&amp;#039;Deutschen Dampfschiffahrtsgesellschaft „Hansa“&amp;#039;&amp;#039;]] und des [[Germanischer Lloyd|&amp;#039;&amp;#039;Germanischen Lloyds&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1957 ehrte die [[Handelskammer Bremen]] ihren langjährigen Präses Bollmeyer zu dessen siebzigsten Geburtstag, ohne dabei Distanz zu seiner NS-Vergangenheit und der [[Bremen zur Zeit des Nationalsozialismus#Bremer Staatsrat|Rolle der Kammer im Nationalsozialismus]] erkennen zu lassen:&lt;br /&gt;
:„Dieser Ehrentag gab der Handelskammer erneut Anlaß, dem Jubilar den Dank der Kaufmannschaft auszusprechen, insbesondere dafür, daß er nach einer langen Präseszeit die Spanne der Unterbrechung nicht zum Vorwand nahm, sich von jeder Mitarbeit in der Handelskammer zurückzuziehen, sondern daß er nach den freien Wahlen zur Kammer wieder dem Rufe folgte und sich ins Plenum wählen ließ. Seitdem hat Herr Bollmeyer immer wieder für alle wichtigen Entscheidungen seine Erfahrungen zur Verfügung gestellt und wesentlich dazu beigetragen, daß auch die jüngeren Herren die bewährte Tradition des [[Schütting]] übernehmen konnten.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bremen 1933–45. Vom Handelszentrum zur Rüstungsschmiede.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur Ausstellung im Kulturzentrum Schlachthof. Bremen 1983, Tafel 54–60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herbert Schwarzwälder]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Große Bremen-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. [[Edition Temmen]], Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bollmeyer, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wirtschaft im Deutschen Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrat (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Handelskammer Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft und NSDAP bis 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bollmeyer, Karl&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kaufmann und Präses der Handelskammer Bremen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Juni 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nienburg/Weser]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Juli 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Windharp</name></author>
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